Beiträge von WorkingDogs
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Davon ab, dass der Name des Artikels natürlich Clickbait ist (Petbook gehört ja zur BILD), bezieht sich das auf die letzte Woche von der "AG Tierschutz" versandten Leitlinien zur Auslegung von §10 Tierschutz-HundeVO, die u.a. an den VDH gegangen sind.
https://tierschutz.vdh.de/weitere-unterl…LRK793XrkmXdHyw
Diesen Leitlinien war auch eine Tabelle beigefügt, laut der u.a. bereits Anlagenträger als betroffen eingestuft werden und aufgrund der nun diverse RZV ziemlich aufgeschreckt sind.
Die Tabelle und andere Dokumente dazu findet man hier:
https://www.dvg-hundesport.de/home/ueber-uns…o3Z7uCxlK2FZZxg
(am besten am PC öffnen, am Handy ist die Tabelle kaum lesbar)
Finde nach dem überfliegen gar nicht so tragisch. Aber ja, wenn man an der Reinzucht festhalten möchte, ist das bei vielen Rassen wohl sehr schwierig umzusetzen.
Jetzt kommen Leitlinien für die Länder und Ämter, das ist doch wünschenswert, dass es künftig verboten sein wird Qualzuchten zu züchten, ist doch klar. Ich sehe hier kein Verbot durch die Hintertür, hoffe aber auf eine Übergangsfrist.
Für meinen DSH bedeutet das, dass der Test auf DM und MDR1 Pflicht werden muss, eine Herzuntersuchung Pflicht wird und die Hinterhand sich normalisieren muss.
HD D und E durften sowieso nicht ausgestellt werden.
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Der ganze Markt hat ein absolutes Geldproblem. Ausgelöst durch Hundehalter die bereitwillig sehr viel Geld in die Hand nehmen für ihre Lieblinge. Mittels Hundezucht lässt sich wunderbar das Portmonee aufbessern. Neues Auto? Machst nen Wurf Dobermänner, Sanierungen am Haus? Da investiert man in eine „Zuchthündin“ Franz Bulldog. Alles schon erlebt.
Diese Bereitschaft viel Geld auszugeben, ist extrem verlockend Hunde zu vermehren.
Und als Hundehalter will man sich ja auch nicht nachsagen, dass man am Hund sparen würde. Kaum ein Hundehalter hat Ahnung von der Kostenstruktur eines Wurfes und wie viel da eigentlich wirklich hängen bleibt, was gerechtfertigt ist und was man hinterfragen sollte.
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Ich kenne ja 1-2 solcher Vermehrer. Die sind tatsächlich nur aufs Geld aus, da ist auch egal wer den Hund abholen kommt.
Und das verrückte ist, die müssen nicht mal Gewährleitung erfüllen, weil man ja bei Qualzuchten wissentlich kranke Hunde kauft.
Absolut bekloppt. Und man selbst muss sich als Züchter ggf. Nackig machen bei normalen Hunden.
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Und dann hat man noch viel mehr solche Geschichten, wie GilianCo vorhin berichtet hat. Hund leidet, wrd aber mangels finanzieller Mittel nicht behandelt.
Fände ich nicht besonders erstrebenswert.Ja, nu. Irgendeinen Tod muss man sterben. Wenn ich mir eine Qualzucht kaufe, dann muss ich mit rassetypischen Krankheiten, erhöhten Futterkosten aufgrund von Allergien, usw. rechnen.
Ich finde es schon nicht erstrebenswert, sich sowas überhaupt anzuschaffen.
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Das wäre aber doch ein Ansatzpunkt. Was nicht produziert wird, kann man nicht kaufen.
Dafür müssten Züchter und Co aber auch erst mal einsehen, dass sie da kranke Tiere produzieren. Das ist ja offensichtlich auch nicht der Fall.Oder man lässt es einfach ganz. Wie man sieht, passiert auf politischer Ebene eh nur Blödsinn und Qualzuchten wird das alles sowieso nicht verhindern.
Ich hoffe sehr, die Versicherung schließen bestimmte Rassen und Mixe einfach aus. Dann kosten diese Hunde künftig eine Menge Geld und das wird den Großteil der Käufer erfolgreich abschrecken.
Außerdem muss man selbst sowas nicht mehr mitfinanzieren.
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Rassehundeverband: »Das Aus für den Dackel ist beschlossen - PETBOOK
Hat hierzu jemand den Entwurf gesehen?
So wie ich das sehe, bezieht man sich auf den Entwurf aus dem Frühjahr und die drohendes Umsetzungen in den einzelnen Ländern. Nichts konkretes, nur ein informierender Artikel zur Stellungnahme des VDH.
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Keine Ahnung, warum das immer so unterschätzt wird. Um gesund und fit, alt zu werden braucht man einen Hund der ziemlich viel mitbringt. Sonst braucht es nämlich gezielten Muskelaufbau, um körpereigene Schwachstellen zu kompensieren, Wissen über sinnvolles Training, etc. pp.
Andersrum wird ein Schuh draus. Ein guter Sporthund kann auch nur Gassi gehen ohne Schaden.
Ist eben ein Frage der Perspektive.Dafür braucht es aber keine A1 Hüfte. Der Terrier in unserem Verein ist mit C Hüfte problemlos 16 geworden, trotz Hundesport und allem. Und die Hüfte hält bis heute ohne Probleme.
Ich nehme lieber eine B1-Hüfte als die ganzen Allergien, Unverträglichkeiten, oder gar Epilepsie.
Das ist ja genau was ich meine. D oder gar E Hüften sind eh nicht zugelassen für die Zucht und es kann gute Gründe geben, einen Hund mit B Hüfte einzusetzen. Zum Beispiel weil er jahrelang im Sport läuft, keine Themen mit Allergien, Unverträglichkeiten, Bändern und Sehnen, Autoimmunkrankheiten oder anderen Dingen hat, die einem im Alltag viel viel mehr einschränken.
Und der körperlich gesündeste Hunde bringt einem nichts, wenn er mental den Alltag nicht bewältigen kann.
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Oh, und als Züchter ist man auch einem sehr Käuferfreundlichem Recht ausgesetzt. Natürlich ist das auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite blockiert es aber das testen von Krankheiten.
Ich habe mich deshalb zum Beispiel dagegen entschieden, meine Käufer zur Auswertung zu Verpflichten. Die ganzen guten Vorsätze und Ambitionen was Nachzuchtkontrolle und Zucht angeht sind ja ehrenswert, aber am Ende ist es rechtlich sehr dumm, seine Käufer dazu aufzufordern, auf Mängelsuche zu gehen.
Problematisch ist hierbei auch Buzzword-Bingo. Plötzlich hört der ganz normale Hundehalter wie wichtig genetische Diversität sei, und macht Terror, weil der eigene Hund da „Mängel“ aufweist, die gar keine sind in der Realität. Genauso wie HD nicht direkt ein Weltuntergang ist, schon gar nicht wenn der Hund nur bissl Gassi gehen soll. Aber das sehen viele Käufer nicht so, können diese Fakten aber auch gar nicht richtig einordnen und interpretieren. Ganz schwierige Kiste.
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ach, beim Whippet gibt's den Antrag, dass Registerhunde nicht mehr zur Zucht zugelassen werden dürfen (passiert mWn eh extrem selten). Also... wir sind zwar im Jahr 2024, aber selbst grundlegende Kenntnisse der Genetik und die Wichtigkeit eines großen Genpools scheinen immer noch vielerorts unbekannt zu sein. Man kann nur hoffen, dass der Antrag keine Mehrheit bekommt.
Noch ist der Whippet - trotz eher kleinen Genpools - eine relativ gesunde Rasse. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich ausreichend Züchter dafür einsetzen, dass die Rasse dies auch bleibt.Ich hab sowieso das Gefühl, dass immer weniger gezüchtet und immer mehr vermehrt wird. Auch Linienzucht ist ja nicht perse böse, da wird ja aber auch immer mehr verteufelt, ohne Hintergrundwissen oder gar praktische Erfahrungen.
Was man züchterisch aber auch nicht vergessen darf, ist wie hart früher auch teils selektiert wurde.
Genetische Diversität ist ja auch schön und gut garantiert aber keine funktionalen, gesunden Hunde und die Streuung in diesen Würfen kann auch schwierig sein, weil auch diese Welpen ein Zuhause brauchen.
Gute Rein- oder Linienzucht ist besser als schlechte Kreuzungen oder „Diversitätsverpaarungen“ und genauso andersrum.