Beiträge von SophiaF

    Ich schiebe mich mal mit einer noch theoretischen Frage hier rein: es ist zwar noch alles ungewiss und nicht bestätigt, aber aktuell sieht es so aus, dass ich im Frühjahr mit einem 12 Wochen alten Welpen und unserem Ersthund zu einem (Trainings-)Seminar fahren werde.

    Beim Seminar ist das kein Problem, aber ich muss jetzt langsam eine Unterkunft buchen und bin sehr unsicher, was da bei einem nicht stubenreinen Welpen am besten passt. Ich war sonst immer in einem AirBnB, das aber komplett mit Teppich ausgelegt ist und voll mit Deko steht, die unser Hund in dem Alter liebend gerne angeknabbert hätte.

    Wie würdet ihr das machen?

    Ich finde es immer wieder schade, dass solche Tests nicht genau erklären, wie sie funktionieren, bzw. durch das Zeichnen von Stammbäumen sogar vorgeben, sie könnten das in irgendeiner Weise nachvollziehen.

    DNA-Tests arbeiten meist mit SNP-Markern: Sie vergleichen viele kleine Genom-Segmente des Hundes mit einer Referenzdatenbank und ordnen jedem Segment die ähnlichste bekannte Rasse zu. Wenn dann bei der Hälfte der Segmente "Dackel" das wahrscheinlichste ist, bekommt man 50% Dackel raus. Im Umkehrschluss könnte es auch sein, dass sich über die Generationen davor eine lokale DNA-Mischung entwickelt hat, deren SNP-Muster dem Dackel am ähnlichsten ist - ohne dass in den letzten Generationen tatsächlich ein Dackel dabei war.

    Ich bin ehrlich, ich finde beides unglaublich nervig und würde die Leute am liebsten gleich aussortieren, vorallem wenn sie dann um 22:15 in der Rufbereitschaft mehrmals anrufen

    Eventuell ist auch genau das das Ziel?

    Wir haben das immer wieder mal, dass Bewerber sich sehr offensichtlich super nervig verhalten. Unsere Vermutung ist da immer, dass sie die Bewerbung beim Amt nachweisen wollen, die Stelle aber gar nicht wollen.

    Tatsächlich hatte ich auch gedacht, das wäre ausnahmsweise ein Fall, bei dem ich auch einen Pudel sehen würde.

    Allerdings wollen Pudel auch gefordert und gefördert werden. Die eskalieren nicht ohne viel Beschäftigung, leben aber halt auch erst so richtig auf, wenn sie irgendwas tun dürfen. Und ein meiner Ansicht nach großer Vorteil: sie wiegen verhältnismäßig wenig, mein (zu großer) Kleinpudelrüde wiegt bei 47cm 14kg.

    Ui, unser großer Pudel hat 44 cm und wiegt 12 kg. Ich finde das sind für Wandern und andere Aktivitäten sehr gute Maße. Allgemein ist der Pudel auch ein super Allrounder, den ich jedem empfehlen würde, der mit dem Hund aktiv sein will und keinen Spezialisten braucht.

    Ansonsten ist die Frage was man mag: Pudel und Terrier sind charakterlich schon sehr verschieden. Ich glaube ich kenne niemanden, der gleichzeitig Pudel- und Terrier-Fan ist.

    Ich kenne einen Irish Terrier, den ich einfach nur ätzend finde (sorry). Die Besitzer haben schon lange Airedale Terrier, haben also Terrier-Erfahrung. Der Irish will alles ausdiskutieren und ist extrem stur. Alles, was Beine hat, will er erst einmal anschreien... Mittlerweile ist er 3 und es ist deutlich besser geworden, aber wenn es meiner gewesen wäre, wäre ich an dem Charakter verzweifelt.

    Wie habt ihr beim ersten Hund die Entscheidung getroffen, gehen wir da zu verkopft ran?

    Verkopft finde ich grundsätzlich nicht falsch. Das Problem ist eher, dass sowohl Rasse- als auch die Beschreibungen einzelner Hunde oft extrem nichtssagend sind.

    Wir haben uns beim ersten Hund für einen Pudel entschieden, weil es ein toller Allrounder ist. Er machts uns unglaublich viel Spaß, weil man einfach alles mit ihm machen kann. Trotzdem merke ich selbst immer, wie unterschiedlich er von anderen Hundebesitzern wahrgenommen wird. Das reicht von "Er ist so ruhig und diszipliniert!" bis "Der ist so hibbelig, ich könnte keinen Tag mit dem überleben!".

    Ich kann euch auch nur empfehlen, euch mal ein paar Rassen anzuschauen, um einen besseren Eindruck zu bekommen. Viele Hundeschulen machen auch Beratung vor dem Kauf. Das kann ich mir bei euch auch gut vorstellen.

    Welpe oder erwachsen: ich finde, das ist eine persönliche Entscheidung. Ohne euch zu nahe treten zu wollen, solltet ihr aber auch an die Lebenserwartung des Hundes denken und an mögliche Unterstützung bei der Betreuung des Hundes. Ich kennen einen 12 Jahre alten Irish Terrier, der kerngesund ist und einen enormen Bewegungsdrang hat. Meine Eltern sind Anfang 70 und könnten das (obwohl sie grundsätzlich gesund und fit sind), nicht mehr zuverlässig leisten.

    Ich hab ne richtig dumme und dazu noch unwichtige Frage.

    Warum gibt es H-Milch und H-Sahne, aber keinen H-Quark und H-Joghurt, die man ungekühlt lagern kann? Geht das wegen der Milchsäurebakterien nicht oder so?

    Ja. H-Milch und Sahne sind ultrahocherhitzt, um Keime auszuschalten und sie damit lange haltbar zu machen.

    Quark und Joghurt entstehen durch Milchsäurebakterien (Fermentation). Wenn man diese erhitzt, sind die Kulturen tot und man ändert die Konsistenz erheblich. Es wird dann ein völlig anderes Produkt daraus, dass vermutlich niemand kaufen würde.

    Als was sollen die den sonst vermarktet werden? Das läuft halt über dieses „kampfschmußer“ „sanfter Riese“ etc. Bild (dass zu der rasse ja gar nicht passt bzw gehört). Und wegen den listehunde Gesetze wird da vehement dagegen argumentiert dass das alternativen zu diesen Rassen wären (würde mal wieder ganz frech behaupten dass die wenigsten die sich die XL bullys holen so sehr mit den Unterschieden auskennen sondern nach dem Phänotyp gehen.

    Naja, die Frage ist ja, inwieweit man Hunderassen überhaupt vermarkten muss. Es gibt genug Hunderassen, bei denen Züchter eher das Gegenteil tun und auch sehr strikte Anforderungen an Welpenfamilien haben (z.B. keine Kinder). Wenn natürlich das Geldverdienen im Vordergrund steht, verkneift man sich sowas natürlich.

    Mir fällt das schon immer stark bei Listenhunden auf, dass Besitzer sehr schnell darüber reden, wie lieb ihre Hunde sind und teilweise sogar dazu auffordern, sie zu streicheln, weil sie ja so lieb sind. Warum tut man das?