Beiträge von GilianCo

    Wahnsinn. Absoluter Wahnsinn! Also dann braucht man sich ja nicht gross bemühen und Qual- und "Massen"zucht ist weiterhin einfacher umzusetzen, als gedacht.

    Was mir einfach immer noch nicht in den Kopf will - WARUM IST das denn zulässig, wenn es, gerade bei "happy pugs" definitiv so ist, dass die züchtungsbedingt Leiden? Da hat ja nie jemand gesagt, die hält die Hunde sch***, sondern die RASSE ist das Problem.

    Wenn ich dann das hier lese:

    Zitat

    "Die Brachyzephalie ist ein erhebliches Problem – und die Zucht muss sich verändern, ohne dabei den Mops auszurotten" [...]

    "Ausschluss stark brachyzephaler Rassen"

    Sorry, aber die Züchterin hat doch NUR Tiere "stark brachycephal" sind? Also ist die Rasse zu verbieten, aber die Rasse soll erhalten bleiben?

    Wie rechtfertigt denn das Gericht, dass dann noch deutlich mehr Tierleid entstehen wird auf dem vermeintlichem Weg, die Rasse von ihrer Brachycephalie wegzuführen?

    Ich finde irgendwie, dass hier der medizinische Aspekt komplett verloren geht, und die Juristen sich wieder fleißig an Paragraphen halten, und die Tiere dürfen das ausbaden....

    So ein toller Deckrüde. Braucht nicht mal Nasenlöcher zum Leben.

    https://www.deine-tierwelt.de/kleinanzeigen/…uede-a86655710/


    Und warum kein natürlicher Deckakt? Schaffen die das körperlich nicht?

    Nicht umsonst findet man vom Rüden KEIN Foto im Profil. Der hat doch auch null Nase, dafür um so mehr Nasenfalten.... ernsthaft....

    Aber mancher Züchter ist halt auch nicht von seiner Rasse abzubringen. Wir haben (im Bekanntenkreis, ist KEINE Freundin von uns, ich hab es über eine Kollegin mitbekommen) eine Züchterin, deren Hündinnen immer mit Kaiserschnitt entbinden. Die bekommen es ohne einfach nicht hin. Vier Welpen. Einer davon deformiert, wurde quasi bei Geburt euthanasiert, weil leider nicht lebensfähig. Weiß ich, weil die die Praxis kenne, die die OP durchgeführt hat. Die letzte Hündin der Züchterin (ich sehe die im Grunde nicht als Züchterin, denn der Gedanke der Zucht als Verbesserung der Eigenschaften einer Rasse ist für mich da gänzlich verloren gegangen) hat schon einen der Welpen schwer verletzt, ,und sollte trotzdem noch mal Welpen bekommen, die aktuelle Hündin nun einen Welpen so gebissen, dass auch der es nicht überlebt hat. WARUM muß man dann mit solchen Hunden weiter züchten? Ich werde es nie verstehen. Es sollte einem doch klar sein, dass IMMER Kaiserschnitt auch einfach dafür spricht, dass die Natur das SO nicht mitmachen würde.... seufz....

    Und in Bezug zu der Lage hier in Deutschland ist der wichtigste Punkt eben der dass es immer und immer mehr werden, und die zusehends die Scheu verlieren. Damit einhergehend dass Wölfe immer mehr Reibungspunkte mit dem Menschen haben, die Wahrscheinlichkeit immer höher ist dass sie in menschliche Siedlungen/Städte kommen und sich mal ein Tier in die Enge gedrängt fühlen kann, als auch die Gefahr dass Wölfe Menschen mit Futter verbinden können. Bzw ist beides ja sogar schon passiert ( ersteres jetzt der Fall in Hamburg, zweites bspw der eine Fall mit dem Kind in den Niederlanden ).

    Das ist denke ich das, was ein großer Teil unseres Problems ist. Und, wie eine Freundin in Bezug auf den Wolf bei uns hier in Hamburg meinte, es werden mehr werden, selbst wenn sie den Menschen selber meiden werden, werden sie im Bezug auf bewohntes Gebiet mutiger werden, und damit auch bei Haus - und Weidetieren.

    Und letztlich muss man einfach sagen dass das ganze so wie es hierzulande läuft weltweit einmalig ist. So viele Wölfe auf so wenig Raum, so nah an den Menschen und mit dem "Management" ( bzw eher dem dass die hier kaum ne Flinte zu befürchten haben ) gibt und gab es sonst bisher nirgendwo.

    Das genau finde ich da ja so unfassbar, vor allem, weil sie sich immer auf die EU beziehen, die da die Einschränkungen stellen würde.... komischerweise wird der Wolf nirgendwo sonst SO umfassend geschützt (oder irgnoriert) wie in D.....

    Hier wird illegal getötet.

    Vor ein paar Monaten wurden von Jägern am Mendel Giftköder ausgelegt, was ich nicht aus den Medien, sondern aus Jägerkreisen weiß.

    Das macht mich richtig wütend, wie rücksichtslos sich da manche herausnehmen ihre Meinung durch zu setzen.

    Selbst wenn ich für gezielte Abschüsse bin (nämlich so, dass es SINN macht, und die Wölfe auch verstehen, dass es eine schlechte Idee ist, sich am Weidevieh zu bedienen), finde ich das auch unter aller Kanone.

    Zum zweiten ist in Schweden die Wolfsjagd deutlich bewußter verankert -- in Deutschland war der Wolf seit Mitte 18. Jahrhundert ausgerottet (abgesehen von einzelnen zugewanderten Exemplaren), in Schweden erst ca. 1960.

    Die Frage ist für mich da dann doch, warum das so ist, denn wenn der Wolf dort ebenfalls (fast) ausgerottet war, hat man ja scheinbar insgesamt einen anderen (und in meinen Augen zumindest zum Teil erfolgreicheren) Weg des Umgangs mit dem Wolf gefunden.

    Bei uns läuft es im Grunde nur darauf hinaus, dass die "Weideopfer" vorwiegend hingenommen werden, im Zweifel ein klein wenig was gezahlt wird, und im Fall eines Risses wahlweise gesagt wird "ihr hättet die doch auch irgendwann geschlachtet" oder "dann muß man seine Tiere halt schützen".

    Ich finde das einfach zu einseitig gedacht, und zu einseitig umgesetzt.

    Weidetierhalter abspeisen mit: Früher hat man seine Herde ja auch schützen können (konnte man das?) oder "Ja, dann müssen halt weniger Tiere gehalten werden", helfen da niemandem.

    Früher hat man seine Herde eben auch geschützt, indem man im Zweifel den Wolf einfach abgeknallt hat. Das darf man heute aber ja definitiv nicht mehr tun... (jedenfalls aktuell nicht....) Somit finde ich genau diese Aussage auch einfach in sich falsch.

    Früher hat man ggf. auch mit einem gewissen Schwund gelebt? Ich habe keine Ahnung. Man darf aber auch nicht vergessen, dass es nicht "nur" Nutztiere sind, die es betrifft, und eine Entschädigung so oder so nicht der beste Weg sein kann, das Grundproblem eines Weidetiere reißenden Wolfes zu lösen.

    Bitte dabei nicht vergessen: auch in Schweden wandert(e) der Wolf erst langsam wieder ein. Und anderseits: In Schweden gibt es etwa 3.000 Bären (meist Braunbären) -- und zwar wildlebend!

    Gab es denn, dazu finde ich gerade nichts, irgendwann tatsächlich in Schweden so viele Wölfe wie bei uns?

    Wäre es umgekehrt, würde ich mich nicht so sehr wundern, nachdem einfach Schweden vollkommen anders aufgestellt ist als Deutschland, was Bebauung etc. angeht....

    Und Bären sind natürlich ein Argument, danke, da hast Du schon recht.... (da hätte ich wildlebend in D noch mehr Sorge als bei jedem Wolf...)

    Ich frage, weil hier quasi dasselbe Lied gesungen wird und Wölfe -illegal- geschossen und vergiftet werden.

    Das erste Beispiel, was mir aktuell einfällt, wäre da Schweden. Grundfläche geschätzt 410 000 qkm, im Vergleich zu Deutschland 350 000 qkm (wobei ich schon Schweden etwas abgerundet und Deutschland aufgerundet habe). Ein Blick auf Sattelitenkarten der beiden Länder zeigt, wie unterschiedlich die Besiedlung ist. Dennoch gibt es in D geschätzt 3000 Wölfe, in Schweden nachgewiesen 300, die sie gerne auf etwas mehr als die Hälfte reduzieren wollen würden (oder werden).

    Ich denke, dass man anhand dieses speziellen Wolfes, nicht nur, weil sich das quasi vor meiner Haustür abgespielt hat (Westen Hamburgs), sondern weil es ein Beispiel dafür ist, wie es irgendwann laufen werden wird - wenn alle Landstriche, wo realistisch Wölfe leben können, "belegt" sind, wird sich die Zahl der Wölfe nicht "automatisch anpassen" (was das zu sein scheint, worauf die Politiker fleißig seit Jahren warten), sondern sie werden immer häufiger da hin gehen, wo noch keine Wölfe sind, und sich dann mit einer Kulturlandschaft, Menschen etc. konfrontiert sehen, mit dem sie so direkt nicht klar kommen. Bei allem Verständnis für einen Schutz von Wölfen (wenn auch nicht seiner Reichweite), aber das kann einfach nichts sinnvolles ergeben in meinen Augen. Und nein, heimlich schießen und erst recht vergiften finde ich definitiv nicht den richtigen Weg. Ich finde, der Umgang mit dem Wolf muß auch widerspiegeln, dass wir es mit einem hochintelligenten Räuber zu tun haben - und das, was bis jetzt passiert, wird dem einfach nicht gerecht.

    Kurzes googeln ergibt, dass Luchs, Braunbär und Schakal nicht bejagt werden. Insbesondere der Luchs ist streng geschützt.

    Ok, aber die sind erstens wirklich selten, und daher für das tägliche Leben für Mensch und Tier bei uns jetzt nicht so relevant. Liegt vielleicht daran, dass wir einfach nicht mehr die natürlichen Landschaften haben, die andere Länder haben. Aber auch bei einem Bären wäre ich skeptisch, wenn er sich Menschen oder Haustieren nähert, dass dann der Schutz des Bären immer die größe Priorität haben sollte. Das ist in meinen Augen in unseren Breitengeraden einfach schwierig.

    Berichtserstattungen nicht erwähnt sondern nur reisserisch Wolf greift Frau Mitten in Hamburg an und beisst sie.

    Naja, das bringt im Zweifel mehr Leser. Das Grundproblem ist jedoch ein anderes: Der Wolf ist in die Stadt "geraten". War erst in einigen grüneren Stadtteilen von Hamburg, und ist im Anschluss scheinbar in die Innenstadt gelaufen.

    Zitat

    »Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Wolf in eine Siedlung oder sogar in eine Stadt geht, ist groß aufgrund der hohen Anzahl an Wölfen, die wir mittlerweile haben.«

    Quelle: https://www.spiegel.de/panorama/hambu…8d-438be1115228

    Genau DAS ist mein Bedenken. Weil man ein Raubtier (ja, das erwähne ich hier auch noch mal ganz deutlich) bis jetzt in D uneingeschränkten Schutz genossen hat, bis wir in D weit mehr Wölfe haben, als in anderen Regionen, wo der Wolf nie weg war - und wo es weit mehr freie Flächen / Regionen gibt, die dem Wolf weit mehr gerecht werden... es ist einfach kein Wunder, dass so etwas irgendwann passiert. Selbst wenn nicht der Wolf von sich aus den Menschen angegriffen hat - wenn so etwas häufiger vorkommt, hat man im Zweifel eben auch Konfrontationen, in denen der Wolf dann auf den Menschen reagieren wird. Und in der Innenstadt kann er halt nicht flott hinter dem nächsten Baum verschwinden....

    ich hätte ihn nicht untergebracht sondern im Wald ausgesetzt. Okay - natürlich muss man ich Gedanken machen, wo man ihn hinbringt. Aber dass er "erstmal" in einen Wildpark kommt, hat für mich halt einen Beigeschmack. Und dieser Park hat zufällig ein großes, leeres Gehege für ihn, wo er über Nacht bleibt? Und wie fängt man ihn wieder ein, damit man ihn raus bringt?

    In welchem Wald hier bei Hamburg hättest Du ihn denn aussetzen wollen? Ich wüsste tatsächlich nicht, wo das hier realistisch wäre....

    In dem Artikel stösst mich aber auch das Wort „Raubtier“ auf. Was überdurchschnittlich oft erwähnt wird. Und ich frage mich, ist das echt nötig. Ist das das Equivalent zu Bestie? Oder gibt es Menschen die nicht wissen das Wölfe Raubtiere sind und man muss das extra oft erwähnen?

    Ich erwähne das auch durchaus gerne. Einfach, weil der Wolf das einzige große Raubtier ist, was in D uneingeschränkten Schutz genießt. Und im Zweifel hat der Wolf dadurch in D mehr Rechte als jedes Weidetier. Jahrzehntelang wurde gepredigt, dass Haus - und Nutztiere (Pferd, Rind, etc.) artgerechter gehalten werden sollten. Nun kommt der Wolf, und die Rufe nach artgerechter Haltung sind zugunsten von "dann schützt halt Eure Tiere" verstummt.

    Ich sehe hier leider zum jetzigen Stand keine andere Lösung. Deswegen darf es mich aber trotzdem traurig machen.

    Mal sehen, wie es nun weiter geht. Denn für mich hätte die Entscheidung schon vor langer Zeit getroffen werden müssen. Nicht, weil ich alle Wölfe beseitigen möchte - aber weil ich denke, dass es nicht sein kann, dass der Wolf so einen umfassenden Schutz genießt wie kein anderes Tier, und das zu Lasten anderer Tiere.

    Davon abgesehen, bevor es falsch verstanden wird, hat der Wolf natürlich nichts in der Innenstadt zu suchen. Aber den Vorfall selber in der Situation würde ich jetzt nicht als "Wolfsangriff" bezeichnen. Da hat ein Tier in totaler Panik geschnappt. Hätte er gebissen, wäre es deutlich anders für die Frau ausgegangen. Wölfe können problemlos Oberschenkelknochen von Elchen knacken.

    Ohne Frage hätte das weit schlimmer ausgehen können. Aber tatsächlich ist es für mich nicht mehr überraschend, dass solche Dinge passieren, und ich denke auch nicht, dass es ein Einzelfall bleiben wird. Leider. Für beide Seiten.

    Ich wollte schon länger unsere Begebenheit von vor zwei Wochen erzählen (und ich hoffe, ich hab es nicht schon gemacht, aber da ich immer wieder dachte, musst Du noch berichten, hab ich es wohl eher nicht....

    Ich bin mit dem Rad durch die Feldmark unterwegs zur Praxis. Pepper frei hinter mir. ich lasse noch ein Fahrrad vorbei, biege dann links in den Feldweg ab. Der Hund kennt den Weg, daher habe ich erst an der nächsten Ecke angehalten, und ihn gerufen, weil er nicht in Sichtweite war....

    Ich stehe da, und rufe, pfeife.... und mein Hund biegt in den Feldweg ein.... von links....

    Er ist wohl schlicht aus Versehen dem falschen Fahrrad hinterher gelaufen :rolling_on_the_floor_laughing::rolling_on_the_floor_laughing:

    Ich meine man impft ja nicht um zu impfen, sondern, damit der Hund geschützt ist.

    Nein, das ist natürlich klar. Und ja, da macht eine Titerbestimmung sicherlich auch absolut Sinn, ohne Frage. Tatsächlich haben wir wirklich wenige Hunde, die darauf reagieren, daher war ich diesbezüglich bis jetzt "pragmatisch".

    Ich hab letztes Jahr etwas herumgestöbert bzgl. Leishmaniose-Impfung. Da hab ich erfahren, dass die TA-Praxen eine bestimmte fixe Menge am Stück ankaufen müssen, und deshalb manche das nicht anbieten, weil die Nachfrage fehlt um die alle aufzubrauchen vor Verfallsdatum.
    Das kann ich mir hier bei uns auch gut vorstellen, dass das auch ein Grund für die fehlende Pi (oder Pi+L) Einzelimpfung ist.

    Klar, kann man machen. Ich bin auch absolut pro Impfung (mit entsprechendem Blick, weil es eben Situationen gibt, wo man eine Impfung ggf. abwägen muß) - aber ehrlich, ich gehe da tatsächlich lieber mit der Zeit. Und zwei Jahre SHP nicht impfen heißt erstens für mich, dass es ggf. günstiger ist (für mich nicht ausschlaggebend), und auch , dass das Immunsystem nicht "überansprucht" wird, was ich vielfach auch ganz angenehm finde.

    Von daher finde ich es durchaus ok, wenn man tatsächlich jedes Jahr alles impft - ich kenne dieses Impfprotokoll jetzt seit, puh, neun Jahren locker?

    Leishmaniose ist glaube ich noch schwieriger. Würde man entsprechend aufklären und Impfen, würde man ja eine "abgespeckte" Impfung in zwei Jahren, und im dritten dann wieder die "volle", durchaus vermitteln können (es sei denn, man möchte das selber nicht) - Leishmaniose ist bei uns zum Glück noch "nur" Reisekrankheit, und somit einfach nur dann gefragt, wenn die Hunde mit in endemische Länder gehen. Das ist aber sicher weit weniger der Fall, als dass Hunde so regulär geimpft werden. (wobei- wenn man dann "Impfmuffeltum" oben drauf packt, und einen Tierarzt, dem das auseinandersetzen für alle Kunden zu anstrengend ist, magst Du trotz allem komplett recht haben).

    Thema Dorftierarzt - unsrer hat schlicht und einfach nur 6- und 7-fach Impfstoff da, weil sich der Rest in einzeln nicht lohnt - Platz im Kühlschrank, Anzahl Hunde usw.

    Naja, muß man für sich entscheiden, ich würde dann dort auch nicht impfen. Und selbst wenn man "nur" den kompletten Impfstoff und den mit Pi und L4 hat, (wovon ja Pi / L4 in der Summe "häufiger" geimpft wird als der "Komplettimpfstoff" - dann halte ich das grundsätzlich ebenso für "finanzierbar". Aber dem steht ggf. noch entgegen, dass sich ein "Dorftierarzt" (wenn ich mir da jetzt einen Landtierarzt vorstelle, der vorwiegend Nutztiere behandelt, und die Kleintiere eher so mitnimmt, "weil man das ja machen kann" sich mit den Impfungen gar nicht weiter beschäftigt, und früher hat man ja auch immer alles geimpft. (also, außer Tollwut... das gab es solange ich denken kann schon immer einzeln).