Genau, so ist es. Ich versuche gerade herauszufinden, welche Hundetypen es überhaupt gibt und welche Bedürfnisse sie haben. Ich lese oft, dass manche Hunde täglich mehrere Stunden Auslauf brauchen – das wäre für mich schwierig, weil ich zwar gerne spazieren gehe und auch jogge, aber nicht jeden Tag mehrere Stunden fest eingeplant haben möchte.
WARUM willst du denn unbedingt einen Hund haben?
tägliche Spaziergänge, mal 30–60 Minuten, und an anderen Tagen auch mal längere Runden oder 3–20 km, wenn es passt. Ich möchte einfach flexibel bleiben.
Ein Hund verändert das Leben. Bei dir lese ich heraus, dass du nicht der Typ Mensch bist, der gerne die Kontrolle aufgibt. Du bist überhaupt nicht bereit die Bedürfnisse eines Hundes zu erfüllen. Entschuldige bitte, dass ich das so direkt sage, aber: Du wirkst sehr egoistisch.
Und nur um dir mal eine Idee davon zu geben, wie bei uns tägliche Spaziergänge sind:
2 Stunden morgens + 20-60 min nachmittags + 10 Minuten vor dem Schlafen gehen. Das ist ALLTAG! Und das sind wir auch mit unserem damals absolut ruhigen, genügsamen, verkrüppelten Althund gelaufen. Das würde ich auch mit einem Kleinspitz laufen, oder einem Basenji, oder einem Pudel oder Golden Retriever oder.....
Tage mit weniger sind eher die Ausnahme, entweder, weil der Hund müde wirkt oder ich krank bin. Im Frühling und Sommer sind wir wesentlich mehr unterwegs.
Mir ist wichtig, dass der Hund auch mal Ruhe geben kann, während ich arbeite. Ich kann Pausen machen, mit ihm spielen usw., aber ich brauche auch Phasen, in denen er entspannt ist und nicht nonstop Action braucht. Gleichzeitig möchte ich keinen Hund, der komplett „auf 180“ ist, die Wohnung zerstört oder gar nicht alleine bleiben kann, wenn ich mal ins Gym oder einkaufen gehe.
Sowas ist nicht nur Erziehungssache. Jeder Hund wird bei dem von dir beschriebenen Lebensstil unruhig, unausgeglichen werden. Vielleicht wird er depressiv, wenn du Glück hast.
Es ist wirklich wichtig, dass du dir selbst die Frage EHRLICH beantwortest: Warum möchte ich einen Hund haben?
Sauberkeit ist mir wichtig,
Hunde bringen Dreck, das ist unumstößlich. Du kannst nur den Dreck durch Eigeninitiative minimieren. Den Hund interessiert dein Faible für Sauberkeit nicht. Übrigens übergeben sich Hunde oft. Zumindest im Vergleich zum Menschen. Sie brauchen auch Zeug zum Kauen, einiges davon stinkt bestialisch. Hunde haben Analdrüsen, die sich auch mal entleeren können, wenn der Hund vor etwas erschrickt. Die Dinger verstopfen übrigens auch gerne.
Insbesondere, wenn Hunde schlecht ernährt und nicht viel bewegt werden.
Ich will Verantwortung übernehmen und den Hund langfristig behalten, deshalb frage ich lieber vorher alles durch, bevor ich eine falsche Entscheidung treffe. Viele Leute geben Hunde wieder ab, weil sie sich vorher nicht informiert haben – das möchte ich unbedingt vermeiden.
Wichtig ist zu verstehen, dass du eventuell nicht unbedingt einen Hund brauchst. "Verantwortung zu übernehmen" ist KEIN Grund für einen Hund.
Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass der Hund sich ausschließlich dir anpassen muss. Tut mir leid, aber unter diesen Umständen sehe ich keinen Hund. Eine Katze passt besser, das sage ich nicht aus Zynismus. Katzen kommen besser klar, da sie BEINAHE kompromisslos sind und meistens mit ein wenig Liebe und Futter absolut ruhige Zeitgenossen sind. Aber man muss sich auch auf die einstellen. Ganz ohne Anpassung geht es nicht.