Beiträge von Missy2023

    Ich verstehe grundsätzlich was du meinst.
    Aber mal anders. Ich hab seit Kindesalter Haustiere. Und das war immer total normal.
    Ab einem gewissen Alter unterstellt man aber mit „Kinderersatz“ man hätte Tiere, um eine angebliche Leere zu füllen, WEIL ich keine Kinder hab. Das ist die Krux daran…

    Ne ich mag ein Leben mit Tieren. Ich möchte keine Kinder. War vor 20 Jahren so. Heute immer noch 🤷🏻‍♀️

    Hier ist es so, dass wir klischeehafte Vorurteile sehr unterhaltsam finden. Und es ist ja wohl klar das man als kinderloses Paar mittleren Alters nur einen Hund als Kinderersatz hat. :winking_face_with_tongue:
    Folglich machen wir uns absolut gerne eine Spaß daraus den falschen Mist den andere über uns denken schön mit Klischees zu bedienen. :rolling_on_the_floor_laughing: Ist halt absolut nicht so das wir den Hund als kinderersatz sehen. Und uns auch Null als Eltern. Trotzdem wird der Sprachgebrauch manchmal mit „wo ist Papa?“ oder „hat Mama dich wieder fertig gemacht?“ damit ruhig jeder weiter glaubt, wir hätten nen Kinderersatz.
    Ich meine es gibt am Stall auch Menschen die immer noch glauben, dass mein Mann Angst vor Pferden hat. Das bedient er auch schön weiter. Dabei reitet der Kerl besser als ich :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ist es nicht wie bei vielen anderen Themen auch eine super individuelle Geschichte?

    Ich für mich und meinen Hund kann mir aktuell absolut Null vorstellen, weitere Hunde aufzunehmen. Ich bin total glücklich damit auf die Bedürfnisse der Maus und meine Bedürfnisse zu achten. Damit bin ich ausgelastet und zufrieden. Und ich kann mir für mich nicht vorstellen, da noch einen weiteren Hund einzubauen und vermute, es würde nur dazu führen, dass etwas oder jemand auf der Strecke bleibt.

    Dann gibt es Menschen mit 2 Hunden wo sich meine Ängste und Sorgen deutlich zeigen. Ein Hund bleibt oft auf der Strecke. Ein anderer wird bevorzugt. Da denke ich mir dann Joar einer hätte es wohl auch getan.

    Und dann gibt es Menschen mit 3 - 15 Hunden wo es super läuft und alle Hunde und Menschen glücklich und zufrieden leben.

    Nur weil man sich selbst etwas vielleicht nur schwer vorstellen kann, heißt es doch nicht das es unmöglich ist. Und das meine ich total wertfrei.

    Ich glaub die gesunde Mischung macht es.
    Es gibt viele Dinge die ich bei manchen anderen Haltern nicht verstehe. Und ich wette das geht vielen von euch ähnlich. Aber es ist eben nicht meine Baustelle. Klar wenn jemand mich dazu nach meiner Meinung fragt kann ich diese gerne kund tun. Sonst eben nicht. Ich mag nicht beurteilen ob es denen jetzt besser oder schlechter als uns geht. Und diese Akzeptanz vermisse ich bei anderen oft. Leider.
    Ich selbst könnte mir auch kein großes Rudel vorstellen. Mal ganz neutral. Wer das Leben kann, warum nicht. Das muss doch in erster Linie jeder selbst entscheiden. Solange das Tier nicht leidet, ist doch alles tutti…

    Es ist doch in Ordnung, Texte sind immer Interpretation und genug Leser werden es so interpretieren wie ich es tue, auch wenn der Schreiber eine andere Intention hatte.

    Zurück zu Hunden: Ob man jetzt ganz allgemein Knurren nie verbieten darf/kann/soll - das ist hier ja nicht das Thema. Hier in diesem Fall hat das Übergehen zu einer deutlichen Eskalation geführt, mit der der Mensch dann nicht umgehen konnte - es war also ganz sicher der falsche Weg (so, wie es gemacht wurde).

    Die TE verbietet das Knurren doch gar nicht, der Trainingsansatz läuft über Gewöhnung und Desensibilisierungsversuche:

    Der Trainingsplan sieht so aus: Ich hab Lucy in den letzten Wochen an einen gut passenden Metall-Maulkorb gewöhnt. Jetzt soll mein Freund täglich ruhig, aber beharrlich ganz einfache Handgriffe mit ihr üben, während sie durch den Korb gesichert ist. Die Hoffnung war/ist, dass sich ihr Verhalten legt, wenn sie mit dem Knurren dauerhaft keinen Erfolg hat.

    Ja, der Hund steigert sich da rein. Ist jetzt wahrlich keine Überraschung. Zu implizieren dass die Lösung sein könnte dass der Hund mit dem Verhalten Erfolg haben muss kann dann genauso zum Beißvorfall mit Ansage führen. Steigern sich viele nämlich nicht weniger rein.

    Aber jetzt mal Hand aufs Herz?

    Wie viele Hundeanfänger(!) kennst du, die das Händchen haben zu desensibilisieren? Und das Know-How eine weitere Eskalation zu vermeiden?

    Ich finde jetzt auch nicht, dass der Hund mit Knurren Erfolg haben soll und lernt, prima so funktioniert der Mensch wie ich das will. Aber weil das Thema ja auch im Zusammenhang mit Pferden angesprochen wurde - auch da ist diese Methode veraltet UND führt bei nicht wenigen Pferden zur Eskalation. Ich hätte da so eine die dir bei dem Vorgehen gezielt nen Schädelbasisbruch verpassen würde :winking_face:

    Aber die Problematik spitzt sich ja seit 3-4 Monaten immer mehr zu. Und je erfolgloser das Training weiter geht umso schwieriger wird es bei Rückgabe an die Orga, dass richtige zu Hause zu finden.

    Ehrliche Meinung?

    Es gibt zig Methoden. Schon allein zum Thema Leinenführigkeit. Die Kunst ist Methoden zu hinterfragen und zu entscheiden, ob diese Methoden der Weg sind, den man selbst gehen möchte. Wie sinnvoll dies für sich und den eigenen Hund sind. Du hast für dich deine Antwort gefunden. DEIN Weg ist es nicht.

    Im Nachgang aber nun zu spekulieren, ob der Hund auf Grund des Trainings krank ist ohne alle Infos zu haben finde ich übergriffig.

    Klar kannst du das melden. Hast du Beweise? Wenn nicht, im Zweifel für den Angeklagten. Solange keine Tierschutzwidrigen Methoden wie Strom, Stachler etc. die du auch noch beweisen kannst, würde ich die Sache gedanklich abhaken. Und ja für dich abharken, dass du einen Fehler gemacht hast. Nämlich blind zu vertrauen und ohne hinterfragen Methoden anzuwenden, die nicht in deinem Sinne waren.

    aber hier schreibt doch ausnahmslos jeder, dass mindestens die grundbedürfnisse des hundes erfüllt sein müssen - egal wie hart die persönliche lebensphase gerade ist. ebenso die medizinische/tierärztliche versorgung eines hundes

    Und von nichts anderen habe auch ich geschrieben.

    Nicht von einem knötchen, nicht von ein paar Tage bisschen weniger Gassi gehen.

    Vielleicht einfach auch eine Frage, was du für dich und dein Unternehmen möchtest. Dieses „du kannst sie nicht alle retten“ ist wertvoll. Und natürlich ist auch ein Gespräch mit den Besitzern suchen eine Option. Du kannst natürlich im Rahmen deiner Möglichkeiten Unterstützungsangebote aussprechen, wenn du das willst. Und ja vielleicht kommt der ein oder andere dann nicht wieder. Ist die Frage, ob man diese Menschen denn als Kunden möchte. Oder ob es einen mental so belastet, dass es einem lieber wäre, sie kommen nicht wieder.