Beiträge von WorkingDogs

    Sollten, ja. Aber die Realität ist leider, dass (körperlich) erwachsene Menschen noch lange nicht automatisch auch den innerlichen Reifezustand eines vernünftigen, erwachsenen Menschen haben. Und je nach Gegenüber kann eine Ausrede das Konfliktpotential besser minimieren als ein einfaches Nein, je nachdem wie gut man darin ist das Nein rüberzubringen (wenn man z.B. von Natur aus harmlos und/oder freundlich wirkt, wird man oft weniger ernst genommen, wenn man Nein sagt, egal in welchem Kontext).
    Leider.

    Das darf natürlich jeder machen wie er möchte, ist ja lediglich das was ich tue. Ich verstehe den Gedankengang schon und das, was man sich dadurch erhofft.

    Wie geschrieben, gehe ich sehr schnell dazu über die Menschen einfach auszublenden und zu ignorieren.

    Aber wie schon geschrieben, sind Ausreden auch keine Garantie dafür, dass man seine Ruhe hat. Gibt auch genug Pappnasen, denen sind die Flöhe deines Hundes egal und dann hast du die Diskussion nicht weniger.

    Für uns steigt bitte kein Radfahrer ab. Das ist doch lächerlich. Ich erziehe meine Hunde, der Radfahrer macht sich bemerkbar und Rücksichtnahme sehe ich dort, dass man mir ermöglicht in Ruhe meine Hunde einzusammeln und nicht mit 20km/h durch uns durchrauscht.

    Normales vorbeifahren langt völlig. Ich will ja auch fix wieder ableinen und nicht 300 Jahre warten, bis so ein Radfahrer uns im Stechschritt überholt oder passiert hat...

    Ich sage nur, was ich machen würde, wenn ich ein bestimmtes Ergebnis erreichen bzw. vermeiden will.

    Naja, dein Ausgangsbeitrag klingt ja aber schon danach, als müsste man annehmen, dass Hunde unberechenbare Biester sind. Absteigen, keinen Blickkontakt aufnehmen.

    Der Großteil der Hunde die ich kenne ist zum Glück ziemlich normal unterwegs und da wäre das überhaupt nicht notwendig. Da ist die Flexileine das riskanteste am Hund für einen Radfahrer.

    Aber ich denke, das ist einer der Hauptprobleme, dass Wesens- und Erziehungsdefizite mittlerweile so normalisiert werden, seitens der Hundehalter. Diese rosarote Brille ist ja einfach dafür verantwortlich, dass entsprechende Hund keinen Maulkorb tragen, abgeleint werden und allerhand solcher Dinge. Das Resultat sind Unfälle und es wird versucht die Schuld bei den Opfern zu suchen.

    Mal ne Frage… wie lange können eure Welpen allein bleiben (ohne Zweithund, Katze, etc.)?

    Malu ist jetzt 2 Wochen bei uns und meine Kollegin meint ihr Hund wär mit 14 Wochen mittags immer 2 Std allein geblieben (mit Katze zusammen und war denk ich jünger als sie ihn bekam…) und meiner müsste das jetzt auch sofort können… und stubenrein sein am besten auch. Die liegt mir so richtig frech in den Ohren ich müsste das sofort üben mit am besten direkt ner Stunde sonst würde das nie was…

    Meine können das in der Tat sehr fix. Ich lasse die tagsüber eigentlich direkt den ganzen Tag durch den Garten daddeln und es geht gar nicht groß mit rein. Die ersten Tage sitze ich noch dabei, dann bin ich drin in Sichtweite, und dann auch fix wieder im Büro (daheim) und der Welpe spielt und schläft draußen vor sich hin, lösen ja so gar kein thema. Nachts schläft er mit drinnen.

    Als erstes kommt dann die Gewöhnung an den Zwinger und wenn das gut klappt und man schon bissl mehr abverlangen kann geht es von dort aus tagsüber nach drinnen, wo ich direkt feste Liegeplätze trainiere, das fängt so mit 4 - 5 Monaten ca. an.

    Kann man denen auch Wachtelküken oder Bruteier geben?

    also hier gluckt niemand (und sollte auch nicht, aber man weiß ja nicht. angeblich glucken die weiß schwarz columbia mal) ich hab nur gedacht für wachteln wär noch platz, für hühner nicht so

    Na klar. Wachteln sind halt wirklich sehr klein und zerbrechlich. Kenne Leute, die nehmen Fasane. Klappt auch. Nur Wassergeflügel ist schwierig weil das feuchter Brütet. Aber führen können die die genauso.

    Eine Möglichkeit wäre noch, ihnen ebenfalls Eintagsküken zu geben und diese dann zu verkaufen oder zu schlachten wenn sie Alt genug sind. Müssen ja keine Massen sein, 3 Stück pro Henne, dann können sie sich kümmern und sind zufrieden.

    Entglucken ist aufwendig. Ich hab ja dieses Jahr, warum auch immer, auch mehrere Glucken dabei. Obwohl die Rasse eigentlich so gut wie gar nicht gluckt. Kann passieren. Die kriegen dann auch einfach Eintagsküken falls die Brut nichts wird und gut ist.

    Für mich ist es aber generell ein wichtiger Punkt dem Welpen sehr früh beizubringen, wie man mit solch merkwürdigen Menschen umgeht. Auch für später, wenn man auf neue Situationen oder Menschen trifft, die sich nicht der Norm entsprechend verhalten. Ein Hund der dafür eine gute Lösung hat ist immer äußerst hilfreich.

    Wenn uns freundliche "Locker" begegenen, binde ich diese schon auch mal ins Training ein, übe das umorientieren und bedanke mich hinterher für die gute Assistenz, ohne, dass der Hund doch noch angefasst werden darf. Oft freuen sich die Leute dann, dass sie helfen konnten.

    Wobei die Ausbildungsbegründung ja überhaupt keine Lüge ist. Ich kann in meinem Alltag keinen Hund gebrauchen, der später den Kontakt mit fremden Menschen forciert oder doof findet, dank schlechter Erfahrungen. Entsprechend unterbinde ich kontakt und fertig.

    Aber dieses Rechtfertigen mach einen einfach angreifbar. Da hat dein Hund Flöhe, dann kommt ne Pappnase der das egal ist. :ka: Und dann steht man wieder doof da, weil die eigene Begründung ja nun entkräftet wurde und ist wieder am diskutieren.

    Man muss sich doch auch nicht rechtfertigen, wieso man keinen Kontakt möchte. Nein heißt nein, und das darf der Gegenüber auch ohne Begründung so akzeptieren. Sind doch alle erwachsene Menschen, die enttäuschung einen Hund nicht anfassen zu dürfen sollten Menschen óhne Grund oder Diskussion ertragen können.

    Ich denke, das lässt sich mit Ausreden auch nicht vermeiden, dass die Leute da einfach sind, wie sie sind und antatschen wollen, initial. Es verhindert ja nicht, dass sie ihre Hunde zu euch hinlassen wollen und sowas. Auch eine Krankheit, Flöhe oder Ausbildung ist ja nur eine vorgeschobene Begründung, den Kontakt zu unterbinden.

    Ich nutze diese Situation dann direkt, um meinen Welpen beizubringen, zu mir zu kommen. Auch wenn die Leute quietschen und sowas. Belohne das bei mir bleiben und umorientieren stark.

    Das manche da absolut respektlos sind, das ist leider so. Aber das ist dann ja nicht unfreundlich von dir, sondern von deinem Gegenüber. Persönliche habe ich mir angewöhnt, mich auf keinen Fall zu rechtfertigen, Fragen zu beantworten oder mich auf eine Diskussion einzulassen. Ich rufe den Welpen zu mir, nehme ihn auf den Arm und kündige an, dass ich den fremden Hund wegtreten werde. Weiteres gebrabbel, geschimpfe und co ignoriere ich weg. Das ist meine letzte Eskalationsstufe. Ich konzentriere mich in solchen Situationen lieber auf die Hunde, als auf schimpfende Mitmenschen.

    Ich hab ja auch Hunde, die nicht unbedingt als einfach zu bezeichnen sind.

    Aber über Radfahrer oder Jogger muss ich mir keine Gedanken machen, dass da irgendwas passieren würde.

    Ich leine in 95% der Fällen an, wenn ich es zeitlich schaffe.

    Aber wenn mal einer mit E-Rad an uns vorbeidüst ist jetzt zur Bus die Flexileine meine größte Sorge und nicht dass die Hunde übergriffig werden würden.

    Ich finde es auxh ziemlich merkwürdig, da die eigene Umwelt in die Schuld nehmen zu wollen. Das ist doch nicht die Verantwortung anderer Leute, da hab ich meinen Hund entsprechend zu sichern.