Ich habe im Verein sooo viele wirklich anspruchsvolle Rassehunde vom Züchter erlebt, die an völlig ungeeignete Leute verkauft worden sind, dass ich das echt nicht als "die Verantwortung liegt alleine beim Käufer" abtun kann.
Wenn ich Gebrauchshunde verkaufe an Kandidaten, wie:
- 79-jähriger Ersthundhalter (nein, keine Kinder etc. in der Umgebung, die helfen könnten)
- Alleinerziehende mit 3 kleinen Kindern ohne vorherigen Hund
- einem Mann, der noch nie von der Rasse gehört hatte
Dann sehe ich da auch Schuld beim Züchter. Tut mir leid
Ja, man kann Menschen nur vor den Kopf schauen, stimme ich 100% zu. Aber ich persönlich sehe es durchaus so, dass ich mich bei sehr anspruchsvollen Rassen genauer damit beschäftigen muss, ob die Leute Ahnung und die passenden Lebensumstände haben.
Umgekehrt heißt es dann wieder, Vereine sollten keine Direktimporte zulassen an Ersthundhalter
Wo ich nebenbei absolut mitgehe, außer man hat ein sicheres Netz um jeden einzelnen Hund im Notfall aufzufangen.
Ich bin kein Freund von Gatekeeping und klar, am Ende möchte jeder von uns weiterhin "leicht" an Hunde kommen, egal ob Tierschutz oder Züchter. Aber so ein bisschen Verantwortung trägt man doch, wenn man den Hund vermittelt.