• Kleines Beispiel. Mein Hund musste jetzt schon öfter zum Tierarzt und war immer seeeeeehr lieb und ruhig. Jetzt hat er vor einiger Zeit seine Stimme entdeckt und freut sich öfter drüber. So nutzte er diese Neuenddeckung auch beim Tierarzt.
    :hust:
    Er hat geschrieben als wolle man ihn umbringen bei Dingen wie Ohren gucken und Fiebermessen. :gott:
    Normalerweise wenn er unruhig ist reicht von mir ein "aaaaales ist guuuuut". Aber in dem Moment war ich so überrascht dass ich wohl nicht die Stimme für ein "alles ist gut" hatte...Hundi dreht noch mehr auf und fing an sich zu winden.
    Auf mein bestimmtes "Yannik, jetzt reicht es, schluß damit" guckte er mich an und war schmollend ruhig und wieder ganz brav :headbash:
    Und darum soll man Hunde nicht "trösten" wie man es bei Menschen vielleicht machen würde, sondern so, dass sie verstehen "Frauchen sagt alles ist ok und ich weiß ja dass ich mich auf Frauchen verlassen kann".

    Nichts desto trotz streichel ich Yannik auch wenn ich ihn mal überrnt habe. Einfach um ihm zu zeigen "war ja keine Absicht".

  • Mein Hund hatte schon oft große Schmerzen und musste schon viel leiden. Da hilft kein trösten, der Hund fühlt sich nur in seinem Leid bestärkt. Da muss man einfach signalisieren, dass man die Sache unter Kontrolle hat. Da muss man durch. Man hilft dem Hund nicht, wenn man ihn tröstet. Er versteht das nicht.

    Wenn man einem Hund auf die Pfote tritt und dann tröstet, ist das völlig menschlich. Hündisch betrachtet, sollte der Hund aber aufpassen und zur Seite gehen. Trete ich meinem Hund auf die Pfote und er quitscht, überhöre ich das. Würde sie aber anschließend humpeln, würde ich gucken, was los ist. Aber nicht trösten. Sonst würde sie vermutlich vor mir irgendwann Meideverhalten zeigen. Sprich, Pfote treten würde sie als Strafe für irgendetwas empfinden.

    Hat ein Hund aber Angst vor etwas und ich tröste ihn, dann bestärke ich den Hund in seiner Angst. Ich signalisiere ihm, dass da wirklich was bedrohliches ist. Genauso, wie wenn ein Hund etwas verbellt und ich laut rufe, dass er das sein lassen soll. Für den Hund belle ich mit und er glaubt, dass er nur das Richtige tut.

    Verrückterweise kann ich mit Futter einem Hund Angst nehmen. Schlucken und Angst geht nicht gleichzeitig. So konnte ich meinem Hund durch Futter die Angst vor Kindern nehmen. Hätte ich sie getröstet, würde sie vermutlich heute bei allen Kindern Panik bekommen.

  • Die Situationen in denen Hund unseren Beistand braucht sind doch eigentlich

    - Schreck
    - Schmerz
    - Angst / Unsicherheit

    Ihm diesen dann auch zu geben finde ich schon enorm wichtig.
    Denn der Hund weiß nicht "tut nen Moment sauweh, ist aber gleich wieder gut" (um mal kleinen Zeh stoßen mit auf die Pfote treten zu vergleichen).
    Und das selbe gilt für Schreck und Angst.

    Ich sehe es als meinen Job meinem Hund in dem Moment Sicherheit zu geben.
    Und je nach Hund kann das Ablenkung, beruhigendes reden, Körperkontakt oder ein kurzes Betüddeln "light" sein.

    Würde ich es ignorieren käme es mir vor als würde ich ihn in seiner Not im Stich lassen.

    Für mich ist trösten okay solange es nicht zu bestärken wird.
    Und die Grenze setzen wir und nicht die Hunde.

    LG
    Tina

  • Zitat

    servus,
    hab grad den "ausgeschlagenen Zahn" Thread verfolgt und es wurde drüber gesprochen, die Hunde nicht zu trösten und auch, dass dies so richtig sei.

    Nun frag ich mich: Warum?

    Schonmal danke für die Aufklärung,

    -peter-

    Einer der Hunde meines Bruders hat damals immer herzerweichend gejault und ganz dolle gehumpelt wenn man ihn mal aus Versehen getreten hat (er lag immer irgendwie im Weg herum).
    Hat man hin geguckt und "Oh Du armer Hund" gesagt oder ihn sonstwie bedauert, dann hat er ganz auffällig weiter gehumpelt. Guckte man weg lief er ganz normal - guckte man wieder hin, dann humpelte er und guckte ganz elendig.
    Gewitzes Wesen das :lol:

  • :gut: übertreiben muss man es ja ned gleich aber kurz knuddeln finde ich ok und meine hunde haben deswegen noch nie "geschauspielert"

  • Selbstverständlich tröste ich meinen Hund in Situationen die schmerzhaft für ihn sind.
    Hier scheinen einige zu glauben ein Hund ist eine Maschine,Säugetiergehirne sind ähnlich aufgebaut wie Menschengehirne mit allen Hirnarealen die auch beim Menschen vorhanden sind.

    Gruss
    Norbert

  • @ Sioux :gut:

    Ich tröste meinen Hund auch wenn er Schmerzen hat oder Angst, würde ich bei jedem anderen genauso machen, warum also nicht bei meinem Hund?
    Es kommt immer darauf an wie man es macht. Wenn er sich weh getan hat schau ich mir seine schmerzende Stelle an und rede leise mit ihm. Er beruhigt sich dann schnell.
    Ganz am Anfang hab ich allerdings den Fehler gemacht mir zu viele Sorgen zu machen, und schnell hatte ich einen kleinen, miesen Schauspieler, der auf melodramatische Rollen spezialisiert war :D
    Ich guck hin, Hund leidet wie kein anderer. Ich guck weg, Hund vergisst zu humpeln und rennt überglücklich einem Schmetterling hinterher...

  • Hallöchen Sioux

    Wenn ein Strassenhund sich in Freier Natur einen Dorn eintritt
    oder an einer Glasscherbe schneidet , kommt kein anderer Hund dazu
    und betüttelt Ihn.

    So leid uns Primaten der Hund auch tut und sosehr wir Ihm helfen wollen ( und gegebenenfalls auch können) in der Natur findet soetwas nicht statt.

    Mag sein Das DEIN Hund DICH versteht, eben weil er Dir als Primaten einiges einräumt.

    Wie bereits geschrieben, am schlimmsten finde ich beim Tierarzt folgende Situation

    Herrchen und Hund

    Hund jammert
    Herrchen , streichel ,streichel, : ist doch nicht schlimm, heute ist nur Impfung.
    Hund jammert mehr, Herrchen streichelt mehr
    U.S.W U.S.W

    Diejenigen die das Jammern ignorieren und den Hund loben wenn er still ist ,haben das wesentlich ruhigere Tier, das vor dem Tierarzt keine Angst hat, auch wenn es mal wehtut.

    Bis bald

    Karin

  • Karin,

    ich arbeite seit rund 750 Tagen daran eine gute, vertrauensvolle und enge Bindung zu meinem Hund aufzubauen.

    Und soll mich nun ignorant verhalten weil das Straßenhunde untereinander auch so machen?

    Ist das ernsthaft Dein Argument?

    LG
    Tina

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!