Beiträge von Pottery Barnes

    Hallo,

    ich ziehe im April , sofern ich etwas wohnbares finde, wieder zurück in meine Heimat Berlin. Ursprünglich komme ich zwar aus Teltow, aber da bekommen mich keine 10 Pferde hin. Geboren allerdings in Kaulsdorf. Ich bin recht verzweifelt und daher dachte ich mir, dass ich hier mal reinschreibe zwecks Wohnraumsuche :pleading_face: . Also nach dem Motto, vielleicht kennt hier ja jemand wen der jemanden kennt, der Wohnraum anzubieten hat :woozy_face: Da ich künftig in Treptow arbeiten werde wäre für mich der Osten am attraktivsten.

    Bei künftigen Treffen wäre ich in jedem Fall gerne auch dabei.

    Vielleicht hab ich ja Glück und hier ist zufällig jemand, der jemanden kennt usw. :nerd_face:

    Anne_Boleyn

    Aus welcher Situation heraus ist das entstanden? Also kannst du sagen was vorher passiert ist? Ich finde ihr Verhalten zwar frech, aber noch recht harmlos und typisch Junghund. Einfach mal schauen was Mensch macht halt.

    Ich hatte den ersten Anflug eines solchen Verhaltens bei Toro als er ca. 5 Monate alt war. Allerdings nur im Freilauf. Er kam dann immer mit gefühlt 200 km/h auf mich zugesprintet und ist im vollen Lauf an mir hochgesprungen und hat mir den Arm/Ärmel getackert. Zwar mit ordentlich Beißhemmung aber schön ist anders. Ich war damals zunächst total erschrocken und dann ziemlich schnell recht wütend. Habe da aber gemerkt, dass dies zumindest bei uns genau der falsche Weg ist. Also diese Aggroenergie hat eher dazu geführt, dass er sich noch mehr reingesteigert hat. Was bei ihm auch nicht geholfen hat war festhalten. Da hat er sich minutenlang gewunden wie ein Mini-Jaguar und mir die Hände zerbissen.

    Das einzige was geholfen hat und das mit einem guten Bauchgefühl war das ruhige ansprechen und ins Sitz befördern. Tatsächlich ist Toro nämlich gut ansprechbar in solchen Situationen, aber es muss ruhig und bestimmt sein. Dadurch regelt er sich am besten runter. Diese Phase ging ungefähr 4-6 Wochen und ist erst seit kurzem wieder aufgetreten. Dazwischen hat er das Verhalten nicht gezeigt.

    Ich weiß nicht, ob das bei deiner Maus hilft. Jeder Hund spricht auf andere Dinge an und ich finde es wichtig etwas zu machen wo man sich mit wohl fühlt.

    Ganz plump: Glück in der Genlotterie? Manche Hunde haben was das betrifft einfach die A*-Karte gezogen. Jetzt kann man den Züchter/Händler dafür verantwortlich machen aber selbst der verantwortungsvolle Züchter kann halt auch nicht alles kontrollieren. Vor allem nicht welche Gene weitervererbt werden oder welche Disposition sich aktiviert. Ich habe ja nun auch ein sehr reizempfängliches Exemplar eines Aussies erwischt. Er ist der einzige im Wurf welcher so "verhaltenskreativ" ist und die Züchterin war extrem erschüttert als sie ihn mal in Aktion gesehen hat. Als Halter eines solches Hundes sucht man dann sehr schnell den Fehler bei sich aber bei Hundeverhalten spielt so wahnsinnig viel mit rein und man kann sich noch so viel Mühe mit Sozialisierung und Erziehung geben und trotzdem hat man so einen extrem schnell überreizten Hund bei sich sitzen. Wir können es maximal in die richtigen Bahnen lenken.

    Wir (Halter solcher Hunde) müssen uns mal davon frei machen für alles verantwortlich zu sein. Wir können uns aber bemühen ein stabiles Fundament zu schaffen und solchen Hunden Sicherheit zu vermitteln. Toro ist jetzt 9 Monate und ich bin jetzt endlich in der Lage mit ihm zu trainieren wenn andere Hunde dabei sind. Für andere ist das selbstverständlich aber bei uns waren das Monate des Frusts (bei Toro und mir) und Schreiens (bei Toro).

    Danke dir! Deine Ratschläge setze ich schon eine Weile um und draußen geht er mittlerweile schon selbst einen Bogen. Zumindest wenn er angeleint ist. Sobald er abgeleint wird bei Hundebegegnungen sucht er selbstständig Kontakt zu den Hundehaltern indem er diese anspringt und dies auch recht vehement tut. Das wirkt auf mich sehr stark nach Übersprungshandlung. Also im Freilauf kann er das leider noch nicht umsetzen was er angeleint schon ziemlich gut macht.

    Und das schlimme ist, dass es wahnsinnig übergriffige Menschen gibt. Ich sage klar, dass ich nicht möchte das mein Hund angeschaut/angefasst wird und stelle mich vor ihm. Dann gibt es tatsächlich Leute die an mir vorbeigreifen um den Hund zu streicheln. Das macht die Situation nicht besser und mich echt sauer. Für Potter hat sich nie jemand interessiert und manche hatten sogar Angst aber nen süßen Junghund kann man bedrängen.

    Nein war es leider nicht. Er musste sediert werden. Leider hat sich die Tortur nicht gelohnt weil die Ergebnisse alle im grünen Bereich sind. Das ist natürlich auch positiv dass er zunächst erstmal gesund erscheint aber dass ich ihn umsonst in diese Situation gebracht habe tut mir schon sehr leid. Das große Organprofil und kleine Blutbild waren unauffällig. Der TSH Wert und ft4 Wert ebenso. Antikörper kann dort nicht getestet werden. Durch die Praxis wurde mir trotz der guten Ergebnisse eine Spezialklinik empfohlen.

    Ehrlich gesagt bin ich gerade unsicher ob ich diesen Weg aktuell noch verfolgen soll. Also den medizinischen, weil ich Toro ungern nochmal dem allen aussetzen möchte. Für Donnerstag habe ich erstmal einen Termin beim Hundetrainer. Meine bisherigen Erfahrungen mit Hundetrainer und Hundeschulen sind nicht so wahnsinnig positiv daher bin ich noch etwas skeptisch. Aber vielleicht ist er ja ein guter.

    Auf jeden Fall möchte ich aber noch in Richtung Verhaltenstierarzt gehen. Aber zunächst möchte ich mit Hilfe des Trainers versuchen zu erreichen, dass Toro nicht mehr sediert werden muss, um untersucht zu werden.

    Ich habe gestern nochmal verstärkt Augenmerk auf sein Verhalten gelegt. Mir ist aufgefallen dass er die Ärztin und ihre Assistentin nicht aus den Augen lässt und diese quasi anschreit. Richtig schlimm ausgerastet ist er dann als diese sich ihm genähert haben und dann auch nach anfassten. Das bestätigt meine Vermutung dass Toro durch sein extremes fiddeln draußen (wenn er angesprochen wird und Menschen Kontakt suchen) eigentlich versucht sich die Leute vom Leib zu halten. Leider verstehen die Leute eher das Gegenteil und schenken ihm erst recht Aufmerksamkeit. Da reicht dann auch schon Augenkontakt aus.

    Meine bisherigen Hunde waren bei Blutentnahmen immer ziemlich unproblematisch. Lediglich Schallen war für die ziemlich komisch aber da müssen sie halt auch auf dem Rücken liegen.

    Ich habe ja tatsächlich selbst auch eine Schildxrüsenbedingte Autoimmunerkrankung und weiß daher wie sich die Wahrnehmung und Belastungsgrenze verändert wenn man vernünftig eingestellt ist. Wenn es wirklich das sein sollte dann habe ich gute Hoffnung dass es langfristig Toro helfen wird. Man merkt ja auch dass er unbedingt hören möchte. Er will es mir recht machen aber ist nicht dazu in der Lage den Zustand länger als 1 Sekunde aufrecht zu erhalten. Ich bin mal gespannt wie er heute die maximale Dosis verträgt. Ich hoffe wir bekommen die Blutenentnahme hin.

    Vielen Dank für die Anregungen und Beiträge.

    Die Zucht sagt mir tatsächlich gar nix aber ich bin da ehrlich gesagt auch nicht so drin in der Materie.

    Ich habe gerade zwei weitere Hundetrainer angeschrieben u.a. Perdita Lübbe. Bin gespannt auf die Rückmeldungen.

    Die TA wollte das Blutentnehmen erst gar nicht versuchen weil es nur unter Anwendung von Zwang hätte erfolgen können. Ich denke auch dass es nicht förderlich gewesen wäre ihn gewaltsam runterzudrücken um ihm Blut abnehmen zu können. Ob er in meiner Anwesenheit entspannter wäre kann ich nicht sagen. Da er aber schon ohne mich bei Züchterin sehr laut war als die beim TA gewesen sind kann ich mir nicht vorstellen dass es irgendwas bringt.

    Seit der Gabe von Gabapentin empfinde ich Toro übrigens etwas hemmungsloser und forscher mir gegenüber. Insgesamt einfach unruhiger. Dafür wirkte er unterwegs aber auch leicht fokussierter. Die TÄin meinte ich soll die Dosierung erhöhen wenn es nicht richtig wirken sollte. Aber leichtes Beruhigungsmittel beim TA wäre mir irgendwie lieber.

    Toro ist im Sozialverhalten mit anderen Hunden extrem devot und wird eher gemobbt. Was ich natürlich unterbinde bzw. den anderen Hundehalter darum bitte dies zu tun. Ich lasse auch nicht zu dass er gehetzt wird oder ähnliches. Es gibt aber sehr wenig (Jung)Hunde die angenehm mit ihm spielen.

    Frust ist auf jeden Fall sein Thema und begleitet uns durch alle Lebensbereiche. In der Gegend rumstehen und er ist dabei angeleint nagt schon in einer Hundelosen/Menschenlosen Umgebung an ihm aber findet sich damit ab und legt sich oft sogar neben mich hin. Sobald aber Reize dazukommen kippt es schnell in Frust. Ich weiß nicht was gut wäre an Länge für so eine Übung aber ich habe es im Alltag tatsächlich immer mal wieder drin. Vielleicht war ich aber auch zu ungeduldig und müsste solche Sachen deutlich länger üben, also was Zeit betrifft. Ein anderes gutes Beispiel ist Autofahren. Wir fahren täglich Auto aber einfach ruhig im Auto zu sitzen scheint für ihn unmöglich zu sein. Obwohl er es von klein auf kennt aber da reichen dann auch schon Außenreize aus und er ist wieder auf 180.

    Wenn jemand eine Hundetraineridee für meine Region hat...Gerne. Aktuell habe ich den Eindruck habe dass Gabapentin bei Toro nicht die gewünschte Wirkung hat und eine Blutentnahme am Montag so gar nicht möglich sein wird.