Beiträge von snik_mara

    Jaa, das Gekläffe, wenn Mara drüber ist, find ich auch furchtbar anstrengend. Und ich bin leider auch immer noch nicht soweit, dass es mir egal ist, was andere darüber denken. Und denke ganz oft, wenn Leute uns in solchen Situationen sehen, müssen sie denken, ich hab dem Hund noch nie irgendwas beigebracht.

    Gerade liegt sie neben mir auf dem Sofa und schnarcht. Das kann sie auch gut. Süß schnarchen.

    Ja, die Konzentration auf das, was gut klappt, hilft an guten und normalen Tagen auch, das stimmt.

    Bei uns kommen grad auch noch die ganzen gesundheitlichen Themen mit dazu. Und irgendwie gibt es dann noch die Zweifel daran, wie es Mara eigentlich insgesamt so geht - ich frag mich manchmal, ob ihr das nicht fehlt, mal ausgelassen zu spielen zum Beispiel. Kann sie nich. Die kippt sofort in dummes Verhalten und stresst sich hoch. Und dann bekommt man von Leuten im Umfeld die Rückmeldung, man soll nicht übertreiben und sie einfach mal lassen.

    Und, kennt ihr das, wenn man einen Hund hat, der auf alles mögliche reagiert bzw. ALLES wahrnimmt, dass man dann halt auch einfach ALLES wahrnimmt? Das find ich auch so anstrengend. Ich krieg jeden Kleinkram draußen mit, andere Leute sind immer ganz verwundert, weil ich immer mitdenken muss ob ich den Hund durch die Situation anleiten muss (die Antwort ist meistens ja).

    Aber ja, es gibt auch gutes. Sie kann voll gut Scent Detection inzwischen. Und sie kann süß gucken und ist verkuschelt. Und sie hat ein sehr gutes Gleichgewicht, sagt die Physiotherapeutin. Das können die entspannt rumliegenden Hunde bestimmt alles nicht. So.

    Kennt ihr diese Tage, wo man die ganzen Fortschritte, die man gemacht hat, gar nicht sehen kann, und es total schwer ist, den Hund so zu akzeptieren, wie er nunmal ist?

    Ich weiß ja, wie viel im Vergleich zu früher schon geht, und ich weiß ja auch, warum viele Dinge nicht gehen. Und Leute um mich herum finden sogar oft, dass Mara total unauffällig mitläuft, weil sie nicht mitbekommen, was da an Management dahintersteckt.

    Aber es gibt so Momente, wo ich es unfassbar schwer finde, das alles ok zu finden. Wenn ich Menschen mit Hunden miterlebe, die einfach mal dabei sein können, ohne Management, ohne, dass es Training ist, ohne, dass sie austicken weil zu viele Reize. Ohne dauernd irgendwas regulieren zu müssen. Einfach mal mit dem Hund irgendwo sein und nicht permanent ein Auge drauf haben müssen. Wenigstens im eigenen Zuhause. So Hunde, die sich einfach irgendwo hinlegen, und nicht ne Leine, ein bestimmtes Halstuch, diese eine bestimmte Decke, immer den gleichen Ort und Ablauf, speziell gebackene Kekse und tausendmillionen Jahre Training dafür brauchen. Ich bin da manchmal soooo neidisch drauf. Und richtig traurig, dass uns so viele entspannte und schöne Momente nicht möglich sind.

    Sagt mal, an die, die Fetthenne im Garten haben: Ist das normal, dass die so super minimalistisch verwurzelt sind? Wenn ich bei meiner bisschen blöd dran komme, reißt es total oft einfach den Stengel komplett ab. Ist das deren Stil, oder ist meine komisch?