Angst, Aggression oder Beschützerinstinkt?

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  • Zitat


    Setz sie vielen ähnlichen stressigen Situationen aus, und bleib selber ganz locker. Sprich sie einmal normal an, sag, sie soll herkommen, und geh weiter. Mach dir nicht soviele Gedanken darum, dass andere Angst haben könnten. Je lockerer du bleibst, desto eher merken die Leute, dass die Situation ungefährlich ist. - Und desto normaler bewegen sie sich - und desto eher merkt dein Hund, dass er nichts ausrichten kann, und hat damit weniger Erfolgserlebnisse.

    Sorry, aber ich möchte nicht der Mensch sein der von einem fremden Hund "gestellt" wird.
    Mein Hund bellt auch aus Unsicherheit im dunkeln manche Menschen oder von weitem undefinierbare Dinge an. Es ist durch ignorieren schon viel besser geworden aber solange er nicht 100% im dunkeln abrufbar ist bleibt er angeleint.
    Ich selber lauf nicht gern im dunkeln und ich mußte selbst schon die Erfahrung machen das auf mich ein bellender, knurrender Hund zu kam und ich fand es überhaupt nicht witzig und hatte tierisch Schiss das der Hund mich beissen könnte.
    Ich kann es verstehen das man das mit seinem Hund üben muß aber kann man da nicht mal andere HH, Bekannte, Freunde zusammentrommeln und an denen die Unsicherheit/Beschützerinstinkt mit dem Hund üben?
    Ich find es viel zu gefährlich fremde Menschen als Übungspersonen zu nutzen, man weiß nie wie diese reagieren und anschließend der Hund.

    Lg caspisfrauchen

  • Hallo!

    Ich finde das Thema sehr interessant. Meine kleine, jetzt 14 Monate alt, verbellt auch vieles in der Nacht. Wir üben schon fleißig, sobald ich Leute von weiten sehe, muss sie mich anschauen, sobald wir vorbei sind, bekommt sie Leckerlies. Mich würde jetzt interessieren, wie reagiere ich, wenn Madam sich erschreckt vor etwas und doch einen total verbellt. Ich kann sie in solchen Momenten nicht beruhigen. Sie läßt sich absitzen, bellt aber weiter, reagiert nicht auf nein oder aus und fixiert auch weiter.
    Ich lese immer wieder, du mußt deinem Hund sagen, das Schluß ist. Aber wenn sie auf mich aufpasst oder unsicher ist, nimmt sie mich nicht mehr wahr.
    Ich habe ja noch leicht die Hoffnung, dass es in ein paar Monaten wieder anders aussieht. So oft bin ich schon verzweifelt. Ich habe Probleme gesehen, die jetzt gar keine mehr sind.
    Aber vielleicht lese ich ja noch ein paar Tipps, wie ich sie beruhigen kann, wenn ich zu spät geschaltet habe.
    Vielen Dank schon mal.
    Liebe Grüße Anett + Mira

  • Zitat

    Sorry, aber ich möchte nicht der Mensch sein der von einem fremden Hund "gestellt" wird.
    Mein Hund bellt auch aus Unsicherheit im dunkeln manche Menschen oder von weitem undefinierbare Dinge an. Es ist durch ignorieren schon viel besser geworden aber solange er nicht 100% im dunkeln abrufbar ist bleibt er angeleint.
    Ich selber lauf nicht gern im dunkeln und ich mußte selbst schon die Erfahrung machen das auf mich ein bellender, knurrender Hund zu kam und ich fand es überhaupt nicht witzig und hatte tierisch Schiss das der Hund mich beissen könnte.
    Ich kann es verstehen das man das mit seinem Hund üben muß aber kann man da nicht mal andere HH, Bekannte, Freunde zusammentrommeln und an denen die Unsicherheit/Beschützerinstinkt mit dem Hund üben?
    Ich find es viel zu gefährlich fremde Menschen als Übungspersonen zu nutzen, man weiß nie wie diese reagieren und anschließend der Hund.

    Wir reden nicht davon, dass mein Hund eine beisswütige Bestie ist, sondern von hinrennen, 2-3mal bellen und wieder weggehen.
    Und wenn man eben nicht übt, kann es auch nicht besser werden. Und wir werden solange üben, bis sie es nicht mehr macht. Mir ist es lieber ich arbeite an dem Problem, als dass ich es ignorier und sie an der Leine lass. Davon lernt sie es nämlich nicht!

  • Zitat


    Wir reden nicht davon, dass mein Hund eine beisswütige Bestie ist, sondern von hinrennen, 2-3mal bellen und wieder weggehen.


    Ja, so hatte ich das auch verstanden. Aber: genau das wäre hier absolut undenkbar. Das würde ich 2 Tage praktizieren und dann wäre Post vom OA in meinem Briefkasten.

    Und wenn ich darauf erwidern würde, dass mein Hund das aber lernen müsse, würden die mir ganz gepflegt was husten.

    Man kann kein Antijagdtraining veranstalten und währenddessen 3 Kaninchen und 2 Rehe opfern und genauso wenig ist es ok, unbeteiligte Passanten auf die Art und Weise in ein Training einzubeziehen.

    Wenn Du das an der Schleppleine so nicht üben kannst, dann muß sie eben für jeden Passanten zu Dir kommen und absitzen oder sonstwas machen. Der Abruf sollte doch funktionieren, oder?

  • Zitat


    Wir reden nicht davon, dass mein Hund eine beisswütige Bestie ist, sondern von hinrennen, 2-3mal bellen und wieder weggehen.
    Und wenn man eben nicht übt, kann es auch nicht besser werden. Und wir werden solange üben, bis sie es nicht mehr macht. Mir ist es lieber ich arbeite an dem Problem, als dass ich es ignorier und sie an der Leine lass. Davon lernt sie es nämlich nicht!

    Das hab ich auch nicht gesagt aber wie würdest du dich fühlen wenn dir ein fremder Hund im dunkeln entgegen kommt und vor dir steht und dich anbellt?

    Du sollst das Problem ja auch nicht ignorieren! Aber wäre es nicht besser mit Leuten zu üben die man kennt?

    Lg caspisfrauchen

  • Ich glaub nicht, dass Alina gemeint hat, das "Problem" zu ignorieren und den Hund weiterhin zu Fremden hinrennen zu lassen.
    Es ging ihr wohl eher darum, ganz "normal " zu bleiben und den Hund völlig normal zu behandeln und ihm so suggerieren, dass auch im Dunkeln nicht Schlimmes passiert.

    Nicht desto solltest du daran arbeiten und das:

    Zitat

    Mir ist es lieber ich arbeite an dem Problem, als dass ich es ignorier und sie an der Leine lass. Davon lernt sie es nämlich nicht!


    ist Quatsch.
    Ich weiss jetzt nicht, was du für ein Problem mit der Leine hast.
    Leine = schlecht erzogener Hund ?
    Nein
    Leine = verantwortungsvoller Hundehalter, der Fehlverhalten dadurch verhindert

    Den Gehorsam kannst du doch trotzdem üben, ich versteh nicht, wieso du das ausschließt :???:

    Die Leine sichert den Hund, nicht mehr und nicht weniger, alles andere, die Kommandos, deine Körpersprache dazu führst du wie immer durch.

    Als Beispiel:
    Hund fixiert irgendwas, du korrigierst und sagst " Hey, lass es " , Hund reagiert auf dich, super ! Belohnung
    Hund reagiert nicht, blöd, aber nicht weiter schlimm, weil an der Leine und darüber nachdenken, wie mans besser machen kann :D

  • Zitat


    Den Gehorsam kannst du doch trotzdem üben, ich versteh nicht, wieso du das ausschließt :???:

    Die Leine sichert den Hund, nicht mehr und nicht weniger, alles andere, die Kommandos, deine Körpersprache dazu führst du wie immer durch.

    Als Beispiel:
    Hund fixiert irgendwas, du korrigierst und sagst " Hey, lass es " , Hund reagiert auf dich, super ! Belohnung
    Hund reagiert nicht, blöd, aber nicht weiter schlimm, weil an der Leine und darüber nachdenken, wie mans besser machen kann :D

    Aber der Hund bellt nicht wenn er an der Leine ist..

  • Also ich finde es nicht gut, wenn wir abends von freilaufenden Hunden angebellt werden. Und ganz ehrlich, ich möchte auch ungern von anderen Hundehaltern als Übungsobjekt missbraucht werden.

    Ich treffe einige Hundehalter, die sich jetzt nicht so mit dem Problem wie Du auseinander setzen. Denen ist es schlichtweg egal, das ihr Hund auf Leute zusprintet und sie erst mal verbellt.

    Mein Hund ist im Dunkeln auch sehr wachsam, besonders was lärmende Jugendliche betrifft. Daher bleibt sie an der Leine, weil ich nicht immer garantieren kann, dass sie nicht doch mal einen Jugendlichen stellt (vor kurzem hatten wir leider eine unschöne Begegnung mit ein paar betrunkenen jungen Leuten). An der langen Leine weiss sie, dass sie die Klappe zu halten hat. Aber ich habe auch keine Probleme, mit der Leine nachts spazieren zu gehen. Da bei uns sehr schnell kurzen Prozess mit auffällig werdenden Hunden gemacht wird, geh ich dem einfach angeleint aus dem Weg.

  • Zitat

    Aber der Hund bellt nicht wenn er an der Leine ist..

    Hab ich x-mal geschrieben. Sowohl an ner normalen Leine so wie an ner 20 Meter Schlepp.

    Zitat

    Das hab ich auch nicht gesagt aber wie würdest du dich fühlen wenn dir ein fremder Hund im dunkeln entgegen kommt und vor dir steht und dich anbellt?

    Ich will ja auch nicht von anderen Hunden angebellt werden, schon gar nicht von meinem, wenn ich ihn nicht kennen würde. Deshalb will ich ja dran arbeiten.


    Zitat

    Wenn Du das an der Schleppleine so nicht üben kannst, dann muß sie eben für jeden Passanten zu Dir kommen und absitzen oder sonstwas machen. Der Abruf sollte doch funktionieren, oder?

    Genau das machen wir ja auch, ich ruf sie immer ab, wenn mir Passanten entgegen kommen. Lass sie sitzen, oder geh mit ihr im Fuß weiter. Dann klappts ja auch. Nur nicht wenn sie in der Ferne was sieht und schneller ist als ich.
    Alina_ hat aber geschrieben, dass das wiederrum kontraproduktiv ist.

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