Mit Begrenzung meine ich im Übrigen auch das Anleinen also nicht das körperliche begrenzen. Beispiel dafür: Hunde spielen/laufen frei und müssen situationsbedingt angeleint werden. Toro kommt an die Leine wie der andere Hund auch und einfach nur das lässt ihn komplett ausrasten also mit schreien etc. Das volle Programm. Und da ist es auch egal ob der selbe Hund weiter in seinem Einzugsbereich ist oder ich mit Toro aus der Situation rausgehe. Es dauert dann eine Weile bis er sich wieder beruhigt hat. Da spielt vermutlich eine ordentliche Portion Frust mit aber die Intensität der Reaktion finde ich trotzdem ziemlich heftig.
Beiträge von Pottery Barnes
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Ich glaube da hat sich jetzt ein Missverständnis aufgetan. Ich arbeite natürlich überwiegend über positive Verstärkung aber erlaube mir auch einen Abbruch bei unerwünschten Verhalten. Besagte Hundetrainerin nutzt ausschließlich positive Verstärkung und bricht den Hund nicht ab. Ich habe meinen Hund noch nie so außer rand und Band gesehen wie in der Kennenlernstunde bei ihr. Das waren 90 Minuten purer Stress für uns Beide und die Hundetrainerin hatte mir untersagt ihn in seinem Verhalten zu unterbrechen bzw überhaupt irgendwas zu tun und hat Leckerlies durch die Gegend geworfen um ihm eine Aufgabe zu geben. Toro hat mich immer wieder angeschaut als würde er fragen was er jetzt verdammt nochmal machen soll. Das fand ich alles extrem verstörend und mir tat der Hund einfach nur noch Leid. So ein Abbruch ist in meinen Augen ja auch eine Hilfestellung für den Hund und nicht gleich eine Bestrafung.
Ich hätte grundsätzlich kein Problem schwierige Situation mit ihm einfach zu vermeiden. Das habe ich die letzten 15 Jahre getan. Aber er muss ja zum Tierarzt und es ertragen dass fremde Menschen auf engsten Raum bei ihm sind. Ich kann damit leben nie mit ihm auf einen Hundeplatz zu können aber ohne Tierarzt geht es leider nicht. Aber er ist auch eine einzige Übersprungshandlung so wie du beschrieben hast. Und ja ich vermute auch, dass es irgendwann in Aggression umschlägt und nicht mehr nur anspringen/fiddeln/schreien ist.
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Die Formulierung Zucht ala Zilch sagt mir tatsächlich rein gar nix. Was meinst du damit ?
Natürlich kann es auch einfach genetisch sein. Ich hatte ja vorher ebenfalls einen Aussie welcher rassetypisch sehr unsicher bei Menschen war. Der hat eindeutig signalisiert dass er fremde einfach nicht gebrauchen kann. Da gab es kein fiddeln und krasses beschwichtigen wie bei Toro. Haben sich die Aussiezuchten in den letzten 15 Jahren so stark verändert?
Tatsächlich wohne ich ziemlich ländlich weil ich ehrlich gesagt auch keinen Bock auf Menschen habe. Zumindest nicht unkontrolliert. Aktuell ist leider direkt vor der Haustür recht viel los wegen diverser Baustellen und ich merke schon dass er seitdem nervöser ist. Er braucht dann ein paar Minuten und ist dann aber recht gut ansprechbar. Stark aufregen tut er sich dann wenn Hund/Mensch Kontakt mit ihm aufnehmen wollen.
Natürlich ist mir bewusst dass es auch sein kann dass er kerngesund ist und einfach nur sehr sehr reizoffen und wenig belastbar ist. Dazu noch Unsicherheit gegenüber Menschen und vielleicht wirklich fehlende Aufgabe. Sollte sich medizinisch nichts finden lassen muss ich mir irgendwann natürlich die Frage stellen ob er woanders nicht vielleicht besser aufgehoben wäre. Bevor ich mir aber ernsthaft diese Frage stelle versuche ich alles medizinische erst einmal auszuschließen. Und damit meine ich auch Verhaltenspsychologisch.
Kleines Update zu der Gabe von Gabapentin: Ich bin ja noch nicht mit ihm draußen gewesen aber empfinde ihn aktuell irgendwie unruhiger. Er macht eigentlich die ganze Zeit nur Unsinn. Teilweise auch Dinge die er vorher noch nie gemacht hat. Ich bin gespannt wie er sich draußen verhält.
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Ich habe ihn erst vor 2 Wochen entwurmt. Sein Kot sah fast immer (außer beim Zahnwechsel) immer sehr gut aus.
Das mit den Tagesproben sammeln wusste ich tatsächlich nicht. Danke für den Hinweis!
Aufputschende Sachen versuche ich eigentlich von Anfang schon zu vermeiden. Er darf natürlich auch rennen und mit anderen Hunden spielen aber ich merke schon dass er danach komplett drüber ist und seine Überforderung dann auch an mir auslässt.
Ich habe ihm gerade seine erste Dosis Gabapentin gegeben. Die TÄ meinte ich soll mal schauen wie er darauf reagiert bevor ich es ihm für den TA Besuch am Montag gebe. Ich hoffe er bleibt irgendwie trotzdem noch er …
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Ich wollte eine Kotprobe mitbringen aber mir wurde gesagt dass dies keinen Sinn machen würde. Wenn ich Kot mitbringe dann nur gesammelte Proben. Ich war auch ziemlich verwundert da ich es eigentlich so kenne, dass man einfach mal eine Probe mitbringt ohne vorher tagelang sammeln zu müssen. Er hat zwischendurch immer mal wieder Durchfall und ansonsten normalen Kot. Daher unterwegs gerne mal Mist frisst habe ich es darauf zurückgeführt. Anfang der Woche hat er eine halbe Bananenschale verdrückt und ich dachte das wäre ursächlich für den immer mal wieder auftretenden Durchfall. Seit 12 Stunden ist der Kot fest. Sollte er wieder Durchfall bekommen werdende eine Kotprobe nehmen und damit halt zu meinem anderen Tierarzt fahren. Die sind da recht unkompliziert.
Die Züchterin hat mir bei der Übergabe gesagt dass er eine sehr niedrige Frustrationstoleranz hat und beim Autofahren und TA der Lauteste war. Als wir uns letzte Woche beim Nachwuchstreffen getroffen haben und sie da Verhalten mal live erlebt hat kam von ihr nicht wirklich viel dazu. Sie meinte lediglich dass man merkt das Toro sehr stark auf mich fixiert ist und wir eine tolle Bindung haben. Fühle mich da ehrlich gesagt auch ziemlich allein gelassen mit. Ich habe bereits vor Monaten gesagt dass ich das Verhalten sehr krass finde. Aber ich glaube da fehlt ihr momentan auch einfach der Kopf für. Sie hat tatsächlich recht viel um die Ohren und letztendlich ist es halt einfach mein Problem.
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Abend.
Ich kenne alle seine Geschwister und die verhalten sich alterstypisch. Die Züchterin hat sein Verhalten auch schon erlebt und hat mir gut zugesprochen. Sie hat ihn versucht mit einer Leberwurstpaste zu beruhigen, also schlecken, aber das funktioniert bei ihm nur sehr kurzfristig wenn überhaupt. Zwischendurch ist er immer mal wieder ansprechbar aber halt nur für Sekunden. Aktuell bin sehr am hadern ob ich irgendwas falsch gemacht habe. Die TÄin war alles andere als hilfreich. „Gehen sie mit ihm zur Hundeschule?Ist er ausgelastet?Sie müssen ihm zeigen dass sie der Chef sind und zuerst durch die Tür gehen“ Klar deswegen verhält sich mein Hund so weil er zuerst durch die Tür darf…
Verhaltenstherapeutischer TA schaue ich auf jeden Fall mal. Danke für den Link!
Seine Verdauung war die ganze Zeit über normal nur seit einer Woche hat er täglich immer mal wieder Durchfall was auch der vorrangige Grund für den TA Besuch war.
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Hallo,
ich bin gerade etwas verzweifelt und entschuldige mich schonmal vorab falls der Beitrag wirr oder unstrukturiert erscheint aber ich muss mir das von der Seele schreiben und vielleicht hat der eine oder andere Erfahrung in dem Bereich.
Bei mir lebt ein mittlerweile 8 Monate alter Aussie. Von Anfang fand ich ein bestimmtes Verhalten bei ihm recht auffällig aber habe es noch als Welpenhaft bzw das verwächst sich abgetan. Er war von Anfang an recht nervös in neuen Situationen und ist nicht gerade der in sich ruhende Typ. Aber für mich alles im Rahmen und kontrollierbar bzw. halt auch einfach alterstypisch. Ich habe mich immer sehr bemüht ihm einen Rahmen zu geben und gleichzeitig Sicherheit zu vermitteln und ich würde behaupten das dies normalerweise gut hilft. Jedoch wird er extrem und das meine ich so wirklich extrem hysterisch sobald er begrenzt wird und gleichzeitig eine recht niedrige Distanz zu Hunden und Menschen hat. Wie z.B. bei. Tierarzt oder wenn er neben einen Hund herlaufen muss und nicht hindarf. Bei zweiteren habe ich dann natürlich die Möglichkeit mit mehr Abstand etwas Ruhe reinzubringen ist aber für Toro trotzdem nicht aushaltbar. Er braucht dann eine Weile bis er sich beruhigt und wieder ansprechbar wird. Richtig heftig wird es dann z.B. beim TA wie heute. Er springt wie wild an der Leine und schreit ununterbrochen. Das Verhalten zeigt er seitdem ich ihn habe. Ich habe es lange als Unsicherheit+ Frust verstanden. Eine Untersuchung ist bei ihm in diesen Zustand nicht möglich. Ich war heute bei eine neuen TA weil ich mit der alten nicht mehr zufrieden war und dort mal eine Blutuntersuchung machen lassen wollte. Diese war, wie viele andere die das Verhalten mal kennenlernen durften sehr schockiert und hat vorgeschlagen ihm das Wochenende über Gabapentin zu geben um dann am Montag eine Blutentnahme machen zu können. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Ich bekomme ehrlich gesagt Bauchschmerzen bei dem Gedanken so ein Mittel meinen Junghund zu geben sehe aber ein dass es sonst unmöglich sein wird ihn zu untersuchen. Er ist so wahnsinnig gestresst und er tut mir einfach nur wahnsinnig leid. Ich habe mittlerweile wirklich die Befürchtung dass es etwas medizinisches ist.
Ich war auch schon bei einer Hundetrainerin welche spezialisiert auf Aussies ist aber ich konnte mit der rein positiven Erziehungsmethode nicht sehr viel anfangen. Seitdem bin ich wieder auf der Suche. Sie fand sein Verhalten ebenfalls sehr extrem und ihrer Meinung nach hat das nichts mit der Pubertät zu tun. Vielleicht hat noch jemand einen Hundetrainervorschlag im Raum Frankfurt (M)?
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Guten Morgen,
Vielen Dank für die Rückmeldungen auch wenn ich mir bei manchen einen etwas vorwurfsfreieren Ton wünschen würde. Letztendlich verbindet uns allen die Liebe zu Hunden und auch wenn ich verstehen kann, dass man bei diesem Thema sensibel ist wäre es schön wenn man von guten Absichten des Threaderstellers ausgeht. Wenn man nicht gerade ein Troll ist schreibt man ja schließlich weil einem das Tier wichtig ist und man sich verbessern will und/oder unsicher ist.
Da die Frage aufkam. Dieses Verhalten, also Anrennen und schnappend hochspringen zeigte er an diesem Tag mit der Übung zum ersten Mal. Toro zeigt es aber seit diesem Tag immer wieder sporadisch beim Gassi gehen. Tatsächlich eher nachmittags und auf diesem Feld. Morgens gehe ich woanders entlang. Daher gehe ich davon aus, dass es eher wenig mit der Übung zu tun hatte sondern momentan aufgrund des Zahnwechsels ihn sehr stark belastet. Aktuell brechen die Molaren durch und er ist, wenn er nicht gerade schläft, sehr schnappig unterwegs. Er ist zuhause und auch im Büro sehr gut darin sich selbst zu regulieren indem er sich an einem Kauholz oder Spielzeug abreagiert. Aber seitdem die Molaren durchbrechen ist das passé. Diese Erkenntnis war für mich auch erstmal neu. Er ist ja bereits seit einigen Wochen im Zahnwechsel aber die Molaren scheinen besonders schmerzhaft zu sein. Ich werde einfach die nachmittäglichen Runden etwas verkürzen.
Zu der Übung. Natürlich habe ich ihn nicht einfach angeleint und bin abgehauen. Er kennt es wenn ich mit ihm irgendwo stehen bleibe und wir warten gemeinsam. Währenddessen legt er sich ab oder schnuddelt in der Gegend rum. Das kennt er auch im angeleinten Zustand und macht er gut mit. Er wurde natürlich auch von mir gelobt wenn er sich ruhig verhalten hat. Da ich gemerkt habe, dass es ihm gerade Zuviel ist habe ich die Übung nach ca. 30 Sekunden beendet. Die Übung an dem Tag war vermutlich vom Zeitpunkt her dämlich gewählt. Er war schon drüber und ich habe an dem Tag nur 2 Stunden geschlafen. War einfach dumm und nächstes Mal mache ich es besser.
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Und ich mache es nicht an der einen Übung fest die ganze 30 Sekunden gedauert hat. Aber seitdem zeigt er genau dieses Verhalten beim Gassi gehen immer häufiger. Also dass auf mich zurennen und hochspringen und reintackern. Es hat also überhaupt nix mit der Übung zu tun. Aber es zeigt mir dass Frust offenbar eine Rolle spielt.
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Ich habe mich nicht gewundert aber war überrascht über die Reaktion. Es waren nicht mehr als 30 Sekunden und er hatte dieses Verhalten noch nie gezeigt. Aber scheinbar ist es für ihn seit kurzem quasi unmöglich Frust auszuhalten und dementsprechend werde ich mich da jetzt anpassen.
Ich weiß gar nicht wie du drauf kommst dass das Frust war?
Du hängst einen eh schon unsicheren Hund kommentarlos wo an und gehst.
Ich würde da auf viel kommen aber nicht auf Frust
Ich komme darauf da ich meinen Hund kenne und ich bin nicht weggegangen sondern stand 3 Meter neben ihm. Und als unsicher empfinde ich ihn nicht. Er liebt die Gegend und ist es gewohnt dort zu flitzen. Dass die Übung ne doofe Idee war ist mir klar und werde ich auch erstmal nicht wiederholen.