Beiträge von Cave Canem

    Anton12, wie stellt sich deine Schwester denn die Zukunft von Balu vor?

    Sollst du den Hund einigermaßen zurechtbiegen und sie übernimmt dann wieder? Ich würde das zeitnah klären, damit ihr beide am gleichen Strang ziehen könnt.

    So lose Absprachen oder gar keine Gedanken machen und mal so laufen lassen, halte ich für keine gute Ausgangslage. Fakt, es ist ihr Hund und du spielst Feuerwehrmann.

    An deiner Stelle würde ich absolut Gewissheit über die Zukunft von Balu haben wollen, bevor du Gefühle, Zeit und evtl. Geld investierest und sie dann den "erzogenen" Hund zurück haben will.

    Ich gehe auch sehr unbehelligt Gassi. Tutnix-Halter werden entweder vorgewarnt, oder bekommen danach einen Anschiss.

    Liegt aber vielleicht auch an Wilma, die will keinen Ärger. Die Gefährlichere von uns beiden bin eindeutig ich!

    Von Freundinnen und Bekannten höre ich aber doch relativ häufig von unangenehmen Zwischenfällen (selbst- und fremdverschuldet).

    ich finde schon, dass man als Anfänger träumen darf und auch, dass man sich Träume erfüllen darf.

    Wenn man sich wirklich, also wirklich wirklich darauf einlassen kann, dass es ein steiniger Weg werden kann. Und dass einen der Weg vielleicht wo ganz anders hinführen wird, als in seinen Träumen ausgemalt. Und dass die Einschränkungen vielleicht viel größer werden, als man sich in seinen negativsten Träumen ausgemalt hat. Dass die Kosten doch viel höher werden, als in den großzügigsten Kalkulationen, dass das Umfeld doch mehr Respekt vor dem Hund hat, als man sich vorstellen kann.

    Wenn man dann immer noch bereit ist, sich seinen Traum zu erfüllen, warum nicht.

    Mein erster Hund war ein Labrador Mix, beide Eltern bekannt, da kann ja nichts schief gehen. Ich habe mir den Welpen nur nach Optik ausgesucht (Anfänger halt!).

    Groß und gestromt sollte er sein. Das war er auch, aber alles andere war nicht Anfänger geeignet.

    Die ersten Jahre war ein Kampf, wir haben uns durchgebissen, Diego war das Beste, was mir passieren konnte!

    Meinen Traum von einem sehr großen gestromten Hund habe ich mir erfüllt, aber ich bin auch ziemlich hart auf den Boden der Tatsachen geknallt.

    Also auch wenn scheinbar alle äußeren Umstände für die Wunsch- und Traumrasse passen, kann es sehr, sehr steinig werden.

    Das mit dem "wird schon gutgehen", ich habe mir andere Hunde mit ähnlichen Köpfen angeschaut, die keine Listenhunde sind, halte ich für sehr wagemutig.

    Wenn der Hund phänotypisch eigestuft wird, vielleicht von einem OA Mitarbeiter, der keine, oder wenig, Ahnung von Hunderassen hat, ist halt blöd.

    Ich bin auch schon einmal auf der Strasse angehalten und gefragt worden, was mein Hund für eine Rasse ist. Mir war's egal, Wilma ist ordentlich angemeldet mit zwei bestandenen WT, das hätten die überprüfen können.

    Wenn ich einen dubiosen "Mischling" dabei gehabt hätte, wäre das für den Hund vielleicht blöd ausgegangen. Und die gibt es hier in Bayern trotzdem zuhauf.