Beiträge von Caissa

    Ich würde halt gerne einfach besser verstehen, was in dem Moment genau in seinem Kopf vorgeht. Also, dass es ihn stresst, ist klar. Aber hat er Angst? Ist er genervt? Ist es einfach Frust, weil er nicht bekommt, was er will? Glaubt er, man will ihm etwas Böses? Manchmal frage ich mich schon, wie so sein innerer Monolog den ganzen Tag aussieht bzw. was er jeweils mit seinem Bellen/Jaulen mitteilen will. Ist es ein Hilferuf à la "Lasst mich alle in Ruhe"? Aber wieso macht er es dann auch seinem Spielzeug gegenüber?

    Ich denke, das (von mir fett markierte) ist die relevante Erkenntnis. Der Hund hat eine klare Verknüpfung mit der Leine, die aktuell dafür sorgt, dass starker Stress ausgelöst wird. Der Rest ist teilweise vermenschlicht, teilweise reine Spekulation und allgemein mMn nicht so wichtig und/oder hilfreich.


    Wenn Geschirr anziehen ein riesen Stress ist, Geschirr tragen aber nicht, wäre es eine Überlegung, das Geschirr erstmal einfach dran zu lassen?
    Und dann einen Mix aus Schönfüttern und "einfach durch, ohne größeres Tamtam". Eventuell mit 2 verschiedenen Leinen.
    Eine Leine irgendwo platzieren, sichtbar. In die Nähe eine Box mit Leckerlis. Und nebenbei im Alltag immer mal von der Leine aus Leckerlis fliegen lassen. Eins zur Zeit, mehr nicht. Irgendwann streifst du die Leine mit der einen Hand, während mit der anderen das Leckerli wirfst. Wenn das klappt, nimmst du beim Werfen die Leine in die Hand. Das einfach Nebenbei. Aber ohne weitere Ansprache, ohne Kommando, nicht 10x hintereinander. Sondern wirklich nur nebenbei. Wenn er das Leckerli nicht frisst in dem Moment, würde ich das auch nicht kommentieren, sondern einfach den Alltag weitermachen.
    Zum Gassigehen eine andere Leine. Da Festmachen und Losgehen. Wenn möglich in Bewegung bleiben (außer, er selbst fährt runter und will Schnüffeln natürlich).
    Und sonst einfach möglichst wenig Stress. Nach ein paar Wochen müsste man dann gucken, wo man steht. Der aktuelle Stress muss sich ja erstmal irgendwie abbauen können.

    Vielen Dank für alle Kleeblätter und gedrückten Daumen und Pfoten! Ihr seid wirklich toll!!

    Heute gab es erstmal Entwarnung. Blutbild und Ultraschall waren unauffällig. Es ist vermutlich eine hormonelle Störung. Aber sie kriegt vorbeugend Entzündungshemmer, damit sich auch gar nicht erst was entwickelt, und wir haben Freitag einen Termin für einen erneuten Check Up.

    Baby heißt hier keiner. Aber Balu ist schon seit Jahren 'der Opa'. Bestimmt schon seit er 5 oder 6 ist. Obwohl das weder vom Alter noch aus anderen Gründen (kein Nachwuchs) gepasst hat. Aber für mich ist 'Opa' da einfach sein Geisteszustand und seine Rolle in unserem Sozialverband: Er ist eher gemütlich, liest gerne lange Zeitung, das Jungspund-Verhalten versteht er nicht (was soll so ein Gehampel?) und überhaupt, diese ganze Aufregung die heutzutage wegen irgendwelchen Dingen entsteht, also früher war das nicht so :klugscheisser:

    Ich stelle mir vor, mit Baby ist es genauso. Das bezeichnet nicht das tatsächliche Alter, sondern entweder den Typ oder die Rolle, die der Hund einnimmt.

    Ich bin auch überhaupt kein Fan von VB, aber solche Ferndiagnosen müssen finde ich auch nicht sein.

    sie hat mit sicherheit ein aufmerksamkeitsdefizit syndrom... ads ohne das h für hyperaktiv.

    Zumal ich den Zusammenhang auch gar nicht verstehe. AD(H)S hat nichts damit zu tun, dass man gerne Aufmerksamkeit von anderen Menschen haben möchte. Oder mit unfreundlichem/empathielosem Verhalten.

    Begegnung gestern auf einem Feldweg. Vor uns biegt eine Frau mit größerem Wuschelhund um die Ecke. Reika findet den irgendwie total doof und reagiert gleich stark (spannt sich an, will fixieren). Kurz vorm Aufeinandertreffen merke ich fängt Reika an zu bellen. Noch löst sie nicht richtig aus, aber Bellen ist natürlich auch schon blöd. Damit sie nicht eskaliert sage ich der HH "Moment, ich gehe nochmal kurz zurück, sie braucht doch mehr Abstand". Drehe um, gehe ein paar Meter, um Reika aus dem Tunnel zu holen. Dort stellen wir uns weiter an die Seite.

    Die HH war total nett. Hat kurz gewartet. Dann noch total freundlich gefragt, ob sie vorbeigehen soll oder noch weiter warten soll. Sie konnte vorbei, ist mit ihrem abgewandten Hund zügig vorbei. Ich habe mich, nachdem sie vorbei war, noch entschuldigt und bedankt. Sie nur: "Kein Problem, schönen Abend" mit freundlichem Lächeln.

    Eigentlich war die Situation doof, aber durch ihre freundliche und zuvorkommende Art war es dann doch irgendwie eine nette Begegnung :nicken:

    Aversiv ist ja nicht gleich aversiv.

    Bei aversiven Methoden, die ich für grundsätzlich vertretbar halte, die ich aber bei meinen Hunden nicht anwenden möchte, würde ich einfach nur aufhören, diese HuSchu zu besuchen. Und sie nicht (oder nur eingeschränkt) weiterempfehlen.

    Bei aversiven Methoden, die ich grundsätzlich für falsch halte, die aber nicht verboten sind, würde ich die Methode kritisch ansprechen. Ich würde der HuSchu sagen, dass diese Methoden der Grund sind, warum ich mir eine andere HuSchu suche und dass ich sie nicht empfehlen werde. Sachlich, aber klar. Wahrscheinlich ändert die HuSchu ihr Vorgehen nicht wegen mir, aber ich bin Fan von klaren Worten. Und wer weiß, steter Tropfen höhlt ja manchmal auch den Stein.

    Bei aversiven Methoden, die ich für potentiell tierschutzwidrig halte, würde ich möglichst viel und genau dokumentieren (auch sowas wie ein Gedächtnisprotokoll kann schon helfen), ggf. andere Zeugen ins Boot holen und dann Anzeige erstatten.

    Das Konzept des Glaubens, wie es wohl üblich ist, ist mir ziemlich fremd.

    Mir auch.

    Stattdessen versuche ich, so viele zumindest relativ gesicherte Fakten und Indizien wie verfügbar zu sammeln und mir daraus relative Wahrscheinlichkeiten zu errechnen. Und mir daraus ein Bild zu machen. Dafür fehlen mir im vorliegenden Fall hinreichend Fakten/Indizien.

    Und da gehen unsere Einschätzungen wahrscheinlich einfach auseinander. Ich finde durchaus, dass es einige Indizien gibt. Deswegen halte ich auch die Schilderung einer Seite für wahrscheinlicher (im Kern).

    Erstmal nur ein Erfahrungsbericht, ja. Damit die entsprechenden Personen juristisch belangt werden können, muss es mehr geben als das. Das ist natürlich richtig und wichtig, dass vor Gericht die Unschuldsvermutung* gilt.

    Als Privatperson ist man daran allerdings nicht gebunden und kann frei entscheiden, welche Schilderung man (in Teilen; gar nicht; komplett) glaubt (ggf. unterstützt durch weiteren Kontext, Nähe zu anderen Personen, dem bisherigen Internetauftritt etc.). Zumindest, so lange man dies dann nicht als Tatsachenbehauptung öffentlich äußert.

    *Die aber im Grunde ja auch für die Person gilt, die die Behauptung aufstellt. Auch dieser Person wurde bisher keine Lüge nachgewiesen.