Beiträge von WorkingDogs

    Haha, der war gut. ich verweise mal darauf:


    Club für Britische Hütehunde e.V. - 05.05.2022 Aussetzen des DNA-Profils ISAG 2020 für Körungen und ZTP


    Und nein, das wurde bisher nicht mehr "zurückgenommen". Es ist also nicht verpflichtend DNA-Nachweise zu machen :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Die Argumentation finde ich spannend. Aber mir erzählte ja auch mal ganz stolz eine BC Züchterin, das die AT ja direkt mit der 9. Woche ausgehändigt werden würden, beim Welpenkauf, als wäre das so was richtig bahnbrechendes und herausragendes.

    Ich dachte mir nur, dass mir das herzlich egal ist.

    So setzt jeder seine Prioritäten anders…

    Grade was das Thema Epilepsie angeht habe ich das Gefühl, dass da noch kein Verein so wirklich den Heiligen Gral gefunden hat. Ähnlich der Problematik im Bereich Immunsystem und damit einhergehend Allergien.

    Nö. Beim Deutsch Kurzhaar die blanke Katastrophe

    Scheint bei allem so zu sein, wo man auf die Ehrlichkeit der Züchter, Deckrüdenbesitzer und Halter angewiesen ist und nicht zu Stichtag X testen kann.

    Grade was das Thema Epilepsie angeht habe ich das Gefühl, dass da noch kein Verein so wirklich den Heiligen Gral gefunden hat. Ähnlich der Problematik im Bereich Immunsystem und damit einhergehend Allergien.

    Ich finde es aber sowieso unverständlich, wie sehr man an der Reinzucht festhält. Teilweise fühlt sich das wirklich nach „ohne Sinn und Verstand“ an.

    Beim Geflügel funktioniert Rassezucht ganz anders und da erlebe ich auch nicht so ein Drama beim Thema Blutsauffrischung, auch nicht bei Herdbuchzucht. Grade die optischen Merkmale sind doch sowieso züchterisch extrem leicht zu beeinflussen, da kann ich auch null nachvollziehen, dass dann nur Rassen infrage kommen, die der Ausgangsrasse ähnlich sehen, wenn es doch eigentlich darum geht, genetisch etwas zu verbessern.

    Ich habe ja zum Beispiel eine Rasse, mit der beim Geflügel sehr gerne „gedoodelt“ wird, weil diese Kreuzungen unwahrscheinlich Leistungsfähig und gesund sind. Das ist da auch kein Drama, aber man schätzt die Reinzuchtlinien dahinter auch wert auf der anderen Seite und es ist nicht so ein Gegeneinander wie bei den Hunden.

    Man stelle sich vor: ein doch recht großer Verein wie der CfBrH stellt sich jetzt hin und sagt von heute auf morgen: Wir setzen jetzt auf neueste Forschung, ab heute jede Verpaarung nur mit Merle-Test beider Partner und Allel-Kombination werden erlaubt nach Langevin (als Beispiel). Das würde zumindest mal ein Zeichen setzen in Richtung "Wir sind uns bewusst, wogegen wir was machen müssen und wir wissen auch wie!" statt der Trotzattacken, auf die jeder 4-Jährige stolz wäre, die wir aktuell bewundern dürfen

    Ich kenne mich da ja nicht aus, aber die werden doch sowieso ein Partnerlabor haben um die DNA-Nachweise einzulagern, oder nicht?

    Da könnte man doch sowieso direkt für jeden Welpen zum Nachweis verpflichten.

    Und dann eben Althunde bis Tag X testen.

    Beim Thema Merle geht es doch nicht mal um Zuchtausschlüsse sondern nur darum, die Zuchtstrategie neu auszurichten. Da brauchts doch keine Übergangsfristen, schon gar nicht in der aktuellen Lage.

    Traurig, dass da so gar keine Einsicht zu sein scheint.

    Es ging mir ja mit dem Thread auch nicht nur um die Reaktionen der Züchter damals, sondern eben auch um mein direktes Umfeld, dass mich Tag für Tag erlebt.

    Dass Züchter skeptisch sind, sich absichern wollen, dass es ihren Welpen nachher gut geht finde ich super.

    Als wir Pille übernommen haben, habe ich quasi stundenlang mit seiner eigentlichen Züchterin telefoniert. Da wo er zuerst war musste er weg, sie wohnt ca. 700km weit entfernt. Es war furchtbar für sie, dass sie mit seiner ersten Vermittlung so einen Fehler gemacht hat. Finde ich nur legitim wenn man sich da so gut es geht absichert. Sie meinte selbst beim nächsten Wurf war sie sehr kritisch jedem Interessenten gegenüber weil sie solche Angst hatte wieder falsch zu liegen.

    Ich finde es nur schlimm, dass man ehrlich sagt was man mit seinen Hunden macht. Sich erklärt, seine Lebenssituation schildert und alles ist super. Kommt's dann raus dass der Ersthund ein Mops ist wird einem unterstellt dass man lügt. Dabei kann doch jeder Dackel, Labbi, oder sonst wie Hundehalter genauso schwindeln...

    Und eben "warum" man den Mops hat weiss ja auch noch keiner.

    Man kann es als Züchter auch übertreiben.

    Mental sollte man schon damit klar kommen, dass man einen Hund verkauft und man den Leuten nur vor den Kopf gucken kann, aufgrund einer schlechten Erfahrung alle anderen Bluten zu lassen, finde ich echt schräg. Hundezucht ist an der Stelle vielleicht auch nichts für jedermann. Aber ich finde die Vertragsgestaltung da oft auch wahnsinnig übergriffig und sehe da mehr Kontrollwahn als Tierliebe.

    Mich würde der Mops jetzt nicht abschrecken, du scheinst es doch besser machen zu wollen, aber da sind die nun mal, was sollst du denn da nun machen? Ist doch auch bekloppt, wenn man keine andere Rasse mehr erwerben kann.

    Welpenkäufer die 100% das eigene Weltbild teilen, wird man sowieso nicht finden. Hauptsache dem Welpen geht es gut, das Zuhause ist passend und die finanziellen sowie zeitlichen Mittel sind vorhanden.

    Ich halte zum Beispiel nicht so viel von den herkömmlichen Auslandsimporten, deshalb muss ich doch nicht jeden doof finden, der einen Hund aus dem Auslandstierschutz hat. Schon gar nicht, wenn es ein gutes Zuhause ist.

    Mein Lieblingsbeispiel ist und bleibt ja der DSH. Ja, die Winkelungen und auch die Durchtrittigkeit ist ein Problem. Der DSH ist aber in vielen anderen Punkten super gut aufgestellt und korrekt gebaut. Auch hat sich in den letzten Jahrzehnten Wahnsinnig viel verbessert in Punkto Knochenkrankheiten. Außerdem stellt der DSH eine super große Population, auch für die Forschung, durch die hohen Welpenzahlen und die hohe Bereitschaft zur Verbandszucht, es wird mit Zuchtwerten gearbeitet.

    Man muss auch immer im gesamten gucken und optische Merkmale lassen sich Züchterisch auch sehr schnell beeinflussen und innerhalb weniger Generationen erheblich verbessern, wichtig ist hier das Problembewusstsein, sofern man nicht von Qualzuchtmerkmalen spricht, die vom Standard gefordert werden.

    Komplexe Erbgänge sind viel Komplizierter zu beeinflussen.

    Irgendwer meinte, dass Cockerspaniel Qualzuchten sind, stimmt das? Wenn ja warum?

    Das lässt sich, wie bei so vielen anderen Rassen, nicht pauschalisieren. Die übertypisierung ist sicherlich etwas, wovon man wegkommen muss, aber wenn man sich die alten Arbeitslinien anschaut, dann sieht die Welt doch anders aus.

    Richtig fest Verankerte Qualzucht-Merkmale sind Brachys, Dackel, Nackthunde, Widderkaninchen, Haubenenten, usw., bei vielen anderen Tieren und Rassen gibt es im Ausstellungswesen das Problem der Übertypisierung.

    Übertypisierung bzw. Gebäudeprobleme sind aber generell etwas, womit man auch vorsichtig sein sollte. Sehr viele Mischlinge haben ein Katastrophales Gebäude und auch hier sollte man sich das Bewusstsein für Funktionalität nicht absprechen, das betrifft nicht bloß Rassehunde. Grade im Bereich Winkelungen, Sprunggelenke, Rücken, Pfoten sehe ich viel Potential was das Problembewusstsein angeht. Ein korrektes Gebäude anzustreben ist einfach erstmal überhaupt nichts verwerfliches, sondern etwas, wovon jeder Hund profitiert.

    Ich muss ja nochmal meinen Senf zum Thema „selber Schuld“ schreiben.

    Mittlerweile sehe ich das nicht mehr so. Meine Hunde sind auch nicht auf Familienfeiern oder sowas dabei, aber von erwachsenen Menschen erwarte ich auch einfach mal etwas Hirn und Anstand und wenn so Autodidakten dann trotz mehrfachen Mahnungen gebissen werden, dann haben die für mich auch irgendwo einfach selber schuld.

    Der Hundehalter natürlich genauso, ist ja am Ende sein Problem, wenn Auflagen kommen, aber diese Übergriffige, Respektlose Dummheit mag ich auch nicht in Schutz nehmen.

    Grade als Frau erlebt man das im Hinblick auf ältere Männer ja leider häufiger, dieses Gehabe.

    Was gesetzlich Sinn macht, weicht ja auch gerne mal vom gesunden Menschenverstand ab und manches ist auch nur noch bekloppt, grade im Hinblick auf Tierhaltung.