Beiträge von Sammy321

    npnp123 Es läuft gut:bindafür: bei meiner Mama klopft der Kleine an die Gartentür, wenn er sich erleichtern muss. Heute sind wir zuhause geblieben und haben unsere Runden hier gedreht.

    Hab mich gestern noch lange mit einer erfahrenen Bekannten unterhalten und ich neige glaube ich auch etwas dazu, den Welpen zu verhätscheln. Ich hab das Gehen heute einfach mal durchgesetzt, dann lief er auch. Er hat zwar Angst, darf sich auch alles angucken, muss dann aber weitergehen. Und so sind wir 3 kurze Runden gelaufen. Er läuft inzwischen auch lieber mit mir mit,

    als sitzen zu bleiben, wenn ich ein Stück voraus gehe. Ich denke in 2-3 Wochen hat sich das Thema erledigt und er läuft einfach mit, wenn er weiß, dass das alles gar nicht sooo gefährlich ist. An der Stubenreinheit arbeiten wir dann, wenn er sich draußen halbwegs entspannen kann. Aktuell ist für ihn alles viel zu spannend/angsteinflößend...

    Für euch mal ein kleines Update von heute:

    Wir sind direkt heute am Morgen zu meiner Mama gefahren und haben da den Tag verbracht. Waren 3x kurz in den Feldern/Wiesen und da läuft er, als hätte er nie was anderes getan. Es ist aber nicht so sehr ländlich, als das da gar keine Reize wären. Auf Autos reagiert er dort maximal noch mit einem kurzen Kopf heben. Und fremde Menschen sieht er dort auch, aber eben sehr sehr viel dosierter als bei mir.

    Erfreulicherweise fühlt er sich bei Mama so wohl, dass er dort auch schläft, wenn wir ihm seinen Platz mitbringen, also kann er zwischendurch auch zur Ruhe kommen. Das werden wir noch ein paar Tage so machen oder ich packe ihn 3-4 am Tag und fahre mit ihm im Umkreis irgendwohin, damit er sich danach auch immer ausreichend ausruhen kann. Ich denke mittlerweile, dass er diese ganzen neuen Dinge die da auf ihn einprasseln etwas dosierter braucht als bei mir, wo direkt Skateboarder, Fahrradfahrer, Autos und Menschen sind.

    Bei meiner Mama hat er heute auch schon 3 mal den Garten fürs Pipi machen genutzt :hurra:und wieder natürlich über den grünen Klee gelobt. Bis das bei mir klappt, dauert es vermutlich noch 2-4 Wochen, aber das ist auch ok, wir haben uns mit seinem Handtuch arrangiert (das klappt zu 70%).

    Ich hoffe nur, dass er nicht anfängt in der Wohnung einzuhalten, weil wir ihn bei Mama strikt raustragen, er muss nämlich definitiv aktuell noch häufiger, als 3-4 mal am Tag.

    Auf der Wiese haben wir heute auch die erste Hundebegegnung absolviert, die sehr gut verlaufen ist. Der andere dachte sich nur „nehmt mir bitte diese nervigen Zwerg vom Hals.“ Die Besitzerin hatte kürzlich einen Pflegehund aus Rumänien und war total begeistert wie aufgeschlossen und fröhlich er am vierten Tag ist. Sie meinte Angsthund sieht ganz ganz anders aus, den hatte sie nämlich.

    Also Fazit: Ich mute ihm lieber die Autofahrten zu, die macht er nämlich gut und gewöhne ihn langsam an alles, als ihn hier zwanghaft rauszuschleifen, nur damit er nicht in die Wohnung macht. Ich bin selber soo begeistert, wie er auftaut und schätze ihn mittlerweile auch so ein, dass er hier kein dauerhaftes Problem haben wird. Langfristig sind unsere Spaziergänge sowieso im Park geplant, aber da müssen wir eben erstmal hin.

    Ich glaube ich war einfach zu unsicher und hatte zu viel Angst und war einfach auch überfordert mit der Situation, es ist ja doch eine Umstellung. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden :nicken:

    Ich komme ebenfalls aus Bielefeld (habe auch grad einen fast 9 Wochen alten Welpen) habe lange im Tierheim gearbeitet und meine erste Hündin war eine Angsthündin aus Rumänien.

    Aufgrund von Corona fehlt mir leider noch die Trainererlaubnis (weil die Prüfungen derzeit nicht statt finden). Wenn du magst darfst du mich aber kontaktieren.

    Können uns gerne mal treffen und ich kann dir hier auch noch Trainerfreunde empfehlen.

    Das ist ja ein super Angebot, vielen Dank! Werde ich morgen auf jeden Fall machen.

    Danke :smile: dann mach ich das morgen mal an Laptop. Heute bin ich zu geschafft, mir fallen auch schon beinahe die Augen zu :sleep:

    Sorry für das Doppelposting, ich hab das mit dem Löschen noch nicht ganz raus.

    Das ein Hund in einer Wohnung nicht durchgehend bellend kann, ist glaube ich selbstverständlich. Hier sehe ich aber auch nicht das größte Problem, das ist denke ich eine Erziehungssache, die am Ende zu schaffen ist.

    Und ja, wir müssen im Auto zu Mama, da führt kein Weg dran vorbei, aber im Auto ist er echt entspannt :ka:

    Die Idee war auch wirklich gut, der Kleine ist durch den Garten gehüpft wie ein junges Reh. Die nächsten Tage werden wir nun erstmal hier verbringen und die Bindung stärken und bei mir nur noch zu Uhrzeiten rausgehen, an denen es halbwegs ruhig ist. Vielleicht schafft er es dann in ein paar Tagen 5 Minuten mitzulaufen. Bei meiner Mama ist es auch außerhalb sehr ruhig, da werden wir erstmal kurze Spaziergänge unternehmen, bis er merkt, dass das eigentlich eine total tolle Sache ist.

    Gemacht hat er leider nicht, aber man hat ihm auch angemerkt, dass das toben genug für ihn war. Zuhause ist er dann tatsächlich vom Auto zur Haustür gelaufen und hat auf dem Weg noch an einer Frau geschnüffelt (fand sie glücklicherweise ok). Jetzt liegt er hier selig und schläft.

    Eine Hundetrainerin hab ich auch kontaktiert, die findet sein Verhalten erstmal völlig normal und sieht da noch keinen Grund, dass er nicht fähig sein wird in der Stadt zu wohnen. Sie wird ihn sich aber auch persönlich noch anschauen und mir zeigen, wie ich draußen richtig reagiere. Sie hat uns aber auch geraten ihn lieber ins Auto zu packen, wenn er das gut verträgt und ihn erstmal rauszubringen an Orten wo es ruhig ist, damit erstmal der Vorwärtsgang installiert wird.

    Wir werden das aber dennoch kritisch beobachten, weil am Ende muss es für ihn passen und nicht für mich.

    Wir werden gleich gemeinsam zu meiner Mama fahren. Dort kriegt er dann auch sein Futter, danach muss er wenigstens. Und dann setzten wir uns einfach in den Garten. Und ich kann vielleicht mal eine halbe Stunde baden :nicken: meine Mama kennt er ja bereits und lässt sich auch bereitwillig von ihr kraulen. Zeit habe ich Gott sei Dank ohne Ende. Noch sind ja Semesterferien.

    Und ich rufe von dort mal einen Trainer an und hoffe schnellstmöglich einen Termin zu bekommen.

    Ich finde es gut, dass du selber so ehrlich reflektierst und wünsche dir, dass du die für euch beide tragbare Entscheidung triffst. Allerdings...ich würde das nicht übers Knie brechen und dem Ganzen noch einige Tage geben. Vielleicht suchst du dir für die nächsten Tage emotionale Unterstützung? Freunde? Familie?

    Dem kann ich nur zustimmen. Genieß die Sachen die gut klappen und gib ihm die Zeit, die er braucht. Reflektiere dich ehrlich und überlege ob du der Situation gewachsen bist. Und ganz wichtig: Hol dir Hilfe vor Ort. Ein Internetforum kann dich zwar an der ein oder anderen Stelle unterstützen, aber es hilft ungemein, wenn man einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort hat.

    Sammy321 Aus welcher Großstadt kommst du, wenn ich fragen darf?

    Meine Mutter hat angeboten ihn tagsüber stundenweise zu sich zu nehmen. Da ist ein ruhiger, ausbruchsicherer Garten in ländlicher Gegend vorhanden. Da könnte er sich zumindest an das draußen sein selber gewöhnen und der stubenreinheit ist das sicher auch zuträglich. Ich kann ihn eben nicht packen und mal fix auf eine ruhige Wiese setzen. Aber auch das würde ich gerne vorher mit einem Trainer besprechen, weil ich auch hier überfragt bin, ob ihm das hin und her zu viel Stress bereitet.

    Für mich wäre das natürlich eine riesige Entlastung. Die Wohnung sieht inzwischen aus wie ein Schlachtfeld, saugen geht natürlich nicht und jedes Klappergeräusch ist die Hölle. Er bellt dann eben leider auch extrem, wenn ihm etwas unangenehm ist, was im Mehrfamilienhaus per se schwierig ist.

    Einen Trainer werden wir wie gesagt auf jeden Fall hinzuziehen. Meine Mutter vertritt da sehr strikt die Einstellung wer A sagt muss auch B sagen und er kommt erstmal nicht weg, bis wir das noch versucht haben und ihn professionell einschätzen lassen können. Ich komme aus Bielefeld.

    Ich bin auf jeden Fall über jeden Tipp sehr dankbar und nehme auch die Stimmen ernst, die mir zur Abgabe raten. Das ist hart zu hören, aber nachvollziehbar. Mir tut es einfach gut mir das von der Seele zu schreiben. Es ist für mich eine wahnsinnige Umstellung gefühlt gar keinen „normalen“ Alltag mehr zu haben. Gerade scheint auch alles für mich wie kochen, duschen, einkaufen oder auch nur mal fix zum Bäcker gehen furchtbar kompliziert geworden zu sein.

    Das ist absolut richtig, da ist die denkbar ungünstigste Konstellation zusammengekommen, dass muss man einfach ehrlich zugeben. Ich kann nur immer wieder sagen, dass ich damit überhaupt nicht gerechnet habe.

    Eine meiner Freundinnen hat ihren Welpen (vom Züchter) eine Woche vorher bekommen und bei denen ist wirklich alles anders. Wie gesagt, ich gebe dem Hund da absolut nicht die Schuld. Und natürlich war das auch genau meine Vorstellung, wie so ein Zusammenleben aussieht. Ich hätte mich auch wirklich gefreut, wenn die Dame vom Tierschutz, die die Vorkontrolle durchgeführt hat, mich darauf hingewiesen hätte, dass sowas in diesem Umfeld passieren kann. Dann hätte ich direkt gesagt, dass ich das für den Hund nicht möchte und auch für mich nicht, da mir da einfach als Ersthundebesitzer die Erfahrung und Sicherheit fehlt.

    Auf andere Hunde draußen reagiert er mit verkriechen, auch da pure Panik. Wir hatten überlegt ihn mit dem Welpen meiner Freundin draußen zusammenzusetzen, der ist allerdings schon recht stürmisch, wenn er da eine blöde Erfahrung macht, dann wäre das auch nicht optimal, deshalb hab ich davon bisher abgesehen. Wäre aber theoretisch möglich.

    Ich hab das Thema nochmal mit meiner Mutter besprochen und wir werden einen Trainer kontaktieren, der sich das mal anschauen soll und dann auch eine realistische Einschätzung geben kann, ob das funktionieren kann. Und wenn er sagt ja, dann müssen wir vor allem an mir arbeiten wie ich draußen mit ihm umgehe.

    Mir tut der Hund auch furchtbar leid, weil mir klar ist, dass er bemerkt, dass ich unruhig bin. Ich hoffe aber, dass hier allen klar ist, dass ich nur das Beste für den kleinen Kerl möchte. Wie auch immer diese Lösung aussieht. Ansonsten würde ich mir die Mühe nicht machen hier zu schreiben.