Diverse "Problemchen" mit 1 1/2 jähriger Retriever

  • Hallo zusammen.

    Sicherlich gibt es für die Punkte, die ich nun aufführe schon einzelne Threads, allerdings finde ich die Suche immer sehr mühselig und außerdem kommen ja auch immer mal wieder neue Erfahrungen hinzu...:)

    Also, es geht um unsere Maja.
    Sie ist mittlerweile 1 1/2 Jahre alt, alles ist soweit super. Sie ist lebendig, tollt gerne und viel auf den Feldern rum und und und.
    Und doch gibt es ein paar Dinge, die mich ratlos machen, vielleicht könnt ihr mit bei meiner "Auflistung" ja weiterhelfen, bestimmt..;)

    1. Situation beim Einkaufen.
    Wir gehen morgens (oder egal wann am Tage) raus, Gassi-Runde oder einfach nur zum Supermarkt, ich mache sie vor dem Laden fest.
    Es dauert keine 20 Sekunden, da fängt sie sowas von laut und vor allem konstant an zu bellen, dass es durch den ganzen Laden zu hören ist.
    Ich kann schon gar nicht mehr in Ruhe durch die Regale laufen, da ich immer das Bellen in den Ohren bzw. im Hinterkopf habe.
    Ist das eine Art Angst, dass sie alleine gelassen wird und wenn ja, wie kann man ihr diese nehmen...?
    Ich rede ja schon immer ganz ruhig auf sie ein, bevor ich den Laden betrete...

    2. Augentropfen bzw. Medis im allgemeinen
    Maja hatte nun schon 2x eine Entzündung am Auge.
    Auf Anraten dieses Forums hier und des Tierarztes haben wirs beim ersten Mal mit Euphrasia Tropfen versucht.
    Wirkte auch recht gut, war nach wenigen Tagen weg.
    Allerdings war es jedesmal ein kleines Drama, wenn ich ihr die Tropfen geben wollte.
    War es bei der ersten Erkrankung Anfang des Jahres noch okay bzw. durchführbar so ist es aktuell so, dass sie sich mit allen Mitteln dagegen wehrt.
    Sie läuft weg, sobald ich die Tropfen in die Hand nehme. Auch mit nem Leckerchen als "Lockmittel" habe ich keine Chance.
    Da ich nicht mit Gewalt an die Sache rangehen will, habe ich nun seit gestern Euphrasia Globulis, da ich dachte dies sei einfacher.
    Pustekuchen. Auch hierbei läuft sie bereits weg, wenn ich nur die Verpackung zur Hand nehme.
    Vielleicht habt ihr ja auch diesbezüglich ein paar Tipps.

    So, das wars erstmal, da wir jetzt mal raus müssen. Maja meldet sich...:)
    Vielleicht setze ich die Liste gleich noch um 1-2 Punkte fort, mir brennt nämlich noch einiges unter den Nägeln.

    Viele Grüße und vielen vielen Dank schonmal vorab für eure hoffentlich zahlreichen, hilfreichen Tipps!

  • Habt ihr denn Problem 1, wie auch Problem 2 in irgendeiner Weise trainiert? Euren Hund langsam rangeführt?

    Sprich seit ihr direkt einkaufen gegangen oder seit ihr einfach erstmal mehrfach ins Geschäft rein und wieder raus und wieder nach Hause gegangen? Dann das nächste mal wieder ... oder erwartet ihr einfach von eurem Hund, dass es funktionieren muss?

    Wie habt ihr das bisher trainiert.

    Sachen wie Augen- und/oder Ohrentropfen, etc. sind Sachen die einfach Geduld erfordern. Da muss der Hund einfach durch. Man geht ruhig auf ihn zu, macht kein großes Theater drum und rein mit dem Zeug.

  • Hallo,

    zu 1.)...:

    Sie hat es offensichtlich nicht gelernt, irgendwo mal ein paar Minuten auf Dich zu warten. Hast Du es ihr beigebracht? Und wenn ja, wie hast Du es aufgebaut?

    Fehler Nummer 1 ist auf jeden Fall, sie vor'm Betreten des Ladens nochmal auf die gleich folgende furchtbare Situation aufmerksam zu machen. Durch Streicheln und Tätscheln und beruhigendes Draufeinreden kommt beim Hund an...:"Ja, fein, wenn Du jetzt Angst hast, jetzt wird es gleich wieder gaaaaanz schlimm...!" oder so ähnlich. Damit machst Du erstrecht ein großes Event aus der Situation.

    Beantworte mal meine obige Frage, dann sag ich mehr dazu.

    zu 2.)...:

    Die Situation, Augentropfen geben zu müssen, ist ja generell keine positive. Kannst Du ansonsten "Manipulationen" an ihr vornehmen? Pfötchen untersuchen, Zwischenräume sauber machen, Ohren angucken, säubern, in den Fang schauen, Zecken entfernen...usw...? Klappt das?

    Auch sowas muß man mit seinem Hund üben und erstmal positiv verknüpfen, damit es im Ernstfall (wie jetzt mit der Augenentzündung) auch klappt. Auch hier würde ich um das Verabreichen kein Brimborium machen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Warum nimmst du deinen Hund ueberhaupt mit zum Einkaufen? Ich weiss ja nicht wo du wohnst aber mir waere es zu riskant meinen Hund vor einem Laden anzubinden, zu viel ist da schon passiert und ich habe schon zu viele Geschichten gehoert und miterlebt.
    Ansonsten glaub ich kann dein Hund einfach nicht alleine bleiben, kann das sein? Dann wuerde ich das mal trainieren.

    Augentropfen und diese Dinge sind Uebungssache, nimm es deinem Hund nicht uebel wenn er die nicht mag, ich zum Beispiel wehre mich da auch gegen :)

  • Zitat

    Auch sowas muß man mit seinem Hund üben und erstmal positiv verknüpfen, damit es im Ernstfall (wie jetzt mit der Augenentzündung) auch klappt. Auch hier würde ich um das Verabreichen kein Brimborium machen.

    Hi, das würde mich ja interessieren, wie verknüpft man Augentropfen mit etwas Positivem?? Leicht dahergesagt?

    Es ist schon hilfreich, wenn der Hund das stoisch über sich ergehen läßt.

    Ich würde sie an die Leine nehmen und erst dann zu den Tropfen greifen. Wehrt sie sich dann noch?

  • Hallo,

    Eddis...:

    Das Geben der Augentropfen selbst wird vom Hund wohl nie positiv verknüpft, da geb ich Dir Recht, aber daß ich überhaupt irgendwie dran rumfummeln muß, kann ich positiv belegen.

    Davon mal abgesehen ist ein Hundeauge bei Weitem nicht so empfindlich wie ein menschliches.

    Ich habe meiner Motte letztens eine Granne aus dem Augenlid gepuhlt. Das war absolut nicht einfach und ich selbst hätte dabei fast geheult. Mir schießt da immer das Wasser in die Augen, weil ich selbst so empfindlich bin. Ronja hat ganz toll still gehalten, während ich ihr das Lid runtergezogen und mit meinem Finger nach der Granne geangelt habe. Augentropfen sind bestimmt nicht schlimmer.

    Angenehm war es für sie bestimmt nicht, aber ich mußte sie nichtmal richtig festhalten. Hinterher gab es Lob und Leckerchen. Hat wohl auch was damit zu tun, daß mein Hund mir vertraut. Aber wie gesagt, sowas muß man üben.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • MAn kann Augentropfen geben üben. Man muss ja, wenn der Hund gesund ist nichts wirklich ins Auge träufeln, aber man kann in kleinen Schritten den Hund dahin bringen, dass man "antäuschen" kann.

    Das bringt vielleicht in akuten Krankheitsfällen nichts, da muss der Hund dann dadurch, aber wenn ich um die Problematik weiß, würde ich fürs nächste Mal zusehen, dass ich das trainiere.

    Für den Anfang würde ich mich einfach zum Hund hinsetzen und an den Kopf fassen. Lässt der Hund sich das gefallen - Leckerchen. Dann hinsetzen, Kopf anfassen, über die Augen streichen. Klappt das - Belohnung. Dann mit der einen Hand von unten ans Auge gehen, mit der anderen von oben. Klappt das - Leckerchen. Beim nächsten MAl hätte ich dann in der rechten Hand ein Fläschchen und würde es nur in Richtung Auge führen. LEckerchen. Erst wenn das hinhaut, ziehe ich kurz das Unterlid herunter und belohne sofort. Das wird dann so lange trainiert, bis ich das immer länger runterziehen kann. Und dann würd ichs noch mit einem "Kommando" belegen. Bei Maja lautet es "stillhalten". Wenn ich das oft genug mache und oft genug belohne und dem Hund eigentlich nichts Schlimmes dabei widerfährt, sollte er es eigentlich kennen und es auch über sich ergehen lassen, wenn dann auch mal einmal was ins Auge geträufelt wird im Ernstfall.

    LG, Henrike

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