Ich würde halt gerne einfach besser verstehen, was in dem Moment genau in seinem Kopf vorgeht. Also, dass es ihn stresst, ist klar. Aber hat er Angst? Ist er genervt? Ist es einfach Frust, weil er nicht bekommt, was er will? Glaubt er, man will ihm etwas Böses? Manchmal frage ich mich schon, wie so sein innerer Monolog den ganzen Tag aussieht bzw. was er jeweils mit seinem Bellen/Jaulen mitteilen will. Ist es ein Hilferuf à la "Lasst mich alle in Ruhe"? Aber wieso macht er es dann auch seinem Spielzeug gegenüber?
Ich denke, das (von mir fett markierte) ist die relevante Erkenntnis. Der Hund hat eine klare Verknüpfung mit der Leine, die aktuell dafür sorgt, dass starker Stress ausgelöst wird. Der Rest ist teilweise vermenschlicht, teilweise reine Spekulation und allgemein mMn nicht so wichtig und/oder hilfreich.
Wenn Geschirr anziehen ein riesen Stress ist, Geschirr tragen aber nicht, wäre es eine Überlegung, das Geschirr erstmal einfach dran zu lassen?
Und dann einen Mix aus Schönfüttern und "einfach durch, ohne größeres Tamtam". Eventuell mit 2 verschiedenen Leinen.
Eine Leine irgendwo platzieren, sichtbar. In die Nähe eine Box mit Leckerlis. Und nebenbei im Alltag immer mal von der Leine aus Leckerlis fliegen lassen. Eins zur Zeit, mehr nicht. Irgendwann streifst du die Leine mit der einen Hand, während mit der anderen das Leckerli wirfst. Wenn das klappt, nimmst du beim Werfen die Leine in die Hand. Das einfach Nebenbei. Aber ohne weitere Ansprache, ohne Kommando, nicht 10x hintereinander. Sondern wirklich nur nebenbei. Wenn er das Leckerli nicht frisst in dem Moment, würde ich das auch nicht kommentieren, sondern einfach den Alltag weitermachen.
Zum Gassigehen eine andere Leine. Da Festmachen und Losgehen. Wenn möglich in Bewegung bleiben (außer, er selbst fährt runter und will Schnüffeln natürlich).
Und sonst einfach möglichst wenig Stress. Nach ein paar Wochen müsste man dann gucken, wo man steht. Der aktuelle Stress muss sich ja erstmal irgendwie abbauen können.