Kastration,ich bin mir nicht sicher!hilfe

  • Hey! :smile:
    Ich weiß es gibt sehr sehr viele Threads zum Thema Kastration. Aber ich denke nicht so eins wie dieses hier.

    Mein Goldi ist jetzt 1Jahr alt. Trotz dem, dass in seinen Papieren steht, dass beide Hoden tastbar sind hat er heute nur eins und der Andere ist nicht tastbar.

    Mir wurde vom Tierarzt und von der Züchterin gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich daraus ein Tumor entwickelt bei 4% liegt. Ist ja eigentlich nicht hoch und es kann einem gesunden Hund ebenso passiern,leider.

    Beide sind der Meinung,dass man das für sich selbst entscheiden muss aber die Wahrscheinlichkeit natürlich gering aber man natürlich nicht raten will keine Kastration zu machen, da es ja trotzdem anders kommen kann.

    Seitdem Balu 10 Monate alt ist zeigt er einen hohen Grad (denke ich zumindest :???: ) an Sexualtrieb. Ich bin mir nicht sicher, weil ich halt sein Verhalten sehe wie zb. dass wenn eine Hündin da ist, läufig oder nicht, er hinterherrennt und nicht abrufbar ist.

    Er besteigt nicht, schnüffelt und leckt aber. Jap und ich dachte erst hmm wenn ich ihn kastrieren lassse kann das ja dann auch weggehen...

    Aber vielleicht ist es auch nur eine Frage der Erziehung? Und wenn ich ihn kastrieren lasse, kann so vieles passieren. Irgendwas kann schief gehen, oder sein Charakter verändert sich. Dann hab ich noch gelesen, dass das Fell dunkler werden kann oder das Fell wellig wird, oder der Hund dann zum Übergewicht neigt.

    Ich komme einfach nicht auf einen Entschluss :sad2:

  • Sofern kein medizinisch akuter Grund vorliegt, würde ich warten. Falls du (als zusätzliche Entscheidungshilfe) wissen möchtest, wie er sich als Kastrat verhalten würde, dann kannst Du erstmal eine chemische Kastra vornehmen lassen.

    Da Balu zu den Retrievern zählt, würde ich persönlich noch wenigstens 1,5 Jahre warten. Die werden ja doch eher spät erwachsen.

  • Die sichere Variante wäre den Hund zu erziehen und nur den innenliegenden Hoden entfernen zu lassen.
    Dann bleibt Hund ein ganzer Kerl, der Gehorsam ist Erziehungssache, in diesem Alter hört kein junger Rüde gut, wenn Hündinnen da sind und ein Krebsrisiko durch den "zu warm gelagerten" Hoden entfällt.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Zitat

    Die sichere Variante wäre den Hund zu erziehen und nur den innenliegenden Hoden entfernen zu lassen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Der Gedanke gefällt mir schon viel besser! Habe mir gerade das Buch mit 10Metern zum Erfolg bestellt. Und ab Sonntag gehts wieder zur Huschu ;)

  • Hmm, ich würde es auch so machen, wie Schnauzermädel es sagt.

    Ob Du es mit Erziehung in den Griff bekommst, wirst Du dann ja noch sehen. Er ist ja noch gar nicht wirklich "ertig" sprich, er selbst und sein Körper kann mit den Hormonen ja selbst noch nicht entsprechend umgehen. Du kannst Dir also alles andere als sicher sein, dass es so bleiben wird, wie er jetzt ist.

    Ich denke mal, die ganze Phase ist mit der ersten Läufigkeit bei den meisten Hündinnen zu vergleichen. In der ersten Zeit, wo die Hormone verrückt spielen gucken sie Dich mit dem Hinter nicht an, außer die Jungs aus der Nachbarschaft natürlich, aber sobald sich das alles einpendelt kannst Du erst mal abschätzen, wie viel Arbeit Du schon reingesteckt hast, in die Erziehung und sozusagen "normal" weiter machen. Beim Rüden ist die Phase wohl nur noch etwas länger :D Dafür kommt's bei den Mädels eben immer wieder vor...

    Ich würde dir übrigens bei läufigen Hündinnen immer raten, möglichst viel - gesicherten - Kontakt zu den gutriechenden Mädels zu haben. Ist eben ganz normal, dass mal eine Hündin in der Nachbarschaft läufig ist, da brauch er dann kein Aufheben drum machen. Machen wir mit den neu zugezogenen Rüden hier im Bekanntenkreis auch so - mit Erfolg :smile:

  • Zitat

    Wenn dieses Ungehorsam bei Anwesenheit von Hündinnen hormonell bedingt ist, kann man das mit Erziehung trotzdem kontrollieren?


    In der Regel, ja. Hund muss halt lernen sich zurückzunehmen und mit Frust klar zu kommen. ;)
    Meiner ist sexuell auch recht stark motiviert, trotzdem haben wir die sexuelle Lust im Gegensatz zum Jagdtrieb schon ziemlich gut im Griff. Selbst neben einer läufigen Hündin in der Standhitze arbeitet er gut mit. Im Freilauf muss man dann eben zusehen, dass er sich nicht hochpuscht.

    Ja, richtig! Sascha hat auch Freilauf mit läufigen Hündinnen in der Standhitze. Gerade der Kontakt zu vielen läufigen Hündinnen hilft dem Rüden dabei eine gewissen Routine und Gelassenheit zu entwickeln.

  • Bevor ich auch nur im allerentferntesten an eine OP denken würde würde ich am Grundgehorsam arbeiten!!!

    Und ja, auch ein intakter Rüde kann in Anwesenheit (läufiger) Hündinnen Gehorsam zeigen. Das ist alles reine Erziehungssache.

  • Zitat

    Bevor ich auch nur im allerentferntesten an eine OP denken würde würde ich am Grundgehorsam arbeiten!!!

    Es ging, wie ich geschrieben habe, in aller erster Linie darum, dass er nur einen Hoden hat und dadurch operiert werden muss.

  • Wenn du wissen willst, ob eine Kastration deinem Hund was bringen würde, so kannst du per Chip eine chemische Kastration machen lassen. Dieser Chip wirkt ca. 6 Monate.

    Denn wenn du schon an den einen Hoden rann willst, sollte man sich schon überlegen, ob man beide wegmachen will oder nur einen, denn es wäre schade, wenn man kurz darauf wegen dem anderen Hoden den Hund nochmal operieren müsste.

    Denke daran, dein Hund ist zurzeit in der Pupertät und Flegelphase, da passiert einiges, was nicht nur hormongesteuert ist.

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