Welpe spielt nach dem "Schimpfen"
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Hallo,
ich habe seit letzter Woche Samstag einen zehn Wochen alten Huskywelpen und im Großen und Ganzen klappt alles schon ganz gut, sie verrichtet ihr Geschäft meist draußen, frisst gut und regelmäßig, spielt und schläft viel und ist verschmust.
Allerdings ist mir etwas aufgefallen was mich ein bisschen irritiert.
Wenn sie sich doch mal in der Wohnung löst, macht sie es nicht mehr in dem Zimmer in dem sie sich meistens aufhält sondern im Wohnzimmer, wahrscheinlich, weil sie ihren eigenen Schlafplatz sauber halten will, denke ich. Aber wenn ich ihr mit einem strengen "Pfui" sagen will, dass sie das nicht darf, beachtet sie mich nicht viel, rennt wieder in ihr Zimmer und spielt. Dazu muss ich sagen, dass ich alle 2 Stunden mit ihr Gassi gehe und zwischendurch nochmal wenn ich sehe sie hechelt nach dem Schlafen oder schnuppert mir zu viel. Allerdings hat sie so viel Unsinn im Kopf, dass man leicht mal den Überblick verliert.
Ich bin mein Leben lang mit Hunden aufgewachsen, aber alle haben zumindest irgendeine Reaktion gezeigt, wenn man in strengem Tonfall mit ihnen gesprochen hat. Dass sie noch ab und zu in die Wohnung macht, ist halb so schlimm, dass ist ja normal sie ist schließlich nicht einmal eine Woche bei mir, allerdings verwundert mich ihr Verhalten doch ein wenig, vor allem weil ich mir Gedanken darüber mache ob sie überhaupt versteht, dass sie das nicht darf. Vielleicht liegt es daran, dass sie so ein großes Selbstbewusstsein hat, sie hat nicht einmal Respekt vor meiner 11 Jahre alten Malteserhündin. Dass ich ranghöher bin hat sie denke ich schon verstanden, weil ich darauf achte mich ihr nicht unbewusst unterzuordnen. D.h. sie darf erst durch die Tür nachdem ich durchgegangen bin, erst an ihren Napf wenn ich es sage und natürlich darf sie nicht auf die Betten und Sofas. Kann das mit dem Spielen auch Verlegenheit sein? Daran habe ich auch gedacht, aber ich wollte mir trotzdem mal Rat holen, weil mir so ein Verhalten bisher noch nicht bekannt war.
Liebe Grüße, Chantal - Vor einem Moment
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Hallo,
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Hallo,
sie ist ein 10 Wochen junger Welpe und am Samstag erst eingezogen.
Dass sie noch nicht stubenrein sein kann, ist dir bereits klar...
Genauso wenig kann ein Hund in dem Alter das strenge Wort "pfui" auch noch nicht verstehen - damit kann sie nichts anfangen.
Zudem ist es auch Sicht des Hundes doch etwas völlig Normales, was sie macht: Pinkeln
Es dauert eben, bis so ein Welpi kapiert, was gemeint ist.
Nebenbei bemerkt, ist es sowieso meistens zu spät, bis der Mensch reagiert und der Hund hat längst uriniert - da hilft nur noch die kommentarlose Beseitigung des Malheurs.
Setze vielmehr darauf, deinen Welpen draußen in höchsten Tönen zu loben, wenn er es richtig macht.
Wenn du sie beim Pinkeln im Haus erwischt, nimm sie schnell hoch, dann halten sie ein und ab raus mit ihr - draußen loben.
Respekt haben so verspielte Welpen nicht, dein Ersthund wird sie schon zurechtweisen, wenn sie zu frech wird.
Sie hat übrigens noch nicht verstanden, dass du ranghöher bist, indem du zuerst durch die Tür gehst oder sie nicht auf das Sofa darf.
Von dieser These ist man abgegangen.
Ein Chef zeichnet sich anders aus:
Ruhe, berechenbar, vermittelt Sicherheit, Vertrauen usw.Fazit: Du hast einen völlig normalen Welpen!
Gruß
Leo -
Leo, wie immer klasse geschrieben

Was ich noch hinzufügen möchte, versuch dieses Rudelgedöns mal aus Deinem Kopf zu kriegen. Du bist weder ein Hund noch ein Wolf. Der Hund ist ein Mitglied in Eurem Familienverband nicht mehr und nicht weniger.
Was Du beschreibst ist einfach eine Reaktion auf Deine Stimmung. Du bist sauer, wirst das anhand Deiner Körperhaltung und Stimme auch ausdrücken und sie macht sich dann lieber aus dem Staub, was völlig normal ist.
Wie Leo schon schreibt, wegmachen draußen wie blöde loben und ruck zuck ist sie trocken

Gruß
Bianca -
sag das strenge "pfui" bitte zu dir selbst - den welpen strafen zu wollen für etwas, wofür der kleine gar nix kann, ist recht gemein, unsinnig und führt garantiert nicht zu dem von dir gewünschten verhalten!
lass deinen hund im zuhause ankommen. lerne, ihn zu "lesen" und dadurch früh genug vor die tür zu setzen, dann passieren solche malheure immer weniger. und wenn das hundchen doch mal zu schnell war, putz es kommentarlos auf. keine strafe!!! denn wenn deine strafe helfen würde, würde der hund schon nicht mehr reinpinkeln. so, wie du es jetzt praktizierst, riskierst du nur deinen hund zu verunsichern oder gegen spätere "ernste" ansprachen komplett abzustumpfen! und du förderst das nicht-melden!bei uns war es so: wenn welpi aus dem schlaf erwacht war, musste sie. wenn sie gegessen hatte, musste sie. wenn grade gespielt wurde und ne pause anstand, musste sie... usw
diese eigenheiten kennt man ja relativ bald, wenn man den hund einigermaßen genau beobachtet. und dann muss man das raustragen einfach immer auf 5min vor pipi legen
wenn der hund zb seit 2 stunden schläft, würd ich ihn eher selbst wecken und raustragen, als dass ich auf das selbständige aufwachen warten würd. denn sonst isses wie du sagtest:viele hunde melden sich in diesem alter noch nicht "lautstark", eher noch durch unruhe oder so. das kommt - wenn überhaupt - erst später.
wenn du möchtest, dass sie sich meldet, musst du ihren radius einschränken: in einer box oder angebunden wird sie sich eher melden, wenn sie raus muss.das ranghöher-gehabe kannst du dir übrigens auch gleich an den hut stecken. lehre deinem hund, dass er dir vertrauen kann, dass du sein bester freund bist und dass dir die sonne aus dem a*** scheint
vermeide das völlig unnötige dominanzgetue...viel erfolg!!
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Danke für die Antworten
Hab mir im Grunde schon gedacht, dass es normal ist war nur etwas ungewohnt sag ich mal
Was den Rudelgedanken angeht denke ich, dass der Hund schon wissen muss wo er steht alleine schon um sich sicher fühlen zu können. Ich bin auch kein Freund von ständigem Gängeln und Rumhantieren am Hund, schließlich hat jedes Tier seinen eigenen Charakter, aber bis sie sich eingelebt hat und ein bisschen ruhiger geworden ist helfen ihr solche routinierten Abläufe nur dabei, sich in die Familie zu integrieren.
Ansonsten betüddel und verwöhn ich meinen kleinen Welpen, damit er eine möglichst unbeschwerte Jugend genießen kann
Und wenn man später unter erträglichen Bedingungen leben können will, muss ein Husky wissen wo er steht, sonst kann man später Gassi fliegen
Liebe Grüße, Chantal -
Zitat
Und wenn man später unter erträglichen Bedingungen leben können will, muss ein Husky wissen wo er steht, sonst kann man später Gassi fliegen
Da hast du Recht, jeder Hund sollte wissen, wo er steht!
Aber: Dabei ist nicht entscheidend, wer zuerst durch die Tür geht oder zuerst isst und der Rest ergibt sich von selbst....
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Tut mir leid, aber ich habe nicht gefragt wie man einen Hund stubenrein bekommt :/ Man muss dem Hund sagen, dass er etwas falsch gemacht hat. Und nebenbei lobe ich 3745234652384 mal mehr, als dass ich "schimpfe". Ich werde nichtmal laut, sondern ändere meinen Tonfall. Und da merkt selbst ein Welpe Oh was ist denn jetzt. Und ein Hund ist ein RudelTIER. Kein menschliches Familienmitglied, es ist für Hund und Halter besser, wenn beide wissen woran sie sich zu halten haben. Nebenbei beobachte ich meinen Hund jede Minute, nur wissen sicherlich Welpenerfahrene, dass man nicht immer durch Schnüffeln oder sonstige Anzeichen gewarnt wird
Nebenbei gehe ich mit meinem Welpen alle 2 Stunden, jeden Tag ziemlich genau zur gleichen Zeit damit sich ihr Rhythmus ein wenig einspielt, und zusätzlich noch nach jedem Aufwachen, Fressen und pinkelvoraussagenden Aktionen. Nur wenn man mit einem Hund gerade wieder die Wohnungstür reinkommt und er vor nicht einmal fünf Minuten draußen sein Geschäft verrichtet hat und danach in Wohnung pinkelt muss man ihm zeigen, dass Wohnung und Draußen nicht das gleiche ist und das geht eben nicht nur mit Loben. Ein Hund kann nur verbinden, nicht selbstständig denken.
Liebe Grüße, Chantal. -
Ups noch was vergessen
Einen Hund anzubinden um ihm praktisch die Bewegungsfreiheit zu nehmen finde ich viel schlimmer als ihm mit einem Pfui zu sagen das ist nicht richtig. Ist meine Meinung, ich will nicht, dass mein Hund sich eingeengt fühlt sondern noch seinen eigenen Kopf haben kann. Schließlich will ich keinen gedrillten, angsterfüllten Teppichporsche, sondern einen selbstbewussten, glücklichen Begleiter. -
Zitat
Tut mir leid, aber ich habe nicht gefragt wie man einen Hund stubenrein bekommt
Dann entschuldige bitte die Hinweise dazu.
ZitatUnd ein Hund ist ein RudelTIER.
Wer bestreitet das denn?
ZitatKein menschliches Familienmitglied, es ist für Hund und Halter besser, wenn beide wissen woran sie sich zu halten haben.
Das betreitet auch niemand. Fragt sich nur, wie man vorgeht.
ZitatNur wenn man mit einem Hund gerade wieder die Wohnungstür reinkommt und er vor nicht einmal fünf Minuten draußen sein Geschäft verrichtet hat und danach in Wohnung pinkelt muss man ihm zeigen, dass Wohnung und Draußen nicht das gleiche ist und das geht eben nicht nur mit Loben.
Wenn man mit Hunden aufgewachsen ist, weiß man, dass auch das passieren kann und warum es passiert.
- Vor einem Moment
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