Ja, also genau aus diesem Grund denke (fürchte) ich auch, dass bei uns rein positiv/bedürfnisorientiert nicht klappen wird. Ich mein, ich fänd's absolut klasse, wenn das geht - aber ich seh das ja auch in anderen Bereichen, dass es ihm oft auch hilft, wenn etwas halt mal einfach verboten wird. So nach dem Motto "Ist nicht, brauchst gar nicht mehr drüber nachdenken, dass das mal ok wäre". Das meinte ich auch in einem anderen Post mit dem Schwarz/weiß, das manche Hundetypen vielleicht mehr brauchen als andere, die sich ganz von selbst nur bis maximal "mittelgrau" bewegen.
Aber, und das ist halt auch, was ich merke: An sich ist da eine super große Kooperationsbereitschaft da und die möchte ich nutzen. Denn wenn ich ihm (schwarz) verbiete, die Klopapierrolle zu klauen, dann brauch ich da keine Kooperation, brauche nicht viel Druck, weil es ihm kein Grundbedürfnis ist (so wie das Jagen, Kontrollieren von Bewegungsreizen). Das Klopapierrolle-Klauen ist einfach ein kleines Späßle, wo er es problemlos akzeptieren kann, wenn das verboten ist à la "ok Mutti, dann lass ich das halt".
Das ist aber bei genetisch tief verankerten Dingen eine ganz andere Geschichte. Und ich weiß halt nicht, wie massiv ich wie oft werden müsste, dass das zuverlässig unterdrückt wird. Und ob ich das fair finde, dass ich mir ein Lebwesen anschaffe mit genetisch verankerten Grundbedüfnissen und die dann nur rausdeckel.
Ich würd halt schon viiiel lieber übers Zusammenarbeiten gehen, aber sehe schon auch die Gefahr, die du oben beschreibst.
Ich seh schon, das wird ein Drahtseilakt ...
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Ist doch super, dass du dir darüber bewusst bist. Wie gesagt, ich Deckel da ja, aaaaber sie dürfen an anderer Stelle natürlich schon auch die Sau rauslassen. Aber Wild ist hier verboten. Massiv werden muss ich dafür gar nicht, es gibt von Anfang an Regeln, sie lernen einen Abbruch, haben auch die Gewöhnung durchs Vieh und werden in anderen Bereichen aufgebaut und gearbeitet. Nun gehe ich aber auch nicht nur mit einem Hund Gassi, sondern muss auch Gruppendynamiken beachten, da wäre erlaubtes jagen nochmal ungünstiger. Die Kooperation wird ja auch beim Verbieten genutzt, schwieriger wird es aber tatsächlich wenn der Hund ewig und drei Tage darf, immer massiver wird und dann soll er es plötzlich sein lassen.