Beiträge von SophiaF

    Unser Welpe hat auch alles angeknabbert, was ins Maul gepasst hat. Stuhlbeine, Tischbeine, Teppiche, Gardinen, Kissen, Körbchen, Füße... :rolling_on_the_floor_laughing:

    Den Teppich im Arbeitszimmer hatten wir liegengelassen, weil er dort eigentlich nie allein sein sollte. Es haben dann 1-2 Minuten ausgereicht, um 5 Zentimeter Saum aufzubeißen. Als ich wieder ins Zimmer kaum, hing er daran als ob es ein Zergel wäre... ich glaube, da war er gerade mal 4-5 Tage bei uns.

    Ich habe auch den Eindruck, dass es viel geholfen hat, dass wir danach wirklich ALLES konsequent weggeräumt haben und nicht toleriert haben, wenn er sich selbst irgendwas zum Kauen geholt hat. Die Besitzer von seinem Buder haben das nicht getan (ach, ist doch nur ein alter Schuh...) und der klaut auch heute noch regelmäßig Schuhe und kaut darauf herum.

    Zum Thema "ruhige Seitenstraße" noch ein paar Gedanken: mit der Perspektive sind wir auch in unser Hundeabenteuer gestartet. Nur ist es dann im Alltag ja so, dass man auch mal aus der ruhigen Straße raus muss. Ich finde man überschätzt schnell, wie lebhaft/städtisch die eigene Umgebung ist, wenn man es nicht anders kennt.

    Wenn Hunde es nicht gewohnt sind, kann schon fließender Verkehr auf einer einspurigen Straße gruselig sein. Unseren Welpen haben wir über Wochen daran gewöhnt und auch heute noch (als Erwachsener), merkt man dass ihn die Reize von viel befahrenen Straßen sehr stressen. Insofern ist es vielleicht auch die bessere Entscheidung, wenn der Hund vorher nie in der Stadt gelebt hat.

    Würde man eine Markiesje-Modehund-Vermehrerkarriere planen, würde ich aber vermuten, dass sowas wie der IK eine eher untergeordnete beim Interessenten spielt...

    Sag ich ja nicht. Es geht auch nicht um objektive Bedenken, sondern eher diffuse Ängste. Ein Vermehrer wird ja auch niemals eine Rasse zum Modehund machen. Aber gerade Züchter seltenerer Rassen mit wenig verfügbaren Welpen bedienen gerne mal ihre Rassen-Fan-Bubble und sind daran gewöhnt, dass nicht viele Fragen gestellt werden.

    Ich kenne das u.a. von einer anderen Rasse, bei der es auch lange Wartezeiten gibt. Da haben wir (rückblickend zum Glück) eine Absage bekommen, weil wir gefragt hatten, woran die Mutter der Zuchthündin mit 9 Jahren gestorben ist. Das wäre pietätlos und uns würde wohl das wirkliche Interesse an der Rasse fehlen. :see_no_evil_monkey:

    Wie unterschiedlich das doch ist. Meine Züchterin war begeistert über meine, über das normale Maß hinausgehende, Fragen. Genauso begeistert war sie, als ich dem Verein beigetreten bin, in dem sie züchtet.
    Gerade bei einer so seltenen Rasse sollte man doch annehmen, dass sich da vornehmlich Menschen melden, die besonderes Interesse haben. Es wundert mich, dass die Dame da so skeptisch ist.

    Das glaube ich nicht. Generell erhöht Knappheit den Wert bzw. macht es interessanter für Menschen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch beim Markiesje gerne mal Menschen anfragen, die was besonderes wollen, was nicht jeder hat und völlig die Rassebeschreibung ignorieren.

    Vor allem gibt es bei den eher seltenen Rassen auch oft eine große Angst, dass die Rasse zum Modehund wird und Leute irgendwelchen Unsinn damit machen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Frage nach dem IK auch in die Richtung triggern kann.

    Bei menschlichen Lebensmitteln zeigt sich immer mehr, dass hochverarbeitete Lebensmittel sich eher negativ auf die Gesundheit auswirken. Bei den Ernährungsdocs findet man dazu zahlreiche Studien. Und das betrifft auch hochverarbeitete Lebensmittel, die laut Zutaten und Nährwerten OK sind, also nicht nur Sweets und Junk Food.

    Ich frage mich schon: ist das auf Hundeernährung übertragbar? Ist das bei der Lebensspanne eines Hundes überhaupt eine relevante Fragestellung, da "Langzeitfolgen" in menschlichen Dimensionen eh nicht zutage treten? Oder bedingen hochverarbeitetes Trofu und Leckerlies tatsächlich ernährungsbedingte Krankheiten?

    Fakt ist: Trockenfutter ist hochverarbeitet im technischen Sinn, aber das heißt nicht zwangsläufig, dass es ungesund oder "Junkfood" ist. Ein gutes Trockenfutter ist nährstoffdefiniert und vollständig. Bei bedarfsgerechter Fütterung deckt es den Nährstoffbedarf des Hundes zuverlässig.

    Ein zentraler Kritikpunkt bei hochverarbeiteten Lebensmitteln in der Humanernährung ist, dass Menschen davon mehr essen, schneller essen und schlechter gesättigt sind. Dieser Mechanismus greift beim Hund kaum, da er seine Futterration erhält und nicht frei nach Genuss isst.

    Diskutiert werden bei Hunden eher indirekte Effekte wie Energiedichte, frühe Ernährungseinflüsse oder Verarbeitungsfolgen. Dafür gibt es Hinweise, aber keine eindeutige Kausalität. Der wichtigste Faktor bleibt weiterhin Futtermenge, Körperkondition und individuelle Verträglichkeit.

    Der ganze genetische IK ist ja noch gar nicht so greifbar. Aufgrund dessen verpaarungen vorzunehmen, da ist ja immer die Frage. Ich nehme dann doch einfach lieber Hunde bei denen ich weiß wie sie leistungstechnisch und gesundheitlich vererben und setze auf Zuchtwertschätzungen.

    Dazu mal eine Frage: welcher Test wird da für den genetischen IK verwendet, ist das Heterozygotie?

    Wir hatten in den letzten Wochen Kontakt mit mehreren Wasserhund Züchtern, von denen uns zwei unaufgefordert den Heterozygotie Test vorgelegt haben um zu zeigen, wie gut die Elterntiere genetisch aufgestellt sind. Das hat mich etwas irritiert, weil wir sonst immer nur die rechnerischen IK aus dem Stammbaum gesehen hatte (bei denen auch gerne mal die 6./7. Generation abgeschnitten wird, wo die Eltern Geschwister sind :speak_no_evil_monkey: ).

    Das braucht aber nicht nur ein Pudel. Ein Mindestmaß an Beschäftigung und wenns nur Alltagserziehung und hie und da Tricksen sind ist einfach für jeden Hund wichtig. Auch für meinen Chi und Yorkie zB.

    Das hat doch mit anspruchsvollem Pudel nichts zu tun.

    Verdreh doch nicht meine Aussagen. Meine Aussage ist lediglich: für "er sollte jetzt nicht allzu viel brauchen" passen andere Hunde deutlich besser als ein Pudel.

    Soweit ich weiß, muss der Komondor nicht mal auf Ausstellungen diese Dreads haben, s. hier: https://www.kfuh.de/de/aktuelles/k…siegerhunde-291

    Hier handelt es sich um einen "Jugend-Champion". Ich gehe davon aus, dass die Hündin noch sehr jung ist und das Fell sich noch nicht zottelig entwickelt hat bzw. noch nicht entwickeln kann in dem Alter und das noch kommt.

    Ja, guter Punkt. Trotzdem haben die Komondore auf Ausstellungen nicht alle diese Extrem-Zotteln. Ich habe denen mal auf der Messe in Dortmund zugeschaut und die meisten hatten sie sehr gekürzt. Vor allem hingen sie nicht auf dem Boden wie in dem Video. Kann mich gut daran erinnern, weil man diese Extrem-Videos ja immer wieder mal sieht und ich erstaunt war, dass das bei Ausstellungen nicht so extrem ist.

    Er lebt mit uns mit und ist mit langen Spaziergängen und Joggen, ein wenig Tricktraining oder Zielobjektsuche sehr ausgeglichen.

    Und damit machst du eben schon deutlich mehr als gefühlt 99% der Hundehalter, die einfach nur einen netten Begleithund suchen, der nicht so viel Arbeit macht.

    "Anspruchsvolle Beschäftigung" von Begleithunden ist für mich genau das, was du schreibst: Tricktraining, ZOS, oder auch die typischen Beschäftigungen wie Agility, Longieren, etc. Selbst eine vernünftige Erziehung trägt zur Auslastung bei. All das bekommen aber viele Begleithunde gar nicht.

    Unser Pudel kommt aus einer völlig normalen Zucht (also keine Leistungszucht) und war nach Meinung der sehr erfahrenen Züchterin ein anspruchsloser Hund. Er hat eigentlich immer Lust, etwas mit uns zu machen und ist auch für alles zu begeistern. Wenn ich ihn mit anderen Begleithunden aus der Hundeschule vergleiche, sieht man schon einen sehr deutlichen Unterschied in der Arbeitsmotivation.

    Natürlich sind nicht zwangsläufig alle Pudel so. Aber es gibt viele und alleine aufgrund der Tatsache, dass es sie gibt, würde ich jemandem, der sich nicht so viel mit dem Hund beschäftigen will, davon abraten.

    Und würdest du alle Arten der Futterherstellung (kaltgepresst, extrudiert, etc.) über einen Kamm scheren?

    Pauschal betrachtet ist das erst einmal einfach nur Marketing. Ich lasse mich da gerne eines Besseren Belehren, aber meines Wissens nach gibt es keine Studien dazu, die irgendwie belegen, dass kaltgepresstes Trockenfutter mehr Nährstoffe hat oder besser für den Darm ist. Das gleiche gilt auch für gebackenes Trockenfutter. Die tatsächlichen Unterschiede kommen von der Rezeptur, nicht der Herstellungsart.

    Wichtig ist am Ende die Nährstoffbilanz, das Aminosäureprofil und vor allem die individuelle Verträglichkeit.