Beiträge von Billieshep

    Als Ares ein Welpe war und mir unaufhörlich in die Haare gebissen hat, habe ich mir dir Haare abrasiert, 15mm. Danach hat der Welpe nie wieder irgendwelche Haare gekaut.

    Okay, Spaß beiseite, die Haare habe ich mir wirklich abrasiert, aber nicht wegen des Hundes. Wenn mir das Herumgebeiße vom Hund zu ruppig, also schmerzhaft wird, dann gebe ich den Hund etwas Unangenehmes zurück. Entweder halte ich dann die Schnauze fest, bis der Hund merkt, dass das doof ist, oder ich piekse auf die Zunge, wenn meine Hand eh schon im Maul ist und es mir echt weh tut.

    Meine jetzige Schäferhündin ist die ersten Male nach solch einer Korrektur/Spiegelung ihres Verhaltens total aufgedreht. Von außen betrachtet sah das dann für Unerfahrene wie ein Spiel aus, aber in Runas Fall ist das einfach nur ihre Reaktion auf unangenehme, neue Informationen. Sie hat dann immer wieder versucht zu beißen und hat sich reingesteigert, meine Antwort war immer dieselbe. Das hat sich dann nach ein paar Tagen gelegt.

    Vielleicht hilft es dir mal Videos von Welpen untereinander anzuschauen. Auch Videos von Mutti und ihren Welpen. Lass dich mehr auf die Hundesprache ein und versuch nicht bei einem Welpen schon mit der reinen Menschensprache zu kommen. Die Mischung macht's.

    Vielleicht hast du einfach Sehnsucht nach einem andren, einfacheren Hund, haha.....

    Ja, nennt sich Ares und liegt in Form von Asche bei uns Zuhause. Wobei der seine Macken hatte, die, da bin ich froh, Runa nicht hat.

    Ne, ich glaube nicht, dass ich einen "einfacheren" Hund haben will. Dazu müsste ich ja erstmal ein paar Jahre lang feststellen, dass Runa "nicht einfach" ist. Bisher ist sie nur jung:lol:

    Nur mal so 'ne Frage, und nein, ich schaffe mir jetzt keinen zweiten Hund an, aber:

    Die letzten Tage hat sich ein Gefühl ausgebildet einen zweiten Hund zu Runa zu halten. Ich kann mir nicht wirklich erklären woher diese wahnsinnige Idee kommt, denn sie ist VÖLLIG gegenteilig zur aktuellen Realität und würde mich VOLLKOMMEN überlasten (7 Monate alter junger Schäferhund, eigenwillig, kommt grade in die Läufigkeit und hat eine SEHR deutliche Pubertät).:ugly: Hatte jemand auch schonmal ähnlich irrationale Gedanken während einer stressigen Zeit mit Hund?

    Zur Pubertät: Als Ares in dem Alter war habe ich seine Pubertät garnicht gemerkt, der hat sich nie wirklich anders, vergesslicher oder extremer gezeigt als sonst. Der hat nur irgendwann mit einem Jahr begonnen das Bein zu heben. Ich finde bei Runa merkt man die Pubertät schon sehr. An einem Tag macht sie sich fantastisch und am nächsten Tag herrscht völliges Chaos. Ich bin wirklich froh, wenn die Junghundephase vorbei ist, nach einem Senior und einem Erwachsenen merkt man den Unterschied doch schon sehr:lol:

    Du schriebst von 3 Stunden täglich Gassi sogar mit einem "alten, verkrüppelten Hund" - und das ist defintiv nicht das, was ich geschrieben habe.

    Wir können auch da gerne unterschiedlicher Meinung sein. Ich denke nur, wenn jemand mit so bestimmten Worten konfrontiert wird, ist es wichtig, das Bild ein bisschen geradezurücken und zu zeigen, dass man das auch anders sehen kann.

    Ich finde es auch nicht egoistisch, für sich klar zu formulieren, was man gerne hätte und was nicht. Im Gegenteil. Dass man als Hundeanfänger vieles noch nicht weiß, hat ja mit Egoismus nichts zu tun.

    Es ist nicht egoistisch zu formulieren was man will, aber geht das was man will auch wirklich einher mit artgerechter Hunde-Haltung? MUSS man denn unter allen Umständen einen Hund halten?

    Ich denke da in letzter Zeit wirklich viel drüber nach, da mir immer wieder auffällt wie selbstverständlich es doch zu sein scheint in einer bestimmten Lebensphase einen Hund zu halten. Ich hinterfrage das. Stark. Es wirkt fast als würde man versuchen zwei gänzlich verschiedene Welten unter einen Hut zu bekommen, da kann doch nur jeder verlieren?

    Natürlich habe ich auch einige "festgefahrene" Ansichten über Hunde-Haltung und vertrete diese selbstverständlich. Nicht aus Böswilligkeit oder gar Überheblichkeit. Ich nutze klare Worte dafür. Zumindest hoffe ich das zu tun. Ich behaupte auch nicht alles zu wissen, ich laufe selber oft genug vor eigene Grenzen.

    Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass der Hund sich ausschließlich dir anpassen muss. Tut mir leid, aber unter diesen Umständen sehe ich keinen Hund. Eine Katze passt besser, das sage ich nicht aus Zynismus. Katzen kommen besser klar, da sie BEINAHE kompromisslos sind und meistens mit ein wenig Liebe und Futter absolut ruhige Zeitgenossen sind. Aber man muss sich auch auf die einstellen. Ganz ohne Anpassung geht es nicht.

    Sorry, Wohnungskatzen sollte man auch nicht in Einzelhaltung haben (ausser man hat ein älteres Exemplar aus dem TS, was vom Menschen bedauernswerterweise dazu gemacht wurde). Katzen sind zwar Einzeljäger, aber keine Einzelgänger. Wenn man Katzen vernünftig halten möchte, dann gibt es 2 Möglichkeiten: Wohnungshaltung oder gesicherter Freigang. Bei Wohnungshaltung sollte man sich erst recht bemühen, die Katzen möglichst auch geistig auszulasten. Viele ruhige Zeitgenossen sind eigentlich depressiv und haben aufgegeben. Ich halte selber neben meiner Hündin 5 Katzen in Wohnungshaltung und habe dafür entsprechend die Wohnung auf mehreren Ebenen für die Katzen eingerichtet. Und um sie auch geistig auszulasten gibt es auch Futtersuchspiele, diverse Intelligenzspielzeuge etc. Ich bringe im Herbst mal Blätter, mal Eicheln etc vom spazieren mit um all ihre Sinne anzuregen. Geistige Stimulation sollte auch bei Wohnungskatzen nicht zu kurz kommen. Wenn man Wohnungskatzen vernünftig halten möchte gehört da deutlich mehr zu als ein wenig Liebe und Futter.

    Okay, vielleicht sollte ich mal erläutern was ich mit "Liebe" im Kontext dieses Threads gemeint habe. Die TE hat gesagt, sie will Verantwortung übernehmen, mit denen von ihr geschilderten "Auflagen" gegenüber einem Hund, welche schon bei den Eigenschaften, die JEDER Hund aufgrund seines Hund-Seins mitbringt, sehe ich eben KEINEN Hund. Liebe gegenüber einem Tier bedeutet für mich, aus meinem Menschenverstand heraus, dass man sich im die Bedürfnisse kümmert. Ich sehe es oft bei Menschen, die ihre Katzen wirklich gern haben, dass sie sich wirklich Mühe gegeben, AUCH bei reinen Wohnungskatzen. Es wird sich mit ihnen auseinander gesetzt, sie bekommen verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten, gutes Futter (manchmal etwas viel) usw. Ich empfinde schon, dass Karzenhalter echt Spaß dabei haben ihren Stubentigern immer wieder was neues zu bieten und sich mit ihnen auseinander zu setzen. Wir können aber auch grundsätzlich vom Schlechtesten ausgehen und uns nur auf's Negative konzentrieren:

    Ich habe EINE Katze gesagt, weil ich damit die Tierart angesprochen habe. Ich hätte, um es jedem in diesem Forum Recht zu machen, auch jedes kleinste Detail der Katzenhaltung aufzählen können. Das Internet ist ÜBERFLUTET von Informationen, jemand, der inzwischen in der Gegenwart angekommen ist wird wohl kinderleicht die wichtigen Infos finden.

    Und um das Katzenthema auf persönlicher Note zu beenden:

    Ich habe zwei. Einer davon ist freiwillige Wohnungskatze, die andere nicht. Der Wohnungskater will nicht groß beschäftigt werden. Ich bin persönlich gegen die ausschließliche Wohnungshaltung von Katzen, es gibt sie aber trotzdem, für alles gibt es Gründe.

    Nochmal zur TE zurück:

    Ein Hund macht halt eine Menge Arbeit und fordert viel. Das kann gerade für Neuhundehalter EXTREM belastend sein, und wie ich bereits gesagt habe, schätze ich die TE aufgrund ihrer Schilderungen nicht als Person ein, die dafür "geeignet" wäre. Es sei denn in ihr schlummert ein geheimer Wunsch nach lebensverändernden Erfahrungen. Diese gehen jedoch selten rein über positive Verstärkung ^^

    Ich weiß nicht was du mit "kompromisslos" meinst - bedürfnislos? Kompromissbereit?

    Für Hunde soviel einzufordern, wie du es tust, aber eine Katze (in Einzelhaltung?) auf 50 qm in der Stadt mit bissel LIebe und Futter ist voll ok - sorry, das irritiert mich grad schon sehr.

    Katzen sagen in der Regel deutlich, wenn ihnen was nicht passt. Meiner Erfahrung nach können Menschen damit sehr gut umgehen. Bei Hunden hängt da auch sehr viel mit dem sozialen Umfeld zusammen, da gehen grundlegende Dinge oft unter.

    Was genau fordere ich denn hier ein?

    Du interpretierst grade ziemlich viel in meine Worte zur Katzenhaltung hinein.

    Ehrlich gesagt, wirkst du - zumindest auf mich - sehr überheblich.

    Mag sein, dass das auf dich so wirkt. Ändert nichts an meinem Gefühl zur TE.

    Den Aufwand für den Hund in Zeit zu bemessen, ist eigentlich nicht möglich. Der Hund verändert das ganze Leben. Man muss ihn immer mitdenken - wie lange bin ich weg, wann muss der Hund raus, kann ich ihn hier oder dort mitnehmen, solche Dinge. Er ist einfach immer im Hinterkopf. Das durchzieht den ganzen Alltag. Es geht also nicht nur um die "große Runde". Da sollte schon etwa ne Stunde am Tag drin sein, finde ich - plus die kleinen Löserunden.

    Nochmal zum "viel einfordern": Was du schreibst ist nichts anderes als das, was ich und andere bereits geschrieben haben.

    Genau, so ist es. Ich versuche gerade herauszufinden, welche Hundetypen es überhaupt gibt und welche Bedürfnisse sie haben. Ich lese oft, dass manche Hunde täglich mehrere Stunden Auslauf brauchen – das wäre für mich schwierig, weil ich zwar gerne spazieren gehe und auch jogge, aber nicht jeden Tag mehrere Stunden fest eingeplant haben möchte.

    WARUM willst du denn unbedingt einen Hund haben?

    tägliche Spaziergänge, mal 30–60 Minuten, und an anderen Tagen auch mal längere Runden oder 3–20 km, wenn es passt. Ich möchte einfach flexibel bleiben.

    Ein Hund verändert das Leben. Bei dir lese ich heraus, dass du nicht der Typ Mensch bist, der gerne die Kontrolle aufgibt. Du bist überhaupt nicht bereit die Bedürfnisse eines Hundes zu erfüllen. Entschuldige bitte, dass ich das so direkt sage, aber: Du wirkst sehr egoistisch.

    Und nur um dir mal eine Idee davon zu geben, wie bei uns tägliche Spaziergänge sind:

    2 Stunden morgens + 20-60 min nachmittags + 10 Minuten vor dem Schlafen gehen. Das ist ALLTAG! Und das sind wir auch mit unserem damals absolut ruhigen, genügsamen, verkrüppelten Althund gelaufen. Das würde ich auch mit einem Kleinspitz laufen, oder einem Basenji, oder einem Pudel oder Golden Retriever oder.....

    Tage mit weniger sind eher die Ausnahme, entweder, weil der Hund müde wirkt oder ich krank bin. Im Frühling und Sommer sind wir wesentlich mehr unterwegs.

    Mir ist wichtig, dass der Hund auch mal Ruhe geben kann, während ich arbeite. Ich kann Pausen machen, mit ihm spielen usw., aber ich brauche auch Phasen, in denen er entspannt ist und nicht nonstop Action braucht. Gleichzeitig möchte ich keinen Hund, der komplett „auf 180“ ist, die Wohnung zerstört oder gar nicht alleine bleiben kann, wenn ich mal ins Gym oder einkaufen gehe.

    Sowas ist nicht nur Erziehungssache. Jeder Hund wird bei dem von dir beschriebenen Lebensstil unruhig, unausgeglichen werden. Vielleicht wird er depressiv, wenn du Glück hast.

    Es ist wirklich wichtig, dass du dir selbst die Frage EHRLICH beantwortest: Warum möchte ich einen Hund haben?

    Sauberkeit ist mir wichtig,

    Hunde bringen Dreck, das ist unumstößlich. Du kannst nur den Dreck durch Eigeninitiative minimieren. Den Hund interessiert dein Faible für Sauberkeit nicht. Übrigens übergeben sich Hunde oft. Zumindest im Vergleich zum Menschen. Sie brauchen auch Zeug zum Kauen, einiges davon stinkt bestialisch. Hunde haben Analdrüsen, die sich auch mal entleeren können, wenn der Hund vor etwas erschrickt. Die Dinger verstopfen übrigens auch gerne.

    Insbesondere, wenn Hunde schlecht ernährt und nicht viel bewegt werden.

    Ich will Verantwortung übernehmen und den Hund langfristig behalten, deshalb frage ich lieber vorher alles durch, bevor ich eine falsche Entscheidung treffe. Viele Leute geben Hunde wieder ab, weil sie sich vorher nicht informiert haben – das möchte ich unbedingt vermeiden.

    Wichtig ist zu verstehen, dass du eventuell nicht unbedingt einen Hund brauchst. "Verantwortung zu übernehmen" ist KEIN Grund für einen Hund.


    Ich lese aus deinen Beiträgen heraus, dass der Hund sich ausschließlich dir anpassen muss. Tut mir leid, aber unter diesen Umständen sehe ich keinen Hund. Eine Katze passt besser, das sage ich nicht aus Zynismus. Katzen kommen besser klar, da sie BEINAHE kompromisslos sind und meistens mit ein wenig Liebe und Futter absolut ruhige Zeitgenossen sind. Aber man muss sich auch auf die einstellen. Ganz ohne Anpassung geht es nicht.