Unser Hund hat gebissen, ich bin verzweifelt!

  • ANZEIGE:
    Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
  • Mmmpf... hat der 'Trainer' euch nicht mal geraten, wie man an der Leinenführigkeit arbeitet? Mit Geschirr ist ja schön, löst aber das Problem des Leineziehens nicht. Was so alles als Trainer rumläuft... ääh...
    Ich wohn ja nun weit weit weg von Trier, ich hoffe, ihr bekommt einen guten Rat bzgl. Trainer.

  • Zitat

    Ist Züsch für dich noch erreichbar ?
    Dann könnte ich dir diese HS empfehlen.

    Dann ist ja doch schon einiges schief gelaufen. Warum hast du nicht vorher, bereits vor der Schwangerschaft mit deinem Hund gearbeitet ?? Das wäre der sinnvollere Weg gewesen ...

  • Hallo,

    wir haben vor der Schwangerschaft mit ihm gearbeitet. Da waren wir mit ihm in einer Hundeschule und es klappte soweit auch alles ganz gut. Leider hatte ich eine sehr komplizierte Schwangerschaft und konnte die Hundeschule nicht weiter besuchen.

    LG

  • hab grad mal die Seite angeguckt, die Staffy vorgeschlagen hat.

    Wär dieser "Erziehungsurlaub" nix für dich?
    Könntest Baby mitnehmen, aber hast den ganzen Haushaltskram nicht am Hals.

    Zitat

    »Erziehungs«-Urlaub
    Im Alltag ist es schwer eingefahrene Dinge zu ändern. Hier kann ein Erziehungsurlaub helfen. Einmal raus aus dem Alltag und sich nur um sich selbst und den Hund kümmern. Ich arbeite mit Ihnen und Ihrem Hund ein bis zwei Stunden am Tag an ausgewählten Themen. Die verbleibende Zeit genießen Sie selbst zur Erholung im schönen Naturpark Saar-Hunsrück. Bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft in der Nähe helfe ich Ihnen gerne. Termine nach Absprache! Eine Unterbringung mit eigenem Pferd ist auch bei uns auf dem Hof möglich: http://www.hofbirkenau.de


    http://www.hundplusmensch.de/specials.html

    Finde, dass das sehr verlockend klingt!
    ist natürlich wie alles im Leben auch eine Frage des vorhandenen Kleingelds

  • Hallo,

    ja das war die Hundeschule, die uns das Stachelhalsband empfohlen hat.

    Der Urlaub klingt gut, aber ich bin in dieser Gegend aufgewachsen und von daher ist es ein bisschen blöd. aber vom prinzip her sehr interessant.

    LG

  • Ich finde auch, dass sich das mit dem Urlaub echt gut anhört, würd mich interessieren, was das kostet...
    Ich würde trotzdem unbedingt auch einen guten und kompetenten Trainer nach Hause holen und die Situation anschauen lassen. Ich glaube nicht, dass das mit so einem Erziehungsurlaub getan ist, sondern evtl. längere Arbeit erfordert. Vielleicht kannst du nach dem Urlaub mit den trainern von dort weiterarbeiten?

  • Zitat

    aber ich bin in dieser Gegend aufgewachsen


    Es geht ja nicht rein um Füße hochlegen und gut ist, sondern um ein anderes Umfeld und Menschen die einen helfen können die Probleme in den Griff zu bekommen

  • Hallo,

    hab mich mal durch die vorherigen Seiten gewühlt und möchte Dir auch noch ein paar Zeilen hinterlassen. Erstmal möchte ich Dir sagen: Wir ALLE machen Fehler, es ist noch kein Hundeflüsterer vom Himmel gefallen. Manchmal sind die Fettnäpfchen größer, manchmal kleiner. Wichtig ist, dass man immer auf der Hut ist keine Bequemlichkeit zuzulassen und kontinuierliche Selbstreflexion betreibt.

    Falls Du es noch hast, schmeiß bitte direkt das Stachel- oder Würgehalsband weg. Wenn sich das Ding zuzieht, lösen Atemnot und Schmerz einen Adrenalinschub aus. Der Adrenalinschub ermöglicht widerum eine kurzfristige aber immense Kraftsteigerung. Eine langfristige Verbesserung kann man durch ein gutes und der Situation angemessenes Geschirr, Lauftraining und ggf. einer zwischen den Vorderpfoten befestigten Leine. Ich gehöre auch zu den Zugpferd-Besitzern und unser Hund durfte im TH nur noch doppelt gesichert (!) mit den Pflegern raus. Durch Geschirr und Richtungswechsel konnten wir ihn bereits nach einer Woche mit einer normalen Leine führen, nach zwei bis drei Wochen war aus dem Zugpferd ein Hund geworden. Es tut mir unendlich Leid für Dich, dass Du an einen Trainer geraten bist, der imho zu falschen Methoden rät. Ich würde mir vermutlich auch viele Bären aufbinden lassen.

    Ansonsten schließe ich mich den Usern an, die sich fragen, was der Hund in der Pension erlebt hat. Auch würde ich die Verwandten befragen, die den Hund gehütet haben. Wie sind sie mit ihm umgegangen?

    Eine Schlüsselsituation für mich scheint, dass Deine Verwandten bereits mit dem Hund auf einer Familienfeier waren. Wie sind sie mit dem Hund umgegangen? Haben sie Hundeerfahrung? Haben sie dem Hund in der ungewohnten Situation vielleicht nicht genügend Sicherheit geben können?

    Wir nehmen den Hund nur dann zu Feiern und Festen mit, wenn die Teilnehmerzahl begrenzt ist und er ausreichend Rückzugsmöglichkeiten hat. Er kann es nicht leiden, wenn er von Fremden angefasst, angelockt oder bekuschelt wird - und das ist sein gutes Recht. Deshalb ist er auch nie an einem Ort angebunden, damit er dort nicht (man bekommt nicht alles mit) bedrängt werden und sich ggf. nicht zurückziehen kann. Wenn er dabei ist, dann stellen wir klar: der Hund bleibt bei uns und zieht sich zurück, wenn er Ruhe braucht. Niemand hat sich dem Hund auf seinem Rückzugsplatz zu nähern oder ihn anzulocken. Trotzdem ... ab einer gewissen Menschenanzahl bleibt er besser zu Hause.

    Ich denke Dein Hund hat einfach aus der Not heraus gebissen. Du warst nicht dabei und im Nachhinein wird kaum ein Mensch zugeben (oder ohne Hilfe realisieren), dass er sich dem Hund dämlich genähert hat. Allein die Tatsache, dass Dein Hund in die LIPPE der Verwandten gebissen hat, spricht imho FÜR den Hund. Wenn ich mich einem Hund nähere - selbst meinem eigenen Hund - halte ich ihm doch nicht direkt meinen Schädel vor die Nase. Natürlich möchte ich die Situation nicht bagatellisieren - selbstverständlich sollte ein Hund nicht direkt zubeissen (wobei ich annehme, es war eher ein Warnschnapper ... sonst wäre doch sicherlich mehr passiert) und an der Geschichte muss definitiv gearbeitet werden. Dennoch würde ich persönlich - nach den Informationen, die ich gelesen habe - dem Hund nicht das Vertrauen entziehen. Es handelt sich höchstwahrscheinlich um einen verwirrten und verunsicherten Hund (soviel Stress in den letzten Wochen!) der dann auf einer Familienfeier schlicht die Nerven verloren hat, als ihm jemand den Rüssel ins Gesicht gehalten hat. :ka:

    Deine Bedenken kann ich natürlich gut verstehen - immerhin hast Du ein kleines Kind zu Hause. Verzeihe Deinem Hund bitte trotzdem und mache Dir klar, dass es noch immer der selbe Hund ist - DEIN Hund, keine Bestie im Collie-Pelz. Dein Hund spürt, wenn Du ihm mit Vorbehalten begegnest und es wird die Situation nicht verbessern. Verzeihe ihm, denn Dein Hund hat keinen schlechten Charakter ... er ist einfach ein Hund, ein Tier und deshalb hat er eine für ihn unangenehme Situation im Rahmen seiner bis dato bekannten Möglichkeiten, Vorprägung u. Verwirrung gelöst. Gib ihm in kontinuierlicher Arbeit die Sicherheit, sich anders aus solchen Situationen zu lösen. Der Hund hat keinen schlechten Charakter, da bin ich mir ganz sicher.

    Jeder Mensch, der mit einem Hund zusammenlebt, muss ihn IMMER aufmerksam und kritisch lesen. Denn wir Menschen vergessen nur allzu gern (und oft), dass unsere Sofawölfe mit einer Menge spitzer Zähne und Krallen bewehrt sind, um ihre eigenen Grenzen durchzusetzen. Wir verlangen, dass sie dies unterlassen. Im Gegenzug müssen wir ihnen ein Umfeld bieten, indem sie es auch unterlassen _können_. Und da die Mensch-Hund-Kommunikation eben doch recht beschränkt bist (bitte Evolution, gib ihnen Stimmbänder oder integrierte Schiefertäfelchen) müssen wir IMMER und IMMER und IMMER das Verhalten unseres Hundes lesen. Denn letztlich wissen, was gerade ihn ihm vorgeht, können wir oft nicht. Auch wenn wirs gern glauben.

    Wie stehst Du denn inzwischen zu Deinem Fellball?

    Viel Glück!!

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!