Beiträge von walkman

    Das Thema "Gasmangellage" ist nicht neu und wurde schon vor Jahren fachlich durchgekaut. Dass diese beiden Protagonisten die aktuelle Situation dramatisieren, liegt wohl eher an deren nachweisbarer Nähe zur AfD, die regelmäßig russische Positionen ("ihr braucht unser Gas") unterstützt.

    Das halte ich für eine bösartige Unterstellung. Und außerdem zählen ja die Fakten und nicht die politische Ausrichtung von jemanden, jedenfalls für mich.

    Wie die anderen bereits schrieben: Von Fakten kann hier keine Rede sein.

    Und ich halte es für sehr relevant, Quellen dahingehend zu prüfen, welches Interesse sie an der Verbreitung "ihrer Wahrheit" haben.

    Dass hier mindestens persönliche unternehmerische Interessen eine Rolle spielen, ist unübersehbar. Die politische Ausrichtung ist ebenfalls offensichtlich, die wird aber m. E. erst durch die Panikmache kritisch.

    Was sagt der Bericht denn? Aktueller Tenor ist, dass wir am Ende des Winters dieses Jahr weniger übrig haben werden als letztes Jahr. Dass wir diesen Winter ein ernsthaftes Problem bekommen, erwartet momentan eigentlich niemand. Man kann sich vielleicht darüber wundern, wieso man nicht mit vollen Speichern in den Winter gestartet ist, aber es war halt auch teuer.

    Der Bericht hat gesagt, dass die Gasmangellage schon wahrscheinlich mit Ende Februar kommt und dann entschieden werden muss, welche Industrien zuerst abgeschalten werden müssen. Eine wirtschaftliche Katastrophe natürlich. Ich finde die Berichterstattung von Outdoor Chiemgau recht gut und fachlich gut erklärt und nachvollziehbar. Es wird noch eine Sondersendung geben mit Kai Zorn, der noch den Teil mit dem Wetter macht, darauf bin ich echt gespannt.

    Was an der Gasmangellage ja eigentlich schlimm ist, ist, dass die Blackoutgefahr damit ja auch sehr stark steigt, weil viel Gas für die Stromerzeugung gebraucht wird. Die Lager sind jetzt auf 36,1 % und täglich werden ungefähr 1,3% Gas verbraucht, also schon ordentlich. Und es soll ja noch lange kalt bleiben.

    Das Thema "Gasmangellage" ist nicht neu und wurde schon vor Jahren fachlich durchgekaut. Dass diese beiden Protagonisten die aktuelle Situation dramatisieren, liegt wohl eher an deren nachweisbarer Nähe zur AfD, die regelmäßig russische Positionen ("ihr braucht unser Gas") unterstützt.

    Landlue Die Rechnung ist aber nur mit dem Eigenstrom gerechnet, oder?

    Wenn ich einen Großteil extern tanken muss (wie ja beim ersten Beispiel mit den 650 km) sieht das vermutlich wieder anders aus?

    Zumindest hier den Diesel tanke ich mit knapp 80 € voll und schaffe damit min. 1000 km. Gut, die Steuern kämen dann noch drauf.

    Ja, das ist mit Hausstrom gerechnet. Weil sich Walkman auf meine Rechnung mit Hausstrom bezogen hat.

    Wären wir auf öffentliche Ladeinfrastruktur zurückgreifen müssen, wäre es nicht so eindeutig. Und unsere PV habe ich ebenfalls noch nicht mit eingepreist. Eben nur reiner Hausstrom laut Vertrag.

    Genau darum ging es mir, eigene Ladeinfrastruktur lässt sich eben nicht überall realisieren, geschweige denn eine eigene PV.

    Ich hab grad einen Bericht über die Gasmangellage in Deutschland gehört, das ist schon echt schlimm. Und es bleibt ja auch noch eine Weile kalt laut Wetterbericht.

    Was sagt der Bericht denn? Aktueller Tenor ist, dass wir am Ende des Winters dieses Jahr weniger übrig haben werden als letztes Jahr. Dass wir diesen Winter ein ernsthaftes Problem bekommen, erwartet momentan eigentlich niemand. Man kann sich vielleicht darüber wundern, wieso man nicht mit vollen Speichern in den Winter gestartet ist, aber es war halt auch teuer.

    Danke! Ich hatte aber wirklich mit deutlich mehr Ersparnis gerechnet. Leider muss ich mich jetzt zügig mit dem Thema auseinandersetzen, weil hier wohl ein Auto am Laufzeitende angekommen ist. :(

    - 250km = "kostenlos" bzw. 14,38 € (25 kWh/100km ergibt 62,50kWh (Akkugröße)

    - 400km EWE Go = 52,00 € ODER 62,00 € (25 kWh/100km wären 100 kWh für 400km)

    = Schwankung zwischen 52,00 € und 76,38 € für deine angefragte Strecke :)

    Sind das die Preise in der Praxis??? Da ist mein echt spritfressender Diesel ja kaum teurer? Oder habe ich da einen Denkfehler?

    1962 ist aber über 60 Jahre her… ich bin ein Kind der 80er und uns wurde quasi mit Fall der UdSSR vermittelt, dass der ewige Friede angebrochen ist. Das hat sich eigentlich erst mit Beginn des Ukrainekriegs geändert, und dass so massiv auf Notwendigkeit der Vorsorge hingewiesen wird nehme ich erst seit so 2023 richtig wahr…

    Sag ich als jemand, der sich früher nicht von selbst dafür interessiert hat.

    Anfang der 2000er mag es ruhiger gewesen sein. In den 90ern gab es die Kriege in Yugoslawien, da haben schon einige gemerkt, dass nicht immer überall in Europa Friede herrscht, die Bw war beteiligt, aber zumindest ging man nicht von einer Ausweitung aus. Ab 2014 wurden die Warnungen an die Bevölkerung definitiv lauter (Angriff auf dir Krim) und seit dem massiven Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 ist auch in der letzten Ecke der Bevölkerung angekommen, dass es erneut in Europa Krieg gibt. Die Erosion der Weltordnung trägt ihren Teil dazu bei.

    Die Warnungen waren nie weg, s. Link oben ("der BVS gab ab 1981 die Broschüre Ihr Notfallpaket heraus, die wurde später in Für den Notfall vorgesorgt umbenannt und seit 1997 durch das Bundesamt für Zivilschutz herausgegeben, seit Ende der 90er Jahre auch als Webauftritt...").


    katzenpfote Exakt so ist es bei mir auch.

    Und erst als es mit der Ukraine los ging war es in der Öffentlichkeit etwas präsenter. Ging dann aber eher in die Richtung "im Prinzip können wir uns nur 3 Tage verteidigen, die Bunkeranlagen sind vergammelt oder wurden rückgebaut, Warnmeldestysteme funktionieren nicht,...".

    Mein Wohnhaus ist von 1923, im Nachbarhaus gab's bis vor 6 Jahren noch einen Luftschutzkeller inklusive Zeitungen aus dem 2. Weltkrieg mit denen die Wände tapeziert wurden, damit der Putz nicht abfliegt. Wurde, wie fast alle Keller saniert, inklusive Entfernung der Drucktür.

    Weiß nichteinmal ob der irgendwo gelistet war. Habe es erst später mitbekommen, weiß nichteinmal ob da noch was dokumentiert wurde vor Sanierung. Spielte lange keine Rolle, ebenso bei der Infrastruktur,...

    Ausreichend viele Schutzräume gab es nie viele, dafür Geld investieren hätte die Politik der Bevölkerung niemals erklären können. Hat sich ja bisher bewährt.

    Ich glaube einfach, die Politik hat einfach ewig auf Bevölkerungsberuhigung gesetzt, im „Geheimen“ vorbereitet und geplant, damit die Menschen sich in entspannter Sicherheit sonnen.

    Ich hoffe das ist so - ich fürchte auch in Behörden, großen Unternehmen, sozialen Einrichtungen etc. wurde und wird das oft als "kostet nur", "braucht kein Mensch" abgetan.

    Je nach Unternehmen gelten schon lange unterschiedliche Vorgaben, welche Maßnahmen mindestens ergriffen werden müssen.

    Stichwort hierzu ist Kritische Infrastruktur kurz KRITIS

    Ich glaube einfach, die Politik hat einfach ewig auf Bevölkerungsberuhigung gesetzt, im „Geheimen“ vorbereitet und geplant, damit die Menschen sich in entspannter Sicherheit sonnen.


    Jetzt geht das nicht mehr, und sollen Leute, die noch nie auch nur den Schatten einer Krise erlebt haben, auf einmal Gas- und Kartoffelvorräte anlegen.

    Nö.

    Es hört nur in der Regel keiner hin und das schon seit sehr, sehr vielen Jahren.

    "Die Broschüre Jeder hat eine Chance gab das Bundesamt für zivilen Bevölkerungs schutz 1962 im Auftrag des Bundesministeriums des Innern heraus. Sie hat 19 Sei ten und wurde an alle Haushalte verteilt. In der Einleitung wird im Gegensatz zu der 1964 erscheinenden Zivilschutzfi bel noch eindeutig der Krieg als alleinige Motivation für die Herausgabe der Broschüre benannt: „Es geht um die Erhaltung des Friedens. Dieser Frieden ist bedroht. Aber wir stehen der Bedrohung nicht hilf los gegenüber: eine Verteidigungsgemeinschaft von fünfzehn Nationen ist auf unserer Seite, um den Frieden zu wahren. Doch müssen wir immer mit einem Angriff rechnen. Es kann sogar ein Angriff mit atomaren, biologischen oder che mischen Waffen sein. [...] Diese Schrift gibt Hinweise, wie Sie sich in Familie, Haus und Betrieb schützen können. Lesen Sie sie sorgfältig, im Ernstfall ist es zu spät." Und seit dem waren solche Warnungen nie weg. Wen die Geschichte des Zivil- und Bevölkerungsschutzes interessiert: Link

    Der Unterschied ist, dass inzwischen auch der halbwegs normale Zeitungleser und sogar Social Media Nutzer merkt, dass auch die "westliche Welt" nicht mehr stabil und ungefährdet ist.