Beiträge von SophiaF

    Was da jetzt der Unterschied zu "netter Familienhund" ist, erschliesst sich mir jetzt aber auch nicht wirklich.

    Ja, Familienhund ist ja auch ein Zuchtziel. Aber "nette Hunde" ist nichtssagend.

    Jeder Mali sollte nett sein. Jeder Border auch. Nur kommt da dann auch ein "netter" Hund raus, wenn man sie verpaart?

    Zitat

    Ich frage mich, was verkehrt daran sein soll, als einziges Zuchtziel "gesunde Welpen innerhalb des Rassestandards" zu haben.

    Muss immer irgend etwas "verbessert" werden, eine "Leistung" gesteigert werden?

    Ich sehe in keinem der mir genannten Beispiele eine Verbesserung oder Leistungssteigerung. Es geht um die Fokussierung auf bestimmte Rasseeigenschaften und dadurch auch die Gesundhaltung der Rasse, sowie auch als Orientierung für Welpenkäufer.

    Naja, dass man als Züchter anstrebt, gesunde Tiere innerhalb des Rassestandards zu züchten, ist doch eh klar.

    Oder wäre es besser, man formuliert als Zuchtziel "Hunde ohne HD"? Hunde, die wie Rasse XY aussehen?

    Ich meine die Frage auch ernst. Was wäre denn ein gutes Zuchtziel?

    Ich würde bei den allermeisten Rassen erwarten, dass man auch den Charakter anschaut. Das gesundheitliche sollte ja selbstverständlich sein.

    Unsere Pudel-Züchterin hatte z.B. das Ziel, arbeitsfreudige und sportliche Pudel zu züchten. Andere Züchter, die ich kennengelernt habe, züchten besonders gelassene, familienfreundliche Hunde. Eine Lagotto-Züchterin, mit der ich telefoniert hatte, züchtet einen klassischen, italienischen Typ: kleiner, schmächtiger und mit hoher Arbeitsmotivation. Das tut sie auch zusammen mit anderen Züchtern, da entwickelt sich also quasi eine Linie.

    Ob das, was am Ende rauskommt, dem wirklich entspricht, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Verpaarung machen deutlich, dass da nicht nur der örtlich nächste Zuchtrüde ausgesucht wurde, sondern dass eine Idee dahinter ist, wie die Rasse sich entwickeln soll. Einfach nur "nett" ist vermutlich nahezu jeder Hund, der die ZZL bekommt.

    Genau DAS ist ein riesiges Problem. Wer die Linien nicht kennt, wähnt sich einfach bisschen in Sicherheit wenn er die Ahnentafeln anschaut und sieht, ah die letzten 5 Generationen sind nicht verwandt. Dann lässt man die Hunde aufeinander und meint, alles ist okay. Wird ja auch munter Werbung damit gemacht: Wurf xy hat 0.0% COI - haha.

    Bringt aber nichts, wenn man nicht kapiert, was da genetisch passiert ist vor 40 Jahren. Denn darauf beruht die heutige Zucht. Auf dem damaligen Schlammassel.

    Ja, das ist leider auch ein Ergebnis davon, dass viele Züchter kein richtiges Zuchtziel haben. Eine meiner Standard-Frage in Telefonaten mit Züchtern ist immer, was denn eigentlich das Zuchtziel ist. Bei sicherlich 80% der Züchter waren das oberflächliche Formulierungen, die rein gar nichts mit der Rasse zu tun haben. Einer hat mir mal gesagt, dass sie "einfach nette Hunde" züchten wollen.

    Gerade Hobby-Züchter, die alle 1-2 Jahre einen Wurf haben, sind da gefühlt sehr planlos und nehmen dann den Deckrüden, der am meisten Ausstellungen gewonnen hat oder eben den, für den sich auch schon 20 andere Züchter entschieden haben. Muss ja gut sein....

    Ja, und außerdem stapeln sich die Leckerlis im Vorratsschrank, und das meiste (nicht alles) Spielzeug ist nach 30 Sekunden zerlegt. Ich hatte mein Abo genau aus dem von dir genannten Grund gekündigt, aber dann gab es ein "2 für 1" Angebot :see_no_evil_monkey:. Danach ist aber Schluss. Leckerlis müssen wir bis 2027 keine mehr kaufen, und Spielzeug gibt es eh' nur noch von Kong, weil das als einziges Lunas Zähne übersteht.

    Ja, ging mir zwischenzeitlich ähnlich. Die Plüschtiere haben sich gestapelt und vor allem kam dann raus, dass unser Hund kein Geflügel verträgt und ich konnte gut 90% der Leckerli verschenken, weil fast alle mit Huhn waren. :face_with_rolling_eyes:

    Eine Überaschungsbox für Welpen, die ich aber empfehlen kann, war die von Hunter: https://www.wirliebenhunter.de/p/welpen-start…47107887497557/

    Ich habe die kürzlich erst wieder verschenkt. Der Napf darin kostet alleine schon 15 Euro, die Führleine hat auch einen richtig guten Eindruck gemacht. Aber eine wirkliche Überaschungsbox ist das auch nicht - es ist ja sichtbar, was drin ist.

    Falls jemand darüber nachdenkt, die Welpenbox von Fellbox zu kaufen: tut es nicht. Ich habe den Inhalt gestern bei einer Freundin gesehen. Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen, aber das war drin:

    • Trixie Intelligenzspielzeug
    • Dose Christopherus Welpenfutter
    • Plüschtier Hotdog
    • Plüschtier Fledermaus
    • Mini-Tau mit Plüschfrüchten
    • Erinnerungsalbum von Hurrado
    • Christopherus softe Leckerlie
    • Nutri QM Huhn Taler
    • animonda Meat Chunks
    • Kaukäse

    Die Snacks sind alle nicht speziell für Welpen gemacht und auch erstaunlich kurz haltbar (4-5 Monate). Das Buch, das angeblich einen Warenwert von 25 Euro hat, ist von einer Firma, die vergangenes Jahr pleite gegangen ist. Die Plüschtiere und auch das Tau haben Kirmes-Qualität und was soll ein Welpe mit Kaukäse machen?

    Soweit ich weiß ist es wohl auch recht schwierig Allergien in der Zucht komplett auszuschließen oder ? Gibt soweit ich informiert bin noch keine Tets bzgl Genetik und ein Hund kann ja bei den ersten Würfen noch Allergiefrei sein und später trotzdem Allergiker werden. Theoretisch.

    Ja, Gentests gibt es noch nicht. Aber ich glaube, so weit sind wir davon nicht mehr entfernt. Es gibt zumindest bei einzelnen Rassen bereits Gene, die identifiziert wurden. Aber auch das ist nur die Anlage, diverse Mechanismen führen dann dazu, dass es ausbricht oder eben nicht.

    Ich glaube ehrlich gesagt auch, dass wir noch viel zu wenig wissen, wie man Welpen ernähren sollte, um Allergien vorzubeugen oder zumindest zu reduzieren. Es gibt zumindest Studien, die zeigen, dass Welpen, die sehr divers mit gering verarbeiteter Nahrung ernährt wurden (Rohfleisch, Eier, Fisch, Reis, Kartoffeln usw.), weniger häufig Allergien entwickelt haben.

    Ich finde es auch sehr traurig, dass die wenigsten Züchter darauf sehr wenig Augenmerk legen. Ich kenne Züchter, die nur Trockenfutter füttern, weil sie davon überzeugt sind dass es das hygienischste ist und somit das Risiko einer Infektion gering ist. Auch wenn man keine mäkeligen Hunde will, ist das meiner Meinung nach der falsche Ansatz.

    Ich würde gern einen Scent Detection-Kurs machen, Trainer meinte, ich soll mit überlegen, on Touch oder Fixieren also Anzeige gewünscht sei. Er meinte, ich sollen nehmen, was besser bei uns passt. M.E. liegt das Touch Plüschi mehr, oder gibt's einen guten Grund dagegen?

    Abgesehen davon, dass Touch beim Echtgeruch ein Nogo ist, ist man mit dem Touch natürlich auch im Training eingeschränkt. Man kann eigentlich nur Verstecke wählen, an die der Hund irgendwie drankommt. Wenn man trotzdem noch eine sichere Anzeige will, scheidet dann alles über Kopfhöhe aus.

    Ich mache zuhause auch gerne mal anspruchsvollere Suchen: auf dem Schrank, im Schlüsselloch, unter der Matratze... das kann man dann alles nicht machen, weil der Hund keinen Touch machen kann.

    Dieses "dem Hund gehts gut" ist doch komplett am Thema vorbei.

    Fakt ist: der Typ hat sowohl in Worten als auch in Taten gezeigt, dass er eine miserable Einstellung zum Umgang mit Hunden hat. Alleine auf die Idee zu kommen, dass so ein Interview irgendwas ändern würde, finde ich absurd...

    Was mir auch auffällt: es ist scheinbar eine Hündin, aber die reden immer von "er". Bin ich einfach nur komisch, dass ich eine Hündin gendern würde?

    Ich bin Dennis Panthen auch früher mal gefolgt und da hat er fast wöchentlich gegen irgendwen gepöbelt und auch immer wieder die Videos nachträglich entfernt, teilweise auch mit ähnlichen Statements.

    Ich glaube der ist einfach extrem impulsiv, haut sowas raus und realisiert dann bei den Reaktionen darauf, dass das eigentlich gar nicht in seine Content-Strategie passt und dass er gar nicht diese Form von Aufmerksamkeit will. Trotzdem schwach.

    Der Artenspürhunde-Bereich ist für mich noch mal etwas ganz anderes, weil die meisten Hundeführer dort auch sowieso schon eine Verbindung zu dem Bereich haben und teilweise auch erst dadurch in die Spürhundearbeit kommen. Ich glaube, da ist die Motivation schon einmal eine völlig andere.

    Ich war ehrlich gesagt auch enttäuscht, als ich zum ersten Mal ausgebildete und geprüfte Bettwanzenspürhunde bei einem Seminar gesehen habe. Da gab es mindestens zwei, die eine Fehlerquote von 10-20% beim Lineup mit Kong hatten. Unser Pudel, der weder formal ausgebildet, noch geprüft ist, hatte 0% im gleichen Setup.

    Ja, jeder hat mal einen schlechten Tag, aber auch im gesamten Handling hat mich das deutlich weniger überzeugt als das, was ich von engagierten Teams aus dem Hobby-Bereich kenne.