Welpe / Junghund überfordert????

  • Moin zusammen,

    ich hatte gestern ein kleines „Streitgespräch“ mit einem anderen HH, welcher der Meinung war/ist, dass ich meinen Räuber (22 Wochen) total überfordern würde, nachdem wir uns über unsere allgemeinen Tagesabläufe (wie oft Gassi gehen, spielen etc) unterhielten. Um es zu verdeutlichen hier mal unser Tagesablauf:

    Mo und Fr:

    06:00h: kleine Runde (ca. 30min)
    06:30h: Füttern
    07:00h – ca.12:00h: allein Zuhause
    12:30h: Begrüßung, kurze Kuscheleinheit dann große Runde mit viel spielen, toben und kurzen Übungseinheiten (ca. 2Std)
    Kuscheln :smile: und zwischendurch noch mal kurz in Garten
    19:00h: Treffen mit anderen HH zum Toben (incl. der Übung „Abrufen aus Spiel)
    20:00h: Füttern - anschließend Kuscheln mit Frauchen
    22:00h: Abschlussrunde ca. 15min

    Di. – Do.
    05:00h: kleine Runde (ca. 15min)
    07:15h: Füttern (auf Arbeit)
    09:30h: „kleine“ Runde (ca. 30-40min incl. kurzer Übungen Fuß, Sitz an Ampel und Zebrastreifen, Pfui – bin nicht so der Fan von „Naturleckerlie;) )
    Danach ca. 20-30min Spielen – Ball- / Suchspiele (große Ausbildungswerkstatt mit ca. 30m langen Flur, also genug Platz zum toben)
    13:00h: siehe 09:30h mit anschließenden spielen
    16:00h: noch mal kurz lösen und ab nach Hause
    Kuscheln :smile:
    19:00h: Treffen mit anderen HH zum toben incl. der Übung „Abrufen aus Spiel“
    20:00h: Füttern - anschließend Kuscheln mit Frauchen
    22:00h: Abschlussrunde ca. 15min

    Samstag und Sonntag wird Variabel incl. HuSchu gestaltet ;)

    Ich weiß, dass es auf den Ersten Blick ziemlich voll gepackt ausschaut. Aber alles macht mein Räuber mit richtiger Freude und er fordert auch - wirkt schon manchmal beleidigt wenn ich das Spielen, egal ob in der Werkstatt oder draußen, beende. Weil zwischendurch muß ich ja auch tun :hust: Des weiteren muß ich noch erwähnen, dass Räuber trotz seiner „erst“ 22 Wochen, ziemlich Selbstständig und Selbstsicher (Reif??) ist (Aussage unseres Trainers). Wir haben íhn aus einem „Rudel“ geholt und er hatte bis Ende seiner 13 Wochen kaum Kontakt zu Menschen. War weder Entwurmt, geimpft bzw. überhaupt nicht Tierärztlich untersucht. Laut TA und Hundetrainer entwickelt er sich aber super :D

    Nun denn, wie ist Eure Meinung dazu. Ist er überfordert oder nicht?

    Gruß
    Toni

  • Hallo,

    ich würde neben dem ganzen Spielen auch Aktive Ruhephasen in das Leben deines Hundes bringen, so das er dich nicht immer weiterfordert.

    Trainiere die Ablage mit dem Hund.

    LG

  • Ich persönlich finde das auch schon ganz schön viel für das Alter.
    Aber weniger, das er es nicht schaffen würde, als vielmehr der Gedanke, was willst du in einem Jahr mit dem Hund machen, wenn du nun schon so ein Programm fährst? Der Hund wird älter und wird mit der Zeit immer mehr fordern und dann stehst du da und bist überfordert, aber dein Hund noch lange nicht.

  • Zitat

    Ich persönlich finde das auch schon ganz schön viel für das Alter.
    Aber weniger, das er es nicht schaffen würde, als vielmehr der Gedanke, was willst du in einem Jahr mit dem Hund machen, wenn du nun schon so ein Programm fährst? Der Hund wird älter und wird mit der Zeit immer mehr fordern und dann stehst du da und bist überfordert, aber dein Hund noch lange nicht.

    Angedacht ist einiges für meinen Räuber. Aber alles zu seiner Zeit. Als erstes steht auf jedenfall BH auf`n Plan und danach muß ich mal schauen. Möglichkeiten gibt es ja genug und festlegen möchte ich mich noch nicht. Und wenn mich nicht irgend eine Krankheit dahin rafft, werde ich es wohl schaffen ;)

    @Ladylike: das könnte evtl. zu komplikationen führen ;)

  • Zitat

    Angedacht ist einiges für meinen Räuber. Aber alles zu seiner Zeit. Als erstes steht auf jedenfall BH auf`n Plan und danach muß ich mal schauen. Möglichkeiten gibt es ja genug und festlegen möchte ich mich noch nicht. Und wenn mich nicht irgend eine Krankheit dahin rafft, werde ich es wohl schaffen ;)

    Ich glaube, das du es dir zu einfach vorstellst. Wenn du nun zum Beispiel Mittags 2 Stunden laufen gehst, dann kann es dir passieren, das dein Hund später einmal 4 Stunden forderst. Ebenso mit den Spieleinheiten, was heute vielleicht 30 Minuten sind, sind später schnell mal eine Stunden.

    Schon allein wenn man dein Tagspensum sich jetzt anschaut, dann stellt sich mir schon die Frage, wie man es dann händeln möchte, wenn man es nur mal 2 nimmt.

    Ich persönlich kann nur dazu raten, jetzt erst mal etwas runter zu fahren und den Hund Hund sein zu lassen und nicht so ein Tagespensum zu bringen.
    Der Hund sollte lernen, das es auch Ruhe gibt und nicht nur in der Ablage, sondern auch ganz normal im Alltag.

    Ich kenne Hunde, die erst mal auf Entzug gesetzt werden mussten, weil die Besitzer nur das beste wollten und immer wenn Knopf wach war auch Action gemacht haben und sich dann wunderten, das der Hund mit der Zeit immer zickiger wurde und sich nicht mehr benahm wie gewünscht. Ganz einfach aus dem Grund, das er immer viel gemacht hat und einen vollgestopften Tagesablauf hatte und das dann auch immer gesteigert wurde, desto Älter der Hund wurde und dann kamen die Probleme.
    Der Tag hat nur 24 Stunden.
    Zum anderen darf man nicht vergessen, der Hund ist gerade mal 22 Wochen. Wenn du so weiter machst, wirst du dir über kurz oder lang einen Hochleistungssportler heranziehen. Manchmal ist etwas weniger einfach auch mehr.

  • Ich finde das viel zu viel :???:

    Meine Hündin ist einen Monat älter und hat wesentlich weniger Programm.

    Vor allem besteht ihr Programm aus "Welt entdecken und Junghund sein" und zwischendurch kleinen Unterordnungsübungen.

    Ich würd gar nicht auf die Idee kommen, zwei Stunden am Stück mit ihr spazieren zu gehen, ich finde das zu lang.

    Klar, wenn wir mal irgendwo einen Ausflug machen dauert das länger als zwei Stunden aber dann sind zwischendrin auch immer mal Pausen.

    Was meine zuerst gelernt hat - es wird gespielt und Gassi gegangen, wann wo und wie lange ICH das möchte.

    Ich finde du solltest deinem Räuber mehr Zeit lassen, um erwachsen zu werden anstatt ihn mit nem Megaprogramm vollzudecken.

    Für Cassy ist auch BH und Hundesport geplant, deswegen muss ich sie ja aber jetzt noch nicht so hochpushen.

  • Hi Rockmaster, du hast eben einen aktiven Hund. Es macht ihm Spaß mit dir zu arbeiten.
    Selbstverständlich reagiert jeder Hund anders auf seine Umwelt. Ein Chow-Chow Besitzer wird andere Erfahrungen haben als der Besitzer eines Dt. Kurzhaar.

    Das der Hund dann immer mehr fordert, wenn er Erwachsen ist, kann ich nicht bestätigen. Das liegt doch am Halter, wieviel Zeit er mit seinem Hund verbringen möchte oder wie lang z.B. die Radtouren sind. Außerdem gibt es das Kommando Platz/bleib.

    Was du vielleicht ausprobieren solltest, wie lange es dauert, bis sich der Hund beruhigt nach einer Arbeitsphase und wie du ihn dabei unterstützen kannst. In diesen Pausen verarbeitet das Gehirn die Erlebnisse. Der eine Hund braucht längere Pausen, der Andere nicht. Pauschal kann man das nie sagen, wenn man das Tier nicht erlebt hat.

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