Beiträge von fliegevogel

    Ja klar, die Nulltoleranzpolitik etc. habe ich auch, auch einen "Pöbelhannes" hinterm Zaun darf Juro nicht zurück bekläffen oder hinstarren oder durch extra langsam laufen und an jeden Grashalm pinkeln provozieren oder so. Das sind ja alles Dinge, die ich beeinflussen kann. Aber deeskalierend "wir gehen einfach nur hier lang, nicht aufregen" sagt er halt trotzdem nicht - nie. Er sagt "ich bin jetzt nett, weil ich sonst auf den Deckel kriege, aber wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich gerne auf die Kacke hauen". Und daran hat bisher auch kein Trainingsweg was geändert.

    Daher meine Frage, denn leider hat das bisher nie einem HSH den wir passiert haben gereicht, um weniger zu eskalieren.

    Passt ja gerade auch zum Thema, ich hatte das hier glaube ich schonmal gefragt, aber ich versuche es nochmal: woran liegt es eigentlich , dass (zumindest viele) HSH nicht lernen, angeleint normal vorbeigehende Hunde nicht als Bedrohung zu erkennen? In Leipzig fand ich immer faszinierend, dass sie bspw. Raben ganz genau beobachten und erst dann "aktiv" werden, sobald sie zur Landung ansetzen und eine Bedrohung werden. Warum ist das bei anderen Hunden nicht ähnlich? Ist das bei Raben leichter zu lesen für sie oder so?

    In Leipzig die HSH taten mir immer leid und irgendwie kam es mir kontraproduktiv vor, dass sie sich bei jedem ganz normal unauffällig vorbeigehenden Hund 15 Minuten lang so verausgaben, bis man an der Fläche vorbei ist. Das waren in Leipzig als Großstadt halt jeden Tag viele, viele Hunde. Da ist dann doch für "echte" Bedrohungen viel weniger Energie da, oder?

    Edit: nur um deutlich zu sein: das ist keine Kritik am Herdenschutz mit Hunden oder so, ich bin nur neugierig.

    agiert ohnehin sehr deeskalierend

    Nun ja, dann ist ja klar, dass das für Dich einfach umzusetzen ist, bzw. der Hinweis eigentlich überflüssig. Ist halt nicht jeder Hund so.

    Ich nehme Juro auf der abgewandten Seite kurz und laufe einen so weiten Bogen wie möglich, aber mehr kann ich persönlich nicht tun. Und ich habe leider noch nie erlebt, dass das ausreichend, um die HSH ruhiger agieren zu lassen. Und dass Juro nicht deeskalierend ist, wenn er (aus seiner Sicht grundlos) von drei anderen Hunden 15 Minuten am Stück Morddrohungen zugeschrien bekommt, kann ich ihm nicht mal übel nehmen :ka:

    den eigenen Hund auf der abgewandten Seite führen. Und er soll bitte nicht starren, zurück imponieren, einfach kleine Brötchen backen und "wir gehen einfach nur vorbei ok?" :sweet: signalisieren

    Na ja, das bspw. habe ich meinen Hund noch nie tun sehen, und wüsste auch nicht, wie ich das bezwecken soll. Ich kann natürlich starren unterbinden, aber je mehr andere Hunde ausrasten desto weniger "wir gehen einfach nur vorbei" ist er. Finde ich ehrlich gesagt auch nicht unnormal. Und ein Hund versteht ja nunmal nicht, dass HSH hinterm Zaun was anderes machen als jeder andere x-beliebige Zaunpöbler.

    Also so "easy, warum machen das nicht alle" finde ich die Anleitung jetzt nicht.

    Falls es dich/euch je in den Norden verschlägt- nehmt nicht die Bahn

    Kann ich so gar nicht unterschreiben, zumindest im Großraum Hamburg und in MV finde ich die Bahn (für Deutsche Verhältnisse) ungewöhnlich zuverlässig. Glaube, dass es dazu sogar Statistiken gibt.

    Aber klar, flexibler und komfortabler ist Auto immer, liegt ja in der Natur des Individualverkehrs.

    Aber das ging übers Forum hinaus, anscheinend wird das hier nicht verstanden

    Das wird (von mir) durchaus verstanden. Nichtsdestotrotz ist meine Ansicht dazu: "nur" weil man Fremde Hilfe anbietet, hat man noch kein Anrecht darauf, dass diese die Hilfe annehmen oder Rechenschaft ablegen. Und das auch noch innerhalb weniger Tage.

    So funktioniert "Helfen" nicht. Nicht im Forum, aber auch nicht analog. Das ist das erste, was man bei entsprechenden Ehrenämtern o.ä. lernt.