Beiträge von yane

    Und warum mit Rusty nicht auch Dummy-Arbeit?

    Du fokussierst Dich mit beiden Hunden auf zwei Sportarten - Dummy und RallyO - und das war's.

    Die Hunde sind jung - wenn Du in ein paar Jahren sagst "OK, RallyO gibt mir nichts mehr, bin mit beiden in Klasse 3 und eigentlich würde ich gern was Neues machen" kannst Du dann noch mit Obedience weitermachen.

    Was ich allerdings schon festgestellt habe - Dummy und Geruchsidentifikation beim Obi beissen sich anscheinend, zumindest bei manchen Hunden. Hätte ich so nicht gedacht. Aber Tatsache ist, dass der Retriever in meiner Gruppe, der Dummy-Training machte, der einzige Hund einer Jagdhundrasse war, der Probleme mit dieser Übung hatte.
    Ansonsten kannte ich bis dahin und auch heute noch ausschliesslich Hüter, die Probleme mit Geruchsidentifikation hatten. Bei meinen Pudels bsp. hatte nur einer ein Problem damit - meine Wenigkeit. Es dauerte bei meinen ersten beiden Püs einfach, bis ich begriffen habe, dass die Hundis den Zweck der Übung schon längstens erkannt haben. Mangelnde Erfahrung meinerseits.

    Aber besagter Retriever war echt ein Hardcore-Fall - Der Junge konnte ein Identifikationshölzchen, das auf dem Platz lag, rasend schnell finden. Aber für ihn waren 6 oder mehr Identifikationshölzchen eben genau das - 6 oder mehr "Dummys" die es zu bringen galt. Wir haben gut 2,5 bis 3 Jahre mit verschiedenstens Ansätzen daran trainiert - nix. Sobald mehr als ein Hölzchen da war wäre er brav der Reihe nach raus und hätte eines nach dem anderen gebracht.

    Ich finde es schwierig, sich mit mehreren Hunden auf mehrere Sportarten zu konzentren.

    Ok, selbst mache uch mit meinen Hunden Agility und Obedience. Wobei ein Hund Leihhund ist. Da ist Obi gleich moch mal schwieriger.

    Letztendlich muss man sich im Klaren darüber sein, dass von nichts nichts kommt. Je mehr Hubd und/oder Sportarten, desto grösser der Zeitaufwand.

    Was noch halbwegs machbar ist, sich mit einem Hund auf eine Sportart zu konzentrieren und eine zweite als Ausgleich nebenher zu machen. Aber mehrere Sportarten gleichzeitig auf hohem Niveau .... Das ist sehr aufwändig.

    Gut, beim IPO hat man 3 Sparten - aber seien wir ehrlich. Wie viele Hundeführer führen im IPO ganz oben?
    Wenn ich so mitbekomme, wie viele HF bei uns in der Gegend immer in der IPO 1 rummachen, dann sind das die meisten. Ab und an mal just for fun ne Prüfung und sonst halt etwas Training.

    Ich kenne zwar einige HF, die sowohl im Agi als auch Obi in den höheren/höchsten Klassen starten. Aber mir fällt keiner ein, der wirklich in beiden Sparten ganz oben mitläuft.

    Was die Wettkämpfe anbelangt muss man dann eben von Wochenende zu Wochenende Prioritäten setzen.

    Zu meiner Studienzeit war es in etwa so abzusehen, dass im Endeffekt mindestens 1/3 der Studierenden in irgendeiner Form mit der Lebensmittelindustrie zu tun haben wird. Und darauf zielt ja das Kommentar von wegen "moralische Gründe, nicht im Grosstierbereich zu arbeiten" ab.

    Und ja, wer damit Probleme hat, sucht sich besser ein anderes Studium.

    Die moralischen Diskussionen gab es bei uns auch schon. Das fing beim zoologischen Praktikum an, ging weiter bei den Physiologie Übungen, Anatomie Siten, OP Übungen und Schlachthof Praktikum.

    Eigentlich wäre ich dafür, dass jeder, der Tiermedizin studieren wil vor Studienbeginn ein Praktikum absolvieren muss. So wie es an der Uni Witten-Herdecke für die Mediziner Pflicht ist (oder zumindest zu menr Zeit war). Das würde viele rosarote Mädchenträume von der heilen Tierarztwelt ganz schnell ad absurdum führen.

    Ich erinnere mich da an eine Diskussion, da meinte eine Kommilitonin, dass man als Tierarzt moralisch verpflichtet sei, jedes Tier nach bestem Wissen und Gewissen zu behandeln. Und wenn der Besitzer nicht zahlen kann, dann ist das halt so. Aber dem Tier dürfe man eine Behandlung doch nicht verweigern rsp. Einschläfern, nur weil der Besitzer nicht zahlen kann oder will.

    Klar, kann man Abgabevertrag, Tier selbst behalten, evtl. Über Tierheim Behandlung bezahlen und Tier dann ans Tierheim abgeben, .... Aber unbegrenzt kann man das auch nicht machen.

    Du stellst das so dar, als ob das körperliche Gründe hätte oder lese ich das falsch? Ich glaube ja, dass es eher moralische sind.


    Da glaubst Du was falsches .... wer irgendwelche unsinnigen moralischen Probleme hat, kommt idR erst gar nicht bis zum Staatsexamen ... die selektieren sich schon vorher raus.

    Ein Riesenproblem in Tierarztpraxen ist auch die Zahlungsmoral der Kunden, die Praxen haben alle große Ausstände und oft schlechte Aussichten an ihr Geld zu kommen. Was ich erst kürzlich gehört habe ... wenn ein Tierarzt eine Behandlung macht, muss er die darauf entfallende Umsatzsteuer abführen auch wenn er das Geld gar nicht bekommen hat. Der Tierarzt macht also auch noch Verlust.

    Während meiner Studienzeit hatte ein Kollege, bei dem ich Praxissemester machte, mal gesagt, dass im Schnitt die Kleintierkliniken in der Umgebung Ausstände in sechsstelliger Höhe haben. Ohne die Gewissheit, das Geld jemals zu sehen.
    Und die Zahlungsmoral ist in den letzten 20 Jahren deutlich schlechter geworden ....

    Wo ich hier noch ein grösseres Problem sehe ...

    Im provaten Bereich ist sowas schon ein NoGo. Aber hier war es nicht mehr privat. Oder ist dieser Kurs so zu verstehen, dass sich hier ein paar Leute privat treffen, doe dann zusammen Yoga machen? Wohl eher nicht.

    Das heisst dann, dass der Kurs bezahlt ist, die Trainerin wohl bezahlt wird. Sei es nebenberuflich oder gar hauptberuflich. Dann sieht die Sache gleich nochmal anders aus, denn dann gelten noch ganz andere Gesetze zu Haftung etc.

    Da ist es dann schon äusserst fragwürdig, wenn so was zum ersten Mal geschieht. Wenn der Hund aber schon vorher einfach mal so in die Gruppe kommen konnte und Teilnehmer angegangen ist, dann ist das ein Verhalten, das absolut nicht mehr tolerierbar ist. Und zeigt eine mangelnde Einsichtsfähigkeit der Trainerin, die ihren Hund über das Wohl ihrer Kunden stellt.

    Das fängt dann nämlich schon damit an, ob der Hund überhaupt in den Räumlichkeiten sein dürfte.

    Warum die TE so überrascht zu sein scheint, entzieht sich meinem Verständnis. Genau solche Zustände werden von Gegnern der Doodlei immer wieder angeführt und wurden bisher von der TE und anderen Doodle-Fans immer wieder verneint und als Verunglimpfung dargestellt.

    Im übrigen kann man mE das Wort Hybrid auf diese Mischlinge nur im alten Sinn anwenden. Nicht im Sinne dessen, was man unter Hybridzucht und Ausnutzung des Heterosis-Effekts versteht. Um eine Hybridzucht auf die Beine zu stellen, müssten zunächst die Ausgangsrassen über mehrere Generationen stark ingezüchtet werden, um eine grösstmögliche Homozygotie in der angedachten Parent-Generation zu erreichen. Logischerweise müssten beide Parentlinien gegeneinander die grösstmögliche Heterozygotie aufweisen .... So dass dann die F1-Generation die grösstmögliche Heterozygotie aufweist. Dann, und nur dann, kann ein Heterosis-Effekt auf bestimmte Merkmale überhaupt nachgewiesen werden.

    Mit Allgemeinrichtern habe ich bisher nur einmal (beinahe) schlechte Erfahrung gemacht. Und da vermuten wir, dass der Sonderleiter seine Finger im Spiel hatte.
    2007 wurde bei den Pudeln die Farbe "rot" anerkannt. Bis dahin gab es nur apricot. Wobei das apricot schon eher so ein mittleres orange sein sollte, nicht zu hell. Der damalige SL hat eher die hellen Aprikosen. Und von dem Moment an, wo die Roten zugelassen wurden, kam die Diskussion auf "wo hört apricot auf und wo föngt rot an". Erschwerend kam hinzu, dass viele der Dunklen im Laufe der Zeit aufhellen und aus dem satten baunorange ein mittleres Apricot wird oder aus den dunkelmahagonirot ein eher aufgegraut verwaschenes Kastanienrot.
    Meine Kleine damals noch in der Jugend, noch recht dunkel. Zwei Grosspudelhündinnen, ebenfalls noch in der Jugend, noch ein bischen dunkler ... Die Züchter, eingedenk der Tatsache, dass die Hunde aufhellen, haben sie jeweils gleich als apricot eingetragen ...

    Die GPs wurde disqualifiziert ... Falsche Farbe, hätten als rot eingetragen sein müssen.
    Bei uns kam der Richter auch schon so "ja,eigentlich kann man sich drüber streiten, ob das jetzt noch apricot oder schon rot ist" .... Da icheh schon auf 180 war, so von wegen da fährt man Hunderte von Kilometern, nur um dann wegen "falsch" eingetragener Farbe in der Juendklasse disqualifiziert zu werden, fiel meine Antwort "da kann man nicht streiten, das ist Apricot. PUNKT!!!!! " etwas brüsk aus.

    Schötze mal,er hat gemerkt, dass ich es drauf ankommen lassen würde, und auch keine Hemmungen hätte, so richtig Ärger zu machen. Im Gegensatz zu den Haltern der beiden GP Hündinnen, die noch ganz neu in der Szene waren und entsprechend völlig überrascht undperplex. Ok, zugegeben, ich war ja auch vorgewarnt .... Hatte also auch schon genug Zeit, mich seelisch und moralisch in Rage zu bringen.

    Ansonsten fand ich bisher immer besser mit Allgemeinrichtern oder Spezialrichtern von ganz weit weg ...