Beiträge von die mit dem Hund

    Hier gibt's Pennette mit Sugo aus Radicchio Trevigiano Tardivo, polpa di pomodoro, Karotten, Pancetta-Würfel, Zwiebel, Weißwein zum Ablöschen, etwas Sahne, Salbei.

    Ich mag ja die anderen Radicchio-Sorten nicht sonderlich, aber der Trevigiano Tardivo schmeckt einfach gut. Dafür danken muss ich dem zuständigen Angestellten der Gemüseabteilung im Supermarkt, der mir den vor etwa 4 Jahren empfohlen hat :smile: Ein Riesenunterschied im Geschmack, auch beim Risotto :smile:

    Ich bin ja praktisch nie ohne Hund unterwegs :smile:

    Wir gehen zusammen in die Apotheke (2 erlauben Hunde, 3 nicht), zur Post, ins Tierbedarfgeschäft, zum Zeitungshändler, zum Gemüsehändler (einer erlaubt Hunde, die anderen nicht), zum DM und ähnliche, zur Bank, ins Buch- und Schreibwarengeschäft, in den Gartenmarkt und Baumarkt, in die Gärtnereien, in Cafés, in Restaurants (bislang nur im Urlaub), ins Sportgeschäft und Bekleidungsgeschäft.

    Wo es einen Aufzug gibt wähle ich den statt die Treppen, damit Wolfele die verschiedenen Typen kennenlernt.

    Wenn ich noch nie in ein Geschäft oder Ort war, kontrollier ich beim Eingang ob das Schild "Hunde verboten" klebt, und wenn ich mir unsicher bin (wie das erste Mal beim DM oder beim Gemüsehändler) frag ich am Eingang nach. In die Orte, wo Hunde nicht erlaubt sind, geh ich grundsätzlich nicht. Außer die, wo ich unbedingt hingehen muss.

    Ablegen tu ich nie, er ist immer bei mir an der Leine. Wenns mal länger dauert legt er sich schon hin, aber neben mir. Und wenn ich die Hände frei haben muss z.B. beim Schuhe anprobieren, dann mach ich ihn mit der Leine an geeigneter Stelle neben mir fest.

    Und in den meisten Orten, besonders wo es eng ist, mach ich ihn zwischen meinen Beinen sitzen, dann bin ich auch sicher, dass ihm niemand drauf tretet. Das kann Muffin wirklich gut :smile:

    Wir waren auch zusammen bei der Autowerkstatt und beim Reifenwechsel.

    Ansonsten beim Weihnachtsmarkt, beim Stadtfest und anderen Stadtfeierlichkeiten. Wenns zuviel wird, sind wir über Nebengassen bald aus dem Trubel draußen.

    Mit Marlon war ich zusätzlich auch beim Steuerberater, im Einrichtungshaus und im Urlaub im Bus. Und mit ihm bin ich ein paar Mal mit der Bergbahn gefahren (geschlossene Kabine).

    Mit dem Wolfele möcht ich mal mit dem Zug fahren, und vielleicht auch mit der Bergbahn wenn es sich ergibt :smile:

    Marlon hatte mit 13 Jahren Vestibularsyndrom, er konnte plötzlich nur schwer von allein aufstehen, und wenn er stand schwankte er ganz stark. Beim Gehen speichelte er auch viel.

    Der TA erkannte es durch die typischen Augenbewegung, und erklärte mir dessen Grund: beim Vestibularsyndrom ist einem so schwindlig, und die Augen versuchen einen fixen Punkt auszumachen an den sie sich "festhalten" können, damit der Schwindel vergeht. Aber das funktioniert eben nicht, deswegen zucken die Augen fortweg.

    Die Ursache bei ihm war eine leichte Ohrenentzündung. (Eine auszubildende TÄ sah die Entzündung nicht, der Chef-TA aber schon).

    Er bekam Ohrentropfen, Entzündungshemmer für ein paar Tage, Vitamin B Tabletten, und lebenslang Karsivan.

    Das Kopfschiefhalten blieb noch ein paar Wochen, der Gang besserte sich schneller, Rückfälle oder neue Anfälle hatte er bis zum Schluss keine.


    Nachbars Hündin (um die 13 Jahre) hatte im August letzten Jahres auch Vestibularsyndrom. Sie hatte dann monatelang Probleme beim Gehen und schwankte stark. Sie hat kein Karsivan bekommen, ihr TA behandelt das scheinbar anders. Die Ohren waren bei ihr laut TA nicht entzündet, Nachbar sagte die Ursache sei unbekannt.

    Weiß noch wie ich im Wald mal die Fassung verloren und das fiepende Etwas wütend angeschrien habe, ob er nicht endlich mal die Schnauze halten kann :see_no_evil_monkey: Eine Sekunde Ruhe, er dreht sich um und fiept weiter.

    :lol: Das war hier auch so...

    Das Fiepen hat mich teils wahnsinnig gemacht, ich bin dann oft raus in den Garten oder in einen anderen Raum, Tür zu, damit ich's nicht höre.

    Das war wie ein Tinnitus :ugly:


    Kommentare hab ich selten gehört - vielleicht wegen dem Fiep-Tinnitus :hust:

    Aber die Blicke und Kommentare sind mir schon nahe gegangen. So wenn man nach Hause kommt und denkt wieder voll versagt zu haben. Und zu Hause hab ich Muffin immer gesagt, dass er das toll gemacht hat, weil ich vor 15 Jahren mal gelesen habe, dass man den Spaziergang mit einem Lob abschließen sollte. Weil hab ja ich versagt, nicht er.

    Bis dann eine flüchtige Bekannte in einem Geschäft, als wieder Kommentare kamen, zur mir sagte "Hör nicht auf sie, lass sie reden, die verstehen sowieso nichts von Hunden. Mach du weiter und hör nicht auf sie." Das hat gut getan.

    Dann hab ich bald angefangen, beim Spazieren Muffin fiepen und bellen zu lassen ohne immer einzugreifen, denn das hat ihn ja noch mehr aufgeregt und nicht ruhiger gemacht. Das hat geholfen, dass ich selbst nicht mehr so angespannt war. Blicke und Worte kamen immer noch, aber ich war selbstsicherer.

    Auch dank meines farbigen Punk-Irokesen, den ich mir wieder aneignete. Da bin ich Blicke seit gut 30 Jahren gewohnt :D

    Oder doch Futterthema? Aber dann müsste er doch immer Bauchweh und Kotprobleme haben denke ich ☹️

    Würd ich auch denken, dass es dann immer so wäre.

    Hast du die Möglichkeit, ihn einmal fast ganz stressfrei zu halten? Also so ähnlich wie es bei mir war als ich Grippe hatte und wir nur zu Hause blieben mit Lösen im Garten. Dann könntest du evtl. Stress oder Futter ausschließen.

    Sonst würd ich auch Parassiten oder Magen-Darm in Betracht ziehen. Vor allem wenns richtig flüssiger Durchfall ist, wie du schreibst.

    Panini Genau, das mit der Erziehungssache kenn ich :lol:

    Muffin hat ja draußen auf nichts mehr reagiert, ich konnt ihm den besten Leckerbissen vor die Nase halten - nichts, keine Chance.

    Er war immer überdreht. Meine Nachbarin meinte mal mit nettem Ton "der hat richtig Hummeln im Hintern"... :hust: Lustig war's nicht, jeder Spaziergang Stress, weil ich dauernd schaute, dass er ja nicht irgendwo leckt wo Scherben oder Kaugummi oder sonst was lag. Und er hat angefangen jeden Hund anzubellen und nach vorn zu springen, aber ich kam in den Situationen einfach mit nichts zu seinem Gehirn durch :wallbash:    :rollsmile: Lange dacht ich echt, ich hab nach Marlon jetzt schon wieder einen Pöbel-Hund :(

    Und ja, das mit der Tierarztpraxis von mogambi kenn ich auch... Im Warteraum das reinste Fiep-Konzert :pfeif: Echt peinlich...

    Ich hab all die Tips gegen das Fiepen vor dem Spazieren und Aufgeregtsein, die man so findet, durchprobiert. Z.B. Routine wechseln, damit man die Erwartungshaltung bricht. Oder solange warten, dass er sich selbst beruhigt. Das hat es noch schlimmer (und lauter) gemacht. Dann bin ich durch google auf das DF gestoßen, und hier auf einen Thread über Hunde, die wirklich viel fiepen (ich glaube mich zu erinnern, dass vielleicht physioclaudi darin geschrieben hat?) und das hat mir enorm geholfen, denn es wurden ähnliche Erfahrungen geteilt, und dass grad das "Warten bis er ruhig ist" bei manchen Hunden nix bringt. Ich dachte vorher, das muss doch irgendwann klappen. Nein. Manche Hunde sind so "über". Also nix mehr mit Warten, sondern losgehen, weil jeder zusätzliche Stress vor dem Spaziergang sich zum Stress vom Spaziergang dazu summiert :ugly:

    Aber ja, bei uns hat schlussendlich die Kastration geholfen.

    Das dauert dann natürlich bis sich das alles einpendelt. Ich hab deshalb auch bewusst die Schilddrüsenwerte noch nicht kontrollieren lassen bei Muffin (obwohl Marlon im Alter eine SDU hatte), weil ich wollte, dass sich das alles mal körperlich nach der Kastra einpendelt. Muffin zeigt jetzt auch keine Symptome einer SDU.

    Jetzt ist sein Fiepen und Wolfsgeheul nur wenn er ungeduldig freudig auf etwas wartet, oder nicht weiß wohin mit sich selbst :roll:, und im Auto ist es besser geworden, in der Tierarztpraxis auch. Mein Wolfele :lol:


    Hier im Forum hatt ich dann auch von Hunden gelesen, denen beigebracht wurde bei Hundesicht einen anzuschauen, so Keks für Blick. Ich dachte wooooow, das wär so cool, aber das schaffen wir nie :no: Er ignorierte ja alles was ich ihm vorhielt.

    Etwa 3 Monate nach der Kastra war dann eine Situation: wir standen am Weg mitten in der Stadt, zwei Frauen mit Hund im Weg (wortwörtlich), anderer Hund kommt entgegen. Muffin fixiert alle in Anspannung. Ich halt ihm den Keks vor die Nase - und er nimmts :emoticons_look: und auch das nächste, und schaut mich dann an "gibt's mehr?" :cuinlove: Ich konnt's nicht glauben. Seitdem gibt's bei Hundesicht Keks (inzwischen TF), und es funktioniert (außer er ist voll überdreht oder ich zu spät dran).


    Und das alles, weil der ganze riesige Hormon-Stress weg ist :gott:  :lol:

    Bei uns hat's sich auch nicht allein gelegt.

    Muffin hat sehr stark auf all die Gerüche reagiert, kein normales Schnüffeln, sondern von einer Ecke zur anderen ziehen und sofort alles was feucht aussah auflecken. Wenn flüssig markieren nicht mehr ging weil die Blase leer war, dann wollt er's durch Koten. Erster gut geformt, danach nur mehr matschig bis flüssig.

    Begonnen hat es mit ca. 7-8 Monaten, zusammen mit lautem Fiepen auch 1 Stunde vor dem Spaziergang. Mit ungefähr 14 Monaten hat er angefangen Futter morgens und teils mittags zu verweigern.

    Ich hielt die Spaziergänge extra kurz, weil er bei jedem 4-5 Mal kotete, aber mehr matschig flüssig als fest. Dass es der Gerüche-Stress ist merkte ich als ich krank war und ihn nur in den Garten raus ließ. Fest geformte schöne Häufchen, maximal 2 am Tag. Also keine Futterunverträglichkeit und keine Magen-Darm Geschichte.

    Und: eine Bekannte erzählte mir damals, dass ein anderer Hund den sie kennt auch immer so gestresst draußen war, und mit der Zeit eine chronische Gastritis entwickelte, weil das alles so lange auf den Magen geschlagen hat. Das war meine große Befürchtung. Und dass er von den Nährstoffen vom Futter praktisch nix aufnehmen konnte, mit dem Stress-Koten. Er war auch immer spindeldürr.


    Ich hab keine extra Zusätze gegen Stress gegeben (seit Marlon's CNI hab ich auch bei Kräutern "Angst", dass sie bei langfristiger Gabe potentiell Organe oder Funktionen schädigen können, ich recherchier alles doppelt und dreifach), sondern nur etwas für die Darmflora, und das Gehen bei den Spaziergängen kurz gehalten, bin ansonsten viel mit ihm stehen geblieben und Welt beobachtet. Und hoffte, dass sich das mit dem älter und erwachsener werden bessert.


    Aber es wurde nicht besser. Mit 23 Monaten ließ ich ihn kastrieren, und es kam die ersehnte Erleichterung. Beim ersten Spaziergang nach 2 Wochen Hausarrest war die Aufregung riesig, mit viel Markieren. Aber schon am dritten Tag hat er teils normal geschnüffelt. Und er hat kein Futter mehr verweigert. Nach 2-3 Monaten war er viel entspannter beim Spazieren. Ich war so erleichtert. Und er auch, das sah man. Der ganze Stress weg.

    Jetzt ist er 3 Jahre jung, fiept und wuuuuuuut zwar immer noch jeden Tag (er ist mein Wolfi und Sumsi) aber wegen anderen Sachen, und genießt jeden langen Spaziergang mit Schnüffeln.


    Ich wusst das vor Muffin nicht. Ich dachte dass Hormon-Stress bei Rüden so ist, dass sie nicht schlafen können und immerzu jaulen und sichtlich abgeschlagen sind. Das war bei ihm nicht, außer das Fiepen. Er ist immer ein Energiebündel, voll da. Deshalb dachte ich lange es sei das Futter oder Magen-Darm. Ich hab gelernt, dass dauerhaft matschiger Kot oder Durchfall nicht als normal hinzunehmen ist, auch wenn's "nur" wegen Hormon-Stress ist.