Beiträge von fliegevogel

    Aber das ging übers Forum hinaus, anscheinend wird das hier nicht verstanden

    Das wird (von mir) durchaus verstanden. Nichtsdestotrotz ist meine Ansicht dazu: "nur" weil man Fremde Hilfe anbietet, hat man noch kein Anrecht darauf, dass diese die Hilfe annehmen oder Rechenschaft ablegen. Und das auch noch innerhalb weniger Tage.

    So funktioniert "Helfen" nicht. Nicht im Forum, aber auch nicht analog. Das ist das erste, was man bei entsprechenden Ehrenämtern o.ä. lernt.

    Guck mal, hier ist ein ganz ausführlicher Austausch von Leuten, die alle solche und ähnliche Themen mit ihren Hunden haben oder hatten:

    Yelly
    12. Januar 2024 um 13:06

    Vielleicht findest Du da beim Durchblättern auch hilfreiche Hinweise oder Ansichten.

    Daher kann ich viele Entwicklungsschritte (abseits von Welpenratgebern und Co.) in Realität noch nicht einschätzen

    Das ist auch völlig okay. Lass Dich nicht davon irre machen, dass manche sich hier das Ego polieren müssen, indem sie so von oben heran schreiben. Es ist völlig normal, dass Du das nicht einschätzen kannst und voll gut, dass Du hier nachfragst.

    Und ich persönlich finde auch nicht "normal" iSv "muss man nichts machen", dass ein 5-monatiger Hund bei jeder Hundesichtung knurrend nach vorne stürzt. Mein erster Schritt wäre Management, damit sich das nicht festigt.

    1. Solche Situationen möglichst meiden, indem ihr umdreht, auf eine Wiese ausweicht oder oder oder. Was immer geht, da wäre mir auch nichts peinlich.
    2. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann möglichst weit ausweichen und den Hund an eine Futtertube o.ä. andocken. Leberwurst, Frischkäse, was immer er ganz besonders gut findet.
    3. Wenn auch das nicht geht, weil zu eng/zu viel Stress o.ä. dann ins Halsband fassen und eng an Deinem Bein führen, so dass er nicht nach vorne gehen kann. Knurren o.ä. kannst Du dadurch nicht verhindern.

    Das wären jetzt so meine ersten Maßnahmen. Muss naturalmente nicht der Weisheit letzter Schluss sein oder auch bei euch klappen.

    Und dann würde ich ne Trainerin dazu holen und den weiteren Plan entwickeln. Gibt es einen Grund, warum eure Trainerin da noch nie dabei war?

    Die Darstellung in der Öffentlichkeit von Spürhundearbeit nehme ich im grossen und ganzen als sehr positiv wahr

    Für mich war als ich in dem Bereich gearbeitet habe diesbezüglich immer das Wichtigste, transparent auch über die Einschränkungen zu sprechen in Interviews oder Vorträgen oder so. Eben ganz klar zu sagen, dass Hunde nicht immer die beste Methode sind usw. Sowas ist für mich für die Glaubwürdigkeit usw. ausschlaggebend.

    Und das sollte auch jede*r den Auftraggeber*innen gegenüber machen, das fände ich wirklich wichtig für den guten Ruf. Aber ich fürchte, das wird mit oder ohne Prüfung nicht passieren.

    Als Hundeführer muss man sich, seine Arbeit und die Arbeit des Hundes immer wieder kritisch hinterfragen und überprüfen

    Klar muss man das, was anderes würde hier glaube ich niemand behaupten. Aber wie diese standardisierte Prüfung aussehen sollte, damit sie sinnvoll ist, kann ich mir zumindest nur schwer vorstellen. Beim WDD waren ja mal Prüfungen je Zielart im Gespräch, das geht wahrscheinlich noch am seriösesten. Aber auch da: wie geht man dann damit um, dass das ggf. ne andere Prüfung ist als für dieselbe Zielart in Österreich? Ist das nicht irgendwie unseriös?

    Und welche Hunde brauchen dann die Prüfung? Wie würdest Du das Beispiel von Agamo sehen?

    Das ändert dann aber an der Tatsache Nix, dass ein Artenspürhund in der Natur unterwegs ist

    Nicht mal zwingend, Fledermäuse, Siebenschläfer sind so die ersten Beispiele die mir einfallen, die gerne mal in Gebäuden gesucht werden. Aber müssen nicht die einzigen sein. Und Artenspürhunde die bspw. Holzstapel absuchen, haben in der Arbeitsweise mehr mit den Innenraumsuchen zu tun, als bspw mit Wolfspürhunden o.ä.

    Ich zumindest finde die Unterteilungen da komplexer als Innenraum und Außen. Aber wie gesagt, ist jetzt nicht the hill I wanna die on. Für mich ist für ein sinnvolles Gespräch nur wichtig, dass man sich vorher bewusst ist, dass es da unterschiedliche Definitionen gibt. Gebe Dir aber völlig recht, dass das unterschiedliche Gelände je nach Zielart evtl n sehr unterschiedliches Portfolio an "idealen" Rassen für den Einsatzzweck gibt.

    Sind regelmäßige Prüfungen für euch sinnvoll?

    Kommt stark auf die Prüfungen an, tbh. Aktuell kochen da ja jedes Land/jeder Verband seine eigene Suppe. Das finde ich etwas shady und hat für mich viel von Willkür. Als müsste der Hund jenseits der Grenze zu Österreich plötzlich was anderes können.

    Aus meinem praktischen Erleben habe ich auch durchaus das Gefühl, dass die Einsatzzwecke und Ausbildungswege so unterschiedlich sind, dass ich mir schwer vorstellen kann, wie das alles in eine aussagekräftige Prüfung gegossen werden soll.

    Mich würde die Prüfung der Naturschutzhunde mal interessieren, die haben ja schon eine mWn. Und in der Schweiz gibt es das doch bestimmt auch, so umtriebig wie die Kolleg*innen von den Artenspürhunden Schweiz sind?