Beiträge von WorkingDogs

    Immer der gleiche Quatsch "Da braucht man aber auch den Hund für, bei kernigeren kommt man mit rein nett nicht weit". Ich habe einen Alaskan Malamute, sehr jagdaffin. Und für uns läuft es heute gut mit rein nett. Natürlich lasse ich den im Wald oder anderen Gebieten mit Wild nicht frei laufen, aber es gibt Orte, wo er problemlos frei laufen kann. Da sind wir schon sehr weit gekommen, ich ging bei der Rassewahl davon aus, daß er womöglich nur im umzäunten Gebiet von der Leine kann. Mein Ziel ist aber auch kein Hund, der immer und überall frei laufen kann, brauche ich nicht und der Hund auch nicht. Wir sind mit der Situation ganz zufrieden.

    Ja, nu, grade Jagdhunde im Einsatz müssen aber nun mal genau dort freilaufen wo wild anzutreffen ist und auch dann horchen.

    Du kaufst halt keinen DL mit der Prämisse den Hund nie abzuleinen und nur umzäuntes Gebiet zu haben. Wo der Hund übrigens auch nicht jagen darf. Der darf auch umzäunt keine Katze reißen, Menschen anspringen oder seinen Arsch in ein fremdes Picknick halten.

    Und freilaufende Menschen gibt’s noch häufiger als Wildbegegnungen.

    Ich bin sehr froh darüber, dass es im Sport fast nirgendwo mehr ein Thema ist, ob eine Hündin läufig ist.

    Je nach Hund achten wir im Training aber schon drauf. Sei es um bewusst mit oder nach einer läufigen Hündin zu trainieren oder weil ein Anfänger in der Tat große Probleme mit der Situation hat, was sehr demotivierend ist (und demotivation ist heutzutage für viele ja nichts mehr...). Mit machen Hunden machen dann mehrere sehr kurze Einheiten mehr Sinn als eine lange, zum Beispiel.

    Generell bin ich kein Fan von der Vermeidungstechnik. Ich habe damit einfach noch nie ein gutes Ergebnis erlebt, maximal ein "okayes". Meist herrscht da im Aufbau aber sowieso ein absolutes Defizit und der Hund ist nie wirklich gut dabei. So Außenfaktoren lassen das Kartenhaus dann schnell zusammenfallen.

    Ich selbst bin da ein Trampel, gebe ich zu. Ich bin es so sehr gewohnt dass das doch egal ist, dass ich einfach vergesse dass das je nach Platz gehabhabt wird und latsch dann fröhlich mit läufiger Hündin zum arbeiten... Ist nie bös gemeint.

    Versteh mich nicht falsch, ich finde es an sich auch gut wenn man ohne (harte) Strafen auskommt. Aber sowas setzt einen Typ Hund voraus bei dem das geht. Das hat nicht unbedingt etwas mit können und wollen zu tun.

    Was - wie alles im Leben - seine Vor- und auch Nachteile hat.


    Meiner Erfahrung nach ist es beim Labrador einfach gerne so, dass dieses durchgestarte daherkommt, dass sie im Kontakt auch nicht konfliktfrei sind und das ganze sehr zwanghaft verankert ist. Das Thema kann wesentlich schwieriger sein als die Kontrolle am Wild. WEIL der Labrador auf eine hohe Kontrolle am Wild selektiert wird und gleichzeitig dieses konfliktbehaftet-"freundliche" gefiddel ebenso selektiert und forciert wird.

    Vieles ist davon abhängig wie stark ein Hundetyp zum stauen neigt und wie stark der trainierbar ist. Grade bei Charakteren die sehr schnell sehr viel Frust aufbauen würde ich nie den Weg über reine Belohnung gehen, mitunter gehört ein „hier ja, da nein“ dort zum ganz normalen Formen dazu. Andere Rassen lassen sich über Belohnung absolut einfach und gut formen, für andere Hunde sind Belohnungen einfach nicht so wertvoll wie der Reiz.

    Und auch wenn man verbietet, kann man korrektes Verhalten belohnen, dem Hund eine Chance geben und Methoden kombinieren.

    In der heutigen Zeit verstehe ich aber jeden Hundetrainer der nur noch belohnungsbasiert arbeitet, alles andere bringt einem nur viel Ärger ein. Auch wenn es tierfreundlichere und effizientere Methoden gibt.

    Vielen Dank an alle, es ist halt etwas deprimierend und schade, da es bis jetzt geklappt hat und sogar bei Vögeln oder Rehen kommt sie mit Abruf, aber dann ist es so..

    Würdet ihr sagen 10 Meter passen?

    Kannst du ihr Vögel und Rehe denn verbieten oder startet sie auch dort durch und du rettest dich über den Abruf?

    Ich vermute das Thema wird die nächste Baustelle werden, wo der Weg über den Rückruf versagt.

    Der Jagdtrieb kommt ja erst noch.

    Kann man in der Pubertät mit täglichem Training das hinbekommen oder sind sie da so extrem hormongesteuert das es trotzdem frühestens nach der Pubertät richtig fruchtet?

    Wie gesagt, das hat nichts mit Hormonen zu tun, sondern mit Konflikten.

    Anders als ein Hund der aggressiv reagiert, reagiert ein Labrador mit fiddle about.

    Hier hilft nur ein sehr hoher Gehorsam oder eben eine Leine.