Verbellen und Stubenreinheit, ich brauche Rat

  • Hallo,

    ich brauche Rat. Mein Hund ist seit Kurzem spürbar in der Pubertät angekommen, er hat sich sehr im Verhalten, aber auch körperlich geändert.

    Ein negativer Zug davon ist das Verbellen. Und zwar verbellt er (mit und ohne Leine) Menschen und Hunde. Heute zum Beispiel einen Nachbarn, der ihn aber kennt und nur amüsiert lächelte, da er nicht in Griffweite war (Situation entstand spontan im Gemeinschaftsbereich) wollte er sogar hinlaufen, würde er sonst nie ohne Kommando tun. Ich habe dann meinen Schlüsselbund auf den Boden gepfeffert und ihn angezischt, er soll herkommen, was er dann auch tat, trotzdem hatte er noch einen Kamm we ein Rottweiler und hat noch dreimal nachgekläfft.

    Aber auch wenn wir an Menschen oder Tieren vorbeigehen führt er sich manchmal so auf. Ich versuche ihn auf mich zu konzentrieren, lass ihn notfalls absitzen oder Blickkontakt aufnehmen, aber ich habe den Eindruck meine Bemühungen stacheln ihn eher an.

    Ausserdem geht mir die Fäkaliengeschichte langsam aber sicher auf die Nerven. Er ist erst mit sechs Monaten einigermassen stubenrein geworden und die letzten Tage hat er wieder jede Nacht einen Haufen auf den Teppich gesetzt. Es ist eine extreme Belastung für meine Familie ständig Kot in der Wohnung zu haben. Es ist widerlich und ich scheuer und desinfizier ständig die Teppiche. Heute Abend hatte er dann eine Kotz- und Durchfallattacke, hat sich aber geweigert beides draussen zu tun. Also habe ich statt zu Abend zu essen Fäkalien weggeputzt.

    Hört das denn irgendwann auf? Er ist nicht mein erster Hund, aber der erste der sich dermassen dämlich stellt um stubenrein zu werden.

    Liebe Grüsse, Biomais

  • Wie sind denn die Fütterungszeiten `??
    Hat der Hund Gelegenheit ,sich auf ausreichend langen Spaziergängen,zu lösen.Und wann, auch abends.

    An Problemen sind immer zwei beteilig.


    gruss
    Norbert

  • Zitat

    Wie sind denn die Fütterungszeiten `??
    Hat der Hund Gelegenheit ,sich auf ausreichend langen Spaziergängen,zu lösen.Und wann, auch abends.

    An Problemen sind immer zwei beteilig.


    gruss
    Norbert


    Hallo Norbert,

    Mein Hund darf um 7:30 (kurz) raus, um 8:30 (kurz), um 9:30 (eine Stunde mindestens), um 12 (kurz) um 13:30 (kurz), 14 (kurz) 16 (eine Stunde mindestens), um 18 Uhr, um 20 Uhr, um 22 Uhr, um 24 Uhr. Jeweils kurz, bzw. um 20 Uhr eine halbe Stunde wenn Mann keine Nachtschicht hat. Das sind alles Mindestangaben, oft fallen kurze Spaziergänge auch länger aus.
    Ich denke er kommt wirklich häufig genug raus, er löst sich sehr häufig (Pipi geht aber nicht mehr in die Wohnung) und macht mindestens zwei, eher vier Haufen draussen. Er bekommt Markus Mühle und zwar über den Tag verteilt beim Lernen. Nur morgens bekommt er eine kleine Hand voll in den Napf um etwas im Magen zu haben.

    Edit: Die engen Zeiten ergeben sich teilweise aus meinem Tagesablauf, zwei Stunden hält er schon aus, dann wirds aber dringend.

  • Das er bei dem wenigen Futter bis zu vier Haufen macht, ist viel.
    Könnt ihr es einrichten die "16 Uhr Stunde" auf später zu verlegen.
    z.B. auf 20 Uhr,warum gehst du nicht um 20 Uhr wenn dein Mann nicht da ist.?

    Das rausgehen, spielt sich das in Ruhe ab,oder muss es da schnell gehen.
    Der Hund muss sich in Ruhe lösen können.
    Hört sich alles ein bisschen Hektisch an.

    Gruss
    Norbert

  • Zitat

    Hallo,


    Ausserdem geht mir die Fäkaliengeschichte langsam aber sicher auf die Nerven. Er ist erst mit sechs Monaten einigermassen stubenrein geworden und die letzten Tage hat er wieder jede Nacht einen Haufen auf den Teppich gesetzt. Es ist eine extreme Belastung für meine Familie ständig Kot in der Wohnung zu haben. Es ist widerlich und ich scheuer und desinfizier ständig die Teppiche. Heute Abend hatte er dann eine Kotz- und Durchfallattacke, hat sich aber geweigert beides draussen zu tun. Also habe ich statt zu Abend zu essen Fäkalien weggeputzt.

    Hört das denn irgendwann auf? Er ist nicht mein erster Hund, aber der erste der sich dermassen dämlich stellt um stubenrein zu werden.

    Liebe Grüsse, Biomais

    Vieleicht hat er sich auch einen Infekt eingefangen. Erbrechen und Durchfall können ja durchaus dafür sprechen, und auch das er seit ein paar Tagen wieder nachts einen Haufen macht. Wenn der Darm nicht richtig arbeitet kann der arme Kerl ja auch nichts dafür. Und er wird sich auch nicht geweigert haben, sondern das kommt ja dann auch plötzlich. Hatte ich grade auch bei meinem kleinen Racker. Der hat auch auf einmal nachts wieder Haufen gemacht in die Wohnung, ganz ungewöhnlich, und 2 Tage später kam dann Durchfall und Erbrechen dazu. Er hatte sich irgendwie den Magen verdorben, entweder etwas gefressen was ihm nicht bekam oder aber halt ein Infekt.

  • Hi, wenn er dir jede Nacht einen Haufen ins Zimmer setzt, dann muß er nachts eben einen Haufen. Eddi hat auch gerade.

    Du scheinst das ganze Futter bis auf eine Hand voll am Morgen zu Übungszwecken zu verwenden. Der Hund hat also ständig was im Magen. Ist doch klar, daß er dann auch nachts groß muß.
    Das sind die Brocken welche er zwischen 17 und 22 Uhr bekommen hat. Laß sie weg und gib ihm 16 Uhr die letzte Mahlzeit.
    Dann macht er den Haufen in der letzten Gassirunde.

    Wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Hund durchhält, dann sperre ihn in einen Bereich ohne Teppich.

  • Vielleicht liegts auch am Futter. Ich hatte schon Futter von dem Merlin ständig koten musste. Da kann ich nicht erwarten dass ein Hund die ganze Nacht den Hintern zusammenkneift wenn ein Futter wirkt wie ein Abführmittel.
    Ich würde regelmäßig füttern, gegen Abend gar nichts mehr. Und natürlich auch in Betracht ziehen dass der Hund einfach krank ist, und nicht dämlich!

  • Nun das mit der Stubenreinheit wurde ja schon geklärt.

    Ich gehe mal auf das Verhalten ein. Dein Hund ist in der Pubertät und er versucht nun seine Grenzen zu finden und entsprechend auch mal zu testen, was Gesetz ist.
    So wie es sich anhört, meint er nun, das er die Kontrolle hat und entsprechend verhält er sich auch.
    Ich würde mal ganz genau schauen, wo man was in der Haltung verbessern kann und dem Hund wieder vermittelt, das du alles im Griff hast und du sagst wo es langgeht und das auch deinem Hund immer und immer wieder ausstrahlst. Bis er sich wieder an dir orientiert, sollte er erst mal nicht ohne Leine laufen, sondern eher an der Schleppleine, so das du immer einen Einfluss darauf hast. Und dann heißt es üben üben und noch mal üben. Ruhiges und entspanntes Verhalten wird bestätigt und jegliches andere Verhalten würde ich geflissentlich ignorieren und entweder selbstbewusst die Richtung ändern und Hund ans Geschirr nehmen und vorbei führen. Dazu vielleicht noch die eine oder andere Änderung im alltäglichen Leben und in der Wohnung.

  • Zitat

    Das er bei dem wenigen Futter bis zu vier Haufen macht, ist viel.
    Könnt ihr es einrichten die "16 Uhr Stunde" auf später zu verlegen.
    z.B. auf 20 Uhr,warum gehst du nicht um 20 Uhr wenn dein Mann nicht da ist.?

    Das rausgehen, spielt sich das in Ruhe ab,oder muss es da schnell gehen.
    Der Hund muss sich in Ruhe lösen können.
    Hört sich alles ein bisschen Hektisch an.

    Gruss
    Norbert

    Hallo Norbert,

    ich habe kleine Kinder. Wenn mein Mann nicht da ist gehe ich daher nur auf die Wiese hinter dem Haus. Er hat genügend Zeit und löst sich auch jedesmal und darf danach noch ausgiebig schnuffeln. Bei Regenwetter wie im Moment ist er nach dem Pipimachen aber meist schneller in der Wohnung als ich gucken kann. Barfen möchte ich nicht, ich tu mich schon schwer für meine Menschenfamilie zu kochen.

    Hallo Odin und Ich,

    ein Infekt ist schon möglich, jedenfalls würde das unseren gestrigen Abend erklären, aber die vorhergehenden hat er einfach ganz normale Haufen gemacht. Und zwar nachts, obwohl er nur sieben Stunden durchhalten muss und das normal auch "schon" kann.

    Hallo Eddis,

    normal hält er durch von Mitternacht bis sieben Uhr, erst seit ein paar Tagen macht er das wieder.
    Er bekommt das letzte Mal gegen 20 Uhr etwas zu fressen, aber auch nicht viel, nur bei der zehnminütigen Übungseinheit hinter dem Haus, den Hauptteil bekommt er vormittags und nachmittags. Um 16 Uhr die letzte Mahlzeit fände ich ganz schön lang, dann müsste er bis zur nächsten mindestens 15 Stunden durchhalten.

    Ihn wegsperren fände ich blöd. Er möchte neben meinem Bett schlafen und ich gönne ihm das gerne.

    Hallo Greta,

    sein Futter bekommt er eigentlich schon lange, dann müsste das Verhalten doch auch schon lange bestehen. Gestern ging es ihm mit Sicherheit nicht gut, aber das "entschuldigt" (blödes Wort in dem Zusammenhang) seine Haufen der vorhergehenden Nächte nicht. Ein Problem ist auch dass er sich gegen 22 Uhr und Mitternacht nicht mehr gerne löst, da hüpft er meistens echt nur auf die Wiese zum Pinkeln und rennt dann zurück. Ich muss ihn an die Leine nehmen, damit er überhaupt einen Haufen macht.

    Hallo Cerridwen,

    was würdest du denn z.B. ändern? Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht wenn man selbst in der Situation ist und ich wüsste im Moment nicht wie oder vor allem was ich ändern sollte. Die Situation gestern mit den Nachbarn entstand übrigens am Auto, daher war er nicht angeleint (ich wollte ihn grad einladen und die Distanz von Haustür zu Auto beträgt nur wenige Meter). Und eigentlich kennt er den Nachbarn auch.
    Wie auch immer, er liess sich abrufen wenn auch mit verstärktem Einsatz. Ansonsten ist er in der Siedlung angeleint.

    Danke allen für eure Anregungen.

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