Beiträge von WorkingDogs

    Es schreibt doch aber niemand, dass Landwirtschaft Artensterben nicht fördern würde. Natürlich tut es das. Genauso wie Wohngebiete, Autobahnen, Gewerbegebiete und viele viele andere Dinge.

    Es wäre ja genauso schön wenn jeder Häuslebauer da mal bisschen schauen würde bei der Gartengestaltung.

    Und genauso kann ja jeder Hundehalter mal schauen was er selbst tun kann. Hundekot zum Beispiel auch ein riesiges Thema.

    Politisch wird ja leider vieles noch gefördert im Bereich Landwirtschaft was Quatsch ist für den Umwelt und Artenschutz.

    Es ist halt als Hundehalter aber so, dass auch wir dafür verantwortlich sind dass das bisschen Lebensraum was den Tieren bleibt nicht noch unter Druck steht.

    Und die Leute sind halt deppert! Bei uns darf man nicht mal veröffentlichen wo Kulturflüchter brüten weil die Leute dann gucken fahren. Absolut bekloppt.

    Wir können hier die geringste Artenvielfalt dort beobachten wo Bio-Betriebe sitzen. Grund ist vor allem die maschinelle Unkrautentfernung.


    Viele Arten profitieren davon, dass Getreidekörner auf dem Acker liegen bleiben, brachen sind mittlerweile aber immer mehr verboten, der Landwirt MUSS den Acker bewirtschaften und gründüngen.

    Den Landwirte sind sehr stark an Vorgaben gebunden, kriegen medial aber ständig die Schuld in die Schuhe geschoben. Manch einer würde da auch gerne anders aber die Politik erfindet immer neue und unsinnige Regelungen.

    Ist halt wie in der Hundezucht, Verbraucherverhalten wird unter Teppich gekehrt und stattdessen schön massiv geschimpft auf die bösen Züchter und immer mehr Politik gefordert die alles noch schlimmer macht.

    Ist halt einfach nicht so das Landwirte Umwelthassende Tierquäler sind die unbedingt durch unsere heiligen Politiker reguliert werden müssen weil sie sonst Arsen auf die Äcker kippen.

    Kann man ja machen.

    Es ging mir weniger um "kann man machen", sondern darum dass es ja offensichtlich funktioniert. Was ist denn der große Unterschied dass Jagdhunde dafür viel besser geeignet wären als Hütehunde? Zumal es ja auch nicht DAS Einsatzgebiet in der Spürhundearbeit gibt. Deswegen wundert mich diese so krasse Aussage.

    Inwiefern ist der Erfolg denn messbar? Je nach Bereich lässt sich ja nur sehr schwer prüfen ob der Hund auch wirklich kleinste Spuren finden konnte oder ignoriert hat/ nicht riechen konnte.

    Im professionelle Bereich ist Ausbildungszeit und Effizienz dann natürlich noch relevant.

    Ich denke Jagdhunde haben Hütehunden voraus, dass sie auf suchen selektiert werden und Hütehunde nicht. Die werde heutzutage meist auf gar nichts selektiert oder sind zu Gebrauchshunden geworden wie der Malinois und DSH die ja durchaus erfolgreich suchen für den Freizeit-Spürhundesportler aber sicherlich nicht gut zu führen sind.

    Interessant wäre der natürliche Finderwillen und das durcharbeiten bei schwierigen Gegebenheiten, bei Proben die nicht ausgelegt werden stellt sich immer die Frage wie viel der Hund überläuft.

    Auf der sichere Seite ist man doch eher mit einem Hund der auf stöbern und Führigkeiten selektiert ist. Also auch nicht was Wildschärfe mitbringt.

    Spaniel, Retriever wäre so meine Wahl, auch wegen der Verträglichkeit. Höchste Wahrscheinlichkeit erfolgreich durcharbeiten zu können, möglichst wenig Nebeneffekte, schnelle Ausbildungszeit und sogar im Alltag ziemlich angenehm. Jackpot.

    Ich fand übrigens auch den Vertreter meiner Rasse nicht so hammer (und müsste nachfühlen, ob der so seltsam geschnitten ist oder wirklich so überbaut ist) und weiß auch, dass der Name gewonnen hat 😉 Beim 2. Platz genau dasselbe.

    DAS ist eben auch ein Problem, in allen Bereichen. Persönliche Vorlieben, Bekanntschaften, Name spielen ja auch viel mit hinein. Überall. Sei es bei den Behörden, bei den Richtern, usw. Oft geht es doch gar nicht nach sachlichen Punkten.

    Mir geht's dabei gar nicht darum, das Ausstellungswesen allgemein zu kritisieren, eigentlich finde ich das total sinnvoll, um den Standard zu erhalten, aber ich finde es verwirrend, dass es bei super vielen Rassen in immer extremere Richtungen zu gehen scheint, die der Standard gar nicht vorschreibt oder wünscht. Warum entwickelt sich das so, also lernen die Richter das so?

    Das kommt durch die eigene Blase. Letztendlich betrifft das ja auch jeden von uns, dass man sich irgendwann an einen Typ gewöhnt und dass das gerne idealisiert.

    Denke der DSH flog mitunter raus, weil die Rasse auch gerne mal einfach unbeliebt ist. Gibt so Amtsvets die mögen die Rasse perse nicht, ist bei uns nicht anders. Und das Extrem des DSH findet man in der Form ja kaum anderswo, also die starke Rückständigkeit mit der abfallenden Kruppe. Andere Extreme trifft man häufiger verbreitet über einige Rassen.

    Zuchtschauen sind nicht verkehrt, es wird einfach komisch wenn das Thema im Vordergrund steht. Ein ausgewogenere Gebäude sicherzustellen ist richtig und wichtig, aber einfach nicht als Prio 1 dieses Ausstellungszeug.

    Ich finde den Trend auch verrückt, bei uns im Sport wird schon sehr ewigkeiten an den Anforderungen geschraubt und nach Möglichkeit extreme zu vermeiden und die Hunde nicht unnötig zu verschleißen und im Ausstellungsbereich passiert da gefühlt nicht. Jetzt kommen Gesetze und NGOs, wir alle dürfe es ausbaden und das Geschrei ist groß.

    Wenn selbst solche Strukturen und „Kontrollen“ am Ende offenbar nicht verhindern, dass so etwas möglich ist, stellt sich schon die Frage, warum man überhaupt Wert darauf legen sollte, dass ein Züchter Mitglied in irgendeinem Club ist.

    Da habe doch alle fleißig mitgemacht. Der ganz normale Mischlingswurf wird doch absolut verurteilt. Auslandstierschutz möchte aber nicht jeder und Auslagern kann nicht die Lösung sein. In anderen Ländern ist Hundezucht da ganz anders, züchten ohne Papiere wird nicht verurteilt. Hier wird halt wieder in Schubladen gedacht und null differenziert. Man hofft durch einen Verband wäre alles sichergestellt, und so ist es nicht. Genauso wenig wie ein Paragraf 11 irgendwas sicherstellt, es erhöht lediglichen Hürden, trägt zur Intransparenz bei und verkauft den Leuten ein gutes Gefühl nicht näher hinschauen zu müssen.

    Ohne Witz, hier werden die Leute pünktlich zur BuS und Aufwuchszeit richtig deppert. Den halben Winter und Sommer sieht man hier keinen, aber im milden sonnigen Frühjahr stampfen die durch Bachläufe, Aufwuchs, Naturschutzgebiete. Und es sind zu 95% Hundehalter beim Gassi. Mit Leine dran nervts dann aber weil der Hund ja nicht Leinenführig ist und sich ständig verheddert. Da hilft die Leinenpflicht leider enorm und sowas zu unterbinden.

    Im Herbst ist dann ja wieder nicht so schlimm beim Pilzesammeln.


    Durch die riesigen Arbeitsbreiten und das ökologische gestriegel bleiben vielen Arten nur noch die Randstreifen hier bei uns in der Agrarwüste, wenn da dann noch der Druck durch die Hundehalter kommt, wirds echt eng für viele. Zum Glück haben die Hundehalter aber vermehrt Angst vor zecken, was dann wieder dazu führt das alles gemäht wird damit beim Gassi bloß nicht eigeschränkt werden muss… grausig. Hier werden für die ganzen Naturnutzer mittlerweile sogar Wald und Feldwege mit dem Laubbläser gereinigt. Es ist zum heulen.