Beiträge von DieZoey

    Ja, hätte ich das vorher gewusst! :klugscheisser:

    Damals war ich die Initiatorin, dass das Tier, damals 5-jährig, ihr Frauchen verloren, zu uns zog. 'Vorsicht!' warnte der Sohn des verlorenen Frauchens: 'sie ist ein Männerhund!'.

    Aaaach, habe ich noch in einem Anfall positiven Denkens gedacht: kann sich ja alles noch ändern...

    Pustekuchen. :ka:

    Herr und Hund. Two of a kind. Wo er ist ist auch sie und umgekehrt.

    Und ich fand mich in der Rolle der Nanny wieder. Ich darf kümmern, pflegen, verwöhnen, wie Frau Holle die zahlreichen Bettchen schütteln und pädagogisch un- oder wertvolles Spielzeug anreichen.

    Wenn ich mit dem Tier tagsüber allein bin, haben wir einen Modus gefunden, den wir beide gut akzeptieren können, doch sobald Herrchen zuhause ist bin ich komplett abgeschrieben.

    Anfangs hat das sehr geschmerzt, doch ich bin inzwischen fein damit.

    Mein Mann und ich haben durchaus unterschiedliche Erziehungsstile: ich bin sicherlich die Strengere und gleichzeitig die Kümmerin und Besorgtere, das scheint dem Tier wohl nicht sehr attraktiv. Ihr Lieblingsmensch ist (bei ihr) sehr milde mit einer großen Portion laissez-faire, und er würde seine Püppi aus jeder unangenehmen Situation sofort rauspauken. :barbar:

    Ich gestehe: manchmal bin ich schon eifersüchtig. :motzen:
    Und das Tier wohl auch. :D

    Bitte mach' Dir keine Vorwürfe Mayko

    Ich kann Dich so gut verstehen - und mir würde es wohl genauso gut gehen wie Dir. Ich möchte Dir gerne mitteilen, was mir mein Bauch sagt zu Eurer Geschichte:

    mir scheint, Du bist ein sehr feinfühliger Mensch und schaust stets sehr gut auf Deine Tiere. Dass Du in genau diesem Fall ohne große Bedenken dem TA vertraut und keine Zweitmeinung eingeholt hast ist für mich irgendwie ein Zeichen dafür, dass das in diesem Fall vielleicht genau so sein sollte.

    Denn wer weiß, ob Ayko in seinem Alter und mit seinen anderen gesundheitlichen Baustellen eine Milzentfernung überhaupt überlebt hätte. Möglicherweise hatte er bereits Metastasen, die auch zu der Verschleimung und dem röcheln und zu seinem eingeschränkten Gesamtzustand passen könnten.

    Unter diesen Umständen hätte er dann sogar so lange gelebt, wie es ihm möglich war. Und als es ihm zu schlecht ging, habt Ihr ihn erlöst und er musste nicht mehr leiden.

    Gutartige Milztumore, so meine Erfahrung, machen häufig andere Symptome bis gar keine...bis es auch hier plötzlich zu spät ist, wenn sie ruptieren.

    So schlecht, wie es Ayko am Ende ging, spricht für mich eher für ein bösartiges Geschehen. Und da hätte dann auch keine OP mehr geholfen.

    Er hat ein schönes Alter erreicht und hatte ein tolles Leben. Nun geht es ihm wieder gut und er hat keine Schmerzen mehr.

    Er hat Dir vielleicht sogar das Geschenk gemacht, dass Du nicht noch in Euren letzten Wochen/Monaten mit einer schweren Diagnose leben musstest. :streichel:

    Meine durchaus etwas kritische Betrachtungsweise auf humanmedizinische und tiermedizinische Behandlungen und Eingriffe sollen hier keinerlei Allgemeinanspruch und Generalverdacht erheben. Die meisten Ärzte handeln sicherlich im Sinne es Tieres und Besitzers.

    Aber nicht alles läuft rund im Sinne von Mensch und Tier. Das darf man einfach nicht ausblenden. Und ich glaube, hier hat sicherlich schon jeder einmal Erfahrungen mit sich selbst, mit Angehörigen und mit Tieren gemacht, wo man im Nachhinein nicht froh war und es mit dem aktuellen Wissen heute anders machen würde.

    Zitat von flying-paws:
    Klar, sind alles Geldgeier in Tierkliniken.

    Mir gefällt Deine Polemik an dieser Stelle nicht.

    Zitat von flying-paws:
    Wie gut oder schlecht es, nach einer solchen OP weitergeht, hängt im übrigen oft maßgeblich von der Compliance der Besitzer ab.

    Und mindestens genauso maßgeblich am Können des Operateurs. Wird es hier vermasselt, nützt auch die beste Compliance nichts.

    Zitat von flying-paws:
    Wenn zu einer OP geraten wird, ist damit eben auch immer das Wohl des Hundes in der Perspektive.

    Es wäre schön, wenn es immer so wäre.

    Den Tierärzten Fragen zu stellen finde auch ich immer wichtig und das ist absolut notwendig für mich.

    Jedoch weiß ich aus eigener (Betroffenen)Erfahrung sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin, dass einige Ärzte ihr Handwerk machen, ohne dieses selbst umfassend zu hinterfragen. Insofern gibt es von verschiedenen Tierärzten auch unterschiedliche Meinungen bzw. auch häufiger nicht so viele Informationen oder gar Alternativen aufgezeigt.

    Nicht außer acht lassen sollte man auch, dass insbesondere die Tiermedizin mit inzwischen all ihren Möglichkeiten ein riesiger Geschäftszweig ist und so mancher sehr gerne seine Spezialgebiete anbietet und verkauft.

    Wer vor einer Entscheidung steht, welche Behandlung für a) das Tier und b) für einen selbst unter den finanziellen Möglichkeiten die beste und darstellbarste ist, muss sich mitunter durch einen ganz schönen Berg aus Informationen wühlen.

    Ich persönlich habe mich vor solchen Entscheidungen nach gründlicher Recherche stets auf meine Intuition verlassen und dort das behandeln lassen, wo ich das Gefühl hatte: das passt für uns.

    Czarek: ich bin gerade ein bisschen verwirrt. Welche Zahlen meinst Du denn, die ich wofür genommen habe? Ich hatte doch gar keine angegeben?

    Möglicherweise bezogst Du Dich auf meine Überlegungen zum 2. Kreuzbandriss nach TPLO bzw. TTA. Das ist ja nur eine These von mir, weil mir durch die Erfahrungen hier aus dem Forum sowie aus dem Bekanntenkreis diese Gedanken immer wieder durch den Kopf gehen.

    Es tut mir leid, dass Deinem Hund durch solch einen dramatischen Zusammenstoß auch das 2. Kreuzband gerissen ist. Du schreibst, er ist auf seinem operierten Bein eindeutig besser unterwegs. Insofern wird sich ein Verschleiß im 2. Bein auch schon länger aufgebaut haben und das Kreuzband wäre vermutlich nie gerissen, wenn der große Hund nicht in Deinen kleinen reingeballert wäre.

    Ein Kreuzbandriss kommt häufig nicht allein...und ich hoffe und bete, dass uns ein 2. Kreuzbandriss erspart bleibt. Blöde Dinge können leider immer passieren und manchmal reicht dafür leider selbst ein kleines Ereignis.

    Ich könnte Dir als Tierklinik das Tiergesundheitszentrum in Bramsche empfehlen. Ist von Dir jetzt nicht so weit weg und sie machen dort auch die Fadenzügelung bzw. und/oder eine Kapselraffung.

    Diese OP's eignen sich eher für kleinere Hunde bis circa 15 kg, ich kenne aber auch einen Rottweiler, der nach dieser Methode operiert wurde, und dem es danach gut geht.

    Ja, es gibt mehrere Methoden zur Behandlung eines Kreuzbandrisses. Nur kurz: das gerissene Band ist gerissen, das kann nicht wiederhergestellt werden. Aber das Gelenk kann durch einen künstlichen 'Faden' von außen stabilisiert werden oder die Gelenkkapsel gerafft werden, damit die Lockerheit im Gelenk verringert wird.

    Der Körper bildet bei einem Kreuzbandriss eigenes Gewebe um die verletzte Stelle und stabilisiert sich damit auf Dauer selbst. Bei einigen Hunden funktioniert die Heilung eines Kreuzbandrisses also auch ohne OP.

    So wie bei unserer Hündin. Ihr Kreuzbandriss muss aber schon weit vor unserer Zeit passiert sein und es dauerte dann ja auch nochmal ein Jahr, bis er bei uns endlich diagnostiziert wurde. Bei Zoey hat das Bein eine Fibrose und eine Arthrose um das Kniegelenk entwickelt und das Knie somit stabilisiert. Natürlich ist und bleibt das stets eine Sollbruchstelle im Körper bzw. macht die Arthrose hier und da Probleme.

    Bei Zoey liegen jedoch so viele andere Baustellen im Bewegungsapparat vor, dass sie nicht zum allgemeinen Erfahrungsbericht mit unbehandeltem gerissenen Kreuzband geeignet ist.

    Aber das ehemals gerissene Kreuzband ist heute ihr geringstes Problem. Das kann ich ganz deutlich sagen.

    Manchmal glaube ich übrigens, dass durch TPLO oder TTA selbst häufiger das 2. Kreuzband auch irgendwann reißt, weil durch diese OP's die Statik bzw. der Winkel des Beines verändert wird. Ich vermute, dass diese Veränderung des Laufwinkels einfach zu viel ist für das 2. Knie und dessen Kompensationsmöglichkeiten. Dann kommt die TPLO bzw. TTA des 2. Knies und dann stimmt die gegenseitige Statik wieder. Das ist so meine These zu dieser OP Technik.

    Weder beim Rottweiler mit Fadenzügelung und Kapselraffung (wo ich erst total erstaunt war, als ich das hörte :denker: bei diesem Gewicht des Hundes), noch bei unserer Hündin mit natürlicher 'Heilung' ist nämlich das 2. Kreuzband bisher auch gerissen. Toi...toi...toi.
    Und beide Ereignisse liegen über 6 Jahre zurück.

    In solchen Fällen lohnt sich in meinen Augen wirklich Recherche...Recherche...Recherche...und ein Bauchgefühl, das an der für einen selbst richtigen Stelle 'Klick' macht. :smile:

    Es tut mir sehr leid, wie schwer sich die finanzielle Situation durch den Kreuzbandriss bei Dir darstellt. Es sind einige gute Tipps gegeben worden und ich wünsche Dir von Herzen, dass sich eine Lösung finden lässt.

    Bitte mache Dir keine Vorwürfe für irgendwas.

    Was das Vertrauen in die Ärzte, sowohl für Mensch als auch fürs Tier angeht, ist wirklich so eine Sache. Eigentlich...eigentlich...sollte es genau so sein mit dem Vertrauen. Jedoch zeigt die Erfahrung leider immer wieder, dass insbesondere in der Tiermedizin, wo die Patienten ja nicht sprechen können, häufig nicht beim ersten, zweiten oder gar dritten Arztbesuch die richtige Diagnose gestellt wird.

    Diese Erfahrung musstest Du nun leider selbst machen.

    Leider haben viele Tierbesitzer diesbezüglich auch ihre eigenen Geschichten, so auch wir, die wir bezüglich der orthopädischen Diagnosen unserer Hündin ein ganzes Jahr und 8 (!) Tierärzte gebraucht haben, um letztendlich zu wissen, was dem Tier fehlt. Der Kreuzbandriss war auch dabei. :( :

    Mir helfen da die Erfahrungen der Foren immer sehr, um neue Impulse zu bekommen und selbst zu recherchieren. Auch wenn der Ton mitunter hier und da etwas rauer wird, kann ich es so sehen, dass es letztendlich fast immer um das Wohl der Tiere geht. ;)

    Deiner Hündin wünsche ich alles, alles Gute.

    Und sollte die OP am Donnerstag aus Gründen nicht stattfinden können, so ist es vielleicht gut zu wissen, dass ein Kreuzbandriss kein Notfall und eine gewisse Verzögerung der Behandlung zwar nicht toll, aber in aller Regel auch nicht so bedrohlich ist.