Wir gehen mit Runa (inzwischen 7 Monate alt) auch bereits 3 Stunden Spazieren. Beziehungsweise waren es neulich 13 Kilometer. Es sind Hunde... Die sind zum Laufen geboren. Außer die Rasse erzwingt das Gegenteil.
Beiträge von Billieshep
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Ich weiß das es mit Irk und Kira sehr schwierig wird (und mit den anderen 3 vielleicht auch) aber ein bisschen Hoffnung habe ich . Einen von beiden ins Tierheim kommt für mich auf keinen Fall in Frage
Hat vielleicht jemand eine Tipp wie ich da vorgehen soll oder gibt es da keine Chance ?
Kannst du das leisten?
Offensichtlich ist die Gruppendynamik schon immer nicht "optimal" gewesen - bist du bereit deine Zeit und sehr. viel. Energie da rein zu stecken?
Bist du bereit eine eventuelle, gescheite Zwingerhaltung zu etablieren?
Bist du bereit zu akzeptieren, dass die Gruppe nicht mehr zusammen kommen könnte? (Siehe Frage darüber)
Ist das was du willst auch das was deine Hunde Hunde wollen?
Verstehst du die Konflikte zwischen deinen Hunden? Was ist die Ursache? Verstehst du warum deine Hunde angespannt sind?
Niemand hier kann dir wirklich helfen, das was du vor hast ist auch für viele Hundetrainer nicht machbar. Du brauchst eine umfassende Analyse der gesamten Situation, von jemandem, der ein tiefes Verständnis für das Sozialverhalten des Hundes in größeren Gruppen hat. Das macht dir nicht mal eben der frische Hundetrainer für Pudel und Retriever für die nette Vorstadtfamilie von nebenan.
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Eventuell kommt sie die Wanne nicht mehr hoch.
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Was für Defizite weisen diese denn zwischenmenschlich auf?
Anderen zuhören, wahrnehmen. Das fällt heute vielen schwer, in einer Angstgesellschaft.
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Erwartet er aber dann auch Rücksicht vom Hund, dass dieser sich bei seinen eigenen Bedürfnissen zurücknimmt, "weil er ja verstehen muss, dass es seinem Menschen schlecht geht", dann übertragt der Mensch seine menschlichen Erwartungen auf den Hund - und damit vermenschlicht er ihn, denn das kann ein Hund einfach nicht leisten.
Wobei Menschen, die sowas von einem Hund erwarten, in der Regel auch zwischenmenschliche Defizite aufweisen ^^
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Kommt drauf an was das "Problem" ist, bzw. was gewollt ist. Ich bringe den Menschen nicht bei, wie sie ihren Hunden irgendetwas antrainieren. Die Leute, die von meiner Arbeit profitieren sind die, die nicht verstehen aber verstehen wollen, warum ihr Hund unangenehme Verhaltensweisen an den Tag legt. Sind in der Regel die Menschen, die vorher schon alle möglichen Hundeschulen abgeklappert haben.
Für Sitz, Platz, Bleib bin ich eher weniger der Ansprechpartner. Ich bin nicht für schnelle Lösungen von der Stange - zumal man sowas zuhauf im Internet findet und man dafür nicht extra Geld ausgeben muss. Ich komme auch nicht mit Menschen klar, die alles jetzt und sofort und vor allen Dingen reibungslos haben wollen. Ich gehe viel über die Aufklärungsschiene, dafür braucht der Hundehalter schon eine Menge Geduld, ist nicht Jedermanns Sache. Ich merke zum Beispiel immer wieder wie sehr meine Klienten am Ende entspannen und über die Dinge, die ich ihnen erzähle und zeige nachdenken. Auch deren Hunde sind, je nachdem was das Problem ist, entspannt - immer wieder schön zu beobachten wie die Muskeln bei Hund und Halter sich lockern
.Hundesportkram mache ich gar nicht, weil mich das auf persönlicher Ebene nicht interessiert - höchstens Mantrailing, aber dafür habe ich die Geduld (gegenüber den Menschen) nicht. Vielleicht irgendwann Mal. Hundeschulen gibt es wie Sand am Meer, je nachdem welches Bild von Hund man hat kann man sich austoben, anschauen, abwägen und machen.
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Runa hat hier überhaupt kein Körbchen. Sie will nichtmal auf einer Decke liegen. Irgendwann biete ich ihr vielleicht mal eins an, aber bisher reicht ihr der Boden/Teppich.
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Zeit, Geduld, Ruhe und Konsequenzen zu Investieren.
Ja und nein. Ich spreche jetzt mal aus dem Fall "Schäferhund" heraus:
Ja, auch ein Schäferhund lernt bei uns seine Emotionen selbständig zu regulieren und das sollte jeder Hund (und Mensch) auch können. Nichts hetzen, nicht grundlos rumbellen, nicht ziellos stellen und manisch Kreise drehen auch nicht. Nichtsdestotrotz braucht solch ein Hund Möglichkeiten seine "Anlagen" in irgendeiner Form auszuleben bzw. im Einklang damit zu Leben.
Es gibt ja Menschen zum Beispiel, die unter keinen Umständen einen Hund haben wollen, der irgendwen stellt - wenn du so ein Mensch bist, dann wird es für dich mit so manch einer Rasse schwierig. Da kannst du noch so konsequent und geduldig sein. Ich möchte das mit unseren menschlichen Liebesbeziehungen vergleichen:
Es gibt immer Gründe, warum zwei sich trennen. Langwierige, gesunde Beziehung bauen nicht drauf auf, dass einer den Anderen so sehr verbiegt, dass dieser nichteinmal mehr den Raum für seine angeborenen Aspekte des Selbst hat. Ich verstehe nicht, warum es bei Hunden okay ist solch eine Mentalität an den Tag zu legen, sie sind keine Spielzeuge, denen man nach Belieben neue imaginäre Charakterzüge und Eigenschaften zuschreiben kann. Deine Annahme, so sehr sie auch in positiv konnotierten Worten formuliert wurde, ist in höchstem Maße respektlos gegenüber dem Leben.
Zurück zu mir und meinen Schäferhunden:
Ich habe mir einen Deutschen Schäferhund ausgesucht, weil ich mir mit der Rassewahl bestimmte Eigenschaften erhoffe. Ein Rassehund ist eine Ansammlung erhöhter Wahrscheinlichkeiten auf ganz bestimmte Eigenschaften zu treffen, wie so oft im Leben, gibt es auch diejenen, die ihrer "Bestimmung" so gar nicht entsprechen (habe das Mal mit einem Mali erleben dürfen). Darauf zu hoffen, der eigene Rassehund entwickelt keine seiner vom Menschen gewollten Eigenschaften ist vergebene Liebesmüh. Ich habe aktuell einen 6 Monate alten DSH bei mir. Für die Arbeit, die sie später machen soll (kein Dienst, kein Hundesport) braucht sie gewisse Eigenschaften. Sie muss direkt sein, nicht viel um den heißen Brei herum reden und möglichst von sich selbst überzeugt. Genetisch fixierte Anlagen, die da rein spielen sind:
Kurze Reaktionszeit, aggressiv* statt vermeindend, hohe Belastbarkeit, Tendenz zur Unsicherheit**
Das bedeutet, dass ich diese Anlagen haben möchte. Denn auf Grundlage dieses Sets, kann ich den Hund im Laufe seines Lebens dabei begleiten selbstbewusst mit diesen Eigenschaften umzugehen. Würde ich jetzt versuchen, diese Charaktereigenschaften mit viel Ruhe, Geduld und Konsequenz, zu umgehen, dann verneine ich ja das, was den Hund ausmacht. Das macht den Hund auf lange Sicht krank, psychisch, und du wirst Zeit seines Lebens damit vergeuden den Hund übermäßig zu kontrollieren, ständig Signale(Kommandos) für jeden Pups zu geben und das ganze Wesen des Hundes durch künstliche Konditionierung verhunzen. Ich gebe dir Recht, wenn du sagst, dass man prinzipiell jede Rasse erziehen kann. Die Grundlegenden Dinge, die ich meiner Hündin hier beibringe, würde ich ausnahmslos jedem Hund hier beibringen, gleichzeitig bin ich in der Lage dies auch bei der Mehrheit der Hunde zu tun (das ist mein Job). Es ist aber ein großer Unterschied, ob ich mit dem Hund nur einige Stunden interagiere, oder ob ich den 10+ Jahre am Arsch kleben habe. Ich suche mir den Hund in erster Linie nach MEINEN Charaktereigenschaften aus, und auch nicht nach denen, die ich gerne für mich hätte, sondern die, die ich tatsächlich habe, auch die Unangenehmen.
Ja, als Ersthundehalter hat man absolut kein Bild davon, das kann ich verstehen. Ich kann jedem nur empfehlen den allerersten Hund aus der Intuition heraus zu wählen. (Wenn's ne Qualzucht ist dann... Hol dir keinen Hund). Egal welchen Hund man wählt, es wird sau anstrengend, das hat weniger mit der Rasse zu tun, mehr mit einem Selbst und der grundlegenden Natur des Hundes. Und bedenke immer:
Nur, weil andere einen Hund haben, heißt das nicht, dass auch du einen Hund brauchst. Heute haben zu viele Menschen einen Hund, nur, weil es "dazu gehört"; zur Karriere, Eigenheim/teure Wohnung in der Stadt und gut geführtem Social Media Auftritt. Aber selbst für so eine Art Mensch gibt es Hundepersönlichkeiten, die angenehm für diesen Lebensstil sind. Begleithunde. Oder auch: unglaublich arrogante, unselbständige, verwöhnte Muttersöhnchen/töchterchen, die immer so süß gucken, dass man gar nicht anders kann als sie zu verziehen
*hustgebtmirkeinenspitzNein, nicht jede Rasse wäre für mich geeignet, nur, weil ich gut mit Hunden kann. Ich hätte z.B. mit einem Terrier jeglicher Form mit hoher Wahrscheinlichkeit tagtäglich Konflikte. Warum soll ich mit jemandem zusammen leben, den ich nicht leiden kann?
*aggressiv: nach vorne gehend, auf einen zukommend: nicht im Sinne dessen, was der Volksmund unter "Aggression" versteht.
**Tendenz zur Unsicherheit: typische Hütehundeigenschaft, die den Kontakt zum Hundeführer (trad. Schäfer) genetisch ermöglicht/vereinfacht. "Hund fragt nach". Im Border Collie besonders klar zu beobachten.
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Ich wollte grade einer Fruchtfliege in der Küche weiß machen, dass sie mir gerade etwas zu nahe kommt...
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Viel unangenehmer ist es mir zuzugeben, dass ich manchmal knurr-ähnliche Geräusche mache wenn sich ein Hundekopf zu nah an meinem Teller befindet

Von allen Sachen, die du beschrieben hast finde ich das am normalsten, um ehrlich zu sein
