Beiträge von Sunshinelady

    Ich denke im Endeffekt kannst du im Körbchen schlafen nicht genug belohnen. Es wird für einen Hund, der im Bett schlafen will (oder generell auf Kontaktliegen steht) nie so verlockend sein. Wenn du ihn im Körbchen streichelst gehst du ja auch wieder weg und Streicheln und Kontaktliegen sind außerdem eh zwei Dinge.

    Ich würde schauen, dass der Hund dann über Tag genug Möglichkeiten zum Kontaktliegen hat. Und ansonsten musst du es konsequent verbieten und verhindern.

    Wir kamen am Wochenende mitten in der Nacht von einer Abendveranstaltung heim. Da es kein veganes Essen gab (letztes Mal schon, deshalb war ich nicht vorbereitet), hatten wir auf dem Rückweg bei BK Burger und Pommes mitgenommen.

    Mein Freund war reichlich angetüdelt. Klein Neuzugang ist zwar sehr aufgetaut, aber weiterhin ein sehr vorsichtiger Hund.

    Joa, sie hat die Gunst der Stunde genutzt - mein Partner beißt in den Burger und sie beißt gleichzeitig in die andere Seite:headbash: Pommes hat sie auch noch geklaut.

    Ich fands ja leider witzig, von daher kann ich schlecht was sagen.

    Meine letzte Hündin, die mit Menschen vorsichtig war, hat extrem negativ auf Alkohol reagiert. Mit so einer Reaktion hatte ich gar nicht gerechnet, sonst versucht sie nie Essen zu klauen.

    Ich mag nochmal betonen, dass ich ganz großer Fan davon bin, sich nur so viel Hund zuzulegen, wie man realistisch packt. Und da sollte mit einkalkuliert sein, dass kein Welpe mit der Garantie kommt, mit guter Erziehung niemals nie in die Leine zu gehen und gar keinen Auslöser zu haben.

    Aber ich sehe lieber einen Hund am Halti, mit allen berechtigten Bedenken und Nachteilen, als ein Hund-Halter-Team draußen, das andere gefährdet.

    Aeh ja. Frueher kamen Hunde, die nicht funktioniert haben oder auffaellig waren, eben weg

    Darfst du in D auch nicht mehr. Ob das Leben diverser Hunde die ihren Leuten übern Kopf gewachsen sind so lebenswert ist seit dahingestellt.

    Es kommen auch weiterhin in D Hunde "weg", die ihren Haltern über den Kopf gewachsen sind. Sicher ist das nicht mehr so häufig, aber auf dem Dorf eben auch nichts, was nicht passiert.

    Ohne die Diskussion über die Risiken oder Einordnung von Haltis eröffnen zu wollen: Was genau schaffe ich in Sachen Gefahrenvermeidung mit einer verbotenen Halsung, was ich mit einem Halti nicht schaffe?

    Ich selbst halte nur Hunde, die ich gut körperlich packe (auch mit Hinblick auf Krankenpflege etc.), aber ich hatte schon einen Hund an einem Halti, den ich sonst nie hätte führen können. Das ging problemlos.

    Die Dinger sind umstritten aber legal.

    Ich habe im Verein sooo viele wirklich anspruchsvolle Rassehunde vom Züchter erlebt, die an völlig ungeeignete Leute verkauft worden sind, dass ich das echt nicht als "die Verantwortung liegt alleine beim Käufer" abtun kann.

    Wenn ich Gebrauchshunde verkaufe an Kandidaten, wie:
    - 79-jähriger Ersthundhalter (nein, keine Kinder etc. in der Umgebung, die helfen könnten)

    - Alleinerziehende mit 3 kleinen Kindern ohne vorherigen Hund

    - einem Mann, der noch nie von der Rasse gehört hatte

    Dann sehe ich da auch Schuld beim Züchter. Tut mir leid:ka:

    Ja, man kann Menschen nur vor den Kopf schauen, stimme ich 100% zu. Aber ich persönlich sehe es durchaus so, dass ich mich bei sehr anspruchsvollen Rassen genauer damit beschäftigen muss, ob die Leute Ahnung und die passenden Lebensumstände haben.

    Umgekehrt heißt es dann wieder, Vereine sollten keine Direktimporte zulassen an Ersthundhalter:ka: Wo ich nebenbei absolut mitgehe, außer man hat ein sicheres Netz um jeden einzelnen Hund im Notfall aufzufangen.

    Ich bin kein Freund von Gatekeeping und klar, am Ende möchte jeder von uns weiterhin "leicht" an Hunde kommen, egal ob Tierschutz oder Züchter. Aber so ein bisschen Verantwortung trägt man doch, wenn man den Hund vermittelt.

    Nur als Randinfo: Selbst in D gibt es vereinzelt infizierte Sandmücken und das seit den 90er Jahren. Bestimmte Regionen sind bekannt dafür. In meiner Region gibt es ab und zu Hunde ohne Auslandsaufenthalt, die infiziert sind. Und da ja nur ein sehr kleiner Teil der Hunde wirklich erkrankt und man bei Hunden, die nie im Ausland waren eher nicht testet, dürfte die Dunkelziffer derer, die Kontakt hatten, höher sein.

    Eine Ansteckung hier ist weiterhin sehr unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen.

    Nachlassende Sinne oder Schmerzen fände ich da wahrscheinlich, wenn es Jahre kein Problem war. Wobei meine Hunde auch durch meinen damals neuen Partner (Raucher) super ätzend häufig angeschlagen hatten. Ich dachte ich werde verrückt. Irgendwann hat es sich ganz gelegt, aber es dauerte ca. 1 Jahr.

    Nebenbei hat primär die Hündin angeschlagen, die ihn absolut vergöttert, aber sie ist Typ "erst machen, dann denken":fear:

    Er klingt ja jetzt nicht mal nach einem furchtbar schwierigen Fall, da Aggression gegenüber Menschen scheinbar nur besteht, wenn andere Hunde involviert sind. Natürlich nur, falls die Beschreibung stimmt.

    Aber wer hat heute noch Interesse, an einem großen Second Hand Hund mit ernsthaften Baustellen? Dazu noch ein Hund, der einen Einzelplatz braucht.

    Ich finde, die Welt ist klein geworden, für große Hunde, die die Welt nicht nur rosarot sehen. Als Welpe möchten noch viele so einen Hund, aber wehe der Hund braucht irgendwann ein neues Zuhause. Da haben wir einfach eine klare Überproduktion, sowohl von Züchtern als auch durch Import.