Hochzeiten sind, wenn sie wirklich groß gefeiert werden, für mich genau der Anlass, zu dem man auch die entfernten Verwandten einlädt, die man ewig nicht gesehen hat.
Ist das so ein gesellschaftlich anerkannter „normaler“ Grund?
Ich würde nie auf die Idee kommen, Menschen einzuladen nur weil ich die lange nicht gesehen habe (und Verwandtschaft ist für mich eh kein Grund für gar nichts).
Wenn ich Menschen sehen möchte, treffe ich mich einzeln damit ich meine volle Aufmerksamkeit schenken kann. Gerade bei so Riesen Events schaffe ich es nicht mit vielen menschen zu sprechen eben weil so viel passiert.
Und gesehen habe ist ja auch ungleich Kontakt haben. Ich habe mit vielen Freund:innen wöchentlich Kontakt und sie seit Jahren nicht mehr gesehen.
Spannend.
Nach meinem Eindruck machen sich Leute, die stark ins Dorf eingebunden oder Mitglied in Vereinen sind, oder eine große Familie haben, schon Gedanken darüber, wie groß sie den Kreis der Eingeladenen ziehen wollen. Manche denken da vermutlich wirklich auch darüber nach, wen sie einladen müssten, weil es erwartet wird, das würde ich weniger als "gesellschaftlich anerkannt", sondern fast als "gesellschaftlichen Druck" bezeichnen, weil sie vermeiden wollen, komische Fragen gestellt zu bekommen. Besonders in Vereinen kann man sich mit der falschen Gästeliste dauerhaft böses Blut, Tratsch und Ärger durch sowas einfangen. ![]()
Oh, mir fällt gerade auf, dass die Einladung gar nicht unbedingt eine billige Mitfahrgelegenheit sein muss, sondern dass das Paar vielleicht sogar denkt, dass ihr PinguinEmmi vielleicht enttäuscht oder sauer waret, wenn ihr nicht eingeladen seid.