Beiträge von Missy2023

    Was für ein Welpe ist es denn? Unter "Welpe" kann ich mir alles vorstellen, vom Zwergpinscher bis zum Maremmano...

    Was genau macht Dir dabei denn Angst, bzw. negative Gedanken? Die "Baby-Situation" mit einem quirligen(?) Welpen oder die 15 Jahre, die auf Dich zukommen als Hundehalterin?

    Es ist ein Retriever-Welpe. Ja, die 15 Jahre hatte ich auch schon mal im Kopf. Mir macht Angst, dass ich vielleicht insgeheim gar keinen Hund mehr will?! Ich fühle mich total verrückt, dass zu sagen, denn ich habe meinen "alten" Hund über alles geliebt und konnte mir nie ein Leben ohne Hund vorstellen. Ich hatte schon ein oder zwei Zweifel, bevor unser Welpe kam und jetzt wo sie da ist, fühle ich mich so als hätte sich meine schlimmste Annahme, dass ich sie vielleicht nicht lieb haben kann, bewahrheitet. Ich beschäftige mich aber grundsätzlich gerne mit ihr und kuschle gerne mit ihr, überlege, was ich ihr als nächstes beibringe. Auf der anderen Seite, wenn sie schläft, bin ich froh und kriege einen Stich im Magen, wenn sie aufwacht.

    Kann es sein, dass du einfach ein schlechtes Gewissen hast, weil du den Zwerg noch nicht so „liebst“ wie deinen alten Hund?

    Naja dann mach dir nur einfach klar, dass euer Training eben ganz übel nach hinten gehen kann!!!

    Aktuell lernt dein Hund lediglich, dass ihr die Grenzen überschreitet (Vertrauensmissbrauch) und massive deutlichere Reaktionen zum Erfolg führen. Ist halt einer der besten Wege zu einem Hund der Probleme mit den Zähnen löst. Hinterher ist das Geheule dann groß, weil der Hund „grundlos“ einen Menschen angegriffen hat…

    Meistens hängt der Blues ja damit zusammen, dass Vorstellung wie es wird mit der Realität nicht ganz überein stimmen.
    Du sagst ihr hattet vorher einen Hund von Welpe an. Kann es sein, dass du unbewusst/unabsichtlich vergleichst?


    Ich würde für mich versuchen, die Ursache zu finden. Ich hatte beispielsweise totale Versagensängste als der Hund dann „plötzlich“ hier war. Als ich die in den Griff bekommen habe, hat sich der Blues verabschiedet :winking_face: dafür musst du nur rausfinden, was dich belastet.

    Ja es gibt mal stressige Phasen im Leben. Und wer sein Tier in der Zeit als Belastung sieht, sollte seine Prioritäten überdenken. Ich persönlich kenne es nicht, dass der Hund als Belastung erscheint. Im Gegenteil. Sie hilft mir, in den Phasen meine Bedürfnisse zu erfüllen und dem Stress zu entkommen. Nein zu sagen. Und zwar nicht zum Hund.

    das ist aber in deiner speziellen Konstellation so.

    Wie schon weiter oben erwähnt, es ist ja oft nicht nur der Hund sondern eben AUCH der Hund der zurück steckt. Sondern oft auch man selber, der Partner und auch die Kinder.

    Eben und da ICH diese Einschränkungen nicht mehr hinnehme und selbst über mein Leben bestimme, ist es meine Pflicht es nicht dazu kommen zu lassen, wenn ich die Verantwortung für jemanden übernehme, der nicht für sich selbst sorgen kann (Kinder und Tiere). Kann ich das nicht gewährleisten und bin so fremdbestimmt, dass ich meinen Pflichten nicht mehr nachkommen kann, sollte man was ändern. :ka:

    Wie das für jeden selbst aussieht muss man selbst sicher entscheiden. Die Belastungsgrenzen sind unterschiedlich. Die Bedürfnisse der Hunde auch. Darum wird es da kein Patentrezept geben. Aber wenn die Menschen bereits anfangen für pflegebedingte Missstände ausreden zu suchen, läuft einfach etwas schief in meinen Augen.

    Ich persönlich denke es sagt einfach eine Menge über den Besitzer aus. Und das ist nicht gerade positiv.

    Ja es gibt mal stressige Phasen im Leben. Und wer sein Tier in der Zeit als Belastung sieht, sollte seine Prioritäten überdenken. Ich persönlich kenne es nicht, dass der Hund als Belastung erscheint. Im Gegenteil. Sie hilft mir, in den Phasen meine Bedürfnisse zu erfüllen und dem Stress zu entkommen. Nein zu sagen. Und zwar nicht zum Hund.

    Jetzt hab ich einen Hund der pflegetechnisch echt easy ist. Ob ich da jetzt einmal die Woche den Kurzhaarhund bürste oder nicht macht keinen Unterschied. Ein Netzwerk was mir unter die Arme greifen könnte hätte auch echt Probleme. Liege ich mit Grippe flach bewegt sich der Hund keinen Meter von mir weg. Aber hey dann gehen wir halt nicht wandern, sondern fahren zu einem Plätzchen, wo ich mich hin setze und der Hund sein Ding machen kann, wenn er möchte. Frische Luft soll schließlich gesund sein :pfeif:

    Wenn mal ein Spaziergang kürzer ausfällt so what. Aber wenn die Gesundheit leidet und die Grundbedürfnisse nicht erfüllt werden können, sollte man kein Tier haben. Egal welches.

    Wenn ich das so lese, bin ich froh das die Maus einfach Null Bock auf jagen hat. Ja manchmal würde sie Junghundemäßig mal hetzen, wenn ein Vögelchen direkt vor ihrer Nase lang fliegt. Oder ein Suizidreh direkt vor uns über den Weg schießt. Ist natürlich verboten. Aber in letzter Zeit echt seltener geworden. Wild in etwas Entfernung war schon immer uninteressant.
    Heute Morgen schlendern wir so am Feld hinter der Reithalle lang. Die Maus öselt so hinter mir lang. Ich wage mal einen Blick über die Schulter, wo sie so bleibt. Ach ja pullert gerade. Während ein Hase direkt hinter ihr langrennt. :shocked:
    Für den Moment sah es so aus als hätte sie ihn markiert, so nah war der. Und was macht die Maus? Guckt nicht mal hinterher. War schließlich mit Pipi beschäftigt. Und trottet zu mir. Wofür die Keksparty war hat sie nicht wirklich verstanden. Aber natürlich gern genommen :rolling_on_the_floor_laughing: Mit bald 2,5 Jahren hab ich die Hoffnung, dass zumindest der Kelch mit dem jagen gehen an uns vorbeigezogen ist :tropf:

    Eigentlich ein Fall für „das hab ich nicht wirklich getan“…

    Sonntag früh. Noch trocken. Zeit für einen Ausflug in den Wald bevor es voll wird. Oder nass.
    Am Parkplatz hab ich mich schon über die vielen orangenen Jacken auf der Wiese gewundert. Aber hey die müssen ja auch mal trainieren, oder? Joar sammel die Maus aus dem Auto und muss ein Stück in die Richtung der Jacken laufen. Und dann im 90 Grad Winkel in den Wald. Höre die Jungs noch irgendwelche Anweisungen zu den Hunden rufen. Bin gerade so 200-300m im Wald da schießen die alle gleichzeitig. Ich hab es geschafft quasi in eine Treibjadt zu rennen. Normal stehen da immer Schilder und ich fahre wieder nach Hause. Aber ohne Schilder bin ich voll naiv reingerannt. Und die Maus!? Guckt einmal nach hinten und fragt mich, ob sie das was da gerade ein paar Hundert Meter hinter uns vom Himmel gefallen ist wohl apportieren dürfte :ka: Ähm nein? Die Olle muss sich gerade erstmal vom Herzinfarkt erholen. Hier hast du dafür einen Keks :woozy_face: war auch ok. Das sind so Momente wo ich unfassbar dankbar für diese coole Socke bin. Die Hundehalter die mir am Ende des Weges entgegen kamen hatten weniger Glück und mussten mit einem völlig verängstigten großen Hund irgendwie wieder zum Auto kommen. Das tat mir so schrecklich leid für sie.
    Ich war zumindest wach. Nur das mit dem Freilauf haben wir uns mal lieber verkniffen. Wer weiß was noch so los ist. :shushing_face: