Beiträge von Sunshinelady

    Der Maltipoo, mit dem wir immer Gassi gehen, wiegt 8kg. Allerdings steht da ehrlich gesagt in den Sternen, was er wirklich ist, da sich im Nachgang rausstellte, dass das eher ein illegaler Welpenimport war.

    Zum Preis: Wenn das wirklich ein Hund ohne größere Baustellen ist, wäre der Preis doch mehr als solide:ka: Es ist ein Privatverkauf, keine Schutzgebühr. Beliebter Hundetyp, jung, angeblich unkompliziert. Wenn das stimmt sehe ich da wirklich keinen überzogenen Preis.

    Wenn man einen Hund gegen Schutzgebühr möchte bleibt der Tierschutz.

    Ich bin bei Privatabgaben immer ein bisschen misstrauisch, weil ja oft doch "mehr" dahinter steckt und eine reale Chance besteht, dass die ein oder andere Baustelle verheimlicht wird. Leider zu oft erlebt.

    Nur als Hinweis, so ziemlich alles was von osteuropäischen Orgas kommt hat HSH in sich. Hier sitzen 5kg Hund, die ich dir als Dackel-Pinscher-Mix verkaufen könnte und sie hat 1/8 HSH Anteil.

    Und viele osteuropäischen TS Hunde sind durchaus ernsthafter. Eine Freundin hat ein paar HSH Mixe, die sind super toll - wenn man sich darauf einlassen und mit ihnen umgehen kann.

    Gib den Hund zurück und bitte - verzichte auf ein Ü-Ei aus dem Tierschutz und insbesondere auf einen so jungen Hund. Was du suchst, kann dir keiner garantieren. Wenn Tierschutz, dann such dir einen Hund ab 3 Jahren, den du kennenlernen kannst.

    Gibt auch HSH Mixe, die gerne mit Leckerlis trainieren und Besuch rein (und unversehrt wieder raus) lassen, aber du weißt halt nicht wie DEIN Hund erwachsen sein wird. Generell helfen dir bei Multimixen die Rassebeschreibungen nur sehr begrenzt. Ich habe hier gerade einen Hund mit zig Kracher-Rassen neben mir liegen, der ein feinfühliger, ausgeglichener Traumhund ist:ka: Vermutet man jetzt nicht bei Cattle Dog/Rottweiler/Border Collie/DSH/Boxer Mix. Da sind so viele reaktive Rassen darin und dieser Hund ist von Anfang an dermaßen tiefenentspannt und niemals reaktiv.

    DNA Tests sind witzig, aber absolut nutzlos bei Hunden, die nur kleine Rassehundanteile haben. Da erkennt man maximal einzelne Aspekte wieder.

    Wenn das alles Hunde von der gleichen Orga waren? Dann ist zwar der Kontakt eher gering - aber der Impfstatus ja dann auch "eher zweifelhaft". Und dass da einer der Hunde reisekrank ist und kräftig speichelt, ist ja auch absolut im Bereich des Möglichen.

    Das leider schon eher.

    Nebenbei kann es sehr gut sein, dass viele Menschen in dem Prozess nichts von der Fälschung der Papiere wussten. Das ist gerade für die Halter sicherlich nicht ersichtlich. Auch für das Labor oder die Grenzkontrolle nicht, außer da wäre jemand dabei gewesen, dem aufgefallen wäre, dass der Hund zu jung ist. Und klar, natürlich ist es möglich, dass die Halter bewusst um einen Hund gebeten hatten, der zu jung für die Einreise ist. Muss aber natürlich nicht.

    Was ich meinte: Wenn es ein Versehen gewesen wäre, dann wäre das aufgefallen, weil es dafür bei Drittstaaten mehrere Überprüfungen gibt. Die Fälschung dagegen kann erfolgreich sein, die wird ja gemacht, um alle anderen zu täuschen. Deshalb gehe ich von Absicht aus und das finde ich doppelt schlimm.

    Den Haltern würde ich keine Schuld zuweisen, die konnten sich erst recht nur auf die Papiere verlassen, die anscheinend auch diverse sachkundige Ämter getäuscht haben.

    Ehrlich, das kann kein Versehen sein, wenn Impfdatum und das später bekannt gegebene richtige Geburtsdatum im gleichen Monat liegen. Aber dafür reicht die Verantwortliche der Orga plus ein TA.

    Und ja, das Thema entsetzt mich auch. Zumal ich mich frage, wo hier der Vorteil ist. Man spart ein paar Wochen im Shelter. Mehr ist es nicht. Will ich Hundehandel betreiben, dann lohnen sich andere Länder viel mehr. Handel mit Hunden aus nichtgelisteten Drittländern ist so viel teurer und aufwendiger. Im Endeffekt steckt wahrscheinlich verblendeter Tierschutz dahinter und das finde ich besonders tragisch.

    Die Kosten lohnen sich wirklich null, du kannst gar nicht so viel Schutzgebühr verlangen, wie ich im Endeffekt für meine Hunde bezahlt habe.

    Im Transporter sind die Hunde doch in Boxen, ich würde jetzt nicht davon ausgehen, dass man die rausholt und zusammen lässt, die sind hochgradig gestresst.

    Klar, je nach Art der Boxen kann es zu Kontakt kommen, aber doch nicht zu allen Tieren. Ist natürlich zu prüfen, aber da fände ich Kontakte in D zu Welpen, die nicht vollständig immunisiert sind, tatsächlich realistischer.

    Der Titertest ist aber nur für Drittstaaten verpflichtend oder?

    Für nicht gelistete Drittstaaten.

    Und ja, den hättest du sehen sollen. Da gibt es eine Gesundheitsbescheinigung, in der alles dokumentiert sein muss. Ich habe für Pippa eine komplette Mappe bekommen, da ist alles drin.

    Deshalb finde ich den Fall noch extra schlimm. Das ist nicht nur ein Fehler, der nicht passieren darf aber natürlich trotzdem passieren kann. In dem Prozedere sind so viele unterschiedliche Menschen involviert, die können gar nicht alle denselben arglosen Fehler gemacht haben.


    Wenn man den Hund in D übernimmt, der irgendwann mal mit Traces Papieren eingereist ist, gibt es keinen zwingenden Grund, warum man die haben müsste:ka: Würde ich meine Hunde heute weitervermitteln wären doch die Traces Papiere nicht mehr von Interesse.

    Nebenbei kann es sehr gut sein, dass viele Menschen in dem Prozess nichts von der Fälschung der Papiere wussten. Das ist gerade für die Halter sicherlich nicht ersichtlich. Auch für das Labor oder die Grenzkontrolle nicht, außer da wäre jemand dabei gewesen, dem aufgefallen wäre, dass der Hund zu jung ist. Und klar, natürlich ist es möglich, dass die Halter bewusst um einen Hund gebeten hatten, der zu jung für die Einreise ist. Muss aber natürlich nicht.

    Ja, der Aufwand ist riesig. Bei meinen Hunden gab es damals im ganzen Land kein zugelassenes Labor, auch in den Nachbarländern nicht. Die Blutproben mussten in die USA geschickt werden. Durch Einreise per Flugzeug wurde natürlich auch entsprechend kontrolliert.

    Meine Freundin wird an der polnischen Grenze aber auch immer kontrolliert, nur da ist es halt offensichtlicher, dass Hunde im Auto sind.

    So einfach wie ein Zahlendreher ist das nicht, da MUSS Absicht dahinter stecken. Die Blutprobe wird mit Chipnummer an ein zertifiziertes Labor geschickt und ab da läuft auch die Wartezeit, weshalb, außer bei sehr jungen Welpen, das Fälschen von Traces Papieren auch wenig Vorteil bringt. Man kann die nicht aus dem Nichts stampfen wie einen Impfpass, den man rückdatiert.

    Man muss also Blut von einem geimpften Hund abnehmen und das auf die Chipnummer des ungeimpften Hundes ins Labor schicken.

    Bei meinen Hunden wurde der Chip bei Einreise ausgelesen, eine Freundin holt regelmäßig Hunde aus der Ukraine und da wurde der Chip auch an der Grenze ausgelesen. Und als einmal Dokumente fraglich waren mussten die Hunde direkt zurück und das Prozedere begann von vorne. Und mit "fraglich" meine ich nicht gefälschte Traces, da war einfach etwas unstimmig/falsch eingetragen.

    Für falsche Traces Papiere braucht es viel Aufwand und Absicht. Die Wartezeit per se lässt sich ja durch das zertifizierte Labor und die offiziellen Dokumente nicht umgehen. Das ist nicht "oh ich will den Hund jetzt, ich suche mir einen TA, der Dokumente fälscht". Das geht nur in der EU und in gelisteten Drittländern.

    Da wollte jemand gezielt jüngere Hunde in die EU verbringen.

    Ja scheiße. Aber wenn sich selbst manche Tierheime die TW Impfung für Hauskatzen sparen, ist halt auch klar, warum eine Hauskatze nicht dagegen geimpft wurde.

    Meine Hunde kamen alle mit Traces Papieren, mir erschien das Prozedere immer sehr sicher, da am Tag der Blutentnahme die Blutprobe der Chipnummer zugeordnet werden muss. Auf der anderen Seite kann man natürlich immer Blut eines anderen Hundes einsenden, nur die Wartezeit bleibt ja dann trotzdem, weshalb das nur bei Welpen "Sinn" macht, die zu jung zum Impfen sind. Erschreckend, dass das getan wird.