Google behauptet Amerikanische Dackel wären wie normale Dackel, nur bunter, kürzer im Rücken und mit weniger Jagdtrieb.
Ernsthaft? Ich verstehe nicht warum man sich für ne Ami Variante entscheiden sollte. Davon abgesehen dass die in der Regel keine seriöse Zuchtbasis haben ( oder die Regularien die solche Vereine im Vergleich zum VDH stellen ein Witz sind ), vermurksen viele Ami Züchtungen bzw die Amis gewisse Rassen.
Beispiel Zwergschnauzer:
Das Original wird zwar schlechter vom Fell, is aber nicht so explodierte Sofakissen wie die Amis. Das deutsche Original hat nen funktionalen, fitten Körperbau, sollte in der Lage sein ne Ausdauerprüfung mühelos zu bestehen, ist unterm Schnitt recht Wesensfest und der für die Rasse zuständige Verein schreibt nunmal Untersuchungen auf Krankheiten oder Gendefekte vor, deren Existenz Nicht-FCI Angehörige Vereine nichtmal zu kennen scheinen.
Die Ami-Variante wird teils absurd Mini gezüchtet ( gut, das hält sich zumindest im Deutschen Raum noch im Rahmen ), wird immer plüschiger, vor allem immer bunter und es gibt nichtmal nen vernünftigen Schutz für die Mutterhündin in den Vereins-Regularien.
Anderes Beispiel- Bei vielen Rassen hat man das Problem dass die Gesundheit im amerikanischen Raum schlechter da steht als im Deutschen. Bspw beim Dalmatiner ist in den USA laut Zahlen circa jeder 3. bis 4. Hund der Rasse von Taubheit betroffen, in Deutschland beläuft sich das auf ne einstellige Prozentzahl.
Ein anderer Punkt kann auch das Wesen sein, das ist teilweise bei Amerikanischen Hunden auch nicht so pralle. Beim Irish Terrier bspw gibts genug Leute die dazu raten drauf zu achten dass kein Ami in der Ahnentafel steht, weil diese ne gute Portion unverträglicher sein sollen.
Also kurzum - Wenn etwas als Ami xy bezeichnet wird, ist es oftmals alles Andere als positiv. Wobei ich mich bei meinen Beispielen primär ans 1. halten würde weils dem am nächsten kommt.
Der Unterschied ist allerdings- die Rasse in meinem Beispiel steht hinsichtlich Problemen mit dem Bewegungsapperat recht gut da. Der Dackel hat dahingehend schon so massive Probleme dass er als Qualzucht gilt, und ja ist es natürlich praktisch wenn man auf längere Beine und kürzeren Rücken achtet... Aber das is ja nicht das alleinige Qualitätsmerkmal für Gesundheit. Das Ziel sollte sein innerhalb eines offiziellen Verbandes eine Zucht zu finden die dahingehend noch ne Schippe mehr Wert auf Gesundheit legt. Das ist weitaus zielführender als nach irgendwelchen "Züchtern" außerhalb seriösen Verbandes zu schauen die einfach nur bequem anders züchten wollen. Vielleicht hast du Glück und der Hund ist etwas kürzer vom Rücken. Dafür ist das Hauptmerkmal aber vielleicht die Farbe gewesen, die restliche Gesundheit ging am Allerwertesten vorbei und die Mutterhündin wird gnadenlos ausgebeutet. Das lässt sich aus Leihensicht nicht mal ebenso überprüfen. In nem vernünftigen Verband hingegen...
Da gibt es Leute die überprüfen genau das, und wenn sich jemand nicht dran hält gibt es Strafen. Die Hündin muss ein Mindestalter erreicht haben bevor sie gedeckt werden darf, darf dann nur eine maximal festgelegte Zahl an Würfen bekommen und das nur bis zu ihrem spätestens 8. Lebensjahr, mit vorgeschriebener Pause von mindestens einem Jahr zwischen den Würfen. Es werden Untersuchungen festgelegt, die teilweise speziell geschulte Tierärzte durchführen müssen, die Züchter werden geschult hinsichtlich grundlegender Dinge für die Zucht, die Elterntiere werden sorgfältig ausgewählt, müssen vorher erstmal zur Zucht zugelassen werden, und es kommt jemand vorbei um sich auch die Welpen nochmal anzuschauen. Das is so viel mehr an Sicherheit die man eben nicht hat wenn man auf "Ami-xy" oder irgendwelche Farbzuchten reinfällt.
Ist dir das ein Ami-Teckel echt wert ? Was lässt dich gegen einen deutschen Dackel sträuben ? Echt nur wegen der Farbe ?