Beiträge von Billieshep

    Runa läuft hier seit drei Minuten Runden im Wohn/Schlafzimmer, weil die Tür geschlossen ist und sie GANZ GENAU weiß, dass die Katzen in der Küche gerade futtern. Sie schleckt manchmal die Näpfe aus, heute halt nicht und das frustriert sie MASSIV.

    So sehr, dass sie sogar fiept. Ist zwar nichts ungewöhnliches für einen Schäferhund aber ihr müsst wissen, dieser Hund ist eigentlich stumm:lol:. Es ist interessant zu beobachten, wie sie den Frust mit Bewegung zu verarbeiten versucht. Sie steigert sich da total rein, habe es nun abgebrochen. Nun sitzt sie da, starrt die Tür an in der Hoffnung sie öffnet sich von alleine.

    Auf Dauer darf es hier gerne immer minimalistischer werden. Was sind eure Ziele? Wollt ihr in erster Linie Geld sparen oder auch minimalistischer Leben oder einfach nachhaltiger/bewusster konsumieren oder was ganz anderes?

    Ich hasse Krimskrams. Als ich noch mit meinen Geschwistern zusammen gelebt habe, dementsprechend mein "eigenes Zimmer" hatte, habe ich so viel weggeworfen wie ich konnte. Ich hatte dann nur noch einen Futon, ein Schrank, eine Kommode, ein Hundekörbchen, und eine heißgeliebte Efeutute (ein altes Mädchen!)

    Ich neige dazu ganz viele kleine Dinge in Schubladen zu verstecken und nie wieder anzusehen, da häuft sich dann mit der Zeit ziemlich viel Kleinstschrott an. Es belastet mich mental, jedoch irgendwie unterschwellig, sodass ich erst an einen gewissen Punkt kommen muss um einen massiven Rappel zu bekommen und alles auszumisten. Lustigerweise kaufe ich so gut wie nichts was keine Lebensmittel sind, keine Ahnung wo der ganze Kram herkommt:lol:

    Jetzt in der Wohnung habe ich oft das Bedürfnis 90% der Sachen rauszuschmeißen, aber mein Partner teilt diesen Minimalismus nicht. Wir bekommen andauernd Dinge geschenkt, die andere nicht mehr brauchen, mein Partner nimmt diese Angebote viel zu oft an. Auch Geschirr haben wir viel zu viel, wenn's nach mir ginge, hätte jede Person hier im Haushalt genau EINS von jedem. Wir haben auch noch einige Möbelstücke, die wir gar nicht brauchen, die aber "notwendig" sind, weil gewisser Familienbesuch nicht damit klarkommt, dass wir auf dem Boden sitzen. Mir brennt es so in den Fingern den ganzen Schrott rauszuschmeißen....

    Ich mag den Nachhaltigkeitsaspekt. Wenn ich denn etwas kaufe, dann meistens gebraucht und, wenn es neu sein muss, dann wähle ich Robustheit, Langlebigkeit. Nichts ist nerviger als Kleidung oder andere Gegenstände, die nach drei Mal Tragen und Waschen auseinanderfallen... Hass|)

    Ob ich durch diesen Lebensstil Geld spare? Bestimmt. Wenn man mich mit jemandem vergleichen würde, der wie geplant konsumiert. Ich habe letztes Jahr zum Beispiel insgesamt 80€ für Kleidung ausgegeben. Ich glaube bei anderen ist das eine monatliche Ausgabe.

    Vor zwei Jahren habe ich für 100€ ein Hundekörbchen gekauft, ein absoluter Fehlkauf. Derzeit haben wir gar keins.

    Edit: Das einzige wo ich mich aktiv zusammenreißen muss sind Teppiche. Wollteppiche. Ich könnte alles damit tapezieren. Ich liebe Teppiche.

    Eine wirklich spürbare Schmerzlinderung gibt nur die "echte" Cannabispflanze. Also die. Die auch THC enthält. Sie ist aber für Hunde gänzlich ungeeignet.

    Du könntest aber deinen Hund antientzündlich ernähren. Heilt ja nicht, aber hat positive Auswirkungen. Ich kenne mich mit der Flora in Südamerika nicht aus, deshalb kann ich dir nicht sagen welche Pflanzen/Kräuter diese Eigenschaft haben UND für Hunde geeignet sind. Ansonsten wäre noch z.B. die Süßkartoffel geeignet, Kurkuma, Salbei, Ingwer.... Schau mal am besten selber nach geeigneten Nahrungsmitteln. Wissenschaftliche Studien dazu gibt es kaum, aber man kann es ja versuchen. Durch die Ernährung lässt sich viel machen, wichtig ist nur, dass man nichts dazu gibt, was die Entzündungen im Körper wieder antreibt. Also kein Hunde Fastfood mehr.

    Kein Hund passt.

    Jeder Hund muss raus. Jeder Hund mag viele Eindrücke, insbesondere in der Natur. Hunde lernen alle gerne, sie sind allein schon biologisch darauf ausgelegt Eindrücke zu sammeln und zu verarbeiten. Hunde sind extrem an anpassungsfähig, das bedeutet nicht, dass sie in reizarmer Umgebung gesund bleiben, sondern, dass sie gerne erleben.

    Maltipoos sind Mischlinge. Pudel sind Rassehunde. Mischlinge haben idr. keine Gesundheitsuntersuchungen, die über bloße Routinekontrollen beim TA hinaus gehen. Pudel werden oft vermehrt. Je kleiner der Hund, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Qualzuchterscheinungen aufweist.

    Ein Hund braucht konkret und unabhängig von der Rasse:

    - Bewegung. Davon mehr als man glaubt/hofft.

    - Ruhe. Nicht nur beim Schlafen, sondern auch innerliche Ruhe.

    - gutes Futter. Aldi, LIDL und Co fallen komplett raus. Trockenfutter ist ungesund.

    - Pflege, je nach Fell. Beide Rassen, Malteser und Pudel brauchen regelmäßige Fellpflege. Kleine Hunde brauchen Krallenpflege.

    - Sozialkontakte zu Hund und Mensch gleichermaßen.

    - Erziehung

    - Ausleben der eigenen Persönlichkeit. Die meisten Regeln der Menschen belasten Hunde, sie brauchen Freiraum.

    Ich trainiere gerade tatsächlich etwas!

    Runa hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und wählt geht den Weg der "Aktion" statt die Ruhe. Bedeutet: wenn sie etwas will, bleibt sie dran und schaukelt sich hoch. Das macht sie natürlich "durchsetzungsfähig", aber das möchte ich hier nicht im normalen Alltag haben. Abgesehen von dem, was bei Spaziergängen schon von alleine geschieht (nicht zu allen Menschen hingehen, nicht zu allen Hunden, Vögel, usw.), habe ich mich dazu entschieden on top Zuhause kleine Konzentrationsübungen zu machen, bei denen sie sich zurück nehmen muss.

    Ich baue damit keine Kommandos auf oder so, mir geht's da einzig und allein um die kognitive Fähigkeiten runter-, statt hochzufahren. Und auf mich zu achten um an weitere Informationen zu kommen. Selbständigkeit in allen Ehren, Runa trifft jedoch oft sehr umständliche und stressige Entscheidungen...

    Die restliche Erziehung läuft bei uns im Alltag mit. Wir stellen uns je nach Situation und emotionaler Lage individuell auf die Geschehnisse ein. Es gibt Lob, manchmal eine Belohnung, genauso wie es hochgezogene Augenbrauen und Korrekturen gibt. Wie oft was vorkommt hängt natürlich auch vom Hund und seinem Verhalten/Persönlichkeit ab. Ares hat zb. in dem Alter Korrekturen generell schneller aufgenommen und akzeptiert. Außer, wenn er sehr hinter etwas stand. In Runas Kopf ist alles gleich wichtig, da ist nichts so wirklich sortiert, hinzu kommt die Pubertät. Insgesamt ist sie eine sehr ausdauernde Persönlichkeit, die viel Geduld fordert. Viele Diskussionen laufen über Beharrlichkeit.

    Runa: "Ich will das haben"

    Ich: "Ne, kriegste nicht"

    Runa: "Doch."

    Ich: "Nö"

    Runa: "Doch."

    Ich: "Nö"

    Runa: "Doch"

    Ich: *seufz* "Nö."

    Und so weiter.... Bis sie aufgibt. Ich verlasse mich aber nicht nur auf die Erziehung durch uns Menschen, sondern auch durch andere Hunde und die Umwelt. Sprich: "Abenteuer", die der Hund erlebt, bei denen er sich seinen Ängsten stellt oder etwas macht, was er noch nie gemacht hat. Herausforderungen halt.

    Ich beschäftige den Hund nicht zusätzlich. Keine Dummy-Spiele oder sonst was, auch, wenn ich glaube, dass Runa dadurch die Augen an mir kleben hätte. Das will ich aber gar nicht, denn sie SOLL sich ja mit der Umwelt auseinandersetzen können, auch, wenn es gerade echt nervig ist. Sie hat prinzipiell einen sehr großen Handlungsrahmen, ich sage ihr nur dann etwas, wenn es nicht in die Situation passt. Bestes Beispiel: Wetzen auf dem Feld? Ja. Wetzen an der Straße? Auf keinen Fall.

    Es ist unglaublich mühselig und dauert ewig. Die Hoffnung ist in Zukunft einen Hund an der Seite zu haben, der nicht andauernd gesagt bekommen muss was er tun soll.

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    Frohes Neues, vom Desensibilisierungs-monster!:party:

    Hier war es wider Erwarten gar nicht so laut, deshalb kam Runa nach der Haupt-Feuerwerksphase mit nach draußen. War natürlich gruselig für sie, aber sie war sehr ruhig dafür. Konnte sich in aller Seelenruhe lösen.

    Jetzt geht's aber endlich ins Bette.

    Heute ist wirklich Silvester??

    Hier ist es totenstill.

    Der Kater schielt misstrauisch gen Salzburg und die Kätzin schnarcht.

    Hoffentlich verpasse ich 2026 nicht. Die Katzen helfen gerade nicht wirklich.

    Wir müssen hier auch richtig kämpfen um wach zu bleiben. Normalerweise schlummern wir zu dieser Uhrzeit bereits tief und fest.

    Mein 12 jähriges ich wäre enttäuscht :lol:

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    So sieht's bei uns grade aus. Der Kater hat es sich auf Runas Schenkel gemütlich gemacht. Die Einzige, die hier nervös bei lauten Böllern wird, ist Eliza (schwarze Katze).