Beiträge von Cerberus2021

    Nesa8486 wie gesagt: tiefpassfiltern bzw gleitender Durchschnitt - alles andere ist bei Gewichtsmessdaten nicht sonderlich sinnvoll, denn die täglichen Schwankungen sind enorm und dann kommen halt so witzige Artefakte wie die (vermeintliche) Abnahme nach viel Kuchen+Cola und die (vermeintliche) Zunahme nach "magerer Kost" raus...

    Na ja, 63,3 ist ja eben mein neuer Tiefpunkt. :ka: so wenig hatte ich seit ich wieder wiege noch nie auf der Waage. Und das find ich halt witzig und kurios

    Achtung, total off topic: Sorry, da kann die Experimentalphysikerin in mir aber leider nicht ganz die Klappe halten: Mit "tiefpassfiltern" meinte ich nicht, das Minimum zu nehmen, sondern die höherfrequenten Schwankungen rauszurechnen und sich nur die langfristigen Entwicklungen anzuschauen. (Jeweils immer nur das Minimum der letzten 10-14 Tage zu betrachten, kann man aber auch machen - auch damit sieht man langfristige Entwicklungen und bügelt die täglichen Schwankungen weg).

    Aber unterhaltsam sind die Gewichtskapriolen schon, sehe ich genauso - ich hatte heute auch nach einem Wochenende mit sehr opulentem Essen abgenommen, nachdem das Gewicht vorher die ganze Woche trotz Kaloriendefizit stagnierte. Und die Waagengenauigkeit je nach Standort ist ja auch immer wieder spaßig - in meinem schiefen und krummen Altbau-Bad habe ich auch 4 ganz bestimmte Bodenfliesen, auf denen die Waage immer stehen muss, damit die Werte einigermaßen vergleichbar bleiben. :headbash:

    Nesa8486 wie gesagt: tiefpassfiltern bzw gleitender Durchschnitt - alles andere ist bei Gewichtsmessdaten nicht sonderlich sinnvoll, denn die täglichen Schwankungen sind enorm und dann kommen halt so witzige Artefakte wie die (vermeintliche) Abnahme nach viel Kuchen+Cola und die (vermeintliche) Zunahme nach "magerer Kost" raus...

    ( ich weiß, das mit U 1,60 is nicht ernst gemeint :pfeif: Aber die Vorstellung davon dass nurnoch Zwerge auf riesigen Pferden sitzen is lustig. Stellt euch mal so ne kleine Person auf 1,80m oder so vor, lol)

    :zany_face: - genau so komme ich mir jedesmal vor, wenn ich mit Pferd eine Bekannte besuche, bei der ich meinen 1,58m-Zwockel dann im benachbarten S-Dressurstall unterbringen kann. Dann sitze ich große, kräftige 1,73m-Frau auf meinem kleinen Shagyazwerg, und um mich herum schweben die ganzen 1,75m-Dressurelefanten mit winzigen, zierlichen Dressurreiterinnen drauf. Der Shagyazwerg findet diese Wochenenden übrigens genial, er ist dort DIE Attraktion schlechthin ("oh ist der süüüß! Darf der ein Leckerli?"), so viel Aufmerksamkeit bekommt er im bunt gemischten Freizeitstall zu Hause nie. :upside_down_face:

    Ich denke, körperliche Fitness bringt beim Reiten immer was, sowohl dem Reiter als auch dem Pferd. Ich hatte letzten Sommer das absolute Aha-Erlebnis, als ich mal die Zeit und Disziplin hatte, wirklich regelmäßig Yoga zu machen. Wahnsinn, so komplett durchgedehnt und durchgelockert nach dem Yoga sitze ich gleich viel tiefer im Pferd und der läuft auch gleich viel besser!

    Die Gewichtsabnahme (bei mir waren es aber nur gut 10kg) hat sich da bei mir gar nicht so fühlbar bemerkbar gemacht wie die verbesserte Fitness und Beweglichkeit, aber das kann man vielleicht auch nicht so gut trennen. In den Schwangerschaften hat mich (und soweit ich das beurteilen kann, auch mein Pferd) beim Reiten auch gar nicht so sehr das zusätzliche Gewicht gestört, sondern eher das geänderte Körpergefühl und Gleichgewicht.

    Jetzt werde ich gleich vor dem Reiten wohl doch mal wieder die Yoga-Matte ausrollen, da hat dieser Thread meinem inneren Schweinehund den entscheidenden Kick gegeben. :gut:

    Naja, diese 10-15% halte ich schon für sehr tief angesetzt. Mein kräftiger Shagya-Araber wiegt in Jagdpferdekondition 475kg, inkl Klamotten und Sattel komme ich locker über 75kg, das wäre dann ja schon "zuviel". Dabei ist der Shagya ursprünglich mal als Kavalleriepferd gezüchtet worden, um einen österreichisch-ungarischen Offizier samt voller Ausrüstung den ganzen Tag über Stock und Stein zu tragen, und ist vom Gebäude her (Quadratpferd, kurzer Rücken, kräftige Röhrbeine) auch rassetypisch "belastbar" ausgelegt. Mein Zwergi trägt mit seinem Trainingszustand und seinem Körperbau sicherlich auch problemloser einen 80kg-Mann als z.B. die total unbemuskelte 700kg-Friesenstute, die auch bei uns am Stall steht, die mit ihrem langen Rücken, ihrer noch längeren Lende und ihrer dafür ziemlich unterdimensionierten Kruppe halt so gar kein Reitpferde-Gebäude hat.

    Gerade bei kleineren Gebrauchspferderassen, die im Gegensatz zu modernen Sportpferden oft viel "stabiler" gebaut sind und ja meist gezielt auf "Haltbarkeit und Belastbarkeit" gezüchtet wurden, halte ich die 10-15%-Faustregel für überzogen. Beim Militär hat man angeblich früher 20% des Pferdegewichts als Obergrenze für das Reitergewicht angesetzt. Man hat in Island auch mal Belastungstests mit unterschiedlichen Reitergewichten gemacht, und wenn ich mich recht erinnere, merkte man da auch erst bei ziemlich hohen Belastungen (mehr als 25% des Pferdegewichts?) Auswirkungen auf die Gangmechanik und die Pulswerte - auch bei Isländern gibt es ja eine lange und harte Zuchtauslese hin zum ausdauernden, belastbaren Reitpferd für Erwachsene.

    Ist aber auf jeden Fall ein kontroverses Thema - einerseits werden die Mitteleuropäer im Durchschnitt immer übergewichtiger, die wenigsten Freizeitpferde sind richtig gut bemuskelt und trainiert und man sieht teilweise wirklich viel zu schwere Reiter auf armen kleinen Pferdchen. Andererseits scheint das Pendel teilweise auch in eine total überzogene Vorsicht zu kippen und aus lauter Angst vor "Trageerschöpfung" und Co wird noch weniger geritten und noch weniger trainiert, wodurch die Pferde dann noch unfitter sind und noch schlechter mit dem Reitergewicht klarkommen.

    Hast Du die Möglichkeit, mit Pferden Kontakt zu haben? Ich finde, an denen kann man sehr gut körpersprachliches "Wegschicken" üben. Das sind zwar große Tiere, aber eben doch auch grundsätzlich friedliche Pflanzenfresser und Fluchttiere, d.h. vor denen haben die meisten Menschen erstmal nicht so viel Angst. Das macht Dich dann vielleicht auch für potentielle Hundebegegnungen etwas sicherer, wenn Du weißt, wie Du körpersprachlich ein "Schleich Dich!"-Signal rüberbringen kannst.

    Ein Blick ins Gesetzbuch erleichtert die Rechtsfindung:

    BGB § 90a Tiere:

    Tiere sind keine Sachen. Sie werden durch besondere Gesetze geschützt. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

    Ich finde diese Regelung sehr gut und sehe keinen Änderungsbedarf. Nach meiner Ansicht hätte es noch nicht mal den populistischen §90a gebraucht, da wir ja bereits ein Tierschutzgesetz haben, aber jetzt steht's halt für alle nochmal explizit und unmissverständlich im BGB, dass Tiere keine Sachen sind.

    Nesa8486 Nein, bitte bleib und schreib Dir entspannt alles von der Seele, was Dich beschäftigt! Mein Buchtipp war nur als Anregung gedacht, weil das bei Dir so stressig klang, mit dem Extra-Essen, damit das Defizit nicht zu groß wird. Klar "muss" man, wenn man sowieso schon normalgewichtig ist, kein Riesen-Kaloriendefizit einhalten. Es schadet aber eben auch nicht, wenn es doch mal vorkommt, dafür kann man dann wann anders vielleicht auch einfach mal mehr essen.

    Ich verstehe Dich gut mit dem "Zahlenmensch", bei mir läuft neben Yazio jetzt auch noch eine weitere Excel-Tabelle mit, weil mir Yazio ja nicht die Beziehung zwischen dem bisherigen Gesamt-Kaloriendefizit und der Gesamtabnahme (und das dann bitte noch im zeitlichen Verlauf) anzeigt, und ich das aber auch meine, ganz dringend zu benötigen. Da kann ich auch gleich noch den Gewichtsverlauf tiefpassfiltern und damit die kurzfristigen Schwankungen rausrechnen, und spätestens dann hält mich jeder für bekloppt. :headbash:

    Nesa8486 Für Dich als Buchtipp: "Fettlogik überwinden" von Nadja Hermann. Das nimmt Dir vielleicht etwas den Stress mit dem "zu wenig essen" oder "immer mindestens Grundumsatz essen". Das ist kein Diätbuch mit irgendeinem "Programm", sondern versucht, die Mechanismen und biologischen Funktionen der Ernährung und Gewichtszunahme oder -abnahme zu erklären.

    Dass sich mal 1-3 Wochen trotz Kaloriendefizit nix tut am Gewicht und an den Umfängen ist (leider)völlig normal, vor allem wenn Du sehr kohlenhydratlastig gegessen hast, um Dein Kalorienziel zu schaffen. Dadurch lagert der Körper gerne mal viel Wasser ein, und dann tut sich nix auf der Waage und beim Maßband, obwohl man eigentlich Körperfett verloren hat. Auch nach dem Sport hat man gerne mal Wassereinlagerungen in den beanspruchten Muskeln.

    Ich zähle seit Anfang Februar auch mal wieder mit Yazio Kalorien, weil mein Gewicht über den Winter wieder auf 72kg hochgekrochen ist und ich mich mit 3-4kg weniger einfach deutlich wohler fühle. Bisher nehme ich sogar mehr ab, als das reine Kaloriendefizit vermuten ließe, aber das war dann wohl auch Wasser. Aber hey, wenn sie dann so plötzlich verschwinden, sind Wassereinlagerungen schon ein echter Motivationsbooster.