Beiträge von WorkingDogs

    Denn irgendwie bist Du immer vom Thema weit weg.

    Das magst du so sehen und ich denke auch einfach nicht verstehen, WENN es bei dieser Rasse Linien gibt die auf Anlagensport selektiert sind, dann passt es nun mal zum Thema. Ob das nun gefällt oder nicht.

    Und im Grunde genommen geht es doch auch um diese Sportarten, die man generell mit jedem Hund machen kann.

    Nein, tut es nicht, WENN ich Linien habe, die für etwas bestimmtes gezogen sind. Was ja mitunter der Fall sein soll. Aber genau das ist ja das Problem, wieso auch so viele Gebrauchshunde in völlig falschen Händen sind. Ist doch egal was man macht mit denen, sind doch auch nur Hunde.

    Jetzt kommen wir zu dem Punkt, worum es hier doch die ganze Zeit über geht.

    Es gehört auch die Fähigkeit des Hundehalters dazu, dem Hund was beibringen zu können.

    Ich kann nur sagen, dass du wohl einfach keine Ahnung von dem hast, wovon ich spreche und dir das Vorstellungsvermögen fehlt. Ist ok für mich und mir an der Stelle auch egal, wenn jemandem die Erfahrung und der Horizont fehlt um eine Argumentation nachvollziehen zu können. Man muss ja auch nicht jeden Beitrag lesen. Überlies es doch einfach, wenn du damit nichts anfangen kannst?

    Diejenigen, die diese Sportarten ausüben, und auch Spaß daran haben, sollten sogar drüber stehen, wenn jemand so was in Richtung wie "wenn mein Hund nicht ...... dann mache ich in Zukunft mit dem Dog Dance, he, he" sagt.


    Ich muß dann immer schmunzeln, wenn ich das dann mitbekomme, denn diejenigen wissen nicht einmal, was sie da so sagen. Und ja, es ist dann tatsächlich abwertend.

    Ja und du weißt offenbar nichts von den Sportarten von denen ich schreibe, für die manche Collie Linien selektiert (wurden). Da schmunzle ich nicht weniger.

    Dogdance ist übrigens eine Hammer Sportart und super anspruchsvoll.

    Es hat nichts mit drüberstehen oder abwerten zu tun, eine Sportart für das zu benennen was sie ist: für jeden gedacht, weil es keine Anlagen braucht und auch die Ausführungen nicht so korrekt sein müssen wie anderswo. Dass man sich davon beleidigt fühlt ist völlig unsinnig, weil genau das der Gedanke zu diesem Sport ist. RO als leichte Variante zum Obe und Hoopers zum Agility. Es ist auch nur Unterordnung, wenn ich IGP-Linien habe dann fehlt da noch 2/3 der Sparten. Und wie gesagt, grade das schnell frustige wünscht man sich für diesen Sport. Da kann es herkommen! Und das liegt nicht an dem bisschen IGP Unterordnung. Die ist ja vergleichsweise simpel gestrickt zu anderen Sportarten und mehr auf Perfektionismus in den einzelnen Übungen ausgelegt.

    Und hier aus dem Forum kamen auch Bedenken, ob man mit so einem eh schon selbstständigen Hund wirklich MT machen sollte.

    Okay, das verstehe ich nun wirklich nicht. Sorry, falls es OT ist, aber auch da wird im Team gearbeitet - ist ja nicht wie ein Solojäger allein unterwegs ;)

    Das war ich und die Begründung ist, dass ich bei den offenen Erziehungsthemen etwas machen würde, was die Zusammenarbeit fördert. Und nein, MT ist keine Teamarbeit, die Hunde sollen selbstständig arbeiten und den Hundeführer auch bewusst übergehen, eben nicht auf diesen achten. Und anders als bei der Jagd macht man auch nicht am Ende gemeinsam Beute.

    Aber vielleicht nochmal zur Erinnerung: meine Beiträge waren darauf ausgelegt, dass wir von einer DDR Linie sprechen, die über Linien kommt, die in einem bestimmten Anlagensport gearbeitet wurden. Das braucht nun echt nicht auf jeden Collie bezogen werden, aber offenbar gibt es diese Linien dort.

    Es kommt halt echt drauf an.

    Auf jeden Fall. Der davor was wesentlich pflegeleichter, aber das ist nun auch schon fast 20 Jahre her dass der auf die Welt kam.

    Der jetzige hat auch sehr weiches Fell und neigt zu viel Unterwolle.

    Vom Bürsten selbst hab ich wenig Ahnung. An Pflege wurde viel probiert, über Bürsten, Shampoos und co. Er leidet im Sommer unter der Wärme, da kommt der Pelz einfach runter. Das ist ja dann auch nichts, wenn man ständig die Sonne meiden muss.

    Bekannter im Dorf hat auch welche, die sind vom Wesen schon irre toll. Verstehe gut, dass man die super findet. Eine Freundin hatte vor den DSH Briard und sagt auch immer, ihrer hatte total tolles Ziegenhaar. Ist aber auch schon wieder fast 20 Jahre her.

    Schadet es Hunden mit so enormen Fellmassen eigentlich in irgendeiner Form, wenn man sie richtig kurz schert? Also egal ob Bearded Collie, Tibet Terrier oder auch Langhaarcollies mit extremen Fellmassen. Mal abgesehen davon, dass man den Zorn der Züchter und Rasseliebhaber auf sich zieht :tropf: ich mein, klar, dass er dann ggf. schneller friert im Winter und man halt nen Mantel drauf packt, aber sonst?

    Unser hat keine Probleme damit. Auch bei DSH aus Langstockhaar wächst das Fell ganz normal nach wenn mal geschoren werden muss (zum Beispiel im Rahmen einer OP).

    Ganz im Gegenteil grade im Sommer ist er sichtlich erleichtert. Mit der ganzen Wolle fühlt er sich unfassbar unwohl.

    Er hat aber auch massig Unterwolle und ist weit weg von Ziegenhaar mit wenig Unterwolle.

    Von denen rede ich nicht, mir ist klar, dass ich mit meinem Khc niemals ne Dummyprüfung oder SD laufen werde.

    Sondern von Sport, den man theoretisch mit allen machen kann: Zughundsport, Obedience, Agility Etc., wo dann eben doch meistens nur noch bordercollies bzw Hounds je nach Sportart laufen und eben keine Collies.

    Das ist so, am Ende wird es auch dort ehrgeizig und die Hunde dann doch gezielt selektiert. Dann ist es ja auch „richtig Sport“ und immer die Frage wie sehr ich mir einen Gefallen damit tue mir einen BC aus Obelinie zu holen, wenns nur ein bisschen Hundeplatz und Begleithund sein soll. Da wäre die Showlinie vielleicht eher gut gewesen (das sind ja auch nicht alles Couchpotatos).

    Und die die „richtig“ RO machen wollen kaufen sich ja mittlerweile auch nen BC oder Mali. So ists ja nun auch nicht, der Ehrgeiz scheint dann doch zu kicken.

    Ergänzend noch, weil ich mich tatsächlich gerade ein bisschen aufrege (und ich habe es nicht nötig für eine Züchterin in die Presche zu springen): mit welcher Begründung würde man jetzt die Zucht aus der Lani und Lucifer kommen nicht weiterempfehlen?! Denn das ist das, was bei den Mitlesenden im DF hängenbleibt -> kauft bloß nicht bei Züchter XY

    Das verstehe ich auch nicht, klingt für mich nach aktiven Begleithunden. Lautstärke finde auch nicht jeder schlimm, wie gesagt ich denke mit denen wären viele Mitglieder bei uns im Verein glücklich (die wollen aber nur RO oder IGBH machen, das „nur“ stört diese aber nicht). Ich hab ja auch einen sehr vokalen Hund. Klar ist das irgendwie nervig, aber der bringt im Sport enorme Qualitäten (Belastbarkeit und Griffverhalten) mit und ist knochentechnisch 1A gesund, das ist auch super viel Wert. UO mit ihm ist etwas zäh, weil er halt so frustet und nicht gerne nachdenkt, brennen tut er für den Schutzdienst und die Fährte. Wäre halt absolut kein Hund für Obe oder RO (ich würde wahnsinnig werden) und auch ZHS findet er doof. Wirklich kein „Alles kann, nichts muss“ sondern „Beißsport“ - ob ich will oder nicht 🤣

    Aber gut, wenn man von Meisterschaften etc ausgeht, dann braucht man eben die Spezialisten, die viele nicht wollen im Alltag.

    Ich versuche es noch ein letztes Mal. Es gibt Anlagensport, das hat nichts mit Meisterschaften zu tun.

    Einem Gebrauchshundwelpen brauche ich nicht erklären, dass der in einen Lappen beißen soll und die bringen (gewollt!) auch einen gewissen Frust mit und dem kann der Lappen auch um die Ohren klatschen, das finden die nur noch besser (nun, wenn ein Hund aus dieser Selektion kommt, dann ist klar wo es herkommt). Einem Apportierhundwelpen brauche ich auch nicht erklären, dass er mir Dummys bringt. Das tun die einfach. Genauso wie ich einen Terrierwelpen nicht beibringen muss, dass er gerne den Fuchs verhaut.

    Alleine für diese Basics braucht es bei ungeeigneten Hunderassen gerne Monate, manchmal sogar Jahre und manche schaffen es nie! Die Bringen grade mal das Dummy, da hat der Labbi schon die Dummy A drauf und geht auf Krähenjagd. Oder ich muss denen erstmal lernen eine Beute zu packen und auch festzuhalten (mein Labbi kann das zum Beispiel gar nicht, weil die so ein weiches Maul hat).

    Mit geeigneten Hunden auf Meisterschaften fahren ist hingegen ein ganz, ganz anderer Schnack. Die Leistungsdichte ist immens hoch.

    RO, Hoopers und co sind Sportarten, die kann ich mit jedem Hund machen. Genau deshalb sind diese doch auch entstanden und so erfolgreich. Das ist doch keine Beleidigung! Weil ich eben keine speziellen Anlagen brauche und auch der ruhige Tierschutzhund geeignet ist. Ob diese Sportarten dabei bleiben wird die Zeit zeigen, Agility hat genauso angefangen und die ersten Sportler holen sich ja auch schon den Mali fürs RO.

    Für mich klingt es gerade so, als ob Du mit "richtigem Sport machen" stets nur mit IGP verbindest. :???:

    Dabei gibt es so einige Möglichkeiten.

    Und ja, auch dort ist es eher erwünscht, keinen so "geprächigen" Hund zu haben, weil es dort Punkte kosten kann.

    Es gibt Anlagensport, dafür braucht es eine bestimmte Genetik. Und aus einer solchen Linie soll der benannte Hund stammen. Es geht dabei nicht rein um Punkte, sondern um überhaupt Prüfung oder überhaupt arbeiten zu können. Was die Lautstärke angeht ist Beißsport wohl noch am gnädigsten.

    Ich bin seit 2002 im Hundesport unterwegs und erlebe es durchgehend anders. Selbst die die dort in einem Jahr noch erzählen wann sie die WM planen sieht man oft dann irgendwann nicht mehr.

    Ja, genau das ist das Problem. Niemand hat geschrieben, dass man zur WM will, sondern dass der Hund überhaupt geeignet ist für den Sport. Das man überhaupt eine Prüfung schafft. Die Leistungsdichte ist so hoch, für WM Niveau muss weitaus mehr passen als der passende Hund, die Zeiten sind längst vorbei.

    Bei Anlagensport braucht man für die unteren Prüfungsstufen überhaupt nicht super viel zu trainieren um eine Prüfung zu laufen, wenn einem die Punkte nicht wichtig sind. Alleine im Dummysport sind die Anforderungen wirklich nicht hoch, aber Schussfest und Geländehart muss er sein und Bringen tut ein Apportierhund von ganz alleine, das brauch ich dem nicht erst monatelang beibringen.

    Genauso wie ich einem Gebrauchshund nicht erklären muss, dass der beißen und bellen soll. Schwierig wird, wenn er sich nicht gerne auseinandersetzt oder absolut kein Griffverhalten mitbringt.

    Das sind dann auch die Gründe, wieso diese Hunde so schiefgehen wenn man meint, dass alles nur Erziehung wäre und der Malinois mit bisschen Hundeschule und Joggengehen schon happy sein wird.

    Liebhaber der Rasse, die just for fun Sport machen wollen, das aber eben intensiv.

    Das ist ja aber auch was anderes als jemand, der richtig Sport machen will.

    Hoopers oder RO zähle ich zu „aktiver Hundehalter“, die schreibst ja auch, dir geht es um die Arbeit mit dem Tier, ich glaube es fehlt etwas die Vorstellung davon, wie schnell es im IGP scheitert. Ein Hund der keine Griffe bekommt oder gar vor dem Helfer wegläuft beim belasten, der macht wohl den wenigsten Spaß und um das zu Arbeiten brauchst du dann schon fast ein Profi-Team, wo du mit solchen einem Hund gar nicht reinkommst.

    Dass ich viele aktive Hundehalter kenne, die mit deinem Collie glücklich wären, auch ohne Prüfungsgedanke, das schrieb ich ja.

    Es kann doch auch sein dass der WUNSCH einfach da war was zu züchten was keine unmotivierbare Couchpotato ist. Bisschen schwammig wird das halt dann "sportlich" genannt.

    Es sollte aber in der Praxis auch funktionieren und leider driftet man sehr schnell ins angekratzte ab wenn die Hunde lediglich aktiver werden. Mit allen Vor- und Nachteilen. Wenn ich glückliche Käufer finde, dann ist doch alles tutti. Ist ja nun auch nichts was ich verneint habe. Ich bezog mich auf „richtig Hundesport betreiben“ und der beinhaltet dass sich das Leben 2-3x pro Woche stundenlang auf dem Platz konzentriert, man daheim weiterübt und entsprechende Prüfungen ablegt. Keine Ahnung was schlimm daran ist, wenn man keinen Hundesport betreibt, dass jetzt auch der aktive Familienhund als Sporthund bezeichnet werden muss.

    Seien wir doch mal ehrlich. Wieviele "echte" Sportler gibt es denn noch? Also wirklich richtige, die viel Zeit und Geld investieren und auch spezielle Hunde brauchen?

    Die Realität sieht doch komplett anders aus.

    In meinem Sport und meiner Rasse genug. Es würde als Züchter aber einfach mehr Sinn machen für das zu züchten, was man selbst auch macht. Ist doch bei der Jagd nichts anderes, da macht es doch auch null Sinn Jagdhunde zu züchten wenn ich nicht mal nen Jagdschein habe. Was soll denn das? Und wenn ich überhaupt kein Interesse an einem aktiven Leben mit Hundeplatz habe, dann brauch ich doch keine Hunde dafür züchten. Es ist auch überhaupt nichts schlimm daran ganz normale, ausgeglichene Begleithunde zu züchten. Das ist ebenfalls etwas super anspruchsvolles und nichts was minderwertiger ist.

    Diverse Sportler und auch Jäger bevorzugen übrigens total sachliche Hunde die eben nicht durch überdrehtheit und Lautstärke glänzen.

    Ich persönlich meide solche Linien auch. Lieber sachlich und ausgeglichener. Temperamentvoll, gerne. Aber nicht überdreht oder angekratzt. Aktivität ist auch möglich ohne dass die Hunde zu Frust neigen oder in den Nerven stehen.