Beiträge von SophiaF

    Ich habe sonst keine besonders hohe Meinung von Dennis Panthen, aber das Video finde ich gut und vollkommen korrekt.

    Auch in meinem Umfeld sehe ich eine Art Generationenwechsel bei den Jägern. Weg von "Kimme und Korn" und hin zu Technik-Nerds, deren Können hauptsächlich in der Nutzung der Technik besteht. Leider zählen dazu auch die Jagdhunde, die oft einfach funktionieren sollen. Ich kenne einen ehemaligen DDH-Züchter, der die Zucht letztes Jahr aufgegeben hat, weil er immer mehr "der funktioniert nicht"-Rückgaben hatte, die er dann meist nur noch an Nicht-Jägern vermitteln konnte.

    Ich finde es völlig okay, wenn nicht jeder den professionellen Weg einschlägt. Vermutlich, weil ich den auch nicht gehe, sonder bloß meine Hunde damit beschäftige ...

    Natürlich ist das OK. Nur muss halt der Claim zum Inhalt passen.

    Wenn ich Geld für den Kurs "Scent Detection - Nasenarbeit wie die Profis" zahle, will ich dann keine Trainerin, die Falschanzeigen belohnt, weil der Hund vorher so toll gesucht hat. Besagte Trainerin kocht auch ihre Kong Stücke nach jeder(!) Suche ab und legt sie anschließend mit der Hand wieder aus. Das sind für mich Dinge, die potentiell auch jedem, der alle 2 Wochen mal 5 Minuten sucht, den Spaß verderben.

    Bist du mit Roborock zufrieden? Von Dreame lese ich so viel negatives nach der ersten Begeisterung.

    Bei beiden Herstellern gibt es ja zahlreiche Modelle, über die man so pauschal keine Aussage treffen kann.

    Man muss sich halt auch immer die Frage stellen, was man von dem Gerät erwartet. Wer erwartet, nie wieder staubsaugen zu müssen, wird von so ziemlich allen Roboter-Saugern enttäuscht sein, denn in Ecke oder unter tiefe Möbel kommt keiner davon.

    Wir benutzen unseren Robo um Staub und Dreck im Alltag zu reduzieren oder mal gezielt Räume zu reinigen. Dafür ist er super geeignet. Trotzdem gehe ich einmal pro Woche durchs Haus und sauge in den Ecken, auf den Treppen und auch einen Hochflor-Teppich.

    Darf ich mich da reinschleichen? Ich habe zwar schon viel Nasenarbeit mit meinen Hunden gemacht, aber die eigentliche Scent Detection ist Neuland für mich. Habe im Dezember einen Tagesworkshop gemacht und möchte gern dranbleiben, bzw. weiterfahren damit, da es sich im Gegensatz zum Trailen immer und überall machen lässt.

    Deshalb lieben wir es auch. Zum einen zum Training, aber auch um dem Hund zwischendurch sinnvoll zu beschäftigen. Auf langen Autofahrten fahre ich z.B. gerne zwischendurch raus, wir suchen 15 Minuten und alle Beteiligten können danach entspannter weiterfahren.


    Und super, dass du gleich bei einer Trainerin warst, die sich auskennt. Die Scent Detection Kurse wachsen aktuell wie Pilze aus dem Boden... Ich hatte kürzlich bei einer Trainerin bei uns nachgefragt, ob sie Pläne bzgl. erfahreneren Trainingsgruppen und Single-/Doubleblinds hat. Da kam zurück, dass sie vorerst nur mit Kong trainieren will. :zipper_mouth_face:

    Ich habe bisher einen Fall von Animal Hoarding mitbekommen - die Halterin hatte überhauptnicht begriffen, was sie da tut. Das ist aber wohl Teil vom Krankheitsbild.

    Ja, ich habe mehrere mitbekommen und das erinnert schon sehr an das Verhalten von Süchtigen: der Kontrollverlust, immer mehr Tiere aufzunehmen, das Verdrängen der Realität und auch das Fortsetzen wenn Geld/Ressourcen knapp werden...

    Leider ist die Gesellschaft auch wenig sensibel für das Thema. Ich staune immer wieder, wie viele Menschen solche Leute auch noch aktiv auf Facebook und Co unterstützen. Auch wenn es völlig offensichtlich ist, dass es z.B. keine gute Idee ist, den fünften kranken Hund aufzunehmen und dafür erst einmal Spenden zu sammeln, sieht man Unmengen an "Danke fürs Retten!" Kommentare.

    Ich würde an deiner Stelle auch mal überprüfen, was du so über Hunde liest. Also Social Media, Giftköder Warn-Apps, usw. Man kann sich da echt verrückt machen lassen und ich glaube es ist ganz normales Verhalten, dass man auch beim eigenen Hund plötzlich skeptisch wird, wenn man jeden Tag Giftköder-Warnungen liest oder "Er wäre fast gestorben"-Posts.

    Ansonsten kann man das natürlich auch von der anderen Seite sehen: es ist richtig und wichtig, den eigenen Hund zu beobachten. Viele Menschen tun das nicht und ich finde es teilweise unverständlich, wie wenig so manch einer mitbekommt. Daher zwing dich nicht, gar nicht mehr hinzuschauen, sondern versuch mehr Gelassenheit reinzubringen.

    Man sollte sich auch nicht scheuen, mit Dingen, die man komisch findet, zum Tierarzt zu gehen. Das beruhigt und man weiß, dass man sich beim nächsten Mal keine Sorgen machen muss.

    Wir hatten einen Goldie namens Coco Channel mal in einem Hundeschulkurs. Die Besitzer waren sich da aber uneinig: er fand es peinlich, hat sie nur "Coco" genannt und seine Freundin hat dann jedes einzelne Mal "CHANEL!" hinterhergerufen. Was ist mir das auf die Nerven gegangen... "Sitz, Coco!" - "CHANEL!" "Super, Coco!" - "CHANEEEL!" :rolling_on_the_floor_laughing: