Angst vorm schwarzen Hund?

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  • Hallo,

    in den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass Luna (Schäferhündin, 11,5 Monate) auf große, schwarze Hunde mit Anbellen und Kamm aufstellen reagiert. Sie ist generell eher unsicher / ängstlich, aber normalerweise liebt sie andere Hunde und möchte eigentlich mit jedem Hund spielen.

    Am Sonntag am Hundeplatz hat sie, als wir außen um den Platz gegangen sind, damit sie vor der Stunde noch ihre Geschäfte erledigen kann, einen schwarzen Labrador angebellt, der gerade seinen Agility-Parcours absolvierte. Andere Hunde, die dort am Zaun an ihr vorbeikamen, hat sie ignoriert.

    Gestern auf unserem Spaziergang kamen uns zwei große Hunde (ein Schwarzer und ein Heller) entgegen. Den Schwarzen hat sie mit aufgestelltem Kamm angebellt, zum Hellen suchte sie Kontakt.

    Wir haben einen schwarzen Labrador/Rotti-Rüden in der Nachbarschaft, der unsere Mädels häufig besuchen kommt, mit dem hat sie aber überhaupt kein Problem, und ich wüsste auch nicht, dass sonst irgendwann etwas mit einem großen schwarzen Hund vorgefallen wäre.

    Sie scheint aber auch generell im Moment wieder eine "Fremdel-Phase" zu haben, da sie auch Spaziergänger anbellt, die ihr zu nahe kommen.

    Wie verhalte ich mich denn in solchen Situationen am besten? Bislang versuche ich einfach, sie mit dem Schau-Kommando abzulenken und weiterzugehen, aber das löst vermutlich das Problem nicht. Oder haben Hunde in dem Alter nochmal so eine Angstphase, und das geht wieder vorbei? Sie hatte das schon einmal mit etwa 4 Monaten, da hat sie auch vor Personen, die sich eigentlich kannte, Angst gehabt und sie angebellt, aber das verging nach etwa zwei/drei Wochen.

    Für Tipps und Lösungsansätze wäre ich dankbar.

  • Ich kann dir nicht sagen wieso es so ist, aber meine Kleine macht das auch ab und an. Große, schwarze Hunde sind ihr unheimlich. Und sie hatte nie schlechte Erfahrungen mit schwarzen Hunden gemacht. :???:

  • Hallo,
    für mich klingt - vorausgesetzt ein Hund hatte noch keine schlechten Erfahrungen - die Idee von Las Patitas einleuchtend. Schwarze Hunde sind fotografiert eine einzige schwarze Masse und vieles an Mimik und Körpersprache verwischt sich einfach... Hunde sind ja nicht gerade Adleraugen, was die Wahrnehmung von Kleinigkeiten angeht, deshalb kann ich mir vorstellen, dass der "schwarze Hund" für ungeübte HUnde einfach schwieriger zu lesen ist...

    LG, Chris

  • Hallo,

    mit unserer Leja hatten wir ein ähnliches Problem, allerdings mit Weimaranern (und nur mit denen).

    Bürste, Knurren, Bellen, im Freilaufgebiet lief sie sogar bellend auf so einen Hund zu, ohne das sie sich zurückrufen ließ und das leider nicht nur an einem Tag. Zum Glück waren Hund und Halter recht entspannt.

    Das Problem kam von einem auf den anderen Tag - ohne das es meines Wissens nach einen Vorfall gab. In dem Freilaufgebiet gab es auch nur 2 Weimaraner und die Begegnungen waren eher zufällig.

    Auf meiner Mittagsrunde ist uns auch das eine oder andere Mal einer über den Weg gelaufen und Leja hat sich aufgeführt wie eine Furie.

    Sonst ist Leja auch eher zurückhaltend und bei Hundebegegnungen sehr entspannt.

    Bis eines Tages der Spuck so plötzlich, wie er gekommen ist, vorbei ist.

    Mir kommt auf meiner Mittagsrunde wieder der Weimaraner entgegen (den sie vorher am liebsten auffressen wollte) und Leja ist völlig entspannt, die Hunde beschnüffeln sich und spielen (!) miteinander.

    Wieso, weshalb, warum? keine Ahnung. Vielleicht war es tatsächlich nur eine Phase.

  • Ja, das ist so. Schwarze Hunde sind eine einzige dunkle bedrohliche Masse. Kann es sein, daß der Rotti-Mix aus der Nachbarschaft noch die roten Abzeichen vom Rotti hat? Das macht nämlich die Mimik wieder ersichtlich.
    Viele Hunde haben auch mit langhaarigen (Briards, Bearded Collies) große Probleme. Oder mit Hunden, die rassebedingt ihre Rute immer über dem Rücken tragen (Samojede, Eurasier, Chow Chow). Oder auch mit Hunden, die rassebedingt immer die Lefzen kraus ziehen (Boxer, Shar Peis, Möpse).

    Es gibt Hunde, die haben damit weniger Probleme und es gibt Hunde, teilweise auch rassebedingt, die ein größeres Mißtrauen sowieso gegenüber fremden Hunden haben und dann ziemlich extrem auf solche Äußerlichkeiten reagieren können. Auch wenn sie solche als Welpen kennen gelernt haben. Mein Bluey z.B. hat als Welpe alles kennen gelernt und mit allen gespielt. Aber als er so 1 1/2 Jahre alt war, hat er bei immer mehr solchen Äußerlichkeiten Streß und Abneigung gezeigt. Mit gut befreundeten Hunden gab es nie Probleme, die erkennt er wohl auch am Geruch.
    Auch kommt es stark auf die Mimik und Gestik des äußerlich so "benachteiligten" Hundes an. Zeigt der ganz eindeutig freundliche Signale klappt es in der Regel. Weiß der andere aber auch noch nicht so recht, dann brauche ich gar nicht erst testen.

  • Danke für Eure Einschätzungen. Das mit der Mimik beim schwarzen Hund kann tatsächlich der Grund sein, denn bei schwarzen Hunden mit z. B. weißen Abzeichen ist sie wesentlich entspannter. Der Rotti-Mix in der Nachbarschaft hat zwar keine roten Abzeichen, ist aber schon ein paar Tage älter und um die Schnauze schon recht grau, vermutlich stellt sich daher bei ihm das Problem nicht. Und natürlich der Geruch, da sie ihn quasi von Welpenbeinen an kennt.

    Ich werde mal weiter beobachten und hoffen, dass sich das noch "rauswächst". ;)

    Wie reagiere ich denn nun in solchen Situation am besten, auch wenn sie Spaziergänger anwufft z. B.?

  • Vorher auf die abgewandte Seite nehmen, einen kleinen Bogen machen.

    Leine kurz, aber nicht straff nehmen.

    Das Seitenwechseln und Leine-straff-nehmen darf aber nicht als Singal "Achtung-jetzt-kommt-etwas-bedrohliches" verknüpft werden, es sollte also auch zwischendurch mal gemacht werden.

    Ruhiges Vorbeigehen hinterher belohnen.

    Nicht den Hund versuchen zu beruhigen.

    Viel Spass beim Üben =)

  • NIE hinterher belohnen. Der Hund könnte verknüpfen: Mensch weg, Leckerli. Also Mensch schneller wegscheuchen, schneller Leckerli.

    Empfehle Dir das Büchlein "Trau niemals einem Fremden" von Patricia MacConnell. Da steht alles super gut drin, kannst du auf Hunde und auf Menschen anwenden. Alltagstauglich und super gut...

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