Beiträge von SophiaF

    Ich sage das manchmal scherzhaft, sowas wie "Och, komm zu Mama, ich beschütze dich vor dem bösen Staubsauger". :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ich suche allerdings auch oft nach einem besseren Begriff. Frauchen/Herrchen finde ich eher steif und sehe mich da nicht so.

    Mein Partner nennt sich ab und an mal "Dogdad", aber das ist am Ende ja auch nur ein verstecktes "Hundepapa".

    Wir haben uns entschieden, dass im kommenden Jahr ein zweiter Hund bei uns einziehen soll. Alle sind mit im Boot, wir stehen jetzt sogar auf der vorläufigen Warteliste bei einem Züchter und ich freue mich darauf.

    Jetzt gab es aber mehrmals Momente, in denen ich mir emotionale Fragen gestellt habe. Angefangen damit, wie das sein wird, wenn der Zweithund einfacher und umgänglicher als unser erster wird und was das mit der Beziehung zum ersten macht. Oder auch, wie es wird, wenn das Gegenteil eintritt und alle schönen Momente, die wir uns hart erarbeitet haben, durch einen hibbeligen, überdrehten Problemhund zerstört werden und ich einfach nur die alte Zeit zurück will.

    Kann das jemand nachvollziehen? Kann mich jemand beruhigen?

    Ja, ich schaue mal. Ich hab soviel Feld und Wald um mich rum, aber eben auch viele Hunde. Evtl. müssen wir ja auch gar keine große Strecke machen, sondern den Fokus einfach aufs Schnüffeln legen...

    Labradoodle sind normalerweise Hunde, die sich sehr gerne bewegen, da würde ich die reine körperliche Auslastung durch lange Spaziergänge nicht unterschätzen. Vor allem baut es Ausdauer und Muskeln auf, was für ein langes und ausgeglichenes Leben wichtig ist.

    Wenn längere Spaziergänge im Alltag aktuell nicht funktionieren, würde ich versuchen immerhin 1-2 mal pro Woche eine lange Runde (~10 km und mehr) zu drehen. Gerade jetzt im Winter sind Wanderwege auch am Wochenende eher schlecht besucht. Da sollte man eigentlich überall etwas finden können, wo wenig bis keine Hunde sind.

    Wir sehen einen anderen Hund (Problem Nr. 1: ich bin sofort angespannt, weil ich weiß, was kommt), Cookie zieht einen Moment in die Richtung, legt sich irgendwann dann hin und wartet, dass der andere Hund endlich spielen kommt. Denn das ist tatsächlich ein klarer Fall von "der will nur spielen", ganz sicher ;) Aber das geht ja aus den unterschiedlichsten Gründen nunmal nicht immer und da kommt er gar nicht mit zurecht. Er fängt an zu bellen (in ziemlich hoher Stimmlage), zieht in die Richtung des Hunden und ist null ansprechbar. Ich, Spielzeug, Leckerchen, nichts interessiert ihn, gar nichts. Wenn es der Platz hergibt, hocke ich mich dann oft zu ihm und halte ihn einfach nur fest, bis der andere Hund vorbei ist. Einfach weitergehen wäre eher ein hinter mir herziehen.

    So richtig verstehe ich das Problem bzw. die Situation nicht.

    Er legt sich hin, lauert quasi auf den anderen Hund, du bleibst mit ihm stehen und es stört dich dann, dass er nicht weitergeht? Was hast du denn schon getan, damit er weiter geht?

    Wenn wir angeleinten Hunden begegnen, nehmen wir unseren Hund an die kurze Leine und gehen ganz normal daran vorbei. Bei jeglichen Versuchen zum Hund hinzukommen, gibt es eine Korrektur. Mittlerweile ist das nicht mehr nötig, weil er auch so einfach vorbeiläuft.

    Auf was sollte man achten bei einer Tierphysio?
    Im Umkreis gibt es einige, aber auf was für eine Ausbildung würdet ihr Wert legen?

    Bei zwei habe ich gelesen "Tierphysio und Osteopath nach Wosslik", ist das ein Qualitätsmerkmal?

    An der Frage bin ich auch fast verzweifelt... Was ich als positiv wahrgenommen habe, waren Hunde-Physios mit Ausbildung als Menschen-Physio. Mir ist ansonsten auch DIPO als gutes Ausbildungsinstitut empfohlen worden. Aber soweit ich weiß, gibt es im Bereich Physio nicht "das eine" gute Ausbildungsinstitut. Es ist mehr, was die Leute am Ende daraus machen.

    Osteopathie ist generell nichts schlechtes, allerdings sollte man etwas aufpassen, dass es nicht zu sehr ins esoterische driftet und man am Ende nur Empfehlungen dafür bekommt, welche Farbe das Halsband haben sollte, um das Energiefeld zu verbessern, damit der Hund selbstsicherer wird (ist Bekannten passiert).

    Ja nachdem, was man für ein Anliegen hat, sollte man auch auf Schwerpunkte achten. Wir waren mit unserem Pudel bei einer Tierphysio, die sich hauptsächlich um Qualzucht-Probleme kümmert. Die war am Ende eigentlich nur begeistert, wie schnell unser Hund laufen kann - die ungleichmäßige Bemuskelung hat sie nicht erkannt. Darauf hat uns dann 4 Wochen später eine Trainerin angesprochen. :frowning_face:

    Was genau wundert dich daran, dass hier ausgesprochen wird, was Tatsache ist?
    Interessiert mich, weil ich ja zu jenen gehöre.

    Und ja, es ist meines Erachtens nunmal ein übertriebenes (unrealistisches) Zielbild > viele Hundehalter können und wollen das gar nicht leisten, was viele hier tun. Es scheitert oftmals schon am Interesse sich theoretisches Wissen anzueignen. Ich sage nicht(!) das ich das gut finde, keineswegs, aber so ist es halt.

    Schon alleine deine Reaktion zeigt doch, wie sehr du unterschätzt das hier im DF vieles geleistet wird, was eben nicht selbstverständlich ist für viele Hundehalter „da draußen“.

    Aber, was genau wundert dich daran?

    Ich verstehe nicht, warum man Erwartungen an Hundehalter runterschraubt, nur weil die Mehrheit sie nicht erfüllt. Wenn ich in der Überzeugung bin, dass es richtig und wichtig ist, dass Hundehalter ein gewisses theoretisches Wissen haben, dann ändern andere Menschen doch nichts daran.

    Natürlich muss das realistisch sein und niemand sollte dafür angegriffen oder beleidigt werden, wenn er/sie das Wissen nicht hat. Also eine gewisse Nachsicht. Aber ich finde es richtig und wichtig, Defizite, die das Wohlbefinden des Hundes beeinträchtigen, offen zu benennen und nicht die Latte tiefer zu legen, weil die Welt da draußen anders ist.

    Was ich nicht so recht verstehe, ist das Herumreiten auf der DF Bubble. Das liest sich für mich, als ob das ein absolut übertriebenes Zielbild ist. Klar, der durchschnittliche User hier ist besser informiert als der durchschnittliche Hundehalter in Deutschland und kümmert sich vermutlich auch besser um seine Hunde.

    Aber am Ende ist das auch genau so, wie es sein sollte, oder?

    Mich nervt immer wieder so eine gewisse Doppelmoral, wenn es um Bedürfnisse von Hunden geht. In jeder Martin Rütter Folge geht es darum, dass Hunde übergewichtig sind, zu wenig Auslastung bekommen oder einfach die falsche Rasse für die Person sind. Aber im direkten Diskurs gibt es viel zu viele Befindlichkeiten, die "Fachpersonal" davon abhält, klare Worte zu finden.

    Ich sehe es als Pflicht dieser Personen an, Kunden auf Gesundheitsrisiken oder Mängel hinzuweisen. Das geht bei sichtbar schlechten Zähnen oder verfilztem Fell los, aber auch Probleme mit dem Bewegungsapparat oder Bewegungsmangel. Das kann man sehr neutral und respektvoll tun, ohne jemanden bloßzustellen: "Hier, das ist nicht gut, ich zeige dir, wie es besser geht".

    Unsere Hundetrainerin hat mal erzählt, dass sie 10 Jahre gebraucht hat, um an den Punkt zu kommen, dass sie Kunden klar sagt, wenn der Hund übergewichtig ist. Vorher hatte sie Angst davor, dass Kunden nicht mehr kommen oder sie schlechte Bewertungen bekommt. Tatsächlich ist das aber nicht einmal passiert. Stattdessen vermittelt sie jetzt regelmäßig Kunden an eine Ernährungsberatung, sowohl wegen Übergewicht als auch wegen Unverträglichkeiten (die auch vielen Hundehaltern nicht auffallen).

    Du übersiehst die Einnahmen des Staates aus diesem speziellen Wirtschaftsbereich, die Arbeitsplätze die da dran hängen (und wiederum für Einnahmen auch im Gesundheitswesen sorgen), den Einzelhandelsbereich mit seinen Arbeitsplätzen, etc.

    Ja, und du übersiehst, dass durch Arbeitsunfähigkeit von Rauchern hohe Kosten entstehen. Ist ja nicht so, als ob der typische Raucher erst mit Eintritt des Rentenalters hintenüber fällt und innerhalb kurzer Zeit stirbt.

    Es gibt Berechnungen, dass Rauchen den Staat jedes Jahr 100 Milliarden Euro kostet. Dem gegenüber stehen rund 15 Milliarden Euro Steuereinahmen und ca. 9000 Mitarbeiter in der Tabakindustrie in Deutschland. Ich befürchte, das geht nicht auf. (Quelle)

    Aber ehrlich gesagt kenne ich die Regelung nicht genau und weiß nicht, ob sich die Absage-Option dann auf „Freitag während der Geschäftszeiten“ verschiebt. Wie ist das bei euren Physios/Hundetrainer:innen/Therapeut:innen usw…?

    Ich habe das mal bei meinem Zahnarzt gefragt: da reicht die Absage per E-Mail, d.h. für die ist es in Ordnung, wenn sie um 6:45 Uhr lesen, dass ich um 7 Uhr nicht komme, wenn die E-Mail mindestens 24 Stunden vorher geschrieben wurde.

    Ansonsten habe ich aber allgemein die Erfahrung gemacht, dass diese Ausfall-Gebühren gar nicht erhoben werden, sondern eher Abschreckung sind. Ich habe mal einen Physio-Termin verpasst, weil ich ihn falsch aufgeschrieben hatte. Da meinte die Therapeutin auf Nachfrage, sie hätte in der Zeit Bürokram gemacht, das wäre daher OK. Am Ende geht ihr dadurch ja kein Termin verloren, er wird nur verschoben.