Beiträge von fliegevogel

    Seit Montag sind wir zurück in Berlin, es wird jeden verf***ten Tag geböllert.

    Soooooo ätzend. Ich weiß noch, was das in Leipzig auch immer für ein Spießrutenlauf war, bis etwa Mitte Februar. Scheiße.

    Find ich aber gut, was Du machst. Wenn sie Anzeigen wollen, bitteschön :ka:

    Verschiedene Gedanken dazu:

    1) Ja, manches wird - korrekter Umgang mit dem Hund vorausgesetzt - sicherlich wieder besser. Auch mein Hund hatte in der Pubertät eine Phase, in der das Alleinebleiben schwierig war, was ich ebenfalls als sehr belastend in Erinnerung habe.

    2) Manche Dinge sind aber auch einfach Teil der Hundehaltung (zumal als Einzelperson): dass man abhängiger von anderen Menschen (als Hundebetreuung bspw) ist, dass man nicht mehr so spontan ist und dass Freizeitgestaltung ohne Hund ein größerer Aufwand ist/mehr Planung erfordert. Das nehme ich schon als "ist einfach so und mit diesem Nachteil der Hundehaltung muss man sich arrangieren" wahr.

    3) Euer Training klingt - von dem was Du beschreibst - für mich nicht so super, sondern eher nur nach "Deckeln durch Strafe" (= Griff, Schütteldose etc). Hat sich die Trainerin auch mal angeschaut, was für eine Motivation dahinter steckt, wie man die adressieren kann, ob die (evtl rassebedingten) Bedürfnisse des Hundes befriedigt sind?

    Formulierungen wie „an Silvester haben bei uns die Scheiben gescheppert und draußen war alles verqualmt.“

    Das spiegelt halt nicht den emotionalen Ausnahmezustand, man hatte Angst, war verunsichert, fühlt sich bedroht. Irgendwie liegt es ja auch in der Sache eines Vergleichs, dass es eben nicht XY ist, sondern einen nur an XY erinnert, oder? Na, ich finde Dich nicht übersensibel, auf keinen Fall. Muss aber zugeben, dass mir zumindest der Vergleich auch ich skandalös oder völlig unverständlich vorkommt.

    Ich assoziiere mit Krieg halt viel mehr/ganz andere Dinge

    Was wäre denn Deiner Ansicht nach ein passenderes sprachliches Bild für den tatsächlichen und emotionale Stresszustand, den die Leute an Silvester erleben? Schlag doch was vor, vielleicht setzt sich das ja durch!

    Krieg ist einfach was komplett anderes

    Was die Leute damit wahrscheinlich meinen: "Lichtblitze, Feuer, Detonationen, Rauch, Angst von Sprengstoff getroffen zu werden, hoher Stresspegel, Aggression, möglichst nicht aus dem Haus gehen - all das erinnert mich eher an die Kriegsberichterstattung aus dem Fernsehen als an meinen normalen Alltag".

    Ich verstehe Deinen Punkt, aber ich finde die Vergleiche auch verständlich. Es gibt in unserem friedlichen Alltag eben gottseidank keine Bezugspunkte, mit denen man das Erleben vergleichen könnte.

    Ich mag leider den Geschmack von Fleisch und den entsprechenden (hoch)verarbeiteten Produkten sehr gerne. Schaffe deswegen auch nicht den kompletten Verzicht. Aber der 6/7-Wochentagen-Verzicht fällt mir SO viel leichter, seit es so viele vegane Ersatzprodukte gibt. Hallelujah. Ich bin da echt 100% die Zielgruppe und wahnsinnig dankbar für das mittlerweile riesige Angebot.