Beiträge von Sunshinelady

    Klar entstehen auch mal Verletzungen aus Versehen. Mein Rüde nimmt Leckerlis echt manierlich, das eine Mal, als er meinen Finger (minimal) aufgerissen hat, weil ein Eckzahn in einer Hautfalte hängen blieb, war sicher keine Absicht.

    Aber das Verhalten dieses Rottweilers bleibt doch trotzdem problematisch:ka: In meinem Kopf existiert kein unproblematisches Szenario von "Hund verfolgt und packt Kind". Klar gibts da immer noch Unterschiede, aber harmlos ist nix davon.

    Ich stehe wirklich nicht auf der Seite, dass jeder Hund vom Grundgemüt her Schmetterlinge pupsen muss und durch nix auslösen darf. Trotzdem muss man hier mal anerkennen, dass der Vorfall problematisch ist und Konsequenzen folgen müssen.

    Ich denke das ist vielschichtig.

    Zum einen sind Pudel (und ein paar andere Rassen) absolut prädestiniert für die Problematik, da trägt der Doodleboom natürlich dazu bei. Wir züchten generell viele kranke, allergieanfällige Rassen.

    Dann kann reine Industrienahrung (die ich meinen Hunden füttere) nicht gut fürs Mikrobiom sein. Kann man nicht schönreden. Aber mir fehlen die Kapazitäten auch noch für die Hunde zu kochen, da bin ich ehrlich. Schon 10-20% frische Nahrung können wohl einen Unterschied machen. Diese Reste gab es früher sicher eher.

    Und ja, viel wurde ignoriert:ka:

    Persönlich hatte ich noch keinen Hund mit Unverträglichkeiten oder ständigen Verdauungsbeschwerden. Einmal bei einer Hündin eine chronische Gastritis, da hatte ich dann konsequent gekocht bis es gut war. Und ich bemerke, dass getrocknete Kausnacks ab einem gewissen Alter schwierig werden.

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    Äh ja, der Hund sieht ungepflegt aus und Welpen bis zum 7. Monat behalten... Dann noch ungeimpft:flucht:

    Zum Thema Schmerzmittel: Ich habe noch nie keine bekommen:ka: Nun habe ich von Tag 1 meiner Hundehaltung an immer einen Hund mit orthopädischen Problemen gehabt, aber es war wirklich nie ein Problem Schmerzmittel für den Fall der Fälle mitzubekommen und eben auch die volle Bandbreite: Metacam, Novalging, Tramadol, Pregabalin, Phen Pred...

    Zum Thema Zahnschmerzen: Das hatte ich immer recht gut bemerkt bisher, mein Rüde schleckt dann. Meine Hündin hat schlichtweg so entzündetes Zahnfleisch (kein Zahnstein), dass man es sofort sieht:verzweifelt:

    Narkoserisiko macht mir Sorgen, mein Rüde ist grundlos fast gestorben, trotz top Narkose, Herzultraschall & Blutbild ohne Befund. Aber es hilft ja leider nichts, ein Leben mit konstanten Zahnschmerzen ist unfair.

    Ich finde die Absicht des Hundes (z.B. schnappt nach Leckerli/Spielzeug und erwischt Hand, Beißerei mit einem anderen Hund und erwischt Halter) oder der Auslöser (z.B. große Bedrängnis, Todesangst) ist je nach Fall durchaus wichtig:ka:

    Was nicht heißt, dass ich finde, man könne sich diesen Fall mit dem Rottweiler schön reden.

    Schwierig. Ich habe hier 2 sehr sensible Hunde, einer sehr gesund, einer sehr krank. Hat der Hund jetzt Schmerzen oder hat er ein komisches Geräusch gehört? Tut was weh oder ist es das feuchte Gras?

    Im Endeffekt gebe ich bei der sehr kranken Hündin im Zweifelsfall direkt Schmerzmittel.

    Bei meinem Rüden habe ich die Tage auch mal ein Schmerzmittel getestet, da er einen Sprung verweigert hatte und weniger bewegungsfreudig war - aber das wars nicht. Es passte ihm was nicht. Er reagiert auf das Geräusch mancher Flugzeuge und Vogelarten|) Und ja, arbeiten wir dran, ich habe es auf ein sehr erträgliches Niveau bekommen, aber Geräuschangst ist scheiße und 100% gut ist es nicht. Seine Geräuschangst wird mit Schmerzmittelgaben nicht besser, nur als Kontext.

    Die ganzen Hundeanfänger im Verein, die sich zum Renteneintritt einen Welpen geholt haben und jetzt hinter 30-40kg hersegeln hatten sicher auch die Ambition den einfach zu erziehen:tropf:

    Ich habe null Bedenken, wenn jemand mit Erfahrung mit dem Typ Hund sich nochmal für einen weiteren Hund dieses Typs entscheidet.

    Zum Thema abnehmende Mobilität: Normalerweise stellen sich die Weichen zur Fitness im Alter schon recht zeitig und sind gut zu erkennen. Klar, Krankheit etc. kann immer einen Strich durch die Rechnung machen. Aber in meinem Umfeld sind viele alte Menschen und leider ist es im Voraus sehr offensichtlich, wer wie altern wird.

    Ich habe leider Schönwetterhunde und sehe es nicht ein übellaunige Hunde hinter mir her zu schleifen. Ich plane aber auch kein spezielles Ersatzprogramm, dadurch gehen sie dann bei längeren Schlechtwetterphasen doch irgendwann freiwillig mit. Nicht an Tag 1 oder 2, aber irgendwann kickt dann das Bedürfnis nach Auslastung und ich kann wieder sinnvoll Gassi.

    Wir hatten letzte Woche mal wieder 22h ohne Pipi, weil meine Hündin sich geweigert hat. Kann man machen was man will. Klar gehe ich mit ihr raus, aber sie pinkelt halt nicht bei Regen. Da platzt sie lieber. Und sie sitzt das sehr geduldig aus, nichts "dann warte halt so lange".

    Ich wünsche mir zukünftig einfach wieder Hunde, für die bei Regen nicht die Welt unter geht. Für meine Auslastung leihe ich mir einen Nachbarshund, der sonst nie raus kommt.