Ziehen an der Leine die 1000. :-))))

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  • Hallo Ihr Lieben,

    auch wenn ich bereits über die Suchfunktion gegangen bin, hilft mir das alles nichts.

    Unser Hund ist 3 Jahre alt und wir haben ihn, seit er 9 Wochen ist.

    Wenn ich mit ihm allein spazierengehe, ist es mit dem Ziehen nicht ganz so schlimm, höchstens 5%. Wenn wir aber mit der Familie (Kids) unterwegs sind, drehen wir mit ihm am Rat. Das war von Anfang an so und wir haben bis heute keine Lösung gefunden. Die Züchterin meinte, das wäre völlig normal, er wollte bei seinem Rudel bleiben. Ja klasse, aber muss ich mich deshalb wie doof von ihm durch die Gegend ziehen lassen. Es sieht immer wie folgt aus. Gehen wir zusammen und er schnüffelt und macht Pipi und die anderen gehen schon ein Stück vor, fängt er an wie irre zu ziehen. Da ist es egal, ob sie 2 m weiter sind oder 20 m. Wir haben schon alles probiert. Stehenbleiben, dann setzt er sich hin und fängt im schlimmsten Fall an zu bellen oder er springt wieder auf, wenn er merkt es geht nicht weiter, kommt einmal zu mir zurück gedüst, um direkt wieder Gas in die andere Richtung seiner Leute zu geben.
    Richtungswechsel auch probiert, war die Hölle, weil ich ihn da regelrecht hinter mir herschleifen musste, weil er ja dadurch noch weiter von dem Rest des Rudels entfernt wurde.
    Er ist dann auch total hektisch bei diesen Spaziergängen, sodass es wirklich keine Freude macht. Er gähnt sehr oft, was ich als Streß deute (??? oder???) und hechelt auch wie sonst weiß, weil er sich ja selbst unheimlich unter Druck setzt.

    Einen mobilen Trainer können wir uns zurzeit finanziell nicht leisten, also nehmen wir ihn dann nicht mehr mit??? ist ja nicht die Lösung, dafür habe ich mir keinen Hund angeschafft.

    Hatte von Euch jemand schon einmal so ein Problem???

    LG Anja

  • Hallo Anja,

    was ist es für ein Hund?

    Warum läuft denn der Rest der Familie vor? Vielleicht wäre es einfacher, wenn ihr alle zusammenbleibt.
    Gut, damit ist das Problem nicht aus der Welt, doch es stellt sich mit eine andere Frage:
    Warum zieht er?
    Kennt der das Kommando "Fuß" nicht?
    Mit 3 Jahren sollte ein Hund in der Lage sein, dieses KOmmando ordentlich auszuführen.

    Du schreibst, dass er sonst gut an der Leine geht.

    Irgendwie passt das alles nicht zusammen.

    Wie verhält er sich im Freilauf, wenn die Gruppe auseinandersplittet?

  • Hi,
    also es ist ein deutscher Boxer.

    Ehrlich gesagt, fände ich es ziemlich doof, wenn die ganze Family immer stehen bleiben sollte, wenn der Hund mal irgendwo anhält und wie Du ja auch schon sagtest, löst dies das Problem nicht.

    Er kennt das Kommando Fuß, aber wie meinst Du das??? Soll ich ihn den ganzen Spaziergang über im Fuß lassen. Eigentlich lass ich ihn recht locker laufen und höchstens mal so 5 Min. im Fuß.

    Also bisher hatten wir es noch nicht, dass er im Freilauf war und wir auseinandergesplittet sind.

    Er ist wirklich wie hochgepuscht, wenn wir zusammengehen, bereits beim ersten Schritt vor der Tür.

    Ich denke schon, dass die Ursache die ist, dass er vorlaufen will, um alles unter Kontrolle zu haben bzw.sein Rudel zu beschützen.

    Aber jetzt müsste ich noch wissen, wie ich ihm das abgewöhnen kann bzw. klarmachen kann, das dies nicht nötig ist.

  • Deinem Hund fehlt die nötige Erziehung. Es kann tatsächlich sein, dass er meint, die Familie unter Kontrolle halten zu müssen, Mücke wäre auch so ein Kandidat, wenn man ihn lassen würde.

    Du musst grundsätzliche Dinge mit ihm klären, dass er eben NICHT alles regeln muss und dass DU das Sagen hast. Ich würd mal tippen, dass du da bereits zu Hause beginnen müsstest.

  • Hi Mücke,
    ja - wahrscheinlich bringst Du es auf den Punkt.

    Wir haben mit ihm die Hundeschule besucht, als er klein - ca. 1 Jahr alt war. Auf dem Hundeplatz hat alles hervorragend funktioniert und wir sind manchmal in der freien Wildbahn verzweifelt, weil nichts mehr davon zu klappen schien. Dann hatten wir selbst viel und lange einiges um die Ohren (Hausbau, Nachwuchs), das wohl die nötige Konzentration auf den Hund fehlte.

    Mittlerweile habe ich zuhause bestimmte Dinge eingeführt z.B. Füttern nach ehr unregelmäßigen Zeiten und größtenteils aus der Hand, immer wieder Zurückführen bzw. - weisen auf seinen Platz, wenn Besuch kommt.

    Und draußen zwischendurch kleine Grundkommandos: Sitz, bei Fuß

    Kannst Du mir noch mehr Tipps geben??? Aber ncihtsdestotrotz ist das mit dem Ziehen das Größte aller Probleme oder meinst Du, das würde sich geben, wenn der Rest stimmen würde.

    Ich überlege auch, mit ihm zu clickern.

    LG

  • Mücke hat erst aufgehört zu ziehen, als er gemerkt hat, dass ich die Dinge, die ich von ihm will, auch ernst meine und sie durchsetze.

    Noch heute gibt immer noch ein, zwei Situationen ( wenn er seine Hundefreunde riecht und er weiss, er wird sie gleich treffen ) , in denen er "unentspannt" wird.
    Er zieht dann zwar nicht mit voller Kraft, aber er läuft nicht gescheit. Dann muss er nochmal dran erinnert werden und dann ist gut.
    Zur Not dreh ich einfach um und spätestens dann merkt er, dass er sich zusammenreißen sollte.

    Erstmal muss Hund kapieren, dass er nicht ziehen soll. Das wissen nämlich die meisten Hunde nicht. Wir MEINEN zwar, dass Hund das weiß, ist aber meistens nicht so.

    Für mich hört sich deine Beschreibung so an, als ob euer Süßer noch keine wirklichen Grenzen bekommen hat.
    Auf dem Hundeplatz für ein Lecker mitzuarbeiten ist eben was anderes als sich im Alltag benehmen.
    Ein Boxer will gefordert werden und ein Rüde in dem Alter muss einfach wissen, wo der Hammer für ihn hängt. Ich stells mir nicht lustig vor, wenn der sich in die Leine hängt.... :sad2:

    "Immer wieder zurückführen auf seinen Platz" hört sich nicht danach an, als würde er das ernst nehmen, was ihr ihm sagt.

    Vielleicht überdenkt ihr nochmal euren gesamten Umgang mit dem Hund. Richtet er sich nach euch? Oder ihr nach ihm ?

  • Die Distanz pendeln und die Ablenkung steigern.

    Also erst mit einer Person spazieren gehen die mal etwas vor läuft mal etwas zurück fällt usw.

    Hier trainieren bis es klappt.

    Dann die Ablenkung stiegern, aus zwei mach drei Personen.

    Wieder das ganze von vorne.

    Aus drei mach vier Personen usw.

    Ein Clicker kann euch auch helfen zum richtigen Zeitpunkt (dann wenn die Leine immer noch locker ist) zu belohnen!

  • Ich schließe mich dem an, was Melanie schreibt.

    Deinem Hund fehlt der Gehorsam und Du musst ihm klarmachen, dass das was Du willst, Fakt ist.

    Ein Hund will immer nach vorn, das ist vollkommen normal und wenn er in die Leine geht, bekommt er, was er will. Er läuft nach vorn.
    Nur das musst Du ihm abgewöhnen.
    Nur ein paar Kommandos wie Sitz und Platz beim Gassigang bringen Dir keinen erzogenen Hund.
    Regelmäßiges Gehorsamstraining von mind. 10 min am Stück wäre hilfreich
    Boxer sind eh hibbelig und gerade deshalb müssen sie auch kopfmäßig gefordert werden.

    Es ist sicherlich blöd, wenn der Hund die gesamte Zeit im fußkommando laufen muss. Da gebe ich Dir Recht und die lockere Leine wäre angenehmer, nur funktioniert das ja noch nicht. :???:

    Ist der Hund nie abgeleint?

  • Also ich bin ja eher so der "ganzheitliche " Typ. D. h. ein Hund, der nicht genügend ausgelastet ist, wird auch nicht entspannt und locker neben der Leine herlaufen.
    Damit mein ich jetzt nicht, dass jeder Hund vorher stundenlang getobt haben muss, um ruhig zu laufen, das ist ja keine Kunst.

    Es sollte ein ausgewogenes Verhältnis sein, zwischen körperlicher Auslastung, geister Beschäftigung, zu der die Erziehung ja im Prinzip gehört und einer vernünftigen Beziehung zum Hund.

    Vielleicht ist dein Hund von diesem "Truppenspaziergang" total gestresst, dann muss man einfach schauen, woher rührt dieser Stress und wie kann ich es auf Dauer schaffen, dass der Hund entpannter wird und sich besser kontrollieren lernt.

    Also schaut nicht nur auf diese einzelne Situation, sondern schaut auf das Ganze, um zu verstehen, warum euer Hund so reagiert.

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