The Sword of Kaigen - M. L. Wang
"“I’m Matsuda Misaki,” she said with pride and honesty she never attached to those words before. “I’m your wife.” "
Der Roman spielt im Kaigenese-Imperium, einem abgeschotteten, nationalistischen Staat, der sich technologisch modernisiert hat, kulturell jedoch stark an alten Traditionen festhält. Besonders verehrt werden die Kriegerfamilien, die mithilfe elementarer Magie – vor allem Eis und Wasser – das Reich verteidigen. Im Mittelpunkt steht das abgelegene Küstendorf Ishikawa, Heimat der legendären Matsuda-Familie, deren Männer als „Sword of Kaigen“ das Imperium gegen äußere Feinde schützen sollen. Die Dorfbewohner leben in dem festen Glauben, dass Ishikawa im Ernstfall die erste Verteidigungslinie gegen Invasoren ist. Wir begleiten Misaki, die aus einer dieser Familien stammt, später den Schwert- und Eismeister Takeru Matsuda heiratet und eine Familie gründet, aber schwer unglücklich unter den Zwängen des stark patriarchischen Lebensstil ist, vor allem, da sie auf eine ausländische Schule gegangen und eine offenere Weltanschauung hat, als die Dorfbewohner oder ihr unbewegter Ehemann. Sie hat eine enge Bindung zu ihrem ältesten Sohn Mamoru, der beginnt, Fragen über das Kaiserreich und die Regierung zu stellen, nachdem ein neuer Schüler an seine Schule gekommen ist, und alles, was er gelernt hat, infrage stellt. Entgegen allem, was das Imperium predigt, wird Ishikawa nicht rechtzeitig gewarnt, als ein hochentwickelter, technologisch überlegener Feind schließlich angreift und sich sowohl Mamoru als auch Misaki fragen müssen, wofür sie kämpfen wollen - oder müssen.
Mmmmmh. Uff, ich tue mich wirklich schwer, das Buch zu bewerten. Es ist eigentlich ein wirklich gutes Buch, mit einer wirklich guten Geschichte, vielschichtigen und glaubhaften Charakteren... aber ich bin vermutlich nicht die Zielgruppe. Ich konnte oft nur an der Oberfläche bleiben, woran das lag, kann ich nicht mal genau festmachen. Die Welt ist komplex, das Magiesystem ist interessant, aber irgendwie... hat es für mich nicht gereicht. Ich muss aber gestehen, ich tue mich schwer mit asiatisch geprägtem Setting, ich war nie tief in Mangas drin, vieles hat mich oft verwirrt und ich musste zu oft im Anhang nachschauen, was mit jener oder dieser Anrede gemeint ist. Gleichzeitig wirkt die Geschichte unvollständig, was daran liegt, dass dem Buch ein Buch vorgegangen ist, aber die Autorin kundgegeben hat, dass sie erstmal nicht weiterschreiben wird. Es gibt einige lose Enden, die nicht verbunden werden, das hat mich sehr unzufrieden gemacht. Es fühlt sich an wie ein Spin-Off, ein einziger recht großer Prolog.
Wie gesagt, absolut kein schlechtes Buch, aber irgendwie einfach nicht mein Geschmack.
Daher bleibe ich bei beinahe neutralen 5/10 Punkten.