Beiträge von WorkingDogs

    Ja, also genau aus diesem Grund denke (fürchte) ich auch, dass bei uns rein positiv/bedürfnisorientiert nicht klappen wird. Ich mein, ich fänd's absolut klasse, wenn das geht - aber ich seh das ja auch in anderen Bereichen, dass es ihm oft auch hilft, wenn etwas halt mal einfach verboten wird. So nach dem Motto "Ist nicht, brauchst gar nicht mehr drüber nachdenken, dass das mal ok wäre". Das meinte ich auch in einem anderen Post mit dem Schwarz/weiß, das manche Hundetypen vielleicht mehr brauchen als andere, die sich ganz von selbst nur bis maximal "mittelgrau" bewegen.

    Aber, und das ist halt auch, was ich merke: An sich ist da eine super große Kooperationsbereitschaft da und die möchte ich nutzen. Denn wenn ich ihm (schwarz) verbiete, die Klopapierrolle zu klauen, dann brauch ich da keine Kooperation, brauche nicht viel Druck, weil es ihm kein Grundbedürfnis ist (so wie das Jagen, Kontrollieren von Bewegungsreizen). Das Klopapierrolle-Klauen ist einfach ein kleines Späßle, wo er es problemlos akzeptieren kann, wenn das verboten ist à la "ok Mutti, dann lass ich das halt".

    Das ist aber bei genetisch tief verankerten Dingen eine ganz andere Geschichte. Und ich weiß halt nicht, wie massiv ich wie oft werden müsste, dass das zuverlässig unterdrückt wird. Und ob ich das fair finde, dass ich mir ein Lebwesen anschaffe mit genetisch verankerten Grundbedüfnissen und die dann nur rausdeckel.

    Ich würd halt schon viiiel lieber übers Zusammenarbeiten gehen, aber sehe schon auch die Gefahr, die du oben beschreibst. :D

    Ich seh schon, das wird ein Drahtseilakt ... :ugly: :D

    Ist doch super, dass du dir darüber bewusst bist. Wie gesagt, ich Deckel da ja, aaaaber sie dürfen an anderer Stelle natürlich schon auch die Sau rauslassen. Aber Wild ist hier verboten. Massiv werden muss ich dafür gar nicht, es gibt von Anfang an Regeln, sie lernen einen Abbruch, haben auch die Gewöhnung durchs Vieh und werden in anderen Bereichen aufgebaut und gearbeitet. Nun gehe ich aber auch nicht nur mit einem Hund Gassi, sondern muss auch Gruppendynamiken beachten, da wäre erlaubtes jagen nochmal ungünstiger. Die Kooperation wird ja auch beim Verbieten genutzt, schwieriger wird es aber tatsächlich wenn der Hund ewig und drei Tage darf, immer massiver wird und dann soll er es plötzlich sein lassen.

    Bei meinem Hüte-/Treibhund haben die Methoden auch wunderbar angeschlagen. Ich denke - wie bei so vielen Kursen und Trainingsmethoden - muss man halt einfach schauen, welche Tools für welchen Hund klappen.

    Ist für mich übrigens ein großer Pluspunkt der Trainerin gewesen, dass sie da nicht auf irgendwas besteht, weil der Hund ist ja Typ XY und da muss ja Methode Z funktionieren, sondern da sehr offen und flexibel darauf eingeht.

    Ist doch super, wenn es für euch gepasst hat. Ich schreibe doch auch nirgends dass es gar nicht funktionieren wird. Das mein Anspruch ist, dass der Hund quasi immer freilaufen kann, und das auch schon in einem sehr jungen Alter hab ich ja auch schon geschrieben und verändert sicherlich die Sicht auf die Dinge.

    Wobei das hier im Forum (und überhaupt) ja die absolut Minderheit darstellt. Wer hier hat denn einen AHH? Die meisten mit "Hütehunden" haben Aussie, Collie, Cattle und Co.

    Naja, aber die sind doch nun auch nicht mehr knallhart auf ihren Arbeitsbereich selektiert und auch dafür da, auf Bewegungsreize zu reagieren. Sie sind doch näher an der Idee Hütehund als an der Idee Vorsteher…

    Dass ich Koppelgebrauchshunde ausklammere liegt ja auch mehr daran, dass ich damit wenig zu tun habe, nicht daran, dass es bei ihnen nicht ähnlich wäre. Also, ich meine deren ganze Arbeit besteht ja darin, Bewegungsreize zu kontrollieren.

    Das sehe ich bei "Hütehunden" (und ich meine damit durchaus Aussie, Cattle, auch Border und Co) ebenfalls so.


    Bei AHH weiß ich gar nicht mal, kenne zu wenig. Aber sollten die Wild nicht eher ausblenden bei ihrer Arbeit? Die können ja nicht auf Furche dem nächsten Reh hinterher :???:

    Oder was genau meinst du mit Hütehund?

    Ich mache es eher an der Arbeitsweise als an der Rasse fest, die Übergänge sind ja auch manchmal fließender und die Schwerpunkte weichen immer mal wieder ab.

    Aber im Grunde alle Rassen und Typen die zum hüten eingesetzt werden. Also stundenweise in Kulturlandschaften ohne Zaun mit der Orientierung an Gelände und auch mit Wehreigenschaften.

    „Sollen die nicht eigentlich Wild ausblenden in ihrer Arbeit“

    Naja, wenn nicht mehr drauf selektiert wird, wirds halt alles schwammig. Heutzutage braucht der durchschnittliche Tierhalter eben eher den Koppelgebrauchshund und zäunt ein. Keiner hütet mehr seine Herden. Hier in der Heide haben die Wanderschäfer oft den DSH, die werden im Herdengebrauch auch noch geprüft in einigen Linien.

    Aber so 100% werde ich dir das nicht angrenzen können, weil die Übergänge da eben nicht ganz klar sind und vieles auch an der Zucht und Genetik hängt und nicht nur an der Theorie.

    Und der Cattle als Treibhund fällt ja auch unter „Kontrollieren von Bewegungsreizen“ was ja oft die Probleme im Alltag verursacht.

    Je nachdem was ihr da wie belohnt und wie dein Hund gestrickt ist, könntest du ihn damit sogar erst recht anfixen. Deshalb wäre mein Weg, sich von einem Hütehunderfahrenen Trainer begleiten zu lassen, und zu besprechen, welche Elemente aus dem Kurs für euch Sinn machen und welche Elemente zum Problem werden könnten.

    was siehst du an dem Konzept als kritisch für Hütis?

    Das der Hund sich trotz Bedürfnisorientierter Belohnung den Kick holen will und deshalb kein Zuverlässiger Gehorsam da ist, obwohl die Übungen oberflächlich gesehen klappen und Sinn ergeben. Die sind ja schon klug und gut zu motivieren, aber Bewegungsreize haben einfach auch einen großen Charme für diesen Hundetyp.

    Ich gebe auch Zu, dass mir diese ausgefuxtheit sehr sympathisch ist :-D

    Na klar! Wie gesagt, ich will dir weder den Kurs schlechtreden, du scheinst ja sehr viele Ideen mitnehmen zu können, noch möchte ich meine Ansicht als Allgemeingültig darstellen, es sind lediglich meine persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen.

    Du sagst es im Prinzip ja auch schon selber:

    Ich mein, quasi das ganze Leben eines jungen Cattles besteht gefühlt aus Impulskontrolle

    Das ist bei Vorstehern nicht so. Das sind meiner Erfahrung nach in der Regel andere Typen und auch der Jagdtrieb hat eine ganz andere Motivation. Nämlich nicht das Kontrollieren von Bewegungsreizen. Sie sind auch anders aufgeregt (ich empfinde grade den Viszla schon als hibbel) als Hütehunde.

    Und dann ist es so, dass Vorsteher einer DER Jagdhundetypen ist. Die werden noch richtig und fast ausschließlich für die Arbeit selektiert. Anders als Hütehunde, die in unserer modernen Welt quasi arbeitslos geworden sind (ich rede nicht von Koppelgebrauch oder Herdenschutz!) und zunehmend mehr oder minder erfolgreich als Begleithund oder Sporthund-Light selektiert werden, was sich einfach auch auf die Qualität der Arbeitseigenschaften und auch Trainierbarkeit auswirkt. Leider finde ich es ganz klassisch, das Hütehunde total in die Nerven gehen, wenn sie hochfahren. Das sollte so eigentlich nicht sein, damit lässt sich ganz schwer arbeiten. Weshalb ich da oft tatsächlich den bösen Weg des deckelns gehe, wofür ich bei Jagdhunden und auch Schäferhunden gar keinen Anlass sehe. Der Treibhund hat seine Aufgabe ja auch darin, in höchstform Bewegungen zu kontrollieren, mittels seiner Zähne. Auch etwas anderes als das, was Vorsteher tun. Ein Vorsteher kann und wird für alle Arbeiten vor und nach dem Schuss eingesetzt, mit Ausnahme der Baujagd.

    Jagdhunde sind dafür da, den Jäger bei der Jagd in allen Bereichen zu unterstützen und darauf selektiert sich in dem Bereich auch sehr gut ausbilden zu lassen. Die haben Jagdverstand und können auch sehr gut einschätzen, wann es sich lohnt und wann nicht. Und ein Großteil ihrer Arbeit besteht darin, die Nase zu benutzen, mit Witterung zu arbeiten.

    Bei meinen Hütis (und insbesondere der Borderine)

    Nur, damit ich nicht falsch verstanden werde. Ich schreibe von Hütehunden, nicht von Koppelgebrauchshunden. Ich denke, dass es einen guten Grund hat, das Hütehunde längst nicht so erfolgreich im Sport verbreitet sind, wie es beim Border Collie oder Gebrauchshunden der Fall ist. Natürlich gibt es immer und für alles Ausnahmen.

    Ich will Hütehunde auch nicht schlechtreden! Die haben ihre Berechtigung und sind tolle Hunde! Es geht ja hier nur um Trainingsmethoden und ich finde, dass Vorsteher und Hütehunde sich unterscheiden. Mehr nicht.

    Sagt mal, hier gibt es doch Topinamburerfahrene: ab wann fängt der Topi mit keimen an? Gepflanzt haben wir im April, als er halt von Hof Jeebel verschickt wurde. Seither war es hier wettermäßig sehr gemischt: Regen, 25 Grad Sone, Frost, Regen jetzt wird es wohl erstmal warm bleiben

    Und bisher seh ich da noch nix im Beet. Ich bin doch so ungeduldig... muss ich mir Gedanken machne dass er erfroren ist oder kommt der einfach erst nach 14 Tagen warmen Boden raus?

    Meiner steht einen halben Meter hoch, ist aber aus dem letzten Jahr.

    Steht allerdings sehr lieblos in einem Kübel, hab da auch nichts eingepackt, das Wetter war wohl kein Thema.

    Eher als Hinweis, dass es evtl. nicht im eigenen Garten bleibt und man vielleicht auch noch gern andere Pflanzen hätte, als JKK.

    Hier wuchert der kriechende Hahnenfuß und ich liebe die Blüten, aber so langsam reicht es dann halt auch mal :)

    Auf jeden Fall ein guter Hinweis. Aber passieren kann einem das eben bei vielen Pflanzen, dass der Standort oder das Jahr da besonders passend ist und sie wuchern. :-)

    Ich hab mich vor Jahren mal über jede Mohnpflanze gefreut. Die hab ich sorgsam umgesetzt wenn sie weichen mussten.

    Heute reiße ich die zu 100en raus. Aber das schöne an Blumen und Stauden ist ja, dass sie sich doch sehr einfach wieder eindämmen lassen, finde ich.