Beiträge von yane

    Ich würde die Krise bekommen, wenn eine meiner Hündinnen da so mit der Zunge drangehen würde ... da würde ich uns schon mit angeschliffener Zunge in der Notaufnahme sehen .... stelle fest - bin halt einfach ein Weichei wenn es um die Hundis geht :ugly:

    vielleicht mal einfach überlegen, was für ein Aufwand dahinter steckt?

    Das fängt mit der Planung des Ganzen an. Da ist nicht einfach mal so ... ach ich bin jetzt lustig und kreuze ne fremde Rasse ein ... wie Du dir was wohl so vorstellst @frauchen07.

    Zunächst mal muss eine Rasse gefunden werden, die passt. Dann muss mmman Vertreter dieser Rasse finden, die gesundheitlich durchgecheckt sind. Schliesslich sollen keine zusätzlichen Krankheiten mit der Einkreuzung reinkommen. Das heisst im Klartext entweder Erwachsene Tiere oder Jungtiere aufziehen. Ersteres ist sehr teuer - zumal man ja nicht die Hunde will, die bei der anderen Rasse Zuchtausschuss sind. Also wird man in Konflikt kommen mit den Züchtern der anderen Rasse. Denn die wollen logischerweise ihre guten Zuchthunde nicht aufgeben.

    Bei Jungtieren weiss man nie, wie sie sich dann entwickeln.

    So, nachdem also Experten, Bsp. Das Institut für Tierzucht in Zusammenarbeit mit der GFK und dem Zuchtverein einen Zuchtplan erarbeitet haben, die Zuchttiere sowohl der eigenen Rasse als auch der Fremdrasse ausgewählt sind, die man in die Zuchtplanung einbinden will, Kommt nun der nächste Schritt - das eigentliche ToDo.

    WAS macht man mit den Welpen?

    Einerseits muss man Welpenkäufer finden, die bereit sind, diese Mischlinge zu nehmen. Andererseits müssen diese Welpenkäufer auch bereit sein, einen hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand mitzutragen. Sinn sinnvollerweise werden ALLE Welpen dieser Kreuzung'swürde zunächst komplett untersucht und einer Körkommission vorgestellt. Sonst macht das Ganze keinen wirklichen Sinn.
    Und die Welpenkäufer müssen auch wirklich bereit sein, ihre Hunde für das Fortführen Dieses Zuchtprogramms zur Verfügung zu stellen. Das Ganze nun für mehrere Generationen.

    Ich denke, wenn man tatsächlich die charakterlich passenden Hunde nimmt, und nicht hofft, dass aus nordischen Hunden nichtjagende Will to Please Hunde werden, dann kann das schon gehen.
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    Aber nur weil zwei Hunde vordergründing ähnliche Eigenschaften haben, heisst das noch lange nicht, dass auch die NAchkommen diese Eigenschaften haben. Gerade was Wesen, Charakter und Temperament anbelangt, kann man da nur bedingt vorhersagen, was kommt. Das wird grösstenteils selbst bei Hunden einer Rasse mit relativ ähnlichen Eigenschaften sehr schwer, da was vorherzusagen.

    Bei Hunden, die sowieso schon Mischlinge sind, ist das Ganze ein blauäugiges Lotteriespiel. Denn solche Eigenschaften vererben sich nun mal nicht so einfach wie Farbe. Da taucht dann auf einmal wieder der Jagdtrieb vom Urgrossvater väterlicherseits und der Ururgrossmutter mütterlicherseits auf. Oder das Verhalten des unbekannterweise hütenden Grossvaters, das aber aufgrund der von den anderen Ahnen ererbten Eigenschaften nicht mehr wirklich so eindeutig ausgeprägt ist, sondern diverse Abwandlungen erfahren hat, die dann wieder zu unerwünschten Verhaltensweisen führen .... und so weiter.

    Aus diesem Grund kann man auch bei den ganzen Doodles nicht wirklich vorhersagen, wie die denn so werden von ihren Eigenschaften her. Nicht von den recht einfach vererblichen Eigenschaften wie Farbe, Fellstruktur etc. - und schon gar nicht von den "Inneren Eigenschaften".

    Die Tatsache, dass die Doodles derzeit so grossen Anklang finden, ist der Hype, der darum gemacht wird, nicht die zuverlässig zu erwartenden Eigenschaften. Gute Werbe-/Marketing-Strategien, ein paar nette Schlagworte wie "optimaler Familienhund", "antiallergen", "nicht jagend", "einfach zu erziehen" .....
    Die Leute, die keine Ahnung haben, sehen das als gegeben und vorhersagbar an - und sind dann hinterher enttäuscht, weil sich der Hund nicht so entwickelt, wie sie sich das vorgestellt haben.

    Sportliche Ziele sind dieses Jahr eher spärlich:

    Wusch geht Agilitymässig in Rente :verzweifelt: - ich könnte heulen und sie würde mir vermutlich was husten, wenn sie das so richtig wüsste, aber sie ist jetzt 12,5 Jahre alt und so langsam merkt man das Alter doch. Noch nicht so sehr "von aussen", aber ich merke es einfach an Kleinigkeiten, dass sie sich schwer tut. Und da Wusch zu der Sorte "Ich gebe immer Vollgas und zum Teufel mit den Verlusten" gehört, muss ich wohl der vernünftige Teil des Teams sein - auch wenn es mir verdammt schwerfällt.
    Im Obi darf sie über's Jahr verteilt noch die eine oder andere Prüfung laufen - wer weiss, vielleicht schaffen wir ja auch mal noch den AUfstieg in die O3, wenn wir uns jetzt ausschliesslich auf Obi konzentrieren .... xD

    Mit Jin würde ich gern im Obi in die O2 aufsteigen und vielleicht sogar noch das V für die O3 schaffen bis zum Sommer. Agi-mässig könnten wir dieses JAhr turniermässig eigentlich komplett pausieren bzw. uns komplett auf Training konzentrieren - wenn alles so läuft ich mir das vorstelle, könnten wir max. die WM-Qualis im Frühjahr mitlaufen. Danach ist Schicht - aber selbst da fehlt uns aktuell noch ein Jumping. Halt noch Turniere bis zum Sommer, aber da die ganzen MEisterschaften ja erst ab Juli anfangen, werden die wohl auch hinfällig sein, vielleicht zeitlich noch die swhv-Verbandsmeisterschaft.
    Dafür gibt es dann im Spätsommer vielleicht hoffentlich wenn alles gut geht kleine Flaschengeister :hurra: .

    Der IRJGV bietet doch gerade in Agilitiy jede Menge Turniere an. Hast Du in der Nähe eine Gruppe?


    Jede Menge ist relativ - ehrlich gesagt finde ich nicht, dass der IRJGV jede Menge Turniere anbietet. Aber wie gesagt - das ist relativ.


    @Serenthia

    Grundsätzlich kannst Du mit einer BH vom IRJGV nicht beim VDH starten. Umgekehrt ging es früher auch nicht. Wenn das heute funktioniert, dann vermutlich, weil doch im Laufe der Zeit einige Leute vom IRJGV zum VDH gewechselt sind. Man hat beim VDH schlicht und ergreifend weitaus mehr Möglichkeiten.
    Wenn Du also jetzt beim IRJGV die BH ablegst und dort bsp. mit Agi anfängst und dann irgendwann mal wechseln willst, wirst Du die BH neu machen dürfen.

    Ansonsten solltest Du mal @'Yvonne&Bobby' zum Thema IRJGV fragen. Sie war mal im IRJGV, ist inzwischen aber zum VDH gewechselt.

    Wenn ich an einer Prüfung starte und sei es "nur" eine BH ist mein Hund so trainiert dass er immer die korrekte Position hält und immer durchgehend den Blickkontakt hält.


    Nochmal - NUR weil ein Hund die komplette Fußarbeit die Position hält und Blick zum HF hat, ist er nicht automatisch 100% aufmerksam.

    Aber ich sehe schon .... genau diese Einstellung ist es, die auch Richter nicht erkennen lässt, ob ein Hund aufmerksam ist oder nicht. Wer "Hund ist aufmerksam" nur daran festmachen kann, ob dieser eine auftrainierte Körper- und Kopfposition konstant beibehält, degradiert seinen Hund zu nem Fahrrad oder Tennisschläger.

    Ja - mir gefällt es, wenn mein Hund die Position von Körper und Kopf die gesamte Fußarbeit durch beibehält. Und ich korrigiere auch, wenn das nicht der Fall ist (übrigens OHNE dass ich dann anschliessend die Fußarbeit wieder neu aufbauen müsste).
    Aber ich gebe mich nicht der Selbsttäuschung hin, dass mein Hund in der Fußarbeit konstant 100% Aufmerksamkeit auf mich hat - TROTZ gehaltener Position.

    Das ist schlicht und ergreifend eine Frage der Kompetenz. Konzentrierst Du dich beim Autofahren darauf zu schalten? Als Fahrschüler in der ersten Stunde - JA. Und wie. Da fragst Du dich, wie man das denn alles jemals auf die Reihe bekommt - Bremsen, Gas geben, Schalten, Blinker setzen, den sonstigen Verkehr im Auge haben ....... .

    Aber irgendwann kommt der Tag, da denkst Du zwar noch "jetzt muss ich schalten" - aber Du überlegst nicht mehr, welche Bewegungen Du wann wie auszuführen hast. Du machst es einfach.

    Und irgendwann kommt der Tag - da denkst Du nicht mehr darüber nach, dass Du jetzt schalten musst - Du machst es einfach, rein aus dem Unterbewusstsein raus, weil das Motorengeräusch Dir sagt "jetzt". Du denkst nich mehr darüber nach ob und wie und überhaupt - Du tust es einfach. Und oft genug merkst Du nicht mal, dass Du es tust - eben weil du das Stadium der "unbewussten Kompetenz" erreicht hast und das Ganze Drumherum so selbstverständlich für Dich geworden ist, dass Du gar nicht mehr darüber nachdenken brauchst.

    Oder wenn Dir das Beispiel mit dem Autofahren zu weit hergeholt ist ..... denke mal an eine ganz "einfache" Handlung - das Gehen. Wie wenig wir darüber überhaupt nachdenken müssen, wenn wir gehen, merken wir idR erst, wenn wir aus irgendeinem Grund nicht mehr einfach so gehen können. Wir lernen das als Kinder zu einer Zeit an die wir uns als Erwachsene wenn überhaupt nur noch vage erinnern.

    Oder Tanzen - Fußgehen mit Hund ist ja nichts anderes als Tanzen. Die ersten Tanzstunden sind fürchterlich - man kommt sich vor wie ein Elefant im Porzellanladen, fühlt sich wie der grösste, ungelenkigste Trampel überhaupt - und wie man diese ganzen Schritte, Drehungen, Figuren etc. überhaupt jemals auf die Reihe bekommen soll ...... aber mit zunehmendem Training klappt das immer besser - und irgendwann erreicht man ein Stadium, da muss man nicht mehr darüber nachdenken, wie man wann und warum seine Füße setzt, Arme hält oder bewegt, in welche Richtung man seinen Körper jetzt wie weit drehen muss ..... man tut es einfach - ohne noch gross darüber nachzudenken .... und schon ist ein Teil der Aufmerksamkeit nicht mehr auf das Tun gerichtet, sondern auf die Umgebung.

    Hab jetzt doch mal weitergelesen - ist einfach angenehm, liegenzubleiben :ugly:


    Ich weiss nicht, ob Varianten einfach sind in der Anerkennung. Der Belgier hatte schon immer diese 4 Varianten und so wurde er anerkannt. Es kam mWn nie eine Variante spaeter dazu...


    Nur wenn das standardführende Land mit der Anerkennung der Variante einverstanden ist, ist es recht einfach.

    Nehmen wir als Beispiel mal wieder meine Lieblingsrasse - Pudel.

    Frankreich als standardführendes Land wollte den Toy Pudel als noch kleinere Variante .... Als gibt es seit Anfang der 80er zusätzlich zu Gross, Klein und Zwerg noch den Toy. Obwohl viele andere Länder diese weitere Verzwergung als unsinnig ansahen.

    Dagegen wurden durch die damalige Präsidentin des französichen Pudelklubs beim erstellen des ersten FCI Rassestandards nur die Farben scharz, weiss und braun akzeptiert. Die beiden letzteren wohl eher notgedrungen, weil die nun mal häufiger auch bei schwarz x schwarz Verpaarungen fallen.
    Erst 1962 wurde silber, 1978 apricot als weitere Farbvarianten anerkannt. Wobei die "zu hellen" oder gar "zu dunklen" speziell bei den Apricot lange Zeit völlig verpönt waren. "Zu dunkel" wurde als rot bezeichnet und damit Fehlfarbe. Wobei niemand so wirklich eine Definition hatte, ab wann ein Hun "rot" war. Das war immer eher ein subjektives Empfinden.
    Die "roten" gibt es genausolange wie alle anderen Farben. Bereits Ende des 19. Jhd wurden in einem Prä-FCI Ausstellungskatalog Pudel des Farbschlags "rot" aufgeführt ... Wobei die Frage halt ist, was damals unter rot verstanden wurde.

    Da Frankreich die dunklen Aprikosen nicht anerkennen wollte, haben sich die anderen Länder recht pragmatisch verhalten ... Die meisten haben die dunklen einfac als Apricot eingetragen und gut war. In D hat ein Zuchtverein ein Sonderregister für die Roten geführt.

    Da Frankreic bzw. Der französische Pudelklub rsp. Dessen Präsidentin sich querstellte in Bezug auf Akzeptanz der Dunklen blieb das bis 2000 so .... In dem Jahr stellte eine Züchterin ihre 5jährige satt Mahagoni farbene Hündin auf einer grossen internationalen Ausstellung in der Champioklasse aus. Richterin war die Präsidentin des französiscen Pudelklubs .... Den Knall, den das gab, kann man sich vorstellen. Auf jeden Fall führte das i Endeffekt dazu, dass mit dem Wechsel es Präsidenten des Französiscen Pudelklubs wieder Diskussionen zur Anerkennung der Dunklen aufgenommen wurden. 2005 kam dann die Einladung, rote Pudel vor derStandardkommission der FCI vorzustellen. 2007 erfolgte die offizielle Anerkennung mit der Änderung des damaligen Standards.
    Dies wurde aber nur möglich, weil der Französische Pudelklub selbst sein OK für die Anerkennung gab.

    Ohne dieses OK wäre auch heute noch keine Anerkennung möglich, da das standardführende Land diesbezüglich das alleinige Sagen hat.

    Ist jetzt zwar sehr pudellasti - betrifft im Endeffekt aber alle Rassen.

    Ich habe gerade keine Zeit alles durchzulesen. Nur so viel, die FCI hat inzwischen ihre Anforderungen gegenüber dem von Murmelchen verlinkten Text geändert:

    1. generell werden keine neuen Rassen anerkannt, wenn es sich dabei um reine Varianten bereits bestehender Rassen handelt. Bsp. Beim Pudel gibt es die Mehrfarbenen - black-tan und weiss-gescheckt, prinzipiell auch noch brindle. Da es seit Jahren bezüglich der Anerkennung Streit gibt - Frankreich als standardführendes Land will due mehrfarbigen Pudel nicht anerkennen, Deutschland war das erste Land mW wo die Mehrfarben innerhalb der VDH Zuchtvereine in einem Sonderregister gezüchtet werden durften. Und wo sie auch national durch den VDH als eigene Farbvariante anerkannt wurden. Nun ziehen immer mehr Länder nach. Frankreich kommt langsam in Zugzwang, da der Druck von aussen immer grösser wird, die Mehrfarbenen anzuerkennen.
    Also beschloss der franzüsisce Pudelklub, Nägel mit Köpfen zu mcen und reichte enen Rassestandard für den "mehrfarbigen Wollhund" ... Auf französisch liest sich das besser.
    Die FCI Standardkommission hat den Antrag auf vorläufie Anerkennun trotz geschriebenm Standaedr und vorgezeigen 8 unterschiedlichen Linien abgewiesen mit der Begründug, es handelt sich um eine reine Farbvariante einer bereits anekanten Rasse und mit Hinweis auf heutige Kenntnisse in Bezug auf Genetik, Genpool etc. ist es kontraproduktv, Farb- un Haavarianten als eigene Rassen anzuerkennen.

    Wie geagt, die FCI hat diesbezüglich ihre Politik geändert, heute würde vermutlich der weisse Schäferhund auch nicht mehr als eigene Rasse anerkannt werden.

    2. die Kreuzungsprodukte bereits anerkannter Rassen werden ebenfalls nicht mehr als eigene Rasse anerkannt, auch wenn sonstige Voraussetzunen erfüllt sind.
    Das kan sich zwar vielleicht im Laufe der Jahre wieder ändern. Aber gemäß der aktuellen Politik haben Doodle und Co keine Chance auf Anerkennung, das sie aus bereits bestehenden Rassen herausge"züchtet" wurden.

    Was Chancen auf Anerkennung hat nach aktueller Politik sind alte nationale Landschläge und Rassen, die es in vielen Ländern noch gibt, wie bsp. In Deutschland die Altdeutschen Hütehunde.

    Warum setzt Du dann deine Drohung auszuziehen nicht in die Tat um?

    Wäre doch das Einfachste?

    Schon mal überlegt, dass deine Mutter den Hund vielleicht auch gern behalten würde und nur um des lieben Friedens Willen Dir gegenüber sagt, dass sie den Hund auch sofort weggeben könnte.

    Du solltest Dir dringend professionelle Hilfe suchen, denn wenn jemand wegen der reinen Anwesenheit eines Hundes Psychopharmaka nimmt, obwohl er sonst Hunde angeblich mag, dann stimmt was nicht. Aber nicht Hund ist dann das Problem, sondern der betreffende Mensch hat ein Problem.