Welpe spielt nach dem "Schimpfen"
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Das kommt echt auf den Hund an.
Ich dachte auch immer, das ist totaler Quatsch... Aber es gibt solche Hunde... Bluey ist so einer... Sobald man von dem etwas wenige Male verlangt hat, tut der es selbständig... Aber wehe es passiert dann nicht, was er erwartet.. dann wird der richtig stinkig...
Kennt jemand das Buch: man nennt mich Hundeflüsterin, von der Christiane Rohn? Da schreibt sie oft von solchen Hunden, die man nicht bestechen kann, die so selbstbewußt und intelligent sind. Die man nicht mit normalen Methoden erziehen kann. Ich dachte echt immer, daß ist alles nur Gerede... Aber Bluey ist so... Mein Freund hat schon viel länger Hunde als ich, ist schon seit 20 Jahren Hundetrainer... Selbst der sagt, daß er noch nie so nen Hund wie Bluey kennen gelernt hat. Auch mein Trainer im Verein (seit 30 Jahren Hundesport und seit ewig langer Zeit Trainer) verzweifelt oft genug an Bluey, weil der auch im Hundesport Dinge anders lernt, als andere Hunde...
Ich würde nicht sagen, daß Bluey schwierig ist. Er ist sogar sehr einfach, wenn man weiß, wie man ihn zu nehmen hat. Aber bis es soweit war, hat der mir jede Menge Nüsse zu knacken gegeben.Deswegen halte ich nicht mehr so viel von den Ritualen... Ich bringe meinen Hunden lieber Höflichkeit bei und koppele das nicht an solche Dinge... Meine Hunde müssen im Auto auch warten, bis ich was sage, daß sie raus dürfen. Da ist mir aber egal, ob sie stehen, sitzen oder liegen. An der Haustür genauso... Und in vielen anderen Situationen ebenso. An der Straße würde ich mich beispielsweise eh nie drauf verlassen wollen, daß der Hund beim Anblick einer Katze noch weiß, was ein Bordstein ist, deswegen spreche ich sie da an und verlange situationsbedingt ein mitgehen, ein sitzen, ein stehen, ein Anschauen....
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Zitat
Die meisten Hunde/Rassen nehmen Rituale nicht übel und kämen nie auf die Idee damit zu testen.ich habe da andere erfahrungen gemacht. jeder hund testet in einem gewissen alter und fragt mal an, ob die spielregeln ernst gemeint sind und probiert, ob man mal über eine änderung nachdenken könnte - der eine mehr, der andere weniger.
rituale sind in der erziehung eher hilfreich - nicht nur bei hunden.

gruß marion
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Und nochmal zu dem mit durch die Tür gehen: Ich habe sicherlich nicht vor, dass ihr ganzes Hundeleben zu machen sondern ich mache es alleine schon deshalb, weil sie anfangs Angst hatte in den Hausflur zu gehen, so sieht sie es passiert nichts, Frauchen geht auch raus, dann kann nichts schlimmes dabei sein. Und es hat noch einen Vorteil: Ich lasse sie nicht die Treppen steigen, weil sie noch viel zu weiche Knochen hat und trage sie die Treppen hinunter, nur würde sie viel lieber selbst laufen
Und wenn ich vor ihr stehe kann ich sie nunmal viel leichter hochheben, als wenn ich sie erst durch das halbe Treppenhaus jagen muss. Und mehr Rangordnungs"gehabe"
gibts bei mir auch nicht wirklich. Weil ich nicht auf Regeln stehe die keinen Sinn haben. Aber solange sie meiner kleinen Hündin helfen und sie für mich selbst nachvollziehbar sind, kann ich nichts schlechtes dabei finden. -
Naja, ich sehe schon. Wir reden ein wenig aneinander vorbei...
Ich bringe meinen Hunden lieber bei, daß sie verstehen, um was es mir geht. Nämlich daß sie sich an mir orientieren... Dann brauchen wir auch keine festen Handlungen...
jeder wie es ihn und den Hund glücklich macht und nützt... Bei Bluey wäre es fatal. Ihr kennt ihn halt nicht...
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Zitat
Meine Hunde müssen im Auto auch warten, bis ich was sage, daß sie raus dürfen. Da ist mir aber egal, ob sie stehen, sitzen oder liegen. An der Haustür genauso... Und in vielen anderen Situationen ebenso. An der Straße würde ich mich beispielsweise eh nie drauf verlassen wollen, daß der Hund beim Anblick einer Katze noch weiß, was ein Bordstein ist, deswegen spreche ich sie da an und verlange situationsbedingt ein mitgehen, ein sitzen, ein stehen, ein Anschauen....
das sind für mich alles rituale.

gruß marion
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Das ist schon klar, dass man nicht seinen kompletten Tagesablauf mit Ritualen und Regeln strukturieren kann, weil immer etwas unvorhergesehenes passieren kann, aber manche Dinge wiederholen sich ja Tag für Tag. Und wenn ich beispielsweise sage: Geh auf deinen Platz, dann darf sie auch ruhig währenddessen auf ihrem Knochen herumkauen oder ein bisschen mit ihrem Spielzeug blöd spielen, dagegen habe ich auch nichts.
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Das meine ich ja mit aneinander vorbei reden... Ich nenne das Regeln. Regeln sind wichtig und machen Sinn...
Rituale sind für mich steife feste Gewohnheiten, die der Hund binnen kürzester Zeit auswendig kann und zu seinem Vorteil nutzen könnte, wenn er wollte, oder dies auch tut...
Meistens merken die Menschen ja gar nicht, daß der Hund dann schon das Sagen hat und wundern sich dann irgendwann drüber, wenn was ganz anderes schief läuft bezüglich Kontrollkomplex. Weil oft genug meinen Hunde, die bestimmen, daß es mit dem Sitz jetzt Futterchen gibt, daß das eben ihr Napf ist und verteidigen dann mal gerne... Klar, nicht nur deswegen, aber trägt halt dazu bei...Ich wollte nur darauf hinweisen, daß man im Auge behält, daß man selbst die Kontrolle hat und nicht durch solche festen Gewohnheiten an den Hund abgibt, ohne es zu merken... Ich hoffe, Ihr versteht mich jetzt richtig....

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Meine Hund lernen (lernten) auch sich an mir zu orientieren und dazu brauche ich auch keine Rituale.
Aber Rituale schleichen sich ganz normal in den Alltag und in das ganz normale Leben ein und meist ohne das wir Menschen uns da immer so ganz bewusst sind.
Im Auto warten egal wie ist da doch eher ein Ritual, während eine Regel doch eher ist, das zum Beispiel Menschen nicht angesprungen werden. -
mmmmmh... Das ist jetzt wohl Auslegungssache...
Bei mir ist es halt mit Bluey wirklich so, daß ich eben aufpassen MUSS, daß sich nix im Alltag einschleicht... Bluey nutzt so etwas gnadenlos aus und dann wundert man sich plötzlich, warum er einen nicht ins Schlafzimmer lassen will, warum er die Kröte rumschickt, warum er dies oder jenes nicht mehr zu lassen will. Und er manipuliert nicht mit süßem Blick, sondern wird dann echt richtig stinkig... Passe ich auf, habe alles im Griff, lasse keine Routine aufkommen und achte auf wirklich 99 % ige Kontrolle meinerseits, haben wir null Probleme und Bluey ist der sanftmütigste treueste verläßlichste Hund der Welt... Aber wehe, man ist mal unaufmerksam, gibt unbewußt das ein oder andere an ihn ab, so belanglos es auch scheinen mag.. Die Quittung bekommt man schneller als man denkt...
Ich weiß schon, daß Bluey da die riesige Ausnahme ist, aber das prägt mich halt... -
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