Beiträge von Collienase

    Und das Gen ist nicht ganz ungefährlich, weil das ee Gen alle anderen Farben maskiert ( überdeckt ), der Rüde ist eigentlich sable oder tricolor, es gibt ee Red in der Zucht die sicher Trico sind. Leider verdeckt das ee Gen auch Merle und das ist das eigentliche Problem an der Sache, man erkennt einen Merle Hund optisch nicht wenn er ee Red ist.

    Nunja, das Thema hat man beim Border Collie auch. Dafür gibts ja heutzutage genug Tests, die man nutzen kann.

    Leute nun aber mal halblang, das ee Gen ist beim Collie vor ich meine 15-20 Jahren zum erstenmal aufgetaucht. Das heißt der Farmcollie, der es vermutlich war, den da mal jemand untergejubelt hat, ist noch viel länger her. Denn das Gen musste sich ja erstmal verbreiten, weil es ja nur zum Tragen kommt, wenn es beide Eltern vererben. Kann man also davon aus gehen, das das vermutlich 30 Jahre und länger her ist. Seid dem sind das reine Collieverpaarungen, der Hund kann also unmöglich wie ein Border Collie aussehen

    Für mich bezog sich die Diskussion auf das wenn man aktuell einkreuzen würde...da hätte man sicher den einen oder anderen untypischen Hund.

    Wenn einem bewußt ist, das die Hunde nicht sable sondern ee Red sind hast du absolut recht, nur hat sich das wohl noch nicht überall rum gesprochen.

    Die Diskussion bezog sich gerade auf den Rüden aus der Anzeige, der wurde als Border bezeichnet.

    Wenn man das aktuell machen würde, kämen da sicherlich untypische Hunde raus, wobei es Border gibt, nicht so sehr weit weg sind vom Collie, ganz so schlimm würde das nicht sein. In den USA wird das ja gemacht, die Zucht von Farmcollies, die sehen etwas gröber aus als unsere spitznasigen Briten und haben meist Stehohren aber sind ansonsten als Collies zu erkennen. Und im schlimmsten Fall sehen die gekreuzten Collies wie zu den Anfängen des Collies aus, gibt da ja mittlerweile einige Fotos im Archiv zu. Fände ich jetzt weniger schlimm, als so manche Übertypisierung die man sich aktuell so anschauen kann.

    Seh ich auch so. Und es gab doch sogar mal black bi Collies oder irre ich mich?

    Das Problem ist halt: SO bringt das der Rasse nix.

    Das ganze muss dokumentiert, breit untersucht, kontrolliert und gesteuert passieren, dann muss die Nachzucht in die Zucht und es muss genug geben, die "mitmachen".

    Und genug Käufer, die in den ersten Generationen halt auch mal einen untypischeren Collie (auch in Sachen Wesen) nehmen würden, denn egal was man einkreuzt, wird man erstmal Überraschungseier haben.

    Das war auch nicht gedacht um die Rasse zu "verbessern" ich denke das ist passiert als ein Hund nach Phänotypisierung zur Zucht zugelassen wurde ( das ist auch heute noch im Club möglich ) und dieser Hund war ein Farmcollie, hatte also irgendwo einen Border in den Ahnen. Das muss nicht mal wissentlich passiert sein. Vermutlich haben die, die den Hund zu Zucht zugelassen haben, wirklich geglaubt das das ein reinrassiger Collie ist und die die ihn begutachtet haben, haben das auch geglaubt, er sah vermutlich auch so aus.

    Leute nun aber mal halblang, das ee Gen ist beim Collie vor ich meine 15-20 Jahren zum erstenmal aufgetaucht. Das heißt der Farmcollie, der es vermutlich war, den da mal jemand untergejubelt hat, ist noch viel länger her. Denn das Gen musste sich ja erstmal verbreiten, weil es ja nur zum Tragen kommt, wenn es beide Eltern vererben. Kann man also davon aus gehen, das das vermutlich 30 Jahre und länger her ist. Seid dem sind das reine Collieverpaarungen, der Hund kann also unmöglich wie ein Border Collie aussehen :winking_face:

    Der sieht etwas komisch aus, weil er Schlappohren hat und es steht dabei das er ee Red ist.

    Und das Gen ist nicht ganz ungefährlich, weil das ee Gen alle anderen Farben maskiert ( überdeckt ), der Rüde ist eigentlich sable oder tricolor, es gibt ee Red in der Zucht die sicher Trico sind. Leider verdeckt das ee Gen auch Merle und das ist das eigentliche Problem an der Sache, man erkennt einen Merle Hund optisch nicht wenn er ee Red ist.

    Ich verstehe es so, dass LH und KH zusammenzuwerfen nur logisch ist und keine Probleme bereitet, mehr Auswahl bietet - aber nicht das große Ganze "löst", da das Ahnenverlustsproblem bereits viel früher in der Entstehung der Rasse angesiedelt ist.

    Das kann eigentlich nur mit Fremdeinkreuzungen passieren, die länderübergreifend gut geplant und umgesetzt werden müssen auf einer ausreichend breiten Basis. Da haben wir finde ich schon einige Optionen. Ich weiß nicht wie die anderen Rassen im CfBH dastehen, da bin ich nicht drin. Aber am naheliegendsten wären für mich diese Rassen.

    Irgendwo hab ich mal gelesen, dass sinnvolle Einkreuzungen im Idealfall mit untersuchten Multimischlingen oder Pariahunden stattfinden sollten, ich finde das aber nicht mehr und bekomme die ganze Story auch nicht mehr hin.

    Joa, man darf noch träumen.

    So sieht es aus. Wenn der KHC hinten auch so eng verwandt ist, bringt das Einkreuzen nur etwas Luft ( wobei das besser ist als nichts )

    Multimischlinge findest du heute kaum noch, es sei denn im Süden auf der Straße und da weißt du dann gar nicht was an Krankheiten drin steckt, denn auch die sind ja nicht mehr wirklich gesund und so Sachen wie Epilepsie taucht leider auch bei Straßenhunden aus dem Süden auf. Von Pariahunden würde ich auch die Finger lassen, hier laufen ein paar von den Nachfolgern rum - danke nein das Wesen passt so gar nicht zum Collie.

    Und ganz ehrlich ich kann mir nicht vorstellen, das unsere Züchter bereit wären einen Straßenhund oder einen Pariahund ein zu kreuzen. Am ehesten sind wohl Sheltie und Border Collie möglich, wobei letzterer in der Dissidenz wohl schon mal eingekreutzt wurde :smiling_face_with_halo:, denn irgendwo kommt das ee red Gen ja her, das mittlerweile so verbreitet ist :winking_face:

    Eine andere Möglichkeit gebe es auch noch :D Man nimmt Dissidenzdeckrüden, solche die kaum VDH Ahnen haben ( dürfte dann ähnlich sein, wie bei den KHC ) und der Sheltie wäre auch eine Möglichkeit, den Genpool zu erweitern, ohne all zu viel "Verlust" an der Optik. Da gibt es ja immer wieder Rüden die oberhalb der Größe liegen und für kleine Colliehündinnen in Frage kämen.

    Möglichkeiten gäbe es einige, nur die Mehrheit der Züchter sieht da ja keine Notwendigkeit für.

    auch da nicht, denn ein collie ist ein collie ist ein collie

    khc mit lhc zu verpaaren ist im sinne der genetischen vielfalt augenwischerei

    Da möchte ich nochmal das hier von corrier hervorholen. Am ende des Tages bringt es doch garnichts LHC und KHC zu verpaaren, wenn ich das richtig verstehe?

    Solange man das wirklich auf die Briten bei den KHC beschränkt, bei den Amis ist ohnehin KHC mit LHC gemischt. Man müsste nicht ewig wieder auf die Optik selektieren, wie das nötig wäre, wenn man eine ganz fremde Rasse einkreuzt, z.b. den Aussie.

    Wie weit nach hinten die allerdings doch verwandt sind weiß ich nicht, so sehr lange sind die Züchtbücher noch nicht getrennt. Vielleicht müsste man KHC nicht aus dem VDH nehmen, sondern von woanders her.

    Die krasseste Lösung wäre natürlich komplett fremd ein zu kreuzen, nur das ist mit sehr viel züchterischem Aufwand verbunden, wenn man da was komplett Artfremdes einkreuzt, schon allein um die Optik wieder "her zu stellen"

    Mit der Variante KHC wäre zumindest etwas Luft geschaffen. Aber eine Totallösung ist das vermutlich nicht, aber vielleicht eine mit der die Züchter im Notfall leben könnten, ich befürchte nämlich das die mit total fremd einkreuzen so ihre Probleme haben, wenn die schon mit etwas zu viel Weiß ein Problem haben. :winking_face:

    Der Ahnenverlust liegt bei Kasper bei 90,48 entlang der 6 angezeigten Generationen. Das heißt, er müsste 126 verschiedene Vorfahren haben. Er hat aber nur noch 13 (!). Das ist schon sehr krass.

    Den Inzuchtkoeffizienten kann ich dir mit eigenen Worten nur schlecht erklären. Der liegt bei Kasper bei 6 Generationen bei 1,44%, bei Pablo liegt er bei der gleichen Generationenzahl bei 0,63%

    Hmm, dass kann aber irgendwie nicht sein….ich habe gerade mal durchgezählt…1 Rüde kommt dreimal in seinen Ahnen vor, und 2 andere Hunde jeweils doppelt….alle anderen 119 nur einmal

    Das Program rechnet glaube ich anders herum, kann es sein das da 90% anderswo 10% sind ? Seine Mutter hat zweimal den selben Großvater und über 4 Generationen einen AVK von 90% und über 6 Generationen dann nur noch 74%, eigentlich müsste der ja größer werden nach hinten ?

    Das ist ja das Problem das z.B. auch Laboklin angeprangert hat, das in absehbarer Zeit die Hunde alle so verwandt sind, das die Rasse eigentlich tot ist. Von daher wäre ein öffnen der Zuchtbücher dringen nötig, gerade weil in Europa der KHC mit dem LHC weniger verwandt ist. Da ein paar ausgesuchte KHC Rüden in die Langhaarzucht und man könnte da einiges wieder weg machen. Und auch züchterisch kaum ein Problem, da Langhaarige kein Kurzhaargen tragen, wären die langhaarigen aus solchen Würfen reine LHC und das KHC Gen ganz schnell wieder draussen aus der Zucht., wenn man es denn wollte.